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Interferenzfarben

Interferenzfarben entstehen, wenn aus weißem Licht eine oder mehrere Wellenlängen durch Interferenz (Überlagerung von mehreren Lichtquellen im gleichen Raumbereich) ausgelöscht werden. Das restliche Licht erhält dadurch keine reine Spektralfarbe, sondern eine Mischfarbe.

Beispiele für Interferenz sind:

  • Der bläulich schimmernde Glanz des Mondsteines, der aus dünnen Lamellen von Adular, Sanidin oder Natrium-Plagioklasen aufgebaut ist (Irisieren).
  • Das lebhafte Farbenspiel des Labradorits (hier: Spektrolith) mit feiner paralleler Lamellenstruktur (Labradorisieren).
  • Die schillernden Anlauffarben (Oxidationsschichten als dünnste Überzüge von Oxidationsprodukten) der Metalle.
  • Das Farbenspiel des Edelopals (Opalisieren), der aus feinsten Kügelchen amorpher Kieselsäure, die sich zu dichten Kugelpackungen sedimentiert haben, besteht. Durchmesser bzw. Abstände der Kügelchen entsprechen hierbei der Größenordnung der Wellenlängen des sichtbaren Lichtes.

Im Jahr 2004 wurden in der Kouze Mine (nahe dem Dorf Tenkawa, Nara-ken, Insel Honshu, Japan) buntschillernde Andradite (Regenbogengranat) in einem magnetitführenden Skarn entdeckt. Die Ursache des Schillereffektes wird auf Interferenz zurückgeführt. Ähnliche Granate stammen auch aus Mexiko.

Das schillernde Farbenspiel auf Fluoritoberflächen mancher Illinois- und kanadischer Fluorite beruht auf hauchdünnen Petroleumüberzügen. Irisierende, bunt angefärbte Häutchen sind nicht selten auf den nierenförmigen Oberflächen von Hämatit (Brauneisenstein) sowie blaue und rötliche Farben auf Bornit und anderen Mineralien bezeichnet man als Anlauffarben.

Mineralien mit Interferenz- als auch Anlauffarben werden als pseudochromatische Mineralen bezeichnet (Betechtin, 1968).


Quellangaben


Einordnung