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Buttermilcherz

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Buttermilcherz-St.Andreasberg
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Buttermilcherz-St.Andreasberg

Einzigartige Buttermilcherz-Reicherzstufe, im unteren Bereich Kalkspat durchzogen von dünnen Gängchen gefüllt mit Chlorargyrit, Buttermilcherz, ged. Silber. Im oberen Teil massive Anreicherung von ...

Sammlung: argentopyrit
Copyright: Matthias Reinhardt
Beitrag: argentopyrit 2018-10-06
Fundstelle: Grube Alter Theuerdank / Beerberg / St. Andreasberg, Revier / Braunlage / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Chlorargyrit  Variation Buttermilcherz
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Chlorargyrit Variation Buttermilcherz

Gangstück, oben Kalkspat unten Quarz, dazwischen keilförmig ein Reicherzgang mit ged. Silber teilweise als braunerdiges Silber, daher die bräunlichen Färbungen, vorwiegend aber Chlorargyrit in Form...

Sammlung: argentopyrit
Copyright: argentopyrit
Beitrag: argentopyrit 2012-06-26
Fundstelle: Grube Alter Theuerdank / Beerberg / St. Andreasberg, Revier / Braunlage / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Chlorargyrit / Buttermilcherz
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Chlorargyrit / Buttermilcherz

Chlorargyrit Varietät Buttermilcherz in eingetrocknetem Zustand. Fundort: Niedersachsen, Harz, St.Andreasberg, Grube alter Theuerdank, Beerberg. Eigenfund 1995, erstmaliger Fund des absolut seltene...

Sammlung: argentopyrit
Copyright: argentopyrit
Beitrag: argentopyrit 2012-03-04
Fundstelle: Grube Alter Theuerdank / Beerberg / St. Andreasberg, Revier / Braunlage / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Buttermilcherz
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Buttermilcherz

Buttermilcherz in eingetrocknetem Zustand (Chlorargyrit) in dicken (bis 4mm) blaugrauen Krusten auf und in Kalkspat. Diese Stufe wurde 1995 auf der Theuerdanker Halde geborgen. Als Sie zu Tage kam,...

Sammlung: argentopyrit
Copyright: argentopyrit
Beitrag: argentopyrit 2012-06-18
Fundstelle: Grube Alter Theuerdank / Beerberg / St. Andreasberg, Revier / Braunlage / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Buttermilcherz
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Buttermilcherz

Buttermilcherz, Theuerdank, Sankt Andreasberg/Harz, Stufe 5,5x3,0 cm, Vorderseite, lassen wir die Bilder für sich sprechen und ziehen einen Vergleich mit der über 400 Jahre alten Stufe, die im Jahr...

Sammlung: ganomatit
Copyright: ganomatit
Beitrag: ganomatit 2013-08-30
Fundstelle: Grube Alter Theuerdank / Beerberg / St. Andreasberg, Revier / Braunlage / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Buttermilcherz
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Buttermilcherz

Theuerdank, Sankt Andreasberg/Harz, jeweils 8mm Bildbreite, KARSTEN gibt 1795 eine treffende Beschreibung "Über das Harzer Buttermilcherz", S.219-227 und beschreibt die Seltenheit dieses Mineralgem...

Sammlung: ganomatit
Copyright: ganomatit
Beitrag: ganomatit 2013-01-05
Fundstelle: St. Andreasberg, Revier / Braunlage / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Chemismus

Chemische Zusatzinformation

Gemenge aus Chlorargyrit mit Kaolin und anderen Silikaten, ursprgl. als Suspension in Wasser

Mineralstatus

Varietät

Varietät / Polytyp von

Chlorargyrit

Referenzen

SUCHLAND (1601), Beschreibung des ganzen Bergwerks, Clausthal, 1687, 8. Predigt III., 305-306

KARSTEN, G. (1795): Ueber das Harzer Buttermilcherz, Zeitschrift der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin, 219–220

WILKE (1952), 100-101

Hoppe, G.; Damaschun, F. (1986): Das historiche Buttermilcherz von St. Andreasberg (Harz, BRD), ein Gemenge von Chlorargyrit und Schichtsilikaten. in: Chemie der Erde, Bd.45, S.147-58, Jena: 1986

Hoppe, G. & Otto, H. (1988). Das Buttermilcherz. Fundgrube, Bd.2, S.38.

Hoppe, G. & Otto, H. (1989). Vom Buttermilcherz (Hornerz, Chlorsilber). Emser Hefte, Jg.89, Nr.2, S.33.

Groß, M. (2001). Ein außergewöhnlicher Silbererz-Fund aus St. Andreasberg im Harz (I). (Bem. Eigenfund). Lapis, Jg.26, Nr.11, S.38-39.

