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Kies

mittelhochdeutsch: kis = grobkörniger oder steiniger Sand; Bergmännisch: hartes, Schwefel (S)- und Arsen (As)-haltiges Erz mit starkem Metallglanz: Schwefelkies, Kupferkies)

Im geologischen Sinne werden als Kies natürlich abgelagerte oder künstlich geschüttete Körper aus in Fließgewässern rundgeschliffenen, kleinen Steinen, umgangssprachlich Kieselsteinen, bezeichnet. Der Transport in Bächen und Flüssen erfolgt als Boden- oder Schleppfracht. Größere, wenigstens teilweise gerundete Steine aus anderen Entstehungszusammenhängen werden Gerölle oder Geschiebe genannt. Dagegen werden im geologischen Sinne Lockersedimente aus unrunden oder scharfkantigen Formen als Schutt bezeichnet.

Am Rand von Gletschern ist dem für Endmoränen typischen Gemenge aus kantengerundeten Steinen und feinkörnigeren Materialien auch Kies beigemischt und kennzeichnet bei hohen Anteilen Übergänge zu glazifluvialen Ablagerungen, also zu Ablagerungen von Schmelzwässern. Kies- und Schotterablagerungen können sich im Laufe geologischer Zeiträume zu Konglomerat verfestigen, wenn in Wasser gelöste Minerale zusammen mit feinkörnigem Material die Zwischenräume ausfüllen (Zementation). Eine gewisse Verfestigung entsteht auch durch Kompaktion, also unter Druck infolge einer Überlagerung durch andere Gesteinsschichten. Bei vorwiegend unrunden oder scharfkantigen Gesteinstrümmern wird statt Konglomerat der Begriff Brekzie verwendet.


Einordnung