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Lothringen, Franz Stephan von

Franz I. Stephan von Lothringen, Kaiser von Österreich (* 8.12.1708 Nancy, + 18.8.1765 Innsbruck) gründete die Naturaliensammlung des Wiener Hofes

Franz Stephan war der vierte Sohn des Herzogs Leopold Joseph von Lothringen und dessen Frau Elisabeth Charlotte von Orléans. 1729 wurde er Nachfolger seines Vaters als Herzog Franz III. von Lothringen und Bar. Franz war der Gemahl von Maria Theresia.

Aus der Naturaliensammlung ging später das Naturhistorische Museum Wien hervor. Grundstock der kaiserlichen Sammlungen war die im Jahre 1748 angekaufte, seinerzeits sehr berühmte, Naturalien-Sammlung des Ritters Johann von Baillou aus Florenz mit etwa 30.000 Objekten. Diese galt als die größte Naturaliensammlung der Welt. Baillou erhielt, laut Kaufvertrag, das erbliche Direktorat auf seine Sammlung. Diese enthielt ein reichhaltiges Mineralienkabinett.

Der Kaiser beschäftigte sich selbst intensiv mit der Naturaliensammlung, speziell mit den Mineralien. Er bereicherte sie durch den Anakuf wertvoller Exemplare. Nach seinem Tode entwickelte sich das Mineralienkabinett zu einer wissenschaftlichen Forschungsstätte 1. Ranges. Unter Maria Theresia erfolgte die Berufung des Mineralogen und Montanisten Ignaz von Born an das Kabinett.

Zu Ehren von Franz Stephan wurde ein Silbermineral "Stephanit" genannt.


Literatur:

  • R. Exel (1993). Die Mineralien und Erzlagerstätten Österreichs. Eigenverlag, Wien. S.24.

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