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Nordküste (Felswatt; inkl. Lange Anna)

Analcim

Na(Si2Al)O6·H2O

orthorhombisch

9.GB.05

Farbe:
farblos, rosa, weiß
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz
Bruch:
submuschelig
Tenazität:
spröde
Beschreibung:
Analcim kommt in Form von winzig kleinen farblosen Kristallen meist ohne weitere Begleiter im Sandstein vor. Er kann dabei auf den ersten Blick leicht für Calcit gehalten werden. Dabei ist zu bemerken, das Analcim bisher immer in idiomorpher Form gefunden wurde, welche für Calcit untypisch wäre. Zudem lässt sich Analcim leicht durch eine negative Salzsäureprobe von Calcit unterscheiden.
Referenzen:
Analyse mit EDX: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Anatas

TiO2

tetragonal

4.DD.05

Farbe:
braun, indigo blau, grün, grau, schwarz, rotbraun, gelb, rot, farblos
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Diamantglanz - Harzglanz
Beschreibung:
Dieses für ein Sediment sicher nicht typische Mineral konnte in Form von typischen steilen Doppelpyramiden von honigbrauner Farbe als Bestandteil des Sandsteins nachgewiesen werden. In winzigen Hohlräumen bildet Anatas idiomorphe Kristalle, die meist weniger als 100µm groß sind und so nur schwierig zu finden sind.
Referenzen:
Bestimmung nach äußeren Kennzeichen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Azurit

Cu3(CO3)2(OH)2

monoklin

5.BA.05

Farbe:
lasurblau, blau, hellblau, dunkelblau
Strichfarbe:
hellblau
Glanz:
Glasglanz
Opazität:
transparent bis teilweise durchscheinend
Bruch:
muschelig
Tenazität:
spröde

Baryt

BaSO4

orthorhombisch

7.AD.35

Farbe:
selten durchsichtig, weiß, grau, rötlich, gelblich, bräunlich bis hin zu schwarz
Strichfarbe:
weiß, durch Verunreinigungen auch farbig
Glanz:
Glasglanz bis Fettglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend bis opak

Brochantit

Cu4(SO4)(OH)6

monoklin

7.BB.25

Farbe:
grün, smaragdgrün, schwarz
Strichfarbe:
blass grün
Glanz:
Glasglanz und auf Spaltflächen Perlmuttglanz.
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Beschreibung:
Brochantit kommt recht selten in Form von quadratisch tafeligen bis leistenförmigen Kristallen vor, die gelegentlich fächerförmige Aggregate bilden. Die Farbe ist typisch smaragdgrün. Brochantit findet sich Ausnahmslos in mit Cuprit ausgekleideten Drusen, hier oft neben Connellit und Devillin, seltener mit Malachit.
Referenzen:
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Calcit

CaCO3

trigonal

5.AB.05

Farbe:
weiß, grau, gelb, rötlich, bräunlich, grün, farblos, blau
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, auf Bruchflächen Fettglanz
Bruch:
spätig
Verwechslungsgefahr:
mit anderen trigonalen Karbonaten wie Magnesit, Dolomit oder andern "Späten" wie
Baryt, Feldspat, Fluorit
nadelartig ausgebildete Skalenoeder|https://www.mineralienatlas.de/viewF.php?param=1507024433 werden gerne mit Aragonit verwechselt
Unterscheidung:
ähnliche Karbonate schäumen mit kalter Salzsäure nicht oder nur wenig, andere ähnliche Minerale (bis auf Aragonit) gar nicht,
Unterscheidung zu Aragonit: Calcit-Nadeln brechen mit glattem Bruch schräg zur Längsachse, Aragonit bricht uneben (wie Quarz) mit undefiniertem Winkel zur Längsachse
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Chalkosin

Cu2S

monoklin

2.BA.05

Farbe:
stahlgrau, schwarz-metallisch, graublau-metallisch; bleigrau nach frischem Bruch, matt und schwarz an der Luft
Strichfarbe:
grauschwarz-metallisch
Glanz:
Metallglanz
Beschreibung:
Kann gelegentlich als Bestandteil der "nichtradioaktiven" Fischaugen oder gar in Form eigenständiger Konkretionen gefunden werden. Dabei wird der Chalkosin häufig von Covellin begleitet, welcher wiederum als Verwitterungssaum um die Konkretionen zu finden ist.
Referenzen:
Analyse mit EDX: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Chlorargyrit

AgCl

kubisch

3.AA.15

Farbe:
Farblos, weiß, hell gelbgrün, am Licht Verfärbung zu violett bis schwarz
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Harzglanz, Diamantglanz, Wachsglanz
Beschreibung:
Chlorargyrit bildet meist idiomorphe oktaedrische bis würfelförmige Kristalle, die im frischen Zustand farblos sind. Aufgrund der Lichtempfindlichkeit färben sich die Kristalle langsam gräulich. Leuchtend gelbe Kristalle wurden als Mischkristalle aus Chlorargyrit und Bromargyrit identifiziert und sind häufiger als reiner Chlorargyrit. Daneben kommt Chlorargyrit auch in gang- bis blechförmigen Aggregaten sowie als filzige Ausblühungen vor, wobei letztere sich ausschließlich in Sammlungsumgebung bilden.
Referenzen:
Sammlung Markus Gerstmann (cmd.powell). Analyse mittels EDX: Markus Gerstmann.

