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Holland, Thomas Henry

Sir Thomas Henry Holland (* 22. November 1868 Helston; † 15. Mai 1947 Surbiton, Surrey) war ein britischer Geologe und Hochschullehrer.

Holland absolvierte seine Schulzeit in seiner Geburtsstadt Helston. Danach studierte er ab 1884 am Royal College of Science in South Kensington, wo er 1888 seinen Abschluss in Geologie machte. Daran schloss sich eine Assistentenzeit am Owens College in Manchester an.

Im Jahr 1890 ging er nach Indien und wurde in Kalkutta an der Geological Survey of India (GSI), der obersten geologischen Behörde des Landes, als Assistent angestellt. Seine Tätigkeit als Kurator des geologischen Museums und Laboratoriums begann im Oktober 1890. In Kalkutta lehrte er ab 1892 am Presidency College Geologie. In dieser Zeit befasste er sich mit dem bis dahin kaum untersuchten kristallinen Gestein des St. Thomas Mount. Holland fand ein neues eigenständiges Gestein, den Charnocit. Seine Ergebnisse präsentierte er 1893 der Asiatic Society of Bengal.

Im Jahr 1893 publizierte Holland im Manual of the Geology of India als 1. Band der Reihe "Economic Geology" seine Arbeiten über den Korund und dessen Edelsteinvarietäten mit den Fundstellen in Indien und benachbarten Gebieten.

Zwischen 1903 und 1909 war Holland Direktor von der Geological Survey of India. Von 1922 bis 1929 stand er dem Imperial College in London als Rektor vor. Zwischen 1929 und 1944 wirkte Holland als Principal der University of Edinburgh.

Er erhielt zahlreiche Auszeichungen, u.A. den Ehrendoktor der Universität Kalkutta.


Literatur:

  • The Charnockites Series, a Group of Archean Hypersthenic Rocks in Peninsular India. In: Memoirs of the Geol. Society of India, Jg.28 (1900), S. 119–249.
  • Corundum. In: Manual of the Geology of India, Part I, Calcutta 1893, 79 S.

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