Bischoff, W.: Das historische Buttermilcherz von St. Andreasberg. in: Allg. Harz-Berg-Kalender für das Jahr 2005, Clausthal: 2004, S.70-73.

Bischoff, W. (2012). Über das historische Buttermilcherz von St. Andreasberg, Harz. Min.-Welt, Jg.23, Nr.1, S.79-82.

https://www.harzer-mineralien.de/meine-ver%C3%B6ffentlichungen

http://tw.strahlen.org/typloc/chlorargyrit.html

http://www.andreasberger-silbererze.de

Ausführliche Beschreibung

Geschichtliches

BRÜCKMANN (1813) beschreibt in einem „Verzeichnis einer vollständigen Mineralien-Sammlung“ u. a. das Auftreten von gediegen Silber und deren Paragenesen von Sankt Andreasberg. In diesem Zusammenhang erscheint im Verzeichnis mit der Sammlungsnummer 278: gediegen Silber, „Dito wolligt. Und staubartîg. in einer Silbergur liegend u. in ein. Kalkspathnest etc. St. Georgen zu Andreasberg am Harz. Im Jahre 1617 gebrochen. 13 1/2 Loth. Sehr selten. Buttermilcherz?“ (BRÜCKMANN 1813, S.215)

Damit definiert er sicher Fundort und Aussehen dieser historischen Probe von 1617, die aus der ersten Bergbauperiode (1487-1624) stammt. Das Buttermilcherz aus Sankt Andreasberg selten ist, steht außer Frage. Die Beschreibung über das Harzer Buttermilcherz von KARSTEN (1795) drückt die Seltenheit dieses Mineralgemenges so trefflich aus, dass es keiner weiteren Worte bedarf. Zur Entstehung kann man sagen, dass sich das Buttermilcherz deszendent gebildet hat und nur in der Oxydations- bzw. Zementationszone zu finden ist. Bekannt ist das Buttermilcherz von Sankt Andreasberg durch die Grube Sankt Georg und Alter Theuerdank am Beerberg geworden. Alle Neufunde von Buttermilcherz sind ähnlich der Paragenese des beschriebenen Buttermilcherzes von BRÜCKMANN 1813.

Die Matrix der Neufunde mit Calcit als Relikte der Korrossion ausgesetzt (deszendente Mineralisation) mit Spuren von Quarz bzw. Quarzkristallen, gediegen Silber reich, als winziges Lockensilber und/oder Silberpartikel verteilt (ähnlich Silbermulm vom Backofen Claus Friedrich, gediegen Silber blech oder moosförmig, teilweise Reste von Silbererzen (Akanthit, Pyrarargyrit?) und Tonschiefer brekziiert. Darauf kryptokristalliner Chlorargyrit, der wie getrockneter Ton aussieht. Auf Schichtsilikate wurden die Neufunde nicht untersucht und sind meiner Meinung nach nicht unbedingt für die Beurteilung, ob es sich um ein Buttermilcherz handelt, nachzuweisen.

Zur Entstehung des Hornerzes hat sich bereits KLAPROTH (1795) geäußert. Er schrieb: “Da geschwefeltes Silber öfters der Verwitterung unterworfen ist,... so geht der Schwefel in den Zustand der freien Säure über und bildet einen Silbervitriol. Kommt aber mit dem Silber nähere verwandte Salzsäure hinzu, so zerlegt diese den Silbervitriol wieder und bildet an dessen statt das Hornerz.” Hier ist in altertümlicher chemischer Sprache im wesentlichen das ausgedrückt, was auch heute gilt.

Verweisen möchte ich auf den ausführlichen Beitrag von Willi Bischoff "DAS HISTORISCHE BUTTERMILCHERZ VON ST. ANDREASBERG" mit den ausführlichen Literaturrecherchen über die Problematik.

KARSTEN (1795) über das Andreasberger Buttermilcherz wörtlich:

„Die Seltenheit mancher Körper des Naturreichs, gehört in der That zu den hauptsächlichsten Schwierigkeiten, welche sich uns, bey aller Bemühung selbige genau kennen zu lernen, darstellen. Auf der einen Seite ist es theils mit großen Kosten verknüpft, belehrende Exemplare davon zu erhalten, auf der andern aber benutzen nicht selten gewinnsüchtige Leute den Mangel daran, auf Unkosten der Liebhaber, bloß zu ihrem Vortheile, und spielen diese Dinge unter ganz falschen Nahmen in die Hände; sobald letzter nur, mit den als selten bekannten Gegenständen gleichlautend sind. In den organischen Reichen ist ein so verabscheuungswürdiger Betrug nicht so leicht möglich, da man durch Abbildungen alles auf das schönste versinnlichen kann; allein dies fällt im Mineralreiche weg, wo gerade die wesentlichen Kennzeichen auch in den getreuesten Zeichnungen unbemerkbar bleiben. Dazu kommt nun noch, daß die wissenschaftliche Bearbeitung desselben, im allgemeinen noch sogar weit zurück, daß die Sucht, etwas seltenes und kostbares zu besitzen, so gar groß ist, und daß die mehresten Sammler den zweydeutigen Aussprüchen der Stufenhändler mehr trauen, als den Berichtigungen kritischer Mineralogen. Erwägt man all diese Umstände, so kann es nicht mehr auffallend seyn, warum grade die Sammler und Liebhaber der mineralischen Körper sich oft, noch bis auf den heutigen Tag, sowohl durch gewissenlose und habsüchtige Stuffenhändler als auch durch praktische Grubenofficianten, welche man wegen ihres bloß empyrischen Studiums entschuldigen muß, betrogen oder getäuscht sehen.“ (KARSTEN 1795, S. 219–202).

