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Fluorit

Bilder (6362 Bilder gesamt)

Fluorit x auf Limonit
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Fluorit x auf Limonit

Grube Clara, Oberwolfach/Schwarzwald; Bildbreite: 1 mm, erstellt aus 52 Aufnahmen im Stacking-Verfahren

Sammlung: Karlheinz Grosch
Copyright: Karlheinz Grosch
Beitrag: Karlheinz Grosch 2017-02-16
Fluorit
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Fluorit

Größe: 4,67 mm; Fundort: Baveno, Verbano-Cusio-Ossola Provinz, Italien

Copyright: Matteo Chinellato
Beitrag: Hg 2010-01-18
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1463742873): 2779, Wertung: 9.6
Fluorit

X = 15 mm; Grube Clara

Sammlung: Andreas Schmid
Copyright: Andreas Schmid
Beitrag: Andreas Schmid 2016-05-20
Fluorit.
Aufrufe (Bild: 1320178514): 8047, Wertung: 9.56
Fluorit.

4 cm Kantenlänge. Die Stufe stammt aus der Zeit zwischen 1980 bis 82, in diesem Zeitraum wurde diese, wohl beste Farbe der weltberühmten Elmwood-Mine (Tennessee, USA) gefunden. Der Kristall ist run...

Sammlung: cafzwei
Copyright: cafzwei
Beitrag: cafzwei 2011-11-01
Exzellenter farbzonierter Fluorit
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Exzellenter farbzonierter Fluorit

Fluorit auf Baryt von Berbes, Ribadesella, Asturien, Spanien; Bildbreite: 8,5 cm.

Copyright: Rudolf Hasler
Beitrag: Rudolf Hasler 2013-07-22
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1451739379): 2843, Wertung: 9.54
Fluorit

Fluorit mit Ätzfiguren, Obernberg, Wipptal, Tirol, Österreich. Bildbreite 2,2 mm

Sammlung: Kainosit
Copyright: Kainosit
Beitrag: Kainosit 2016-01-02

Sammler Zusammenfassung

Farbe violett, blau, schwarz, braun, gelb, grün, selten farblos, orange, rosa (siehe unten: > Farben und deren Ursachen)
Strichfarbe: weiß
Glanz: Glasglanz, massig auch matt
Mohshärte 4
Spaltbarkeit vollkommen {111}; schlecht teilbar {011}
Bruch submuschelig, spröde
Unbeständigkeit +++ konz. H2SO4, +- verdünnte HCl, Hitze!, Licht!?, Ultraschallbad!
Kristallsystem kubisch, Fm3m
Morphologie Würfel

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Auführliche Informationen zur Geschichte, zu Fundstellen, zur Verwendung etc. finden sich im:

Mineralienportrait Fluorit


Chemismus

Chemische Formel

CaF2

Chemische Zusammensetzung

Calcium, Fluor

Masse der Formeleinheit: 78.0752065 u; Anzahl Atome i.d. Formeleinheit: 3

Info

Empirische Formel:

CaF2

Element

Symbol

Masse%

Atome

Atome%

Atommasse (u)

Summe Masse (u)

Fluor

F

48.67

2

66.67

18.9984033

37.9968065

Calcium

Ca

51.33

1

33.33

40.0784000

40.0784000

Strunz 9. incl. Aktual­isierungen

3.AB.25

3: Halide (Fluoride, Chloride, Bromide, Iodide)
A: Einfache Halogenide ohne H2O
B: M:X = 1:2
25:Fluorit-Gruppe

Lapis-Systematik

III/A.08-010

III: HALOGENIDE (Fluoride, Chloride, Bromide, Jodide)
A: Einfache Halogenide
8: Wasserfrei, Metall : Halogen = 1:2, 1:3

Hölzel-Systematik

3.AB.140

3: Halogenide
A: Einfache Halogenide ohne H2O
B: Me/X=1/2
1: Fluorit-Gruppe

Hey's Index

08.04.07

08: Halides - Fluorides, Chlorides, Bromides and Iodides; also Fluoborates and Fluosilicates
04: Halides of the alkaline earths and Mg

