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Mibladen

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Marokko / Drâa-Tafilalet, Region / Midelt, Provinz / Mibladen

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau, Gruben, Schächte, Stollen, Halden, Schürfe.

Fundstellenbezeichnungen: ACF Mine, Aderhoual, El Kwal, Mibladen Mine, T-West Mine.

Geo­lo­gie

Schichtgebundene bleiführende Anreicherungen in den liassischen und cretazäischen Überdeckungen des Grundgebirges. Großteil der Erze sitzt in den dolomitischen und carbonatischen Formationen des Mittleren Lias.

Letz­ter Be­such

2004 (Collector)

GPS-Ko­or­di­na­ten

Mibladen



Mibladen

WGS 84: 
Lat.: 32,76685183° N, 
Long: 4,63524342° W
WGS 84: 
Lat.: 32° 46' 0,667" N,
   Long: 4° 38' 6,876" W
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=906
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Verkürzte Pfadangabe

Mibladen, Midelt, Drâa-Tafilalet, MA
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (15 Bilder gesamt)

Mibladen
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Mibladen

wilde Grabungen nach Vanadinit - lebensgefährliche Einmannbergwerke ohe Abstützungen

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-19
Mibladen
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Mibladen

wilde Grabungen nach Vanadinit - lebensgefährliche Einmannbergwerke ohe Abstützungen

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-19
Mibladen
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Mibladen

wilde Grabungen nach Vanadinit - lebensgefährliche Einmannbergwerke ohe Abstützungen

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-19

Ausführliche Beschreibung

Lage

Mibladen ist eine kleine Ansammlung von einfachen Häusern und liegt ca. 12 km NE von der Kreisstadt Midelt entfernt (Straße in Richtung Aouli). Ehemalige Bleierzlagerstätte, welche nach verschiedenen Abbauperioden Ende der 70er Jahre aufgelassen wurde. Das Erz wurde wesentlich im Tagebau gefördert, in der Vergangenheit soll es über 600 Stollen gegeben haben. Die erzführenden Gesteine sind Dolomite mit Galenit-Baryt-Imprägnationen.


Mineralien

Mibladen ist das Synonym für die weltbesten Vanadinite, aber auch für perfekte Cerussite und ausgezeichnete Barytstufen. Guter Vanadinit war schon seit den 60er Jahren auf dem Markt; seitdem kamen sporadisch mehr oder weniger gute Funde; die letzten spektakulären Funde waren zwischen 1999-2002, auch in 2011. Im Jahr 2003 wurden ganz ausgezeichnete orangegelbe Wulfenite bis mehrere cm auf weißem Baryt geborgen.

Vanadinit kommt in hexagonalen Kristallen bis über 5 cm vor. Die Kristalle sind in der Regel dickprismatisch, aber es gibt auch Kristalle mit skelettförmigen Prismenflächen. Die Farben sind dunkelrot bis rubinrot, rotorange, orange bis braunrot und seltener senf-lehmgelb. Selten kann man auf meist rotorangenfarbenen Kristallflächen einen opalisierenden (Chattoyance)-Effekt wahrnehmen. Besonders begehrt sind diamantglänzenden tiefroten Kristalle auf schneeweißem, blättrigem Baryt sowie die in letzter Zeit gefundenen stalaktitischen Aggregate. Vanadinit kommt paragenetisch auch mit Aragonit und Calcit vor; nicht selten sind auch Stufen, wo die Kristalle auf durch Manganmineralien schwarz verfärbtem Baryt sitzen. Es wurden Stufen bis über 20 cm geborgen.

Paragenese: Anglesit auf Baryt (meist weiß oder farblos, aber auch durch Galenit schwarz verfärbt) Aragonit, Baryt (weiß bis eisenrot, blättrig-hahnenkammförmig), Calcit, Cerussit (meist auf Baryt, oft verzwillingt,auch Drillinge sowie Schwimmer; Kristalle bis 12 cm), Coronadit auf Baryt, Galenit, Paralaurionit, Phosgenit, Pyrit, Pyromorphit, Quarz, Vanadinit und Wulfenit.