Diese Beschreibung von KARSTEN ist so trefflich, dass man der Beschreibung über die Seltenheit dieses Minerals nichts hinzufügen braucht. Er schreibt dies 1795 mit original vorhandenen Probematerial. Vieles was danach über Buttermilcherz von Sankt Andreasberg geschrieben wurde, ist von alten Abhandlungen übernommen.

SUCHLAND (1601), Beschreibung des ganzen Bergwerks!, Clausthal, 1687, 8. Predigt III., Seite "305-306", Ehemals im Andreasberger Nester brechende, reichhaltige Gemenge, das sogenannte Buttermilcherz nicht mit Stillschweigen übergehen ..., Eine alte Nachricht von 1601, die SUCHLAND aufbehalten hat, sagt folgendes: Auf dem Teuer- Dank, so wohl als andem des Zuges und Ganges Zechen, hat ein mildes Erz gebrochen, wie auch jetzt auf, Sankt Moritz, welches reich von Silber, so bald dasselbe die Luft berühret, färbt siches, und da es zuvor in der Grube weiß gewesen, wird es etwa blau. Auf St. Georg habe ich Erz gesehen, so in Drusen gestanden wie ein Buttermilch, das man hat müssen ausschöpfen, wenn es gestund und trochnete, sah es gleich einem Thon, ähnlich, war doch gleichwohl an Halt sehr reich." Reiche Troster Gang.

Über Aussehen und Vorkommen berichtet diese Abhandlung von SUCHLAND 1601 trefflich ohne weiter Zusätze.

BRÜCKMANN (1813) nennt im Verzeichnis einer vollständigen Mineraliensammlung unter Gediegen Silber mit der Sammlungsnummer wörtlich : "278. Dito wolligt. und staubartig. in einer Silbergur liegend u. in ein. Kalkspathnest etc. St. Georgen zu Andreasberg am Harz. Im Jahre 1617 gebrochen. 13 1/2 Loth. Sehr selten. Buttermilch Erz?, S. 215"

WILKE 1952 wörtlich dazu: „Hornsilber, (Kerargyrit) muss in den oberen Teufen recht verbreitet gewesen sein, da es dort als besonderes Erz bekannt war. Im Sankt Georgenstollen (Jacobsglücker Hautgang) wurde es einmal in flüssiger Form in einem tonigen Brei als sogenanntes "Buttermilcherz“ gewonnen. Meistens bildet es nur schwach glänzende Überzüge auf den Silbererzen und auf der benachbarten Gangart. Es ist würfelig kristallisiert, die würfeligen Kristalle von 1 mm Kantenlänge wurden von GRODDECK (1869) im „Silbersand“ festgestellt.“ WILKE 1952 S.100-101 Weiterhin nennt er die Hutminerale Gänsekötigerz (Ganomatit), Arsenolith, Pharmakolith und andere Sekundärbildungen.

HOPPE und DAMASCHUN 1986 "Das historische Buttermilcherz von Andreasberg ein Gemenge von Chlorargrit und Schichtsilikaten"

Diese Stufe befindet sich im Institut für Mineralogie des Museums für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie wurde von HOPPE und DAMASCHUN in einer Abhandlung von 1986 erläutert. Die Grube Sankt Georg baute von 1561 bis 1585 und 1590 bis 1590 (CALVÖR, 1765). Diese Probe enthält die Schichtsilikate Kaolonit, Illit und Dickit, was HOPPE und DAMASCHUN dazu bewogen Buttermilcherz mit Schichtsilikaten zu definieren.

Meiner Meinung nach ist das nicht korrekt, aber ihnen stand nur eine Probe zur Verfügung, deswegen die Schlußfolgerung Buttermilcherz ist immer mit Schichtsilikaten verbunden.

Quellenangaben

  • Zitate zu Buttermilcherz Andreasberg, Verfasser: ganomatit

Andere Sprachen

Deutsch

Buttermilcherz

alternativ genutzter Name

Deutsch

Buttermilchsilber

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