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Kristallwasser

Bezeichnung für meist nur locker gebundenes Wasser, welches in einem kristallinen Festkörper gebunden vorkommt (resp. fluide Einschlüsse in Kristallen)und welches beim Erhitzen verschwindet. (Beispiel: Beim Kalziniern oder Brennen von Kalk, Gips).

Substanzen, die Kristallwasser enthalten, werden meist auch Hydrate genannt.


Hydratation (manchmal auch fälschlich Hydration geschrieben)

Die Eigenschaft von Mineralien (Bsp.: Tonmineralien, Anhydrit) Wasser aufzunehmen oder an ihrer Oberfläche anzulagern. der dabei entstehende Druck wird Hydratationsdruck genannt. Die bei der Bildung der Hydrate frei werdende Energie heißt Hydratationswärme.


Anhydrate

Kristallwasser-freie Substanzen heißen Anhydrate. Diese nehmen relativ leicht Wasser auf und werden zum Trocknen von Gasen, feuchten Substanzen und Lösungsmitteln benutzt. (Beispiel: Kieselgel mit Kobaltchlorid, Kupfersulfat-Anhydrat)


Gashydrate

Gashydrate sind keine Hydrate. Klathrate sind Einschlussverbindungen, bei welchen Gase in den Hohlräumen von kristallinem Wasser eingelagert ist; dies ist jedoch kein Kristallwasser. (Beispiel: Methaneis)


Flüssigkeitseinschlüsse in Quarzen

Sind de facto kein Kristallwasser. Die meisten Quarze enthalten ein- bis mehrphasige Einschlüsse, d.h. wässerige Lösungen und verschiedene Gase, welche während des Kristallwachstums eingeschlossen wurden. Solche Einschlüsse enthalten oft eine bewegliche Libelle.Untersuchungen an Zweiphasen-Einschlüssen alpiner Bergkristalle lieferten wichtige Erkenntnisse zu Kristall- und Alpenbildung.


Quellangaben


Einordnung