Dana 8. Ausgabe

09.02.01.01

09: Halide Minerals
02: Anhydrous and Hydrated Halides where A (X)2
01: Fluorite Group

IMA Status

anerkannt, vererbt vor 1959 (pre IMA)

Mineralstatus

anerkanntes Mineral

IMA-Klassifizierung

IMA-Klassifizierung

Fluorit-Gruppe

Optische Eigenschaften

Farbe

violett, blau, schwarz, braun, gelb, grün, selten farblos, orange, rosa (siehe unten: > Farben und deren Ursachen)

Strichfarbe

weiß

Farbveränderung

färbt sich durch Radioaktivität dunkelviolett, schwarz

Opazität

transparent bis durchscheinend

Glanz

Glasglanz, massig auch matt

RI-Wert α / ω / n

1.433 - 1.448

Ri-Durchschnitt

1.441

2V-Winkel

Isotropisch

Lumineszenz-Eigenschaften

Lumineszenz

Fluorit in UV Licht 395 - 400 nm
Fluorit in UV Licht 395 - 400 nm

Fundort: Heights Mine, Werdale,UK; Intensives blau im UV Licht 395 - 400 nm

Bode

Fluorit und Fluoreszenz

Im Zusammenhang mit Lumineszenzerscheinungen kommt Fluorit eine besondere Bedeutung bei, nämlich die des Namenspatrons der Fluoreszenz. Sir George Gabriel Stokes war es, der 1852 in einer Fußnote das Phänomen der "Lichtumwandlung" taufte. Er schreibt (Stokes, 1852, Fußnote p 479):

"I confess I do not like this term (Anm.: er bezieht sich auf die Bezeichnung dispersive reflexion). I am almost inclined to coin a word, and call the appearance fluorescence, from fluor-spar, as the analogous term opalescence is derived from the name of a mineral." - in Analogie zur Bezeichnung Opaleszenz möchte er diese Erscheinung auch nach einem Mineral - dem Fluor-Spat - als Fluoreszenz benennen.

Für die Spektroskopie war seine Arbeit ein fundamentaler Meilenstein, wies er doch nach, dass die Lumineszenzerscheinung langwelliger war, als das anregende Licht: damit konnte es sich eben nicht um eine Streuung oder Reflexion, sondern allenfalls um einen dispersiven Prozess - oder etwas gänzlich Neues -, handeln.

Fluorit in UV Licht
Fluorit in UV Licht

Fundort: Mina Ana, Berbes; Auschnitt (40 x 40 mm) aus der Rückseite einer mit Quarz überzogenen Fluoritstufe, Farbe bei Tageslicht hell violett. Bei UV Licht 395 - 400 nm ändert der abgebildete Kri...

Bode

Seine Abhandlung liest sich auch aus heutiger Sicht sehr interessant. Natürlich konnte er ohne die moderne Methodik der Physik nur phänomenologische Betrachtungen beschreiben und die Ursachen der Lichterscheinung noch nicht greifen. Um so mehr gebührt ihm Respekt für seine Leistung.

Das typische Blau der Fluorit-Emission (423nm)

Typisch für die Lumineszenz des Fluorits ist ein kaltes, intensives Blau, wie es auch auf den Bildern zu sehen ist. Es wird verursacht von Eu2+ Leuchtzentren (siehe z.B. Gaft et al 2005). Das zweiwertige Europium-Ion Eu2+ hat etwa denselben Ionenradius wie Ca2+ und kann deshalb leicht im Fluorit-Gitter untergebracht werden.

