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Koechlin, Rudolf

Rudolf Ignaz Koechlin (* 11. November 1862 Wien; † 11. Februar 1939 Wien) war ein österreichischer Mineraloge.

Koechlin studierte Naturwissenschaften, Mathematik und speziell Geowissenschaften an der Universität Wien und wurde 1887 mit einer Dissertation in Mineralogie promoviert. Seine Lehrer waren u.A. Gustav Tschermak und Albrecht Schrauf. Er war ab 1884 freiwilliger Mitarbeiter am Mineralienkabinett des Naturhistorischen Museums in Wien und organisierte auch den Umzug in die neuen Räumlichkeiten am Ring in Wien. 1912 wurde er Kustos 1. Klasse und 1920 Direktor der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung des Museums. 1922 wurde er Hofrat. Im selben Jahr wurde er korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Koechlin befasste sich vor allem mit Mineralien aus dem Gebiet der Tauern. Er war Mitglied der Wiener Mineralogischen Gesellschaft und trug zu dem von dieser veröffentlichten Mineralogischen Taschenbuch (1911) bei. Er gilt als Erstbeschreiber des Minerals Laurionit.

Das Mineral Koechlinit wurde ihm zu Ehren benannt.


Literatur:

  • Koechlin, R.I. (1887). Ueber Phosgenit und ein muthmasslich neues Mineral vom Laurion. Ann. K.K. Naturhist.Hofmuseums: 2: 185-90.
  • Koechlin, R.I. (1888). Untersuchungen am Manganit, Polianit und Pyrolusit, in: Min. petrogr. Mitt., N.F., Bd.9, S.22 ff.;
  • Koechlin, R.I. (1900). Ein neuer Bornitfund und andere Funde aus dem Mellitzgraben; über ein neues Vorkommen von farblosem Titanit, Min. petrogr. Mitt., N.F.,Bd.19, S.341 ff.;
  • Koechlin, R.I. (1900). Über Symonit- und Glauberitkrystalle von Hallstatt, Min. petrogr. Mitt., N.F., Bd.15,S.103 ff.;
  • Dittler, E. & Koechlin, R. (1932). Über Glaukokerinit, ein neues Mineral von Laurion. Centralbl. Min., Geol. Paläont., S.13-17.
  • Koechlinite, In: J.W. Anthony, R.A. Bideaux, K.W. Bladh, M.C. Nichols (Hrsg.): Handbook of Mineralogy, Min.Soc. Amer., 2001.

Weblinks:


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