'._('einklappen').'
 

Nashik (Nasik), Distrikt

'Amethyst'

SiO2

trigonal

Farbe:
violett
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz , Fettglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Bruch:
muschelig, spröde

'Apophyllit-Gruppe'
Referenzen:
Andreas Schmid Sammlung
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Aragonit

CaCO3

orthorhombisch

5.AB.15

Farbe:
farblos, weiß, gelb, braun, beige, rötlich, rosa-pink, violett, schwarz, hell- bis dunkelgrün, hell- bis tintenblau
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, Diamantglanz, Fettglanz
Bruch:
halbmuschelig
Tenazität:
spröde

Babingtonit

Ca2(Fe2+,Mn)Fe3+Si5O14(OH)

triklin

9.DK.05

Farbe:
grünlich-schwarz, bräunlich-schwarz, schwarz
Strichfarbe:
braun
Glanz:
Glasglanz
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Calcit

CaCO3

trigonal

5.AB.05

Farbe:
weiß, grau, gelb, rötlich, bräunlich, grün, farblos, blau
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, auf Bruchflächen Fettglanz
Bruch:
spätig
Beschreibung:
Calcit tritt häufig als meist farblose Kristalle auf, selten von herrlich gelber Farbe. Meist sind es simple Rhomboeder; die Kristalle bis 10cm, überwachsen von Apophyllit und Stilbit, können nur durch Spaltflächen an der Unterseite der Stufen erkannt werden. Zwillinge wurden nicht beobachtet.
Verwechslungsgefahr:
mit anderen trigonalen Karbonaten wie Magnesit, Dolomit oder andern "Späten" wie
Baryt, Feldspat, Fluorit
nadelartig ausgebildete Skalenoeder|https://www.mineralienatlas.de/viewF.php?param=1507024433 werden gerne mit Aragonit verwechselt
Unterscheidung:
ähnliche Karbonate schäumen mit kalter Salzsäure nicht oder nur wenig, andere ähnliche Minerale (bis auf Aragonit) gar nicht,
Unterscheidung zu Aragonit: Calcit-Nadeln brechen mit glattem Bruch schräg zur Längsachse, Aragonit bricht uneben (wie Quarz) mit undefiniertem Winkel zur Längsachse
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'Chalcedon'

SiO2

Farbe:
weißgrau, bläulich
Strichfarbe:
weiß
Opazität:
transparent
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Epistilbit

Ca3(Si18Al6)O48·16H2O

monoklin

9.GD.45

Farbe:
farblos bis weiß, rosa, gelblich.
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz bis Perlmuttglanz
Beschreibung:
__Epistilbit__ tritt sehr häufig in Nasik auf als Kristalle bis 1cm, besonders in kleinen Geoden von 5cm Durchmesser. Die XX sind tafelig, farblos bis weiß und konstant verzwillingt, so dass die {100}-Flächen gespiegelt werden. Sie sind sehr selten mit anderen Mineralien vergesellschaftet. Epistilbite wurden in den frühen 1980er als Yugawaralith ausgegeben.
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Fluorapophyllit-(K)

(K,Na)Ca4Si8O20(F,OH)·8H2O

tetragonal

9.EA.15

Farbe:
weiß, farblos, grün, rosa, braun
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz - Perlmuttglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Beschreibung:
Die Kristalle des __Apophyllit__ aus Nasik sind üblicherweise dicktafelig bis klotzig und meist farblos (manchmal mit blassgrünen Zentren). Pyramidale {101}-Flächen sind kaum ausgebildet. Die XX werden bis 10cm lang und können 1kg wiegen. Die klotzigen, tiefgrünen Apophyllite von Eklara, nahe dem Kraftwerk südlich der Stadt, sind von ganz besonderem Reiz. Die Paragenese von Apophyllit mit Stellerit auf bläulichem Chalcedon ist typisch für das Gebiet um Nasik.
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Fluorit

CaF2

kubisch

3.AB.25

Farbe:
violett, blau, schwarz, braun, gelb, grün, selten farblos, orange, rosa (siehe unten: > Farben und deren Ursachen)
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, massig auch matt
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Bruch:
submuschelig, spröde
Tenazität:
spröde
Beschreibung:
1998 wurde in einem kleinen Steinbruch 15 km südöstlich von Nasik, östlich der Straße nach Sinnar, nahe Mahodari Fluorit entdeckt. Zahlreiche kugelige Aggregate von weißlichroter bis gelber Farbe wurden zuallererst gefunden. Aber es gab keine Kristallflächen, Spaltflächen oder andere Merkmale, um die Identifikation eindeutig zu machen. Untersuchungen (Keck, 1998) ergaben schließlich, dass es wirklich Fluorit war.

