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Kara Oba (Karaoba)

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Kasachstan / Qaraghandy oblysy (Karaganda) / Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala) / Kara Oba (Karaoba)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Die Wolfram-Molybdän-Lagerstätte Kara Oba liegt ca. 450km S von Qaraghandy (Karaganda), Provinz Dzhambul in der Bet-Pak Dala-Steppe. (Nicht zu verwechseln mit Karaoba SW von Uralsk (Russland).

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Untertage-Stollen

Geo­lo­gie

Pneumatolytische W-Mo-Lagerstätte (vergleichbar mit Akchatau). Quarzgänge mit sehr komplexer Mineralisation in granitischen Gesteinen.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Abbau 1996 beendet

GPS-Ko­or­di­na­ten

Karaganda Oblast - Kara Oba - N 45°31'43,61" E 72°32'45,68"



Karaganda Oblast - Kara Oba

WGS 84: 
Lat.: 45,52878056° N, 
Long: 72,54602222° E
WGS 84: 
Lat.: 45° 31' 43,61" N,
   Long: 72° 32' 45,68" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=794
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Verkürzte Pfadangabe

Kara Oba, Betpakdala-Steppe, Qaraghandy, KZ
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Mineralien

Kara Oba ist bekannt für sehr gut ausgebildete Quarze (oft milchig-weiß), hervorragende Fluorite sowie paragenetische Pegmatitstufen aus Quarz, Fluorit, Wolframit, Apatit, Sphalerit und Siderit. Seltener, aber gut kristallisiert sind Bertrandit, Rhodochrosit und Creedit.

Die Flächen der Quarze sind oft rauh, weil sie zuvor mit Flusssäure behandelt wurden. Fluorit tritt in Form von Würfeln, Oktaedern, Dodekaedern, Tetrakishexaedern und Hex'Oktaedern auf; die meisten Kristalle sind Oktaeder-Kombinationen oder Modifikationen. Die Farbe der Fluorite erstreckt sich von farblos über rosa, braun, blau, grün, violett bis purpurfarben. Besonders schöne Kristalle sind zonar verfärbt. Attraktive Stufen von violetten und wassergrünen Fluoriten bis 12 cm auf Milchquarz-Prismenflächen, tw. mit Wolframit (Ferberit) bis zu 20 cm Kantenlänge vergesellschaftet. Interessant auch sehr dunkelviolette (falsch als schwarz angegebene) Fluorite auf Rauchquarz, sowie parkettierte Oktaeder, welche aus einem zentralen Würfel mit jeweils einem Würfel als Ecken aufgebaut sind und Größen bis 10 cm erreichen; und Oktaeder, welche aus hunderten kleinster Würfel bestehen. Als Seltenheit treten hellgrüne, transparente Fluoritoktaeder mit eingeschlossenen Cosalit-Nadeln auf. Bertrandite sind meist weiße bis farblose Kristalle, dito Creedit; Rhodochrosit kommt in Kristallen, sowie schalig-nierig vor.

Hinweis: Leicht lavendel-leichtrosa Fluorite aus Kara Oba verlieren ihre Farbe, wenn sie Licht ausgesetzt werden.

Bei der Aufbereitung der Erze wird Niob aus den Wolframit- und Zinn-Konzentraten gewonnen.

Mineralien (Anzahl: 121)

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ZurücksetzenAlAsBBaBeBiCCaCeClCuFFeHKMgMnMoNaNbNdOPPbSSbSiSnSrTaTeTiUWYZnZr
Bertranditi
In den Wolframit-Quarz-Gängen Nr.1 und 2a wurde Bertrandit erstmalig gefunden. 1993 wurden nur in einer Kammer cm-große, durchsichtige Kristalle kurzprismatischen Habitus entdeckt.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 31
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
2 BM
Beudantitr
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 34
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Cronstedtiti
Cronstedtit wurde zufällig auf einer Stufe in der Sammlung von Jermolenko,V. gefunden (1998).
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 31
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Dickiti
Dickit fand man in großen Mengen im Wolframit-Quarz-Gang Nr. 1, wo er als weiße Massen Quarzdrusen und Muskovitgreise füllte.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 33
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Ferritungstit (Var.: Hydrokenoelsmoreit)r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 34
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Fluoriti
Fluorit tritt in Form von Würfeln, Oktaedern, Dodekaedern, Tetrakishexaedern und Hex'Oktaedern auf; die meisten Kristalle sind Oktaeder-Kombinationen oder Modifikationen. Die Farbe der Fluorite erstreckt sich von farblos über rosa, braun, blau, grün, violett bis purpurfarben. Besonders schöne Kristalle sind zonar verfärbt. Attraktive Stufen von violetten und wassergrünen Fluoriten bis 12cm auf Milchquarz-Prismenflächen, tw. mit Wolframit (Ferberit) bis zu 20cm Kantenlänge vergesellschaftet. Interessant auch sehr dunkelviolette (falsch als schwarz angegebene) Fluorite auf Rauchquarz, sowie parkettierte Oktaeder, welche aus einem zentralen Würfel mit jeweils einem Würfel als Ecken aufgebaut sind und Größen bis 10cm erreichen; und Oktaeder, welche aus hunderten kleinster Würfel bestehen. Als Seltenheit treten hellgrüne, transparente Fluoritoktaeder mit eingeschlossenen Cosalit-Nadeln auf.

