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Aouli

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Marokko / Drâa-Tafilalet, Region / Midelt, Provinz / Midelt, Cercle / Aït Oufella, Caïdat / Mibladen / Aouli

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollen, Schächte, Schürfe, Halden (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Pb-Lagerstätte vom Gang-Typ. Achate.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=902
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Verkürzte Pfadangabe

Aouli, Mibladen, Aït Oufella, Caïdat, Midelt, Cercle, Midelt, Drâa-Tafilalet, MA
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (13 Bilder gesamt)

Blei-Mine
Aufrufe (Bild: 1545223693): 408
Blei-Mine

verlassene Bleiminen

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-19
Blei-Mine
Aufrufe (Bild: 1545222562): 374
Blei-Mine

verlassene Bleiminen zwischen Mibladen und Aouli

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-19
Blei-Mine
Aufrufe (Bild: 1545222538): 377
Blei-Mine

verlassene Bleiminen zwischen Mibladen und Aouli

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-19

Ausführliche Beschreibung

Lage und Geologie

Aouli liegt ca. 20km NE von Midelt, auf der Landstraße S317 erreichbar. Teil des ehemalig zweitgrößten marokkanischen Bleierz-Bergbaureviers Haute-Moulaya mit Aktivitäten von ca. 1926 bis 1975. Gangförmige Lagerstätte mit den wichtigsten Gängen bei Aouli, Sidi Ayad und Sidi Said (insgesamt ca. 60-80 Gänge). Das Grundgebirge besteht aus paläozoischen Schiefern, in welche Granite intrudierten. Die Deckschichten sind permo-triassisch (Sandsteine, Arkosen und Konglomerate sowie Basalte und Trachyte). Die erzführenden Gänge (mit wenigen Ausnahmen) erstrecken sich in Schiefer.


Mineralien

Das Bergbaurevier Aouli ist bekannt für Sammlerstufen von Azurit, Malachit, Galenit, Baryt, Coronadit und Fluorit.

Azurit kommt in sehr schönen azurblauen bis cm-großen, glaskopfartigen (schaligen) und kugeligen Aggregaten (i.d.R. oft mit Malachit und/oder gelbem Fluorit und Baryt vergesellschaftet), aber auch in idiomorphen Kristallen vor. Malachitaggregate sind feinstfasrig, radialstrahlig, selten nadlig, oft rosettenartig. Die Fluorite sind meist klar bis mattgelb, in würfeligen Kristallen bis von 1-7cm, sitzen auf Quarz/Baryt. Sehr schön sind Paragenesen aus gelbem Fluorit mit rotem Eisenkiesel. Die spektakulärsten Fluorite stammen von Sidi Said und Sidi Ayad. Galenit kommt in Form von Würfeln oder oktaeder-modifizierten Kristallen in cm-Größe vor. Die bisher als Romanechit beschriebenen schönen kugeligen Aggregate auf weißem Baryt wurden als Coronadit bestimmt. Um Aouli ist ein weiteres weltweit bekanntes Achatvorkommen.Diese Achate zeichnen sich durch eine feine und kontrastreiche Bänderung aus.Meist sind bläulich weiße Bändersysteme vorherrschend.Intensive Farben wie bei der Fundstelle Kerrouchen sind selten.


Fundstellenbericht

Situation (Stand Mai 2012)

Ein Besuch der alten Geistersiedlung Aouli (Tazensout) ist für den bergbauhistorisch Interessierten unbedingt zu empfehlen. Eigene Funde von Azurit mit Malachit sind in den aufgelassenen Stollen und ausgeerzten Gängen bei Sidi Ayad (unter Vorbehalt) möglich. Es ist absolut empfehlenswert, den Besuch mit einem ortskundigen (älteren) Führer zu machen. Wenige ältere (ehemalige) Bergleute gehen noch in die alten Abbaue, um Galenit zu brechen (wird noch immer als "Khol" fürs Augen-Makeup benutzt). Wer Mut hat, kann mit in die Stollen gehen. Obwohl schon lange vorbei, sind immer wieder recht gute und tw. preiswerte Azurit-/Malachitstufen und Fluorite in Mibladen und Midelt zu finden.
Achtung: Die Straße nach Aouli führt -an Mibladen vorbei- häufig durch den Fluss Moulaya. Bei Regenzeit ist ein Durchkommen fast immer mit großen Problemen verbunden, selbst bei trockener Jahreszeit sind nicht wenige Partien der Straße weggebrochen (im Oktober 2004 musste der Verfasser die letzten 6 km hin und zurück zu Fuß gehen. Dafür entschädigt die grandiose Landschaft des Canyons und die lehrbuchhafte Geologie). Sidia Ayad ist mit einem normalen Fahrzeug, optimal mit hohem Radstand, erreichbar.

Mineralien (Anzahl: 42)

Mineralbilder (43 Bilder gesamt)

Fluorit auf durch Hämatit rot eingefärbtem Quarz
Aufrufe (Bild: 1381220895): 1156
Fluorit auf durch Hämatit rot eingefärbtem Quarz

Größe: 5,1 cm x 3,9 cm x 3,6 cm; Fundort: Aouli, Midelt, Khénifra, Meknès-Tafilalet, Marokko

Copyright: QuebulFineMinerals
Beitrag: Hg 2013-10-08
Mehr   MF 
Galenit
Aufrufe (Bild: 1450801961): 9253
Galenit

Größe: 63x44 mm; Fundort: Aouli, Midelt, Khénifra, Meknès-Tafilalet, Marokko

Copyright: Jewels-Fine-Minerals
Beitrag: slugslayer 2015-12-22
Mehr   MF 
Azurit x
Aufrufe (Bild: 1453747176): 974
Azurit x

FO: Aouli/Marokko; Bildbreite ca. 1,7mm

Sammlung: etalon
Copyright: etalon
Beitrag: etalon 2016-01-25
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 9)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Jébrak, M., Marcoux, E., Masloubi, M., and Zaharaoui, M. (1998): From sandstone- to carbonate-hosted stratabound deposits: an isotope study of galena in the Upper-Moulouya District (Morocco). Min. Depos. 33, 406-15.
  • Jahn, S. et al. (2003). Marokko. Land der schönen Mineralien und Fossilien. Bode Verlag, Haltern, S.34-55.
  • Mayer, D. (2012). "Nicht nur" Achate in Marokko. In: Marokko. extraLapis, Nr.42. S.30-31. Weise Verlag, München.
  • Quellmalz, H. (2014). Marokko - Land, Leute und... Achate. Min.-Welt, Jg.25, H.4, S.90-96.
  • Bouabdellah, Mohammed et al.: Geology, Fluid Inclusions, and Geochemistry of the Aouli Sulphide ± Fluorite ± Barite Vein Deposit (Upper Moulouya District, Morocco) and Its Relationships to Pangean Rifting and Opening of the Tethys and Central Atlantic Oceans. In: Bouabdellah, Mohammed, Slack, John F. (Eds.) (2016): Mineral Deposits of North Africa. Springer; Berlin. S. 291-305.

Quellenangaben:

Einordnung