Fundstellenbericht Situation im Mai 2012 - Die Zeit nach den großen Booms -

Nachdem der letzte große Fund von 2011 abgeklungen ist und so gut wie alle Stufen aus dieser Beute in die USA gingen, wird nach wie vor und wie eh und je in ca. 5-7 Stollen von max. 1,5 m Durchmesser bis in Teufen bis ca. 80 m gegraben. Die Tagesausbeute ist meist gering, aber kontinuierlich mit Vanadiniten mittlerer Qualität. Der begleitende meist weiße Baryt, sehr oft in wunderbaren Kristallstufen, wurde in der Vergangenheit von den Bergleuten oft als wertlos fortgeworfen, heute jedoch auch verkauft . Für recht gute Vanadinit-Handstufen werden Preise um 30-100 Euro, je nach Besatz, verlangt. Selbersammeln ist in den meisten der frei zugänglichen alten Abbaue möglich, allerdings nur für Cerussit-Galenit-Sammler interessant. Die Bergleute wohnen fast alle in Mibladen und sind nur zu gerne bereit, dem Besucher ihre Schätze zu zeigen. Mit ein wenig Geduld kann man neben den vielen Vanas auch recht schöne Cerussite und ggf. interessante Paragenesen in all dem Wust der Angebote entdecken. Man kann aber auch mit einem der Bergleute bis an die Vana-Stollen ranfahren, ihm bei der Arbeit zusehen und evtl. das Glück eines Direktfundes erleben. Bei meinem letzten Besuch wurde ich sogar eingeladen, mich mittels der üblichen Winde in einen der Stollen bis zur 82 m-Sohle abzulassen. Achtung bei Regenzeit: Um von Midelt nach Mibladen, resp. Aouli zu gelangen, muss man einige kleinere Flussbetten überqueren (Wadi/arab. Oued). Diese sind normalerweise trocken, aber können bei Regenzeit innerhalb von Minuten zu reissenden Flüssen anschwellen, sodass ein Durchqueren mit normalem PKW unmöglich ist.

Mineralien (Anzahl: 20)

Mineralbilder (192 Bilder gesamt)

Vanadinite
Aufrufe (Bild: 1350226186): 656
Vanadinite

Mibladene, Morocco; Field of View 12mm

Copyright: Vitezslav Snasel
Beitrag: Vita 2012-10-14
Mehr   MF 
Vanadinit xx auf Baryt xx
Aufrufe (Bild: 1413184337): 780
Vanadinit xx auf Baryt xx

Mibladen - Midelt - Mittlerer Atlas - Marokko. Matrix = 4 x 3,3 cm.

Sammlung: pilzpirat
Copyright: pilzpirat
Beitrag: pilzpirat 2014-10-13
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Vanadinit
Aufrufe (Bild: 1385409018): 973
Vanadinit

Größe: 5,0 x 4,0 x 2,5 cm; Mibladen, Midelt, Khenifra Provinz, Marokko; ex. Lloyd Tate Collection

Sammlung: jayjay
Copyright: jayjay
Beitrag: jayjay 2013-11-25
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 5)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Voileau, A. & Chaminant, G. (1978). Der Vanadinit von Mibladen. Lapis, Jg.3, Nr.6, S.24-26.
  • Agard, B., Destombes, H., J., Jouravsky, L., Morin, M., Owodenko, P., Raguin, S., Van Leckwijck; 1952, Geologie des gites míneraux marocains; Notes et mem. serv. geol., 87.
  • Cook, R.B. (1995). Connoisseur's Choice - Vanadinite, Mibladen, Morocco. Rocks & Min., Vol.70, H.1, S.40-42.
  • Jébrak, M., Marcoux, E., Masloubi, M., and Zaharaoui, M. (1998): From sandstone- to carbonate-hosted stratabound deposits: an isotope study of galena in the Upper-Moulouya District (Morocco). Min. Depos. 33, 406-15.
  • Jahn, S. et al. (2003). Marokko. Land der schönen Mineralien und Fossilien. Bode Verlag, Haltern, S.240-75.
  • Praszkier, T. (2012). Marokko - Tee und Mineralien....Ein Reisebericht. Min.-Welt, Jg.23, H.6, S.42-67.

Weblinks:


Quellenangaben:


Einordnung