Im Gegensatz zum häufigeren Eu3+-Ion sind die elektronischen Übergänge bei der Lumineszenz erlaubte Übergänge. Die Eu2+ Lumineszenz in CaF2 hat eine kurze Lebensdauer und ist sehr intensiv. Auch wenn nur wenig Eu2+ in Fluorit vorkommt reicht dies häufig aus, dass diese blaue Lumineszenz dominiert. Erst bei sehr geringer Eu2+ Konzentration werden die andern Beiträge sichtbar (Gaft et al. 2005).

Andere Wellenlängen - andere Aktivatoren

In Fluorit gibt es eine Reihe von Aktivatoren, die Lumineszenz bewirken können. Einen guten Überblick bietet (Gaft 2005), in kompakter Form findet sich eine Liste mit möglichen Aktivatoren, deren Anregungs- und Emissionswellenlängen in (Sils 2009). Darin sind auch Fälle wie Pb2+ (nur UV Emission) oder Yb2+ (nur bei tiefen Temperaturen) enthalten, deren Beobachtung jenseits der einfachen visuellen Betrachtung liegen. Auch wenn die Spektren durchaus unterschiedlich sind, kann die Farbwirkung gleichartig sein - die Emissionsfarbe ist leider nicht eindeutig. Am Beispiel einer grünen Lumineszenz läßt sich das sehen.

Fluorit unter kurzwelligem UV
Fluorit unter kurzwelligem UV

Fluoritkappe, Größe 9 x 7 x 8 cm; Fundort: ?; ehemalige Sammlung: Robert Holl

Stefan

Grüne Lumineszenz entsteht bei folgenden Aktivatoren (die Liste ist nicht zwingend vollständig):
Mn2+ (Anregung 400nm, 450nm; breite Emission 495nm; Singh et a 2015),
UO66- (Anregung breit: <220 nm bis 430nm, Emission 528 nm; Pote et al. 2013),
Tb3+ (Anregung: 215nm, 259 nm; Emission 494nm, 544nm; Yang et al 2016) ,
Ho3+. (Emission 546 nm; Gaft et al 2005).

Seltene Erden, Lumineszenz und Fluorit

Die Liste der möglichen Aktivatoren enthält vor allem Ionen der Seltenen Erden. Das mag zunächst verwundern. Andererseits sind diese Ionen gar nicht so selten: Schwinn und Markl (2005) geben für Fluorite aus der Schwarzwaldregion die Seltenerdgehalte an. Ähnliche Analysen gibt es auch für andere Regionen. Darin zeigt sich immer wieder eine Eu-Anomalie, interessanterweise in beide Richtungen. Zuweilen fällt der Eu Gehalt höher aus, als man es in der Reihe der Seltenen Erden erwarten würde, zuweilen niedriger. Das mag erklären, warum es von machen Fundorten im wesentlichen nur blau lumineszierende (d.h. Eu-reiche) und von anderen auch andersfarbig leuchtende Fluorite gibt.

Thermolumineszenz

Fluorite waren mit unter den ersten Kristallen, für die Thermolumineszenz gezeigt wurde. Diese Eigenschaft findet Verwendung in geologischen Datierungen und in der Dosimetrie (z.B. Sunta 1984; Calderon et al. 1992). Für die Dosimetrie werden beispielsweise die synthetischen Kristalle CaF2:Ag, CaF2:Cu und CaF2:Mn beschrieben (Pradhan 2002; Salah 2015).

Autor:Lynx


Fluoreszenzspektrum Fluorit

Farbe Langwelliges-UV (365nm)

 

blau

LW-UV Farb-Intensität

sehr stark

LW-UV Beobachtungs-Häufigkeit

sehr häufig

Farbe KW-UV (254nm)

 

blau

KW-UV Farb-Intensität

mittel

KW-UV Beobachtungs-Häufigkeit

häufig

Farbe MW-UV (320nm)

 

blau

MW-UV Farb-Intensität

mittel

MW-UV Beobachtungs-Häufigkeit

häufig

LW-UV weitere Farben

                       

bläulich weiß, gelblich weiß, blassgelb, gelb, gelbbraun, rot, grün, grünlich, violett, grünlich weiß, violettblau, gelblich

