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José Maria Patoni

Steckbrief

Land

Mexiko

Re­gi­on

Durango / San Juan del Río, Municipio / José Maria Patoni

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Risse und Spalten.

Geo­lo­gie

Die Fläche sowie auch der el Castillo sind aus vulkanischer Asche entstanden, die sich dann im Laufe der Zeit verfestigte. Tektonische Risse (vielleicht durch Erdbeben) gruppieren sich immer rund um die "Tafelberge"; in diesen stiegen dann hydrothermale Wässer auf und bildeten die schönen Calcite. Rhyolitisch pyroklastisches Material.

Zu­gangs­be­schränku­ngen

keine bekannt

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=917
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (7 Bilder gesamt)

Calcittufenabbau bei Patoni
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Calcittufenabbau bei Patoni

Calcitstufenabbau in der Calcitgrube bei Patoni

Copyright: endeavour-minerals
Beitrag: endeavour-minerals 2008-03-29
Calcitdruse
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Calcitdruse

Calcitdruse von der Fundstelle J.M.Patoni, Mexiko

Copyright: endeavour-minerals
Beitrag: endeavour-minerals 2008-03-29
Meskete in der Blüte
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Meskete in der Blüte

Meskete-Baum in der Blüte, aufgenommen bei Patoni in Mexiko

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Beitrag: endeavour-minerals 2008-03-29

Ausführliche Beschreibung

Entdeckt wurde diese Fundstelle bei Jose Maria Patoni, die südlich des "el Castillo" liegt, im Jahre 2000 durch einen ortsansässigen Bauern, der auf der Suche nach optischem Calcit war. Im Jahre 2002 waren dann die ersten Stücke dieser Fundstelle in Denver auf der Mineralienbörse zu sehen. Daraufhin folgten größere Aktivitäten durch amerikanische und mexikanische Mineralienhändler, die die Fundstelle in Tiefe und Breite stark vergrößerten. Geborgen wurden durch diese Truppen ca. 2 t Material, womit sie den amerikanischen Mineralienmarkt überschwemmten. Große Eile, unpassendes Werkzeug und wenig Feingefühl für die filigranen Calcite dieser Fundstelle beeinträchtigten die Qualität sehr, und das Interesse der amerikanischen Händler und Sammler war schnell verflogen.

Im Frühjahr 2004, nach "längerer" Pause wurde durch uns die Arbeit an dieser Fundstelle wieder aufgenommen. Zum Einsatz kam ein Kombigerät der Marke "Markita" (nach welcher auch eine Druse benannt wurde) zum bohren und hämmern, was sich als sehr effizient erwies. So fanden wir zwei größere Drusen mit schönen Zwillingskristallen von Calcit. Die erste Druse hatte eine Größe von ca. 1m x 0,50m und die zweite eine eine Größe von 2,50m x 0,80m. Es ließen sich pro Druse aber nur 20-30% verwerten, das heißt, dass nur da die Qualität entsprechend hoch war. Der Rest war von einer geringeren Qualität und auf Grund der hohen Transportkosten unrentabel. So machten wir die Beobachtung, dass an der Drusendecke und den Seitenwänden, wo die Kristalle am reinsten sind, sie sehr filigran auf dem Gestein sitzen. Und nur aus diesen Bereichen ließen sich die besten Stücke bergen. Das hatten die Amerikaner bei ihrem schnellen Vortrieb nicht beachtet und somit mehr Schaden angerichtet. Vor allem bargen sie die Drusenböden, wo die Kristalle dicht zusammengewachsen und meist trüb (milchigweiß bis grau) sind. Eine weitere Tour im Winter 2004 brachte dann für uns die Ernüchterung in ganzer Hinsicht. Das Mexikanertrio (Besitzer) verlangten für eine sechstägige Aktion einen horrenden Preis, der, wenn man an die Funde des vergangenen Jahres anschließen könnte, noch ok gewesen wäre. Aber Mutter Natur war nicht gnädig und gab ihre Schätze leider nicht so frei, wie wir uns dachten. In größerer Teufe (ca 8m) wurden die Drusen und die Kristalle kleiner, auch weiteres Arbeiten an den zwei Enden der Fundstelle brachten nicht den gewünschten Erfolg. Uns lief die Zeit davon und so bargen wir erst in den letzten zwei Stunden der sechs Tage noch eine etwas größere Druse, zumindestens zum Teil. Den Rest holen sich wohl die drei Gierköppe.

Nun zum Schluss kann man sagen, dass die Fundstelle zwar noch Material bringen würde, aber dass die Kosten für denjenigen zu hoch sein werden, der die nächste Aktion dort startet, wir auf jeden Fall nicht mehr. Und somit bleibt die Fundstelle für mich immer eine schöne Erinnerung.

Zur Geologie: Die Fläche sowie auch der el Castillo sind aus vulkanischer Asche entstanden, die sich dann im Laufe der Zeit verfestigte. Tektonische Risse (vielleicht durch Erdbeben) gruppieren sich immer rund um die "Tafelberge"; in diesen stiegen dann hydrothermale Wässer auf und bildeten die schönen Calcite.

Mineralien (Anzahl: 1)

Mineralbilder (11 Bilder gesamt)

Calcit in Form der seltenen "Schmetterling-Zwillinge"
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Calcit in Form der seltenen "Schmetterling-Zwillinge"

freistehend auf Matrix aufgewachsen; Größe: 12 x 7 x 8 cm, größter Zwilling 72 mm(!) breit; Fundort: Jose Maria Patoni, Rodeo, Durango/Mexico

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-07-13
flächenreicher Calcit-Skalenoeder
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flächenreicher Calcit-Skalenoeder

Fundort: J. M. Patoni/Durango/Mexiko;

Copyright: endeavour-minerals
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-25
Calcit (sehr flächenreich)
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Calcit (sehr flächenreich)

Größe: 4 x 3 x 2,5 cm; Fundort: José Maria Patoni, Rodeo, Durango, Mexico

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-11-15

Gesteine (Anzahl: 2)

Einordnung