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Alaun

Bilder (4 Bilder gesamt)

Alaun
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Alaun

Fundort: Becke-Oese, Sauerland, Nordrhein-Westfahlen, Deutschland

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: Mineralienatlas 2005-04-07
Alaun, kristallin angereichert
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Alaun, kristallin angereichert

Fundort: Steinbruch Becke-Oese, Hemer, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: Mineralienatlas 2005-04-07
Alaunschiefer, eingelagert in Kulmplattenkalk
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Alaunschiefer, eingelagert in Kulmplattenkalk

Steinbruch Becke-Oese, Hemer, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: Mineralienatlas 2005-04-07
Alaunkritalle
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Alaunkritalle

Alaunkristalle im Krater der Phlegräische Felder, Neapel, Italien. BB ca. 7 cm. 19.07.2015

Sammlung: Nathan
Copyright: Nathan
Beitrag: Nathan 2015-12-26
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Zusatzangaben / Zusammenfassung

Überbegriff für

Chemismus

Chemische Zusatzinformation

Überbegriff für

IMA Status

als Einzelmineral nicht anerkannt

Mineralstatus

Reihe/Gruppe/Serie/Folge

Ausführliche Beschreibung

Alaun (alumn) KAl(SO4)2·12 H2O wurde früh als Gerbstoff und zur Fixierung von Farbstoffen auf Gewebe und Leder sowie bei der Papierherstellung benötigt. Bei seiner Herstellung aus dem bitumenhaltigen Alaunschiefer (Lias Epsilon-Schiefer; z. B. in Holzmaden oder in Yorkshire) wurden große Schäden in Landschaft und Natur angerichtet. Die Gewinnung von Alaunschiefer wurde in Deutschland erst um 1890 eingestellt.

In einem englischen Geologiebuch wird die historische Alaunherstellung wie folgt beschrieben:

"Schwarzer Alaunschiefer wird zerkleinert, mit viel Holz in einem Meiler verbrannt, die Reste werden ca. 9 Monate offen belassen. In einem Tank werden die Rückstände mit Urin oder wässrigen Auszügen von verbranntem Seegras vermengt. Man extrahiert dann mit heißem Wasser, siedet und dampft ein."

Hieraus kann man auf die Vorgänge bei der Gewinnung von Alaun schließen.

Alaunschiefer enthält Tonmineralien, also Alumosilikate als Verwitterungsrückstände von Feldspäten wie KAlSi3O8 und feinverteilten, schwarzen Markasit (instabile, verwitterungsfähige Vorstufe von Pyrit FeS2) oder durch Pyrit dunkelgefärbte schieferige Pelite, bei deren Verwitterung Alaun entsteht.

Beim Verbrennen werden durch die basischen Aschebestandteile (Pottasche K2CO3) die Silikate aufgeschlossen, Eisen(II) und Sulfid werden zu Eisen(III) und Sulfat oxidiert. Beim Lagern wird die Oxidation vollendet. Die schwach basische Reaktion von Urin oder Seegrasasche führt zur Ausfällung von Eisen(III)-hydroxid. Zum Schluss liegen leicht löslich nur noch Al3+-, K+- und SO42--Ionen vor.

Man löst den Alaun mit heißem Wasser heraus und lässt ihn anschließend auskristallisieren.

Zur Alaungewinnung siehe auch: Brennender Berg

Heute wird Alaun durch Behandeln von Aluminiumoxid mit Schwefelsäure und Mischung mit Kaliumsulfat gewonnen.

Ergänzung: Alaun wurde in der Medikation angewendet z. B. als Schmerzmittel und als Blutstiller. Heute noch kann man in Tunesien Alaunsteine kaufen.


Weblinks


Quellenangaben

Andere Sprachen

Deutsch

Alaun

Englisch

Alum Group

alternativ genutzter Name

Alun

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