KW-UV weitere Farben

                       

bläulich weiß, gelblich weiß, blassgelb, gelb, gelbbraun, rot, grün, grünlich, violett, grünlich weiß, violettblau, gelblich

MW-UV weitere Farben

 

grün

Der häufigste Aktivator

Eu2+

Andere Aktivatoren

Ce3+, Pr3+, Nd3+, Sm2+, Sm3+, Eu3+, Gd3+, Tb3+, Dy2+, Dy3+, Ho2+, Ho3+, Er2+, Er3+, Tm2+, Tm3+, (Yb2+), Yb3+, (UO6)6-, Mn2+, Pb2+, F2 (M)-center, O2-Va

Thermolumineszenz

Bekannt

Kristallographie

Kristallsystem

kubisch

Kristallklasse

m3m

Raumgruppen-Nummer

225

Raumgruppe

Fm3m

Gitterparameter a (Å)

5.462

Gitterparameter b (Å)

-

Gitterparameter c (Å)

-

Gitterparameter a/b oder c/a

1

Gitterparameter c/b

-

Gitterparameter α

90°

Gitterparameter β

90°

Gitterparameter γ

90°

Z

4

Volumen (ų)

162.95

Röntgenstrukturanalyse

3.155(90),
1.932(100),
1.647(30),
1.366(10),
1.253(10),
1.115(20),
0.923(10),
0.864(10)

XRD-Darstellung Fluorit

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

Würfel

Kristalle 3D

Größere Darstellung öffnen

Kristallstruktur 3D

Größere Darstellung öffnen

Physikalische Eigenschaften

Mohshärte

4

VHN (Härte n. Vickers)

176 (50g)

Dichte (g/cm³)

3.1 - 3.2 (berechnet 3.18)

3.182 ( ρ calc. Mineralienatlas )

Spaltbarkeit

vollkommen {111}; schlecht teilbar {011}

Bruch

submuschelig, spröde

Tenazität

spröde

Radioaktivität

keine eigene Radioaktivität

Unbeständigkeit

+++ konz. H2SO4, +- verdünnte HCl, Hitze!, Licht!?, Ultraschallbad!

Chem. Eigenschaften u. Tests

Fluorit mit Kaliumsulfat in einer geschlossenen Röhre erhitzt, entwickelt Fluorwasserstoff, welcher die Innenwände der Röhre ätzt; am oberen Ende bildet sich ein weisser Silikat-Belag. Fluorit weist sich zudem durch seine oktaedrische Spaltbarkeit aus (Spaltoktaeder).

Vergesell­schaftung

Quarz, Calcit, Baryt, Galenit, Sphalerit, Pyrit, Dolomit, Siderit, Chalkopyrit, Arsenopyrit

Seltenheit

häufig anzutreffendes Mineral

Name nach

lat. fluere...fließen (wegen seiner Verwendung als Flußmittel bei Metallerschmelzung)

Autor(en) (Name, Jahr)

Napione, 1797

Bedeutung, Verwendung

Hüttenspat wird als als Flußmittel (Flux, daher der Name Flußspat) bei der Metallerschmelzung und bei der Reduktion von Mg, Zr und Be verwendet; Keramikspat wird zur Herstellung von Glas und Emaillen
Säurespat zur Herstellung von Fluor und Flusssäure verwendet.
In der Optik wird sehr reiner, heute gezüchteter, Fluorit für spezielle Linsen, meist im UV-Bereich, verwendet.
Weitere Anwendungsgebiete: Kunststoffe, Galvanotechnik, Holzschutzmittel, Zahnpflege, Insektizide,Isotopenanreicherung, Uran-(metall-)-herstellung, Alkylierung von Rohöl u.v.a.

Manipulation / Imitation

Bearbeitete, zurecht geschliffene und geäzte Formen siehe u.a. Fälschungen/GEOFA München 2009

Referenzen

Exner (1873) Härte an Krystallflächen, Wien, 31, 34.