Rötliche Aggregate findet man nah an der Erdoberfläche, die gelben durchsichtigen liegen tiefer. Kleine glänzende Hämatitkristalle|Hämatit bis 2 mm wurden gelegentlich auf den gelben Fluoritkugeln beobachtet, während auf den roten Kugeln nur verwitterte Überreste zu sehen waren. Die Farbe derer stammt offensichtlich von mikroskopisch kleinen Hämatiteinschlüssen.

Die kugeligen Aggregate erreichen einen Durchmesser bis 5 cm und zeigen eine gute Transparenz. Es können keine Kristallflächen nachgewiesen werden, die Oberfläche erinnert stark an die Schale von Orangen. Die Spaltbarkeit ist sehr schlecht, aber der Bruch ist muschelig. Ein kryptokristalliner Aufbau würde dies erklären. Die Ausfällung muss eine gelartige Form von Fluorit gewesen sein, die sich schnell abkühlte, sodass größere Kristalle nicht entstehen konnten.
Fluorit ist das einzige fluorhaltige Mineral in Mahodari; Fluorapophyllit hat sich hier nicht entwickelt.
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© Lars Fischer

Goethit

alpha-Fe3+O(OH)

orthorhombisch

4.FD.10

Farbe:
lichtgelb bis schwarzbraun
Strichfarbe:
braungelb bis gelb
Glanz:
Diamantglanz - Seidenglanz
Opazität:
teilweise durchscheinend bis opak
Beschreibung:
Goethit konnte nur als Nadeln bis 1cm auf den Fluoritstufen von Nasik beobachtet werden.
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Goosecreekit

Ca(Si6Al2)O16·5H2O

monoklin

9.GB.25

Farbe:
farblos bis weiß
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz bis Perlmuttglanz
Beschreibung:
Nasik ist für die großen __Goosecreekit__-Kristalle mehrfach gerühmt worden. Die weißen, undurchsichtigen XX bis 2cm mit gekrümmten Flächen sitzen auf Quarz. Goosecreekit von Nasik tritt nur alleine auf, nie mit seinem Dimorph Epistilbit. Alle Goosecreeckitkristalle stammen von den Pandulenahügeln.
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Gyrolith

NaCa16Si23AlO60(OH)8·14H2O

triklin

9.EE.30

Farbe:
braun, farblos, gelb, weiß, hellgrün
Strichfarbe:
weiß
Opazität:
transparent bis durchscheinend
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Heulandit-Ca

(Ca,Na,K)5(Si27Al9)O72·26H2O

monoklin

9.GE.05

Farbe:
weiß, rötlichweiß, grauweiß, bräunlich weiß, gelb
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, Perlmuttglanz
Opazität:
transparent bis teilweise durchscheinend

'Heulandit-Serie'
Beschreibung:
Heulandit ist der häufigste Vertreter der Zeolithe|Mineralgruppe/Zeolithe in den Dekkan-Basalten, spielt aber in Nasik nur eine untergeordnete Rolle. Rosa Heulandite in Drusen, oft zusammen mit Skolezit, kommen nur in Sinnar vor.
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Hämatit

Fe2O3

trigonal

4.CB.05

Farbe:
stahlgrau-metallisch bis schwarz; bisweilen bläuliche Anlauffarben (iridisierend ), dünne Fragmente tief blutrot
Strichfarbe:
braunrot
Glanz:
Halbmetallglanz
Opazität:
opak, in dünnen Lagen rot durchscheinend
Bruch:
uneben bis submuschelig
Tenazität:
spröde, elastisch wenn dünn lemellar

Laumontit

Ca(Si4Al2)O12·4H2O

monoklin

9.GB.10

Farbe:
bräunlich, grau, gelblich, perlweiß, rosa
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, auf Spaltflächen Perlmuttglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend bis opak
Beschreibung:
Laumontit kommt nur in Nasik vor. Die prismatischen Kristalle, rosa und hochglänzend wenn frisch, verlieren schnell ihr Kristallwasser an der Luft, sie verfärben sich weiß und werden instabil.
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Mordenit

(Na2,Ca,K2)4(Al8Si40)O96·28H2O

orthorhombisch

9.GD.35

Farbe:
farblos, weiß, gelblich, blassrosa
Strichfarbe:
weiß
Opazität:
transparent bis durchscheinend
Referenzen:
Andreas Schmid Sammlung
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Natrolith

Na2(Si3Al2)O10·2H2O

orthorhombisch

9.GA.05

Farbe:
farblos, weiß, gelblich, rötlich, rosa, rot, durchsichtig - durchscheinend
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz - Seidenglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend
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Nontronit

Na0.3Fe23+(Si,Al)4O10(OH)2·4H2O

monoklin

9.EC.40

Farbe:
grünlichgelb, bräunlich grün, olivgrün
Strichfarbe:
weiß
Opazität:
teilweise opak
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Okenit

Ca10(Si6O16|(Si6O15)2)·18H2O

triklin

9.EA.40

Farbe:
weiß / gelblichweiß
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Seidenglanz / Perlmuttglanz
Opazität:
durchscheinend bis transparent
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Powellit

