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Jean-Baptiste de Lamarck

Jean-Baptiste de Lamarck, mit vollem Namen Jean-Baptiste Pierre Antoine de Monet, Chevalier de Lamarck (* 1. 8. 1744 Bazentin-le-Petit, Département Somme; † 18. 12. 1829 Paris) war ein französischer „Allround-Naturwissenschafter“, bedeutend jedoch vorwiegend als Botaniker und Zoologe.

Lamarck gilt als Begründer der modernen Zoologie der wirbellosen Tiere, er prägte den Begriff Biologie und publizierte erstmals eine ausformulierte Evolutionstheorie. Diese beinhaltete als Hauptprinzip eine gerichtete Höherentwicklung der Organismen, durch die die einzelnen Klassen entstehen; sowie die Vererbung erworbener Eigenschaften, die zur Artenvielfalt führt. Dieses letzte Prinzip wird seit dem späteren 19. Jahrhundert als Lamarckismus bezeichnet.

1801 veröffentlichte er das Werk „Système des animaux sans vertèbres“, in dem er den Begriff der Wirbellosen prägte. Zwischen 1815 und 1822 erschien in sieben Bänden die „Histoire naturelle des animaux sans vertèbres“, die den eigentlichen Beginn der Zoologie der Wirbellosen darstellt. In der 1802 veröffentlichten „Hydrogéologie“ legte er eine geologische Theorie vor, mit der er die Bildung und Gestalt der Erde erklärte. Ein 1798 vollendetes Werk über Muscheln – sein erstes Hauptarbeitsgebiet – ist nie erschienen.1809 veröffentlichte er in seiner „Philosophie zoologique“ seine Transformationslehre.
Seine Arbeiten zu Physik, Chemie, Geologie, Meteorologie, Botanik und Physiologie sind umfangreicher als die zur Wirbellosen-Zoologie, fanden aber weniger Niederschlag in der Forschungsgeschichte. Besonders seine Arbeiten zur Evolution hatten jedoch auch große Bedeutung für die Paläontologie.


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