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Alexander Alexandrowitsch Inostranzew

Alexander Alexandrowitsch Inostranzew
Alexander Alexandrowitsch Inostranzew

Russ. Geologe

Doc Diether

Alexander Alexandrowitsch Inostranzew (auch Alexander von Inostranzeff; russisch Александр Александрович Иностранцев; * 12. 7. (jul.) / 24. 7. (greg.) 1843 in Sankt Petersburg; † 31. 12 1919 in Petrograd) war ein russischer Geologe und Paläontologe.

Inostranzew studierte bis 1867 an der Petersburger Universität. Ab 1869 war er Privatdozent, ab 1873 außerordentlicher, ab 1880 ordentlicher Professor.

Sein hauptsächlicher Arbeitsschwerpunkt war die geologische Erforschung des europäischen Teils von Nordrussland, des Urals und des Kaukasus. Er forschte aber auch zur Gesteinsmetamorphose, zur Stratigraphie und in der Paläontologie.
1867 war er der erste, der die Mikroskopie zur Erforschung von Gesteinen anwendete, und er beschrieb als erster den Shungit.

Inostranzew war der Initiator des Geologischen Museums und des geologischen Kabinetts an der Petersburger Universität, die aufgrund zahlreicher von seinen Expeditionen (1872–1875 Nordrussland und Gouvernement Olonez, 1875 Krim, 1878 Donezker Steinkohlenbecken, 1881 Orjoler und Grodnoer Gouvernement, 1890, 1891 und 1893 Kaukasus, 1892 Ural) mitgebrachten Exponaten zu den bedeutendsten Sammlungen Russlands wurden.

Ab 1877 war Inostranzew Vorsitzender der russischen Gesellschaft für Geologie und Gesteinskunde und ab 1888 zudem Vorsitzender der russischen anthropologischen Gesellschaft. Er war seit 1901 korrespondierendes Mitglied der Petersburger Akademie der Wissenschaften, zudem Ehrenmitglied vieler weiterer naturwissenschaftlicher Gesellschaften, und auch korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Philadelphia.

Als sein Hauptwerk gilt „Geologie. Ein allgemeiner Kurs“ (2 Bände, 1885–1887), zudem verfasste er mehr als 50 weitere wissenschaftliche Arbeiten.


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