Pockels (1889) Annalen der Physik, Halle, Leipzig: 37: 144, 372.

Martens (1901) Annalen der Physik, Halle, Leipzig: 6: 616.

Paschen (1901) Annalen der Physik, Halle, Leipzig: 4: 302.

Hintze (1912): 1(2B): 2384.

Goebel (1930) Konigliche Akademie der Wissenschaften, Vienna: 139: 373.

Holzgang (1930) Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen, Frauenfeld: 10: 374.

Obernauer (1932) Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paleontologie, Heidelberg, Stuttgart: 66: 89.

Iimori (1933) Science Papers Institute of Physics and Chemistry Res. Tokyo: 20: 189.

Matossi and Brix (1934) Zeitschrift für Physik, Brunswick, Berlin: 92: 303

Fluorite - The Collector's Choice. Extra Lapis - English No. 9 126pp.

Strunz Mineralogical Tables 9. Edition (2001) 153.

Umfassende Monographie und weltweite Vorkommen: Seroka, P.; (2001) Fluorit - Daten, Fakten, Weltweite Vorkommen

Lumineszenz:

George G. Stokes, On the Change of Refrangibility of Light, Philosophical Transactions of the Royal Society of London, 142 (1852) pp463-562; .pdf

Gaft M., Reisfeld R., Panczer G.: Luminescence Spectroscopy of Minerals and Materials, Springer Verlag; 2005.
Anm.: Das Buch ist erweitert bereits in 2. Auflage erschienen

Sils, J., Hausfeld, S., Clauß, W., Pahl, U., Lindner, R., & Reichling, M. (2009). Impurities in synthetic fluorite for deep ultraviolet optical applications. Journal of Applied Physics, 106(6), 063109.

Alonso, P. J., and R. Alcala. "Excitation spectra and fluorescent lifetime measurements of Mn2+ in CaF2 and CdF2." Journal of Luminescence 22.3 (1981): 321-333.

Singh, S. G., Sen, S., Patra, G. D., & Gadkari, S. C. (2015). Luminescence properties of CaF 2: Mn optically transparent ceramic. Journal of Luminescence, 166, 222-226.

Czaja, M., Bodył, S., Głuchowski, P., Mazurak, Z., & Strek, W. (2008). Luminescence properties of rare earth ions in fluorite, apatite and scheelite minerals. Journal of Alloys and Compounds, 451(1), 290-292.

Czaja, M., Bodył-Gajowska, S., Lisiecki, R., Meijerink, A., & Mazurak, Z. (2012). The luminescence properties of rare-earth ions in natural fluorite. Physics and Chemistry of Minerals, 39(8), 639-648

Xiaohong Yang, Jingjing Cao, Shanshan Hu. Hydrothermal Synthesis and Luminescence Properties of Monodisperse Spherical CaF2 and CaF2:Ln3+ (Ln = Eu, Tb, Ce/Tb) Microcrystals. International Journal of Materials Science and Applications. Vol. 5, No. 2, 2016, pp. 54-60.

Pote, S. S., Joshi, C. P., Moharil, S. V., Muthal, P. L., & Dhopte, S. M. (2013). Preparation of CaF2: U phosphor by solid-state metathesis reaction. International Journal of Self-Propagating High-Temperature Synthesis, 22(1), 37-40.

Sunta, C. M. (1984). A review of thermoluminescence of calcium fluoride, calcium sulphate and calcium carbonate. Radiation Protection Dosimetry, 8(1-2), 25-44.

S. Pradhan, A. (2002). Effect of heating rate on the responses of CaF2: Cu, CaF2: Tm, CaF2: Dy and CaF2: Mn. Radiation protection dosimetry, 100(1-4), 289-292.

Salah, N., Alharbi, N. D., Habib, S. S., & Lochab, S. P. (2015). Luminescence properties of CaF 2 nanostructure activated by different elements. Journal of Nanomaterials, 16(1), 5.

