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Lagerstätten

Bitte beachten Sie auch unser umfassendes "Geologisches Portrait - Lagerstätten"


Allgemeine Definition

Als Lagerstätte bezeichnet man wirtschaftlich ausreichende Konzentrationen bergbaulich gewinnbarer Bodenschätze wie Kohle, Erdgas/Erdöl, Erze, Kali- und Steinsalze und sonstigen Rohstoffen (Gips, Graphit, Bauxit, Schwerspat, Flussspat, Feldspat, Kalkstein/Marmor, Quarz, Talk, Ton, Torf, u.a.). (Erzmineralien, Industriemineralien)


Geologische Definition

Eine Lagerstätte ist die Gesamtheit aus dem eigentlichen Mineralkörper, Nebengestein, Deckgebirge und Liegendem (tw. ohne Deckgebirge)


Klassifizierung der Lagerstätten

Bis in die 1970er Jahre gab es in Europa, den USA und in Russland (meist erhebliche) differierende Meinungen zur Entstehung von Erzen und Erzlagerstätten. Dazu kam, dass die Methoden der Lagerstättenkunde weit über die Bedürfnisse der Rohstoffwirtshaft hinausgehen und sich mit den unterschiedlichsten Disziplinen wie Geochemie, Geophysik, Mineralogie, Petrographie und Paläontologie überschneiden.


Lagerstätten werden (bisher) nach folgenden Kriterien unterschieden:

Nach der Genese (Entstehung)

Bis heute noch in wichtigen Bereichen ungeklärt oder umstritten, da bei der Entstehung und Bildung mehr als ein Prozess beteiligt ist und eine Lagerstätte bei der Klassifizierung nach der Genese ein und dieselbe Lagerstätte verschiedenen Lagerstättentypen angehören würde.

Nach dem Lagerungsverhältznis zum Nebengestein


Ein Erz- oder Rohstoffkörper kann analog einer magmatischen Intrusion einen Gesteinsbereich entweder diskordant durchschlagen oder konkordant ihrer internen Schichtung folgen.

Nach der Art der räumlichen Ausdehung

    • Vertikale schlotförmige Lagerstätten und Durchschlagröhren (Pipes)
    • Meist waagerecht verlaufende, langgezogene Vererzungen (Mantos)
    • Schicht- und plattenförmige Körper mit großer Ausdehnung und meist geringer Dichte (Gänge, MVT, Kohle-Flöze)
    • Imprägnationslagerstätten (Erdöl, Erdgas, i.w.S. auch Zementationszonen der supergenen Lagerstätten)
    • An kleine, unregelmäßige Gänge gebundene Vererzungen (Stockwerk, Nester)

Probleme der Lagerstättenkunde

Eines der größten Probleme der Lagerstättenkundler ist, möglichst alle Fakten der Genese, der Lagerungsverhältnisse und der räumlichen Ausdehnung vollständig zu erfassen, bzw. unter einem Oberbegriff zu subsumieren. Es gibt jedoch auch andere Wissenschaftler, welche für jede einzelne bekannte Lagerstätte einen eigenen Lagerstättentyp vorschlagen (zit. wikipedia.org/wiki/Lagerstättenkunde.

Die gravierendsten Unterschiede findet man bei der Definition der wichtigen Lagerstättentypen BIF, SEDEX und den supergenen Lagerstätten. So sind die sedimentät-exhalativen Lagerstätten (SEDEX) und die Bändereisenerze (BIF) (wegen ihres hydrothermalen Ursprungs und wegen ihrer metallischen Komponenten) je nach Autor einmal hydrothermale oder andererseits wegen ihrer Ablagerungsform sedimentäre Lagerstätten. Supergene Lagerstätten und Residuallagerstätten sind bei manchen Autoren beide supergen oder beide residual; andere Autoren vertreten - je nach Geschmack - die Auffassung, residuale und supergene Lagerstätten stikt zu trennen, da z.B. die Entstehung residualer Seifenlagerstätten nichts mit Oxidationszonen zu tun haben.

In der gängigen und (noch immer) allgemeingültigen Praxis werden die Lagerstätten nach den drei grundsätzlichen Gesteinstypen klassifiziert:

Neuere Betrachtungsweise (je nach vertretener Lehrmeinung oder Autor)

optional


Lagerstättentypen nach gängiger, (noch) allgemeingültiger Auffassung


Magmatische (magmatogene) Lagerstätten


Metamorphe Lagerstätten (sensu stricto)

  • Regionalmetamorph (Itabirite /Taconite)
  • Metamorphogene Lagerstätten (durch Regeneration und Mobilisation)
  • Pyrometasomatische Lagerstätten (Skarn-Erze)
  • Retrograd metamorph durch Diaphtorese

Links


Literatur

  • Evans,A.M., 1992; Erzlagerstätten
  • Mitchell, A.H.G., Garson, M.S., 1981; Mineral deposits and global tectonic settings
  • Schneiderhöhn, H., 1955; Erzlagerstätten

Quellenangabe


Einordnung