CaMoO4

tetragonal

7.GA.05

Farbe:
blau, braun, grün gelb, grünblau, grau
Strichfarbe:
hellgelb
Glanz:
Glasglanz, Fettglanz
Opazität:
transparent
Beschreibung:
Neben Apophyllit und Stilbit das Mineral überhaupt, das Nasik berühmt machte. Das Mineral wurde 1972 erstmals gefunden und als "Powellit" identifiziert; die Entdeckung dieses seltenen Molybdates - als große und gut entwickelte Kristalle auftretend - löste eine intensive Suchaktion aus, die noch heute nicht beendet ist. Attraktive XX wurden immer wieder in den nachfolgenden Jahren in den Steinbrüchen der Pandulenahügel gefunden, aber es wurde nirgendwo sonst in den Dekkan-Basalten gefunden. 1997 wurden XX bis 7cm Kantenlänge mit Skolezit im Mahodari-Steinbruch nahe Nasik geborgen.

Der Powellit von Nasik tritt als pseudooktaedrische Kristalle auf mit h-{123}-Dipyramiden als dominierende Flächen und p-{011} als untergeordnete Fläche. Selten wurden auch XX beobachtet, bei denen {011} vorherrscht und {123} untergeordnet ist oder fehlt. Die Farbe der Kristalle variiert von fast farblos über weißlich, blassgelb bis tief honiggelb.
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Prehnit

Ca2Al2Si3O10(OH)2

orthorhombisch

9.DP.20

Farbe:
farblos / hellgrüne Farbtöne überwiegen, d.h. oliv-, apfel-, gelblich-, graugrün; daneben weiß, gelblich, rötlich
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz; Perlmuttglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend

Quarz

SiO2

trigonal

4.DA.05

Farbe:
nahezu alle Farben vertreten; durchsichtig, weiß, gelb, violett, braun, schwarz, grün, blau, rosa usw.
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, Wachsglanz, matt
Opazität:
durchscheinend, transparent, glasklar
Bruch:
muschelig
Tenazität:
spröde
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© Minx

'Rauchquarz'

SiO2

trigonal

Farbe:
rauchig, braun, grau
Strichfarbe:
weiß
Bruch:
muschelig

Seladonit

K(Mg,Fe2+)(Fe3+,Al)Si4O10(OH)2

monoklin

9.EC.15

Farbe:
dunkel bläulichgrün
Strichfarbe:
blass grün
Opazität:
durchscheinend bis opak

Skolezit

Ca(Si3Al2)O10·3H2O

monoklin

9.GA.05

Farbe:
weiß, farblos
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz, seidig
Opazität:
transparent bis teilweise durchscheinend
Beschreibung:
__Skolezit__ bildet hier Bündel von strahligen farblosen bis weißen Kristallen bis 10cm. Die XX haben selten scharfe Endflächen, sondern schauen angelöst aus aufgrund von unvollkommener Kristallisierung. Skolezit ist nach Stilbit entstanden und ist das letzte Mineral, das sich in Nasik gebildet hat.
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© Minx

Stellerit

Ca4(Si28Al8)O72·28H2O

orthorhombisch

9.GE.15

Farbe:
weiß, rosa, Salmon orange, braun, rot
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz
Opazität:
transparent bis durchscheinend
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© Michael M.

Stilbit-Ca

(Ca0.5,Na,K)9(Si,Al)36O72·28H2O

monoklin

9.GE.10

Farbe:
weiß, cremefarben, gelb, braun, rot
Strichfarbe:
weiß
Opazität:
transparent, durchscheinend

'Stilbit-Serie'
Beschreibung:
Außerordentliche Kristalle von Stilbit werden stets auf dem Markt angeboten. Nasik-Stilbit ist dicktafelig mit steilen Endflächen und von pseudoorthorhombischer Form. Garbenförmige Aggregate wie der Stilbit aus Poona|LOKATION:705 sind hier vollkommen unbekannt. Typisch für Nasik ist seine lachsrote Farbe, sein Glanz und seine leichte Transparenz. Es wurden schon oft gerundete Gruppen mit Durchmesser von 20cm beobachtet. Intensive Untersuchungen von 1996 und 1997 ergaben, dass es sich bei allen gefundenen Stilbiten eigentlich um Stellerit handelte. Die beiden Minerale sind optisch nicht von einander und nur durch vorsichtige Analysen zu unterscheiden. Insofern sollten sicherheitshalber alle Stilbitstufen aus Nasik mit "Stilbit/Stellerit" gekennzeichnet werden.
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© Minx

Yugawaralith

CaAl2Si6O16·4H2O

monoklin

9.GB.15

Farbe:
farblos, weiß
Strichfarbe:
weiß
Glanz:
Glasglanz bis Perlmuttglanz
Opazität:
transparent
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