Chrysokoll

(Cu2-xAlx)H2-xSi2O5(OH)4·nH2O

orthorhombisch

9.ED.20

Farbe:
blau, bläulichgrün
Strichfarbe:
grünlichweiß
Glanz:
Glasglanz - Matt
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Connellit

Cu36(SO4)(OH)62Cl8·6H2O

hexagonal

3.DA.25

Farbe:
dunkelblau, azurblau
Strichfarbe:
hell grünlichblau
Glanz:
Glasglanz
Beschreibung:
Helgoland ist eine Fundstelle für außergewöhnlich schöne Connellitstüfchen. Connellit findet sich ausschließlich in mit Cuprit ausgekleideten Hohlräumen, nicht selten auf idiomorphen Cupritkristallen. Die Farbe der Connellit ist typisch dunkelblau und bei größeren Kristallexemplaren können neben den Prismen- und Kopfflächen auch weitere Flächen im Binokular erkannt werden. Begleiter sind neben Cuprit gelegentlich Brochantit und Devillin, in einem Fall konnte Spangolith beobachtet werden.
Referenzen:
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Covellin

CuS

hexagonal

2.CA.05

Farbe:
indigoblau, blauschwarz; wegen hoher Lichtbrechungsdispersion wird Covellin in Wasser violett, in hochlichtbrechenden Ölen rot
Strichfarbe:
grau bis schwarz, nach Verreiben dunkelblau
Glanz:
Halbmetallglanz, schräg einfallend Harzglanz, auf Spaltflächen etwas Perlglanz; Subharzglanz zu matt, wenn massiv
Opazität:
i.d.R. opak, in dünnen Blättchen durchscheinend
Tenazität:
flexibel in dünnen Plättchen
Beschreibung:
Findet sich als typisch bläulich-metallisch glänzender Verwitterungssaum um Chalkosinkonkretionen. Freie Kristalle wurden bisher nicht beobachtet.
Referenzen:
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Cuprit

Cu2O

kubisch

4.AA.10

Farbe:
rot, metallischgrau, rotbraun, violettrot, nahezu schwarz
Strichfarbe:
bräunlichrot
Glanz:
Diamantglanz, Halbmetallglanz, erdig
Opazität:
durchscheinend, transparent

Devillin

CaCu4(SO4)2(OH)6·3H2O

monoklin

7.DD.30

Farbe:
grün,blaugrün; smaragdgrün bis blaugrün; A) hellblau
Strichfarbe:
bläulichweiß; blassgrün
Glanz:
Glasglanz
Beschreibung:
Devillin kommt sehr selten neben Brochantit und/oder Connellit in mit Cuprit ausgekleideten Hohlräumen vor. Devillin bildet dabei faserige Aggregate aus feinsten Nädelchen mit einer seidig-glänzenden Oberfläche und einer hellgrünen Farbe.
Verwechslungsgefahr:
Serpierit, Orthoserpierit
Referenzen:
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Domeykit

Cu3As

kubisch

2.AA.10

Farbe:
zinnweiß zu stahlgrau, angelaufen gelblich, bräunlich, iridisierend
Strichfarbe:
schwarz grau
Glanz:
Metallglanz
Opazität:
opak

Galenit

PbS

kubisch

2.CD.10

Farbe:
bleigrau-met.
Strichfarbe:
bleigrau
Glanz:
Metallglanz, besonders auf frischen Spaltflächen.
Opazität:
opak
Verwechslungsgefahr:
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Galenit besitzt eine charakteristische würfelige Spaltbarkeit und ist kaum mit andern Mineralen zu verwechseln. Allerdings gibt es Ausbildungen (Bleischweif), bei denen dies weniger offensichtlich ist.

Gips

CaSO4·2H2O

monoklin

7.CD.40

Farbe:
weiß, farblos, durch Beimengungen auch alle anderen Farben möglich, dann meist nur getönt
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, Perlmuttglanz (Spaltflächen), Seidenglanz (Fasergips)
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Beschreibung:
In bisher mindestens einem Fall konnten idiomorphe, wasserklare Gipskristalle in einer Cupritkonkretion neben Malachit nachgewiesen werden.
Referenzen:
Sammlung Markus Gerstmann (cmd.powell); Visuell bestimmt.

