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Galmei

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Galmei-Zapfen (Stalaktit)
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Galmei-Zapfen (Stalaktit)

sehr altes Stück einer seltenen Form des Zinkerzes Galmei; Fundort: Iserlohn, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: der Sauerländer 2006-03-26
Galmei
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Galmei

Stalaktitischer Galmei von Iserlohn

Sammlung: der Sauerländer
Copyright: der Sauerländer
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-02
Galmei
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Galmei

Für die Lokalität typische Ausbildung: zapfenförmiger "Galmei" (vermutlich Pseudomorphosen nach Calcit) mit schaligem Aufbau, begleitet von kuboktaedrischen Galenitkristallen. Alte, rund 85 mm brei...

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2010-09-17
Galmeierz
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Galmeierz

Galmeierz als erdige Masse,Iserlohn

Sammlung: der Sauerländer
Copyright: der Sauerländer
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-02
Galmei
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Galmei

mit Hydrozinkit; Galmei in dieser erdigen Form bildete in Iserlohn bis zu 40 Meter mächtige Lager; Fundort: Iserlohn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: der Sauerländer 2006-03-26
Galmei mit Smithsonit
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Galmei mit Smithsonit

Ewiggangrevier, Kienberg, Inzell, Oberbayern. B:24cm.

Sammlung: Mineralogisches Institut Uni Tübingen
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2012-04-20

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Bergm.- hüttm. Sammelbegriff für nicht-sulfidische (schwefelfreie) Zinkerze. Hauptsächlich sind dies Zinkspat (Zinkkarbonat) und Kieselzinkerz (Zinksilikat) bzw. Willemit. Abhängig davon, welcher der Erztypen jeweils dominant vertreten ist, spricht man von karbonatischem oder silikatischem Galmei.

Typischerweise ist Galmei ein durch Metasomatose entstandenes Sekundärerz. Galmei liegt meist in fester, stückig-kompakter Form vor (Felsgalmei), kann jedoch auch, abhängig vom Verwitterungsgrad, als erdige Massen (Mulm) auftreten (Erdgalmei). Letzterer ist meist zwar weniger rein, ließ sich jedoch ohne vorhergehenden Mahlvorgang zum Messingbrennen verwendet (römisches Messing).

Chemismus

IMA Status

nicht anerkannt

Mineralstatus

allgemeiner Name für etwas unbestimmtes

Lumineszenz-Eigenschaften

Farbe Langwelliges-UV (365nm)

gelblich weiß

Farbe KW-UV (254nm)

 

gelblich weiß

Nachleuchten (persistente Lumineszenz)

keine Daten

Tribolumineszenz

vorhanden

Ausführliche Beschreibung

Während im Raum Stolberg bei Aachen der Galmei überwiegend karbonatisch ausgebildet ist, bestanden insbesondere die tiefer liegenden Erzlager im Altenberg vorwiegend aus silikatischem Galmei. Im deutsch-belgischen Grenzgebiet war für Galmei der mundartliche Ausdruck Kelmis weit verbreitet, der sich auch in der Bezeichnung des im Gebiet des Altenberges gelegenen Ortes gleichen Namens widerspiegelt. Der französische Ausdruck Calamine wurde als international übliche Bezeichnung für Galmei übernommen. Entsprechend trägt der Ort Kelmis in der französischen Variante den Namen La Calamine.

Galmei war bereits zur Römerzeit (römisches Messing) und später auch zur Zeit der Kupfermeister unabdingbarer und einzig möglicher Grundstoff zur Herstellung von Messing. Bei dem damals üblichen Verfahren der Messingherstellung (Zementation) war der Einsatz von metallischem Zink nicht erforderlich, sondern Galmei konnte direkt als Zuschlagsstoff (zusammen mit Stück-Kupfer) eingesetzt werden.

Neben der relativ einfachen metallurgischen Verarbeitbarkeit ließ Galmei sich recht leicht abbauen, da er als typisches Sekundärerz (Metasomatose) in sehr geringen Tiefen bzw. direkt an der Oberfläche dort lagerte, wo der Gebirgskörper durch Störungen gelockert war. Bezogen auf das einzusetzende Kupfergewicht benötigte man bei der Messingherstellung ungefähr die doppelte Gewichtsmenge an Galmei, was generell dazu führte, dass die Messingstandorte an Galmei-Lagerstätten gebunden waren. Galmei wurde über lange Zeit nicht als Zinkerz erkannt, sondern galt als eine Art Farbstoff, der dem Kupfer eine goldgelbe Farbe verlieh (Zementation).


Entstehung

Die Bildung des Galmeis erfolgte durch Metasomatose (Umwandlung) der primär entstandenen Zinkblende (Schalenblende-Entstehung). Die ursprünglich entstandenen Primärerz-Lagerstätten (Schalenblende) gelangten, teilweise auch unterstützt durch allmähliche Hebung des Grundgebirges und dessen Abtragung, in den Einflussbereich von Verwitterungsmechanismen, die durch sauerstoffhaltige Wässer eingeleitet wurden (Oxydationszone). Unter Einbeziehung der chemischen Bestandteile des Nebengesteins wurde hierdurch über eine komplexe chemische Umsetzung die sulfidische Zinkblende zu Galmei umgebildet.

Da sich diese Umbildung auch auf die anderen Bestandteile der Schalenblende bezog, bildeten sich weitere Verwitterungsmineralien, welche in ihrer Gesamtheit als Sekundärerzparagenese bezeichnet werden.

Galmei wurde auch im Raum ( Iserlohn) über einen sehr langen Zeitraum abgebaut und begründete die Messingindustrie und den Reichtum der Stadt.


Weblinks

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Quellenangaben

Andere Sprachen

Englisch

Calamine

Deutsch

Galmei

alternativ genutzter Name

Galmeja

Galmey

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Deutsche Seiten

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