Calderon, T., Khanlary, M. R., Rendell, H. M., & Townsend, P. D. (1992). Luminescence from natural fluorite crystals. International Journal of Radiation Applications and Instrumentation. Part D. Nuclear Tracks and Radiation Measurements, 20(3), 475-485.

Schwinn, G., & Markl, G. (2005). REE systematics in hydrothermal fluorite. Chemical Geology, 216(3), 225-248.

Ausführliche Beschreibung

Farben und deren Ursachen

Blau

Fe3+ plus Fe2+ komplex mit Cu sowie kolloides Ca, auch Seltene Erden

Tiefblau

Kolloides Calcium

Violett

Kolloides Calcium

Braun

Gehalte an Mn2+, Mn3+, Th sowie organische Einschlüsse

Gelb

Fe und Seltene Erden, Eu2+, O3 sowie isomorphe Chlorbeimengungen

Gelbgrün

Y-/Ce-assoziierte Zentren

Grün

Kolloides Calcium, Fe2+ plus (Mn,Cr,Ni oder Cu), Sm2+,Sm3+

Orange

Mn2+

Rosa /Rot

Fe3+, Cr & Mn3+, YO2

Die grüne Farbe mancher alpiner Fluorite kann durch eingelagerten Chlorit hervorgerufen werde, auch die rosafarbenen Fluorite von der Göschener Alp sind, abgesehen von den farbgebenden Komponenten, durch Einschlüsse gefärbt.


Kristallformen

BILD:1206183763 BILD:1099699627
Hexaeder/Würfel {100}

BILD:1292179864 BILD:1110402714
Rhombendodekaeder {110}
mit Würfel {100}

BILD:1206184274 BILD:1110994809
Oktaeder {111}

BILD:1113653839 BILD:1104872969
Tetrakishexaeder {210}
Pyramidenwürfel

BILD:1206184333 BILD:1116070421
Kub'Oktaeder {100-111}

BILD:1206184403 BILD:1118397631
Hexaeder {100}
Tetrakishexaeder {310}

BILD:1206184477 BILD:1130314984
Oktaeder {111}
Rhombendodekaeder {110}

BILD:1206183911 BILD:1130315523
Rhombendodekaeder {110}

BILD:1206183835 BILD:1130315629
Skalenoeder {731}


Flußspat-Lagerstätten nach strukturmorphologischer Einteilung

Magmatische Abfolge

  • In Carbonatiten (Bsp. Palabora (Südafrika), Chilwa (Malawi, Amba Dongar (Indien), Okoruso (Namibia)
  • Pegmatitisch-pneumatolytisch (Bsp. Chibiny und Lovozero (Russland), Bancroft (Canada), Baltistan (Pakistan)
  • In Greisen (besonders in Sn-W-Lagerstätten)
  • Kontaktmetasomatisch (u.a. Skarne)
  • Hydrothermal

    • In Gängen (Bsp. Erzgebirge, Harz, Schwarzwald, Iglesias(Sardinien), Montroc(Frankreich))
    • In Klüften (Bsp. Schweizer Alpen, Polarural, Peru)
  • Metasomatisch

    • Mississippi-Valley-Typ (stratiforme, hohlraumförmige Lagerstätten (Bsp. Illinois-Kentucky-Flußspatprovinz; Penninen (England), Bleiberg (Österreich), Oberschlesien (Polen)
    • Mantos - Horizontal /Vertikal geschichtete Silikat-Skarn-Sulfidkörper in Kalksteinen (Bsp. mexikanische Flußspat-Lagerstätten)
    • Stockwerke - Schmale Trümmer, welche in verschiedenen Richtungen im Raum auf einem relativ kleinen Bereich dicht nebeneinander liegen (Schneiderhöhn, 1955)
  • In Ergussgesteinen (Bsp.vulkanische Trachyte, Provinz Roma (Italien)

Sedimentäre Abfolge (in Evaporiten, alluviale Trümmer, marine Sedimente)

