'._('einklappen').'
 

Die Quecksilber-Antimon-Lagerstätten von Südkirgisien

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Kirgistan / Batken, Oblast / Kadamdschai, Bezirk / Hg-Sb-Lagerstätten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1576
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Hg-Sb-Lagerstätten, Kadamdschai, Batken, KG
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

VIEW.php?param=1120508796.max

Die Quecksilber- und Antimon-Lagerstätten im südlichen Teil der mittelasiatischen Republik Kirgistan gehört zu den wirtschaftlich bedeutenden und relativ gut erforschten Erzvorkommen der GUS (ehemalige Sowjetunion). Bekannt sind sie in mineralogischen Kreisen einerseits als Fundstellen bzw. Typlokalitäten einer Reihe exotischer Quecksilbermineralien, anderseits aufgrund der attraktiven Zinnober-/Stibnitstufen, zum Teil mit Fluorit, Baryt und Quarz überzogen.


Die Lagerstätten

Die Zahl der in diesem Gebiet bis jetzt bekannten Erzvorkommen beträgt um die hundert. Allerdings handelt es sich im überwiegendem Teil um wirtschaftlich uninteressante Objekte, nicht zuletzt auch wegen ihrer ungünstigen Lage. Die hier beschriebenen Lagerstätten befinden sich am Rande des Ferganabeckens, am Fuß des Alajar Hochgebirgsrücken.


Quecksilber aus Kirgistan

Obwohl Mittelasien zu den ältesten quecksilberproduzierenden Gebieten der Welt gehört, wusste man zu Beginn des 20.Jahrhunderts kaum etwas von den hiesigen Lagerstätten. Die Anfänge der geologischen Erfoschung des Gebietes sind mit der Tätigkeit der Expeditionen Tadshik-Pamir der russischen Akademie der Wissenschaften in der zweiten Hälfte der Zwanziger Jahre verbunden. Auf die Aktivtäten dieser Expeditionen ist auch die Gründung der Geologischen Dienste der zentralasiatischen Republiken zurückzuführen.

Zu jener Zeit der Industralisierung bestand ein großer Bedarf an mineralischen Rohstoffen, wodurch die geologische Forschung Priorität hatte. Vorher waren in diesem Gebiet gerade vier Vorkommen von Hg-Sb-Erzen bekannt, teilweise aufgrund alter Bergbauspuren.

Als 1926 gleich mehrere neue Erzvorkommen mit Quecksilber und Antimon endeckt wurden, entwickelte der namhafte Geochemiker A.E. Ferman zusammen mit D.I. Shcherbakov trotz der sehr lückenhaften Angaben über die geologisch-tektonische Position der Langerstätten eine umfassende geochemische und genetische Synthese, aufgrund derer man den sogenannten „Südferganischen Hg-Sb-Gürtel“ definiert. Bis vor einigen Jahren wurde in diesem Gebiet intensiv geologische Forschung betrieben, so dass Südkirgistan heute zu den verhältnismäßig gut erfoschten Regionen der GUS zählt.


Mineralien

Von den rund 110 verschiedenen Mineralienarten, die aus dem Quecksilber-Antimon-Lagerstätten insgesamt bekannt geworden sind, wird in folgenden nur ein Teil genauer beschrieben. Hierbau wurde - natürlich subjektiv - diejenigen Mineralien ausgewählt, die mineralogisch bzw. sammlerisch von besonderer Interesse sein dürften, hier vorallem die seltenen Vertreter der weltweit wohl einmaligen Sulfidparagenese. Eine weitere Einschränkung ergibt sich dadurch, daß bei einer Reihe von selteneren Mineralien praktisch keine näheren Angaben verfügbar sind.

Mineralien (Anzahl: 117)

Gesteine (Anzahl: 8)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Kolesar, P., Brekler, V. & Tvrdy, J. (1993): Südkirgisien, Quecksilber-Antimon-Lagerstätten und ihre Mineralien. Lapis 18:11, S.11-24.

Quellenangaben:

Einordnung: