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Mörtel

Unter einem Mörtel versteht man ein Bindemittel, welches nach einer gewissen Zeit steinartig erhärtet. Dieses dient zum Verbinden von Mauerwerk oder zum Verputzen desselben.

Man unterscheidet "Luftmörtel", der aus gelöschtem Kalk oder/und Gips besteht. Er wird von Wasser angegriffen. Kalkmörtel ist am verbreitetsten. Er besteht aus gelöschtem Kalk und Sand als Magerungsmittel. Zuerst tritt das überschüssige Wasser durch Verdunsten aus, dann verbindet sich das Kohlendioxid der Luft mit dem Calciumhydroxid (gelöschter Kalk) und es bildet sich unter Erhärten Calciumcarbonat (Kalk), der als quasi-kristalline Masse Sand und Bausteine verkittet. Offene Kohlefeuer beschleunigten den Trockenvorgang durch die Wärme und durch das erzeugte Kohlendioxid. Kalkmörtel war schon den frühen Kulturvölkern bekannt und sie schufen damit dauerhaft feste Wohnsitze.

Im Gegensatz zum Luftmörtel erhärtet der Wassermörtel nicht nur an der Luft, sondern auch im Wasser. Um zu einem solchen Mörtel zu kommen, brennt man den Kalk nicht alleine, sondern unter Zusatz von Aluminiumsilikaten, z.B. Ton. Das Produkt heißt Zement. Im Gemenge mit Sand und Wasser erhält man den Mörtel.


Literatur:

  • A.F. Hollemann & N. Wiberg. Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.-100. Aufl. W. de Gruyter, Berlin, New York. 1985. S.921ff.

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