''Hinweis'': Leicht lavendel-leichtrosa Fluorite aus Kara Oba verlieren ihre Farbe, wenn sie Licht ausgesetzt werden.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Peter Seroka
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
4 BM
Gipsi
Gips kam überall vor, tafelig und keilförmig jedoch in den Wolframit-Quarz-Gängen Nr.2 und 2a vor.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 31
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Helvini
Kam nur in den Wolframit-Quarz-Gängen Nr. 1 und 2a vor; scharfkantige, tetraedrische Kristalle von rotbrauner Farbe, eingeschlossen in Quarz.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 33
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Markasiti
Markasit war in den Wolframit-Quarz-Gängen Nr.1 bis Nr.3 am häufigsten. Pyrit kommt überall vor außer in den Fluorit-Hornblende-Quarz-Gängen. Sphalerit kam vermehrt im Wolframit-Quarz-Gang Nr.3 vor.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Mimetesiti
Mimetesit gab es im Wolframit-Quarz-Gang Nr. 3 in Form kleiner Kristalle.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 31
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
Peritr
Pavel Kartashov
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
BM
Rhodochrositr
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 34
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
2 BM
Scheeliti
Scheelit-Kristalle bis 3 cm wurde nur in den Wolframit-Quarz-Gängen Nr. 1 und Nr. 4 gefunden.
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
r
Jermolenko,V., 2002, Lapis: 27, 4, 31
(Qaraghandy oblysy (Karaganda)/Betpakdala-Steppe (Hungersteppe; Bet-Pak-Dal; Betpak-Dala)/Kara Oba (Karaoba))
M
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Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 17. Oct 2020 - 09:16:24

Mineralbilder (67 Bilder gesamt)

Fluorit mit Pyrit
Aufrufe (Bild: 1183968513): 839
Fluorit mit Pyrit

Übergang vom Oktaeder zum Würfel; Kara Oba, Kasachstan; Größe: 3 x 5,4 cm

Copyright: Fabre Minerals
Beitrag: Collector 2007-07-09
Mehr   MF 
Fluorit, Pyrit
Aufrufe (Bild: 1472381601): 657
Fluorit, Pyrit

Größe: 70x63x48 mm; Fundort: Kara Oba, Karaganda Oblast, Kasachstan

Copyright: ShelterRockMinerals.com
Beitrag: slugslayer 2016-08-28
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Cosalit
Aufrufe (Bild: 1188909650): 2959, Wertung: 8.67
Cosalit

Cosalit XX, nadelig auf Rauchquarz, XX bis 15 mm Fundort: Kara Oba, Kasachstan

Sammlung: berthold
Copyright: berthold
Beitrag: Chris18 2007-09-04
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

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Aktualität: 17. Oct 2020 - 09:16:24

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Ermilova, L.P., Moleva, V.A. & Klevtsova, R.F. (1960). Chukhrovite, a new mineral from Central Kazakhstan. Zapiski Vsesoyuznogo Mineral.Obshchestva, 89 (1), S.15-25. (Typ-Publ.)
  • Ermilova, L.P. & Senderova, V.M. (1961). Betpakdalite, a new mineral from the oxidized zone of the Karaoba wolframite deposit. Zapiski Vsesoyuznogo Mineral.Obshchestva, 90 (4), S.425-30. (Typ-Publ.)
  • Ermolov, P. & Shatov, V. (Hrsg.) (1994): Rare metal granites and associated mineralization of Central Kazahkstan; compiled by Ermolov, P., Glukhan, I., Popov, V., Russkikh, S., Serykh, H., Shatov, V.: IAGOD-WGTT-Quaraghandy field meeting; excursion guide.
  • Rakovan, J. & Schmidt, C. (1998): Fluorite from Akchatau and Karaoba, Kazahkstan; 19th An.Tucson Mineral Symp.
  • Kremenetsky, A., Lehmann, B. & Seltmann, R. (Hrsg.) (2000): Ore-bearing granites of Russia and adjacent countries; IMGRE; Moskwa.
  • Jermolenko, V. (2002). Kara-Oba: Mineralogische Perle der Betpak-Ebene bei Dzhambul, Kasachstan. Lapis, Jg.27, Nr.4, S.13-34.
  • Pautov, Bekenova, Karpenko, Agakhanov (2005). Chukrovit-(Nd). New Data on Minerals 40, 5.
  • Weiß, S. (2006). Neue Mineralien: Chukrovit-(Nd). Lapis, Jg.31, Nr.5, S.41-42.

Quellenangaben:

  • Artikel und Literatur (IAGOD/IMGRE-Bibliothek-Collector): Collector
  • Mineralienliste ergänzt Lapis 4/2002

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Einordnung



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