Jodargyrit

AgI

hexagonal

3.AA.10

Farbe:
farblos, blass gelb, gelb, grünlichgelb, grau
Strichfarbe:
weiß
Opazität:
transparent bis durchscheinend

Klinoatacamit

Cu2(OH)3Cl

monoklin

3.DA.10b

Farbe:
grün, dunkel grünlich schwarz, grünblau
Strichfarbe:
grünlichweiß
Glanz:
Diamantglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Bruch:
uneben
Tenazität:
spröde
Beschreibung:
Klinoatacamit ist extrem selten und bildet in dem bisher einzigen Fund dunkelgrüne durchsichtige oktaederähnliche Kristalle. Die Analyse erfolgte mittels EDX (Markus Gerstmann) und SXRD (Dr. Uwe Kolitsch).
Referenzen:
Sammlung: Markus Gerstmann (cmd.powell). EDX-Analyse: Markus Gerstmann, SXRD-Analyse: Dr. Uwe Kolitsch.

Kupfer

Cu

kubisch

1.AA.05

Farbe:
kupferrot
Strichfarbe:
blassrot-metallisch
Glanz:
Metallglanz
Opazität:
opak

Malachit

Cu2(CO3)(OH)2

monoklin

5.BA.10

Farbe:
grün
Strichfarbe:
blassgrün
Glanz:
Diamantglanz-, Glasglanz , Seidenglanz, Matt
Opazität:
durchscheinend bis opak
Bruch:
submuschelig, uneben

Mottramit

PbCu(VO4)(OH)

orthorhombisch

8.BH.40

Farbe:
braun, braun rot, bräunlichschwarz, grün, dunkelgrün
Strichfarbe:
hellbräunlich grün
Opazität:
transparent bis opak
Beschreibung:
Mottramit findet sich zusammen mit Vanadinit und Calcit in spaltenförmigen Hohlräumen ehemaliger Schrumpfrisse. Er zeigt eine intensiv gelbgrüne Farbe, dabei aber keinerlei Kristalle, sondern knollige oder krustige Aggregate. Häufig finden sich Pseudomorphosen nach Galenit, welcher gelegentlich noch erhalten ist, und einem anderen, unbekannten Mineral. Bemerkenswert ist, dass der Mottramit von Helgoland zinkfrei ist.
Referenzen:
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Shattuckit

Cu5(SiO3)4(OH)2

orthorhombisch

9.DB.40

Farbe:
blau, dunkelblau, grün
Strichfarbe:
blass blau
Opazität:
transparent bis durchscheinend

Silber

Ag

kubisch

1.AA.05

Farbe:
silberweiß, nicht selten angelaufen
Strichfarbe:
silberweiß-met.
Glanz:
Metallglanz
Opazität:
opak

Spangolith

Cu6Al(SO4)(OH)12Cl·3H2O

trigonal

7.DD.15

Farbe:
blaugrün, grün, dunkelgrün, smaragdgrün
Strichfarbe:
hellgrün
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Beschreibung:
Spangolith findet sich sehr selten in Forn idiomorpher Kristalle mit typisch himmelblauer Farbe und hexagonal-pyramidaler Tracht. Spangolith kommt zusammen mit Connellit und gelegentlich auch Brochantit und/oder Malachit auf Cuprit vor.
Referenzen:
Analyse mit EDX: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Spionkopit

Cu39S28

trigonal

2.CA.05

Farbe:
schwarz, blau
Glanz:
Metallglanz
Opazität:
opak

Tenorit

CuO

monoklin

4.AB.10

Farbe:
stahlgrau bis schwarz
Strichfarbe:
bräunlichschwarz
Glanz:
Metallglanz
Opazität:
opak

Vanadinit

Pb5(VO4)3Cl

hexagonal

8.BN.05

Farbe:
braun, orangebraun, orangerot, hellrot, gelb
Strichfarbe:
weiß bis blass gelb und blassem bräunlichgelb
Glanz:
Diamantglanz
Opazität:
teilweise durchscheinend bis opak
Beschreibung:
Vanadinit konnte bisher nur an einer Stelle auf Helgoland gefunden werden und ist auch hier offenbar an eine bestimmte Schicht gebunden: Im grauen, relativ grobkörnigen Sandstein mit deutlichen Schrumpfrissen findet er sich mit dem auffälligeren Mottramit und Calcit in Spalten dieser ehemaligen Schrumpfrisse. Dabei Vanadinit hat dabei eine gelbbraune Farbe und bildet typische hexagonale Nädelchen in radialstrahligen Aggregaten. Die Kristalle erreichen maximal eine Länge von ca. 2mm. Typisch für die Paragenese sind weiterhin oberflächlich mit Mottramit überkrustete Galenitkristalle sowie Hohlraumpseudomorphosen nach einem unbekannten Mineral.
Referenzen:
Analyse mit EDX und Röntgen: Markus Gerstmann (cmd.powell)

Vésigniéit

Cu3Ba(VO4)2(OH)2

monoklin

8.BH.45

Farbe:
gelbgrün, dunkelgrün, olivgrün
Strichfarbe:
hellgrün
Glanz:
Glasglanz
Opazität:
durchscheinend