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Hoppe, Walter

Prof. Dr. Walter Hoppe (* 25. Juli 1896 Beedeln (Sachsen); † 26. Februar 1976 Jena) war ein deutscher Geologe und Hochschullehrer, mit Besonderheit der Geologie Thüringens.

Walter Hoppe stammte aus einer Gutsbesitzer-Familie aus Sachsen. Das Abitur legte er in Chemnitz ab. Anschließend meldete er sich freiwillig zum Militär.

1917 bis 1921 studierte er Naturwissenschaften mit dem Hauptfach Geologie an den Universitäten Göttingen und Leipzig.

Er promovierte 1921 wurde er mit einer paläontologischen Arbeit über "Jura und Kreide der Sinaihalbinsel". Danach war er Assistent am Institut für Geologie und Technische Gesteinskunde der TH Darmstadt bis 1924, dann bis 1926 am Mineralogischen Institut der Universität Leipzig.

Er habilitierte 1924 mit dem petrografischen Thema "Untersuchungen an kontaktmetamorphen Sedimenten des Odenwaldes".

Am 1. April 1926 begann er seine Arbeit als Landesgeologe im Staatlichen Geologischen Dienst Thüringens. Ab 1946 arbeitete er zuerst weiter an der neugegründeten Außenstelle Jena der "Deutschen Geologischen Landesanstalt in der sowjetischen Besatzungszone" und ihrer Nachfolgeinstitution und wurde im Herbst 1951 zusätzlich zum Lehrbeauftragten für Angewandte Geologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt. Dort wurde ihm 1953 der Titel Professor verliehen.

1954 wurde Walter Hoppe auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Geologie an der Hochschule für Architektur und Bauwesen (HAB) in Weimar berufen. Dort wurde am 1. Januar 1957 das Institut für Geologie und Technische Gesteinskunde gegründet, zu dessen Direktor er in der Folgezeit ernannt wurde.

Am 1. September 1962 wurde Walter Hoppe emeritiert, hielt aber noch weiter Vorlesungen. 1963 erhielt er den Nationalpreis der DDR III. Klasse, und er wurde 1964 in die Akademie der Wissenschaften der DDR aufgenommen. Bis zu seinem Tode lebte er in Jena.

Der Hauptschwerpunkt der Forschungen von Walter Hoppe lag in seiner Thüringer Zeit auf dem Gebiet der Hydrologie und der Erkundung der Kalilagerstätten an der Werra und im Südharz. Außerdem befasste er sich mit der Buntsandsteinstratigrafie und der technischen Gesteinskunde.


Literatur:

  • Hoppe, Walter Julius Hugo: Jura und Kreide der Sinaihalbinsel. Leipzig 1921.
  • Hoppe, Walter: Repetitorium der Geologie. Leipzig 1922.
  • Hoppe, Walter (Hrsg.): Exkursionsführer Thüringer Becken. JT der Geol. Ges. DDR vom 23. bis 26. April 1959 in Weimar. Berlin 1959.
  • Hoppe, Walter: Die Kali- und Steinsalzlagerstätten des Zechsteins in der DDR. T.1: Das Werra-Gebiet. Berlin 1960.
  • Hoppe, Walter; Seidel, Gerd: Geologische Karte von Thüringen (Bezirke Erfurt, Gera und Suhl). Gotha 1971.
  • Hoppe, Walter: Zur Geschichte der Thüringischen Geologischen Landesuntersuchung. In: Wissensch. Z. Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar Jg.20, H.1 (1973), S.91-95.
  • Hoppe, Walter; Seidel, Gerd (Hrsg.): Geologie von Thüringen. Gotha 1974.
  • Steiner, Walter: Erinnerungen an Walter Hoppe. In: Michel, Gert: Gedenkschrift zum 100. Geburtstag von Walter Hoppe. Weimar 1996, S.27–44.
  • Rau, Dietrich: Walter Hoppe als Bodenkundler in Thüringen. In: Michel, Gert: Gedenkschrift zum 100. Geburtstag von Walter Hoppe. Weimar 1996, S. 193-196.
  • Völkel, Ulrich (Hrsg.): Kleines Lexikon Weimarer Persönlichkeiten. Weimar 2009, S.126.

Weblinks:


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