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Höhle der Riesenkristalle (Cave of the Crystals)

Steckbrief

Land

Mexiko

Re­gi­on

Chihuahua / Saucillo, Municipio / Naica / Naica Mine / Höhle der Riesenkristalle (Cave of the Crystals)

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

natürliche Höhle

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=19282
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Jules Verne hat in seinem Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" Riesenkristalle beschrieben und damit erstaunlichen Weitblick bewiesen. Die Cueva de los Cristales (Höhle der Riesenkristalle) in der Naica Mine mit seinen enormen Gipskristallen hat unter den Riesenkristallen bemerkenswerten Dimensionen mit beeindruckender Schönheit gepaart!

Die Naica Mine ist kein Schaubergwerk, und wird immer noch produktiv auf Blei und Zink durch die Penoles Company abgebaut. Der Bergbau wird kontinuierlich seit mehr als einem Jahrhundert betrieben. Die erste von vier Kristallhöhlen wurde breits 1910 in einer Tiefe von 120 m unter der Erde entdeckt. Diese sogenannte "Höhle der Schwerter" ("Las Espadas" oder "Cave of the Swords") enthält außerordentliche, große schwertförmige Selenit (Gips)-Kristalle von bis zu 2 m Größe.

Im Jahr 2000 wurde in einem anderen Grubenabschnitt auf 300 m Tiefe eine weitere Höhle entdeckt, die noch viel spektakulärer als die ursprüngliche Entdeckung im Jahre 1910 war. Diese neueste Entdeckung erhielt den Titel "Höhle der Riesenkristalle" ("Cave of the Crystals" oder "Cueva de los Cristales") und es stellte sich heraus zu einer der spektakulärsten geologischen und mineralogischen Entdeckungen aller Zeiten zu werden! In der Tat ist es ein komplexes System aus Höhlen entlang einer geologischen Verwerfung, mit frei wachsenden Gipskristallen von bis zu 12 m Länge und 2 m Durchmesser.

Da anfänglich die Temperatur im Inneren der Höhlen 60 °C und die Luftfeuchtigkeit 100 % betrug, erwies sich eine detaillierte Erforschung der Höhlen als äußerst schwierig. Es gibt eine Erzählung über einen Bergarbeiter, der einige der herrlichen Kristalle kurz nach der Entdeckung zu stehlen versuchte, durch Hitze und Luftfeuchtigkeit überwältigt wurde, das Bewusstsein verlor und einige Tage später buchstäblich gekocht von seinen Kollegen gefunden wurde.

Auchwenn die Temperatur auf ca. 50 °C gesunken ist, erschweren die Temperatur und Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 % die Exploartion. Eine Gruppe italienischer Höhlenforscher, die Laventa-Gruppe, hat eine groß angelegte wissenschaftliche Erkundung durchgeführt und mit Hilfe modernster technischer Ausstattung die Höhle erkundet und dokumentiert (siehe Links).

Die Entdeckung der Höhle hat weitreichende Untersuchungen nach sich gezogen, da eingeschlossene Organismen wie Pollen großes Interesse wecken.

Mineralien (Anzahl: 37)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Forti, P., Galli, E. & Rossi, A. (2009). Le grotte di Naica, Chihuahua, Messico. Non solo giganteschi cristalli di gesso. Riv. Min. Ital., Nr.3, S.180-96.

Weblinks:

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