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Linné, Carl von

Carl von Linné
Carl von Linné

Upsala

Archiv: Doc Diether

Carl von Linné (* 23. Mai 1707 Råshult bei Älmhult; † 10. Januar 1778 Uppsala) war ein schwedischer Naturforscher.

Bevor er 1756 in den Adelsstand erhoben wurde, war sein Name: Carl Nilsson Linnæus.

Da sich sein Vater sehr für Pflanzen interessierte, kultivierte er auch in seinem Garten einige ungewöhnliche Pflanzen aus Deutschland. Diese Faszination übertrug sich auf seinen Sohn, der jede Gelegenheit nutzte, um Streifzüge in die Umgebung zu unternehmen und sich die Namen der Pflanzen von seinem Vater nennen zu lassen. Seine schulische Ausbildung begann im Alter von sieben Jahren durch einen Privatlehrer, der ihn zwei Jahre lang unterrichtete. An der Domschule, die ihn in Richtung des Pfarrer-Berufs schulen sollte, gefiel es ihm nicht, so daß er nach 3 Jahren von 1719-24 Privatunterricht erhielt. Danach wechselte er auf das Gymnasium, In den für den Priester-Beruf wichtigen Fächern wies er nur mäßige Leistungen auf, hingegen in Mathematik und Naturwissenschaften sehr gute.

Er bereiste 1732 Lappland, lehrte in Falun Mineralogie, unternahm weitere Reisen nach Holland (1735), wo er auch in Medizin promovierte, England (1736) und Paris (1738). Er brauchte ein festes Einkommen, um zu heiraten und so ist es verstandlich, daß er anschließend in Stockholm als Arzt praktizierte. Linne war Mitbegründer und ab 1739 erster Präsident der schwedischen Akademie der Wissenschaften; ab 1741 Professor der Medizin, 1742 auch Professor der Botanik in Uppsala und Direktor des Botanischen Gartens, den er ausbauen, nach seiner Systematik umgestalten ließ und dem er ein naturhistorisches Museum angliederte. Linné war der bedeutendste Systematiker seiner Zeit, der die biologische Systematik grundlegend reformierte; seine wichtigsten Leistungen sind der Entwurf einer hierarchischen Gliederung des Organismenreiches.

Auch für Mineralien schuf er ebenfalls ein übersichtliches System. Er kehrte die von A. Celsius geschaffene Celsius-Skala zu der heute üblichen Form um (Celsius hatte den Siedepunkt des Wassers als Nullpunkt gewählt und den Gefrierpunkt mit 100 °C bezeichnet).

Das Mineral Linneit wurde ihm zu Ehren benannt. In der Botanik ist nach ihm die Gattung Moosglöckchen (Linnaea) benannt.


Literatur:

  • Caroli Linnæi: Naturæ curiosorum dioscoridis secundi Systema naturæ in quo naturæ regna tria, secundum classes, ordines, genera, species, systematice proponuntur. 2. Aufl. 1740.
  • Toshio KUTSUKAKE. Linnes Mineralogie und Kristallographie. Erschienen in: "De Crystallorum Generatione 1747". Berichte der Geologischen Bundesanstalt, ISSN1017-8880, Band 35, Wien 1996.

Weblinks:


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