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Eyjafjallajökull Vulkansystem

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Island / Südisland (Suðurland), Region / Rangárvallasýsla / Eyjafjallajökull Vulkan

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Mit Auto oder Bus über die F249 bis Básar, dann Wanderweg Richtung Skógar. Im Zuge der F249 müssen mehrere größere Gletscherflüsse gefurtet werden, daher nur für geländegängige Fahrzeuge geeignet (Wassertiefe selten unter 50cm, nachmittags und bei Regen deutlich höher). Die Zufahrt von Skógar war 2010 gesperrt.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Vulkan

Fund­s­tel­len­typ

Natürlicher Aufschluss

Letz­ter Be­such

11.08.2010

GPS-Ko­or­di­na­ten

Eyjafjallajökull



Eyjafjallajökull

WGS 84: 
Lat.: 63,62497166° N, 
Long: 19,62475777° W
WGS 84: 
Lat.: 63° 37' 29,898" N,
   Long: 19° 37' 29,128" W
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Ferðakort 1:250000, Blatt 2, Vesturland og Suðurland

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=18956
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Verkürzte Pfadangabe

Eyjafjallajökull Vulkan, Rangárvallasýsla, Südisland, IS
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (17 Bilder gesamt)

Hrunagil
Aufrufe (Bild: 1282910879): 893
Hrunagil

Abbruchkante des Lavastroms über der Schlucht mit starken Schwefel-Niederschlägen, 11.08.2010.

Copyright: guefz
Beitrag: guefz 2010-08-27
Fimmvörðuháls
Aufrufe (Bild: 1282910758): 903
Fimmvörðuháls

Kleiner Schlackenkegel der zweiten Spalteneruption mit Lavastrom, 11.08.2010.

Copyright: guefz
Beitrag: guefz 2010-08-27
Fimmvörðuháls
Aufrufe (Bild: 1282910673): 694
Fimmvörðuháls

Lavaturm mit innenliegender Fumarole, 11.08.2010.

Copyright: guefz
Beitrag: guefz 2010-08-27

Ausführliche Beschreibung

Der Kraterdurchmesser des Eyjafjallajökull-Vulkans beträgt ca. 3km. Die höchste Erhebung am südöstlichen Kraterrand heißt Guðnasteinn und hat eine Höhe von 1666m. Der Eyjafjall ist ein Stratovulkan, d.h. ein Vulkanschlot und gleichmäßig kegelförmig aufgebauter Vulkankörper. Die letzten dokumentierten Ausbrüche waren um 920, 1612/1613, Dezember 1821 bis Januar 1823 und aktuell vom 20.03.2010 bis Ende Juni 2010.

Bereits mehrere Wochen vor der ersten Eruption wurde verstärkte Erdbebentätigkeit beobachtet und mit Hilfe fest installierter GPS-Stationen auch eine starke Geländeverformung gemessen, wodurch sich die Bewegungen des Magmas im Untergrund nachvollziehen ließen. Am späten Abend des 20.03.2010 kam es dann zu einer ersten Eruption im Bereich des Bergsattels Fimmvörðuháls. In den Altschneefeldern bildete sich eine Spalte mit Lavafontänen vom hawaiianischen Typ und ein kleiner Lavastrom floss in eine benachbarte Schlucht. Am 31.03.2010 öffnete sich in der Nähe eine zweite Spalte mit gleicher Charakteristik der Eruption. Am 12.04.2010 endet diese Phase der Eruption, der Schlackenhügel um die Spalten hat eine Höhe von 82m erreicht.

Die zweite Phase der Eruption beginnt am Abend des 13.04.2010 mit einem erneuten starken Erdbebenschwarm direkt unter dem Hauptkrater. Am Morgen des 14.04.2010 wird von Flugzeugen oberhalb der Wolkendecke eine Dampf- und Aschesäule beobachtet, die Höhen zwischen 5km bis etwa 8km erreicht. Die Ascheexplosionen sind hauptsächlich auf die starke Einwirkung des Schmelzwassers auf die Lava zurückzuführen: beim explosionsartigen Verdampfen des Wassers wird die Lava mit dem Dampf nach oben gerissen und als fein verteilte Asche mit dem Wind abgetrieben. Nach dem Abschmelzen der Eiskappe (geschätzt ca. 200m dick) über der Eruptionsöffnung ist eine strombolianische Aktivität zu beobachten und seit dem 21.04.2010 bewegt sich ein Lavastrom langsam nach Norden durch den Gletscher Gigjökull. Das Schmelzwasser hat im Laufe der Eruption zu mehreren Flutwellen (Gletscherläufe, Jökulhlaup) im nördlich gelegenen Fluss Markarfljót geführt. Gegen Ende Mai lässt die Eruptionstätigkeit stark nach, Anfang Juni wurden noch vereinzelte kleine Ascheexplosionen beobachtet. Seitdem steigen nur noch Wasserdampfwolken aus dem Hauptkrater.

Das Gebiet der ersten Eruptionsphase am Fimmvörðuháls ist über einen beliebten Wanderweg gut zu erreichen (kürzester Zustieg von Básar in der Þorsmörk in ca. 2-3 Stunden, ca. 800 Hm). Der markierte Weg führt direkt an den Kratern und Schlackenhügeln vorbei durch die frische Lava. Am 11.08.2010 bot sich folgendes Bild: der gesamte Bereich ist mit einer Schicht Asche aus der Haupteruption bedeckt. An der Oberfläche ist alles kalt und bequem begehbar aber wenige Zentimeter unter der Oberfläche steigt die Temperatur stark an. Steckt man die Hand in größere Spalten in der Lava, wird es sehr schnell ungemütlich warm. An einigen Stellen tritt warme Luft in großer Menge aus und man steht auf dem Weg wie vor einem Heizlüfter. Es sind auch noch viele SO2-haltige Fumarolen im Kraterbereich und in den Lavaströmen zu beobachten. Die Krater der Lavafontänen und die Quellpunkte der Lavaströme lassen sich gut im Gelände erkennen.

Gesteine (Anzahl: 3)

Dazitr
Ari Trausti Guðmundsson: ebd., S. 204 f.
(Südisland (Suðurland), Region/Rangárvallasýsla/Eyjafjallajökull Vulkan)
G
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Legende

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Gesteinsbilder (4 Bilder gesamt)

Palagonit
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Palagonit

Palagonit bei Goðaland, Island, 11.08.2010

Copyright: guefz
Beitrag: guefz 2010-08-28
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Palagonit
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Palagonit

Palagonit bei Goðaland, Island, 11.08.2010

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Beitrag: guefz 2010-08-28
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Palagonit
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Palagonit

Palagonit bei Goðaland, Island, 11.08.2010

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