Besondere Entstehung

IMA-Gruppenzuordnungen


 
 
CaF2
kubisch
Fm3m

 
 
PbF2
kubisch
Fm3m

 
 
SrF2
kubisch
Fm3m

Liste aktualisieren

Aktualität: 19. Oct 2017 - 21:35:08

Verwandte Mineralien "Strunz-Systematik" (9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem : Raumgruppe : Kristallklasse | Ordnungsnummer]

'Cerfluorit' (Var.v. Fluorit)

(Ca,Ce)F2+x

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.25

Fluorit

CaF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.25

Fluorocronit

PbF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.25

Frankdicksonit

BaF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.25

Strontiofluorit

SrF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.25

'Yttrofluorit' (Var.v. Fluorit)

(Ca,Y)F2+x

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.25

Verwandte Mineralien "Lapis-Systematik" [Mineral | Formel | Kristallsystem : Raumgruppe : Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Fluorit

CaF2

kubisch : m3m : Fm3m

III/A.08-010

Strontiofluorit

SrF2

kubisch : m3m : Fm3m

III/A.08-015

Frankdicksonit

BaF2

kubisch : m3m : Fm3m

III/A.08-020

Fluorocronit

PbF2

kubisch : m3m : Fm3m

III/A.08-022

Håleniusit-(La)

(La,Ce)OF

kubisch : m3m : Fm3m

III/A.08-025

Tveitit-(Y)

(Y,Na)6(Ca,Na,REE)12(Ca,Na)F42

trigonal : 3 : R3

III/A.08-030

Gagarinit-(Y)

NaCaY(F,Cl)6

hexagonal : 6/m : P63/m

III/A.08-040

Gagarinit-(Ce)

NaCaCeF6

trigonal : 3 : P3

III/A.08-045

Polezhaevait-(Ce)

NaSrCeF6

hexagonal : 6/m : P63/m

III/A.08-047

Laurelit

Pb7F12Cl2

hexagonal : 3m : P6

III/A.08-050

Coccinit

Hg2+I2

tetragonal : 4/mmm : P42/nmc

III/A.08-060

Verwandte Mineralien "Hölzel-Systematik" [Mineral | Formel | Kristallsystem : Raumgruppe : Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Sellait

MgF2

tetragonal : 4/mmm : P42/mnm

3.AB.100

Strontiofluorit

SrF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.130

Fluorit

CaF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.140

Fluorocronit

PbF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.150

Frankdicksonit

BaF2

kubisch : m3m : Fm3m

3.AB.160

Verwandte Mineralien "Dana 8. Classification" [Mineral | Formel | Kristallsystem : Raumgruppe : Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Fluorit

CaF2

kubisch : m3m : Fm3m

09.02.01.01

Frankdicksonit

BaF2

kubisch : m3m : Fm3m

09.02.01.02

Tveitit-(Y)

(Y,Na)6(Ca,Na,REE)12(Ca,Na)F42

trigonal : 3 : R3

09.02.01.03

Sellait

MgF2

tetragonal : 4/mmm : P42/mnm

09.02.02.01

Lawrencit

(Fe2+,Ni)Cl2

trigonal : 3m : R3m

09.02.03.01

Scacchit

MnCl2

trigonal : 3m : R3m

09.02.03.02

Rokühnit

Fe2+Cl2·H2O

monoklin : 2/m : C2/m

09.02.04.01

Sinjarit

CaCl2·2H2O

09.02.05.01

Antarcticit

CaCl2·6H2O

trigonal : 32 : P321

09.02.06.01

Cotunnit

PbCl2

orthorhombisch : mmm : Pnam

09.02.07.01

'Hydrophilit'

CaCl2 (?)

