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Klastika / Klasten

Gesteine aus Fragmenten vorher bestehender Gesteine, welche durch Verwitterung und Erosion entstanden sind und im allgemeinen zu einem bestimmten Punkt transportiert und abgelagert wurden.
Typische Vertreter sind Konglomerate, Fanglomerate, Brekzien, detritale Sandsteine.

Klasten (griech. κλάω (kláo): zerbrechen) sind feste Gesteinsbruchstücke, die aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammen. Ihre Größe reicht von Blöcken über Kies und Sand bis hin zu Silt und Ton. Je nach Ausgangsgestein bestehen die Klasten aus Gesteinen wie Granit, Gneis oder Sand- und Kalkstein.

Pyroklasten sind Gesteinsfragmente, die durch Zerreißen oder Zerbrechen (Fragmentierung) oder durch direkte Kristallisierung infolge vulkanischer Aktivität aus einem festen oder flüssigen vulkanischem Ausgangsmaterial entstanden sind.

Ein Spezialfall der Klasten sind Bioklasten, die aus den Überresten von Lebewesen entstehen, sie entstammen also nicht der Zerstörung anderer Gesteine und können sogar aus unzerbrochenen Schalen oder Fossilien bestehen.

Aus Klasten bestehende Gesteine heißen klastische oder detritische Gesteine. Der Begriff Klasten ist in der Gesteinskunde ein Gefügemerkmal.


Klastische Sedimente

Klastische Sedimentite (von griech. κλαστός klastós „in Stücke gebrochen“), detritische Sedimentite oder auch Trümmergesteine sind Sedimentgesteine, deren Material vorwiegend der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine entstammt. Dabei ist es prinzipiell unerheblich, welcher Gesteinsklasse (Magmatite, Sedimentite, Metamorphite) diese Ausgangsgesteine angehörten. Die geographische Region, in der die Ausgangsgesteine vermutet werden oder in der sie noch heute nachweisbar sind, wird Liefergebiet genannt.

Für die Bruchstücke der klastischen Sedimente sind verschiedene Bezeichnungen in Gebrauch. Sind sie kleiner als 0,002 mm werden sie als Partikel bezeichnet. Partikel sind so klein, dass sie nicht aus der mechanischen Zerstörung eines Festgesteins hervorgegangen sein können. Stattdessen entstehen sie durch die chemische Umwandlung bestimmter Minerale (z. B. Feldspäte und Glimmer) in Tonminerale oder durch die Erosion von unverfestigtem Material, das bereits in Partikelgröße vorlag.

Sind die Bruchstücke größer als 0,002 mm werden sie unter dem Oberbegriff Klasten oder Körner zusammengefasst. Jedoch wird die Bezeichnung „Klast“ in der Sedimentpetrographie oft nur für größere, makroskopisch deutlich erkennbare Bruchstücke in einem ansonsten eher feinkörnigen Sedimentgestein benutzt (wobei nicht jedes Gestein, das solche Klasten enthält, zwingend ein klastisches Sediment sein muss). Besonders große Klasten bzw. Körner heißen Gerölle, wenn sie wenigstens schwach abgerundet sind und Fragmente, wenn sie keinerlei Anzeichen einer Zurundung aufweisen. Die Gesamtmenge der Körner einer bestimmten Korngröße in einem Gestein wird Fraktion genannt. Nach den im Sediment bzw. Sedimentgestein dominierenden Kornfraktionen erfolgt dessen Benennung, beispielsweise als Schotter bzw. Konglomerat, Sand bzw. Sandstein oder Ton bzw. Tonstein (siehe → Einteilung nach Korngrößen).

Material und Bindemittel:

Die Mineralkörner und Gesteinsbruchstücke, aus denen die klastischen Sedimentgesteine bestehen, halten mit Hilfe eines primären oder sekundären Bindemittels zusammen.

Das primäre Bindemittel wird als Matrix bezeichnet und besteht meist entweder aus Tonpartikeln oder aus mikroskopisch kleinen Kalziumkarbonat-Partikeln, die zusammen mit den groberen Sedimentbestandteilen abgelagert werden. Eine bindende Wirkung entfaltet die Matrix jedoch erst, nachdem das Sediment zu einem gewissen Grade entwässert wurde. Das sekundäre Bindemittel entsteht erst nach Ablagerung des Sediments durch chemische Ausfällung und wird als Zement bezeichnet. Hierbei kann es sich um kalkigen Zement (Kalziumkarbonat, CaCO3), „kieseligen“ Zement (Siliziumdioxid, SiO2), um sekundäre (authigene) Tonminerale oder auch um Oxide und Hydroxide des Eisens (z. B. Hämatit, Goethit) handeln.

Je nachdem aus welchen Mineralen die Körner und Gesteinsbruchstücke eines klastischen Sedimentgesteins bestehen, lassen sich verschiedene Gruppen und Untergruppen unterscheiden. Beispielsweise

bestehen Siliziklastika überwiegend aus Silikatmineralen wie Quarz oder Feldspat. Sie sind die weitaus wichtigste Gruppe der klastischen Sedimentite. spricht man auch von einer Arkose, wenn ein siliziklastischer Sandstein bedeutende Mengen anderer Minerale als Quarz (vor allem Feldspäte) enthält, bei einem breiten Spektrum an Mineralen und anderen Gesteinsbruchstücken sowie einer aus Glimmer und Tonmineralen bestehenden Matrix von einer Grauwacke.

Literatur

Hans Murawski: Geologisches Wörterbuch. 11. Auflage. Ferd. Emke Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-827-41445-8, S. 112

s.u. > Sedimente


Quellenangaben


Einordnung