orthorhombisch : mmm : Pnnm

09.02.07.02

Eriochalcit

CuCl2·2H2O

orthorhombisch : mmm : Pbmn

09.02.08.01

Tolbachit

CuCl2

monoklin : 2/m : C2/m

09.02.08.02

Bischofit

MgCl2·6 H2O

monoklin : 2/m : C2/m

09.02.09.01

Nickelbischofit

NiCl2·6H2O

monoklin : 2/m : C2/m

09.02.09.02

Verwandte Mineralien "Hey's Classification" [Mineral | Formel | Kristallsystem : Raumgruppe : Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Fluorit

CaF2

kubisch : m3m : Fm3m

08.04.07

Varietäten

Antozonit

Varietät von Fluorit

Blauer John

Cerfluorit

Ce-haltiger Fluorit

Chlorophane

Ochsenauge

Rosafluorit

Yttrocerit

Yttrocerit hat Spuren von Seltenen Erden wie Yttrium und Cerium, die einen Teil des Calciums ersetzen. (Gahn & Berzelius, 1814)

Yttrofluorit

Yttrofluorit hat Spuren von Seltenen Erden wie Yttrium, die einen Teil des Calciums ersetzen. (Vogt, 1911)

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Fluorita

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Fluorita

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Fluorita

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Fluoritas

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Fluorite

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Fluorite

Französisch

Fluorite

Polnisch

Fluoryt

Niederländisch

Vloeispaat

alternativ genutzter Name

Chinesisch (Vereinfacht)

软水紫晶

Androdamant

Englisch

Bluejohn

Deutsch

Bruiachit

(Magadam, 1886)

Spanisch

Bruiachita

Bruiachite

Lateinisch

Calx fluorata

Cam

Cand

Französisch

Chaux fluatée

Französisch

Chaux fluatée

Chaux flutaée

(Franz., Hauy, 1801)

Choneuticit

Chrome-Fluorite

Cobra Stone

Crimson Night Stone

Derbyshire Spar

Spanisch

Espato fluor

Fetid Fluor

Fluate of Lime

Fluor

Lateinisch

Fluor mineralis Stolbergicus

Lateinisch

Fluor mineralis Stolbergicus

Fluor Spar

Fluorbaryt

(Hausmann, 1847)

Fluores

(Boetius de Boodt, 1609)

Fluoride of Calcium

Italienisch

Fluorina

Französisch

Fluorine

Fluorspar

Spanisch

Fluspat

Deutsch

Fluss

Flusse

Deutsch

Flußspat

Nach seinem Einsatzgebiet als Flussmittel (zur Schmelzpunkterniedrigung) in der Metallindustrie

Deutsch

Flußspath

Deutsch

Flusssaurer Kalk

Deutsch

Flussspat

nach neuer deutscher Schreibweise hier und da in Gebrauch

Englisch

Fusspat

Schwedisch

Glas-Spat

Deutsch

Glasspat

(Cronstedt, 1778)

Gunnisonit

(Clarke & Perry, 1882)

Deutsch

Hüttenspat

Kand

Deutsch

Keramikspat

Deutsch

Linsenspat

Liparite (of Glocker)

Lithophosphorus Suhlensis

Deutsch

Lysspat

Murrhina

Optischer Spat

Pseudonecerit

Pyroemerald

Pyrosmaragd

Deutsch

Ratofkit

(sediment. Fluorit v. Fluss Ratofka, Russland)

Deutsch

Säurespat

Deutsch

Smaragdfluss

South African Emerald

Französisch

Spath fusible

Französisch

Spath vitreux

Italienisch

Spato fluore

Lateinisch

Spatum vitreum

Gesteinsbestandteil von

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Hinweis

- Wichtiger Mineralbestandteil - Wichtig für die Klassifizierung des Gesteins.
- Akzessorium oder unbedeutendes Mineral - dieses Mineral ist verbreitet, bisweilen wesentlicher Bestandteil, aber nicht immer vorhanden.

Aktualität: 19. Oct 2017 - 21:35:08

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Quellangaben

  • Seroka, P.; 2001: Fluorit - Daten, Fakten, Weltweite Vorkommen. Weltweit umfassendste Fluorit-Monographie

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