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Gips (Gypsum)

Bilder (867 Bilder gesamt)

Gips
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Gips

Größe: 3,9 x 3 x 1,3 cm, Fundort: Willow Creek, Nanton, Alberta, Kanada

Copyright: Dan Weinrich
Beitrag: thdun5 2010-05-24
Gips
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Gips (SNr: Car-Gips-4-1-2)

Bildhöhe 16 mm; farbloser, angeschmolzen wirkender Gipskristall aus der Cava Fantiscritti, Carrara, Italien.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-04-07
Gips
Aufrufe (Bild: 1266853280): 11226, Wertung: 9.17
Gips

Bildbreite: 4,5 mm; Fundort: In den Dellen (Bimsgrube Zieglowski), Mendig, Eifel, Deutschland

Copyright: Fred Kruijen
Beitrag: Hg 2010-02-22
Gips
Aufrufe (Bild: 1292799530): 6513
Gips

Größe: 10 cm; Fundort: Naica, Municipio Saucillo, Chihuahua, Mexiko

Copyright: Rock Currier
Beitrag: slugslayer 2010-12-19
Gips
Aufrufe (Bild: 1328387772): 3094, Wertung: 9.44
Gips (SNr: A02350)

Dicktafelige farblose Kristalle mit Brochantit, BB = 3,8 mm. Fundort: Kupferkammer, Hettstedt, Mansfeld Südharz, Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2012-02-04
Gips - Nadelige Kristalle
Aufrufe (Bild: 1195849230): 3482
Gips - Nadelige Kristalle

Steinbruch Petersberg (4.Sohle),Halle,Sachsen-Anhalt, D, Fund 07/2007;
Bildbreite: 1,8mm

Sammlung: Frank Schimak
Copyright: Frank Schimak
Beitrag: franksch 2007-11-23
Weitere Bilder

Sammler Zusammenfassung

Farbe weiß, farblos, durch Beimengungen auch alle anderen Farben möglich, dann meist nur getönt Strichfarbe: weiß Glanz: Glasglanz, Perlmuttglanz (Spaltflächen), Seidenglanz (Fasergips)
Mohshärte 1.5 - 2.0 Spaltbarkeit Bruch
Unbeständigkeit ++ HCl, + H2O, Ultraschallbad! Kristallsystem monoklin, I2/a Morphologie meist prismatisch-tafelig, auch linsenförmig gekrümmt

Zusatzangaben / Zusammenfassung

siehe auch > Mineralienportrait: Gips

Chemismus

Chemische Formel

CaSO4·2H2O

Chemische Zusammensetzung

Calcium, Sauerstoff, Schwefel, Wasserstoff

Masse der Formeleinheit: 172.172268 u; Anzahl Atome i.d. Formeleinheit: 12

Info

Empirische Formel:

CaSO4·2H2O

Element

Symbol

Masse%

Atome

Atome%

Atommasse (u)

Summe Masse (u)

Wasserstoff

H

2.34

4

33.33

1.0079470

4.0317880

Sauerstoff

O

55.76

6

50.00

15.9994300

95.9965800

Schwefel

S

18.62

1

8.33

32.0655000

32.0655000

Calcium

Ca

23.28

1

8.33

40.0784000

40.0784000

Analyse Masse%

CaO : 32.57, SO3 : 46.50, H2O : 20.93 (Ref: berechnet)

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

7.CD.40

7: Sulfate (Selenate, Tellurate, Chromate, Molybdate, Wolframate)
C: Sulfate (Selenate, etc.) ohne weitere Anionen, mit H2O
D:
40:Gips-Gruppe

Lapis-Systematik

VI/C.22-020

VI: SULFATE, CHROMATE, MOLYBDATE UND WOLFRAMATE
C: Wasserhaltige Sulfate, ohne fremde Anionen
22: Sehr große Kationen

Hölzel-Systematik

7.CE.210

7: Sulfate, Chromate, Molybdate, Wolframate, Tellurate
C: Sulfate (Selenate, etc.) ohne weitere Anionen, mit H2O
E: Sulfates, C large

Dana 8. Ausgabe

29.06.03.01

29: Hydrated Acid and Sulfates
06: Hydrated Acid and Sulfates where A XO4 · x(H2O)

IMA Status

Erstbeschreibung vor CNMNC-Gründung (1959), als Mineral meist anerkannt

Mineralstatus

anerkanntes Mineral

Optische Eigenschaften

Farbe

weiß, farblos, durch Beimengungen auch alle anderen Farben möglich, dann meist nur getönt

Strichfarbe

weiß

Opazität

transparent bis durchscheinend

Glanz

Glasglanz, Perlmuttglanz (Spaltflächen), Seidenglanz (Fasergips)

Lumineszenz

keine Fluoreszenz bekannt

max. Doppelbrechung

0.009

Max. Doppelbrechung\! Gips title=Max. Doppelbrechung Gips

Michel-Levy Diagramm in Abhängigkeit von der max. Doppelbrechung (bei 30μm). Die Farbe des Minerals wurde nicht berücksichtigt. Zum vergrößern der Darstellung oder zum ändern der Schichtdicke auf die Darstellung klicken.

RI-Wert α / ω / n

1.521

RI-Wert β

1.523

RI-Wert γ / ε

1.530

Ri-Durchschnitt

1.525

2V-Winkel

Biaxial (+) 58°

Infrarotspektrum

Kristallographie

Kristallsystem

monoklin

Kristallklasse

2/m

Raumgruppen-Nummer

15

Raumgruppe

I2/a

Gitterparameter a (Å)

6.285

Gitterparameter b (Å)

15.208

Gitterparameter c (Å)

5.678

Gitterparameter a/b oder c/a

0.413

Gitterparameter c/b

0.373

Gitterparameter α

90°

Gitterparameter β

114.8

Gitterparameter γ

90°

Z

4

Volumen (ų)

492.666

Röntgenstrukturanalyse

7.7(50),
4.30(100),
3.07(60),
2.88(60),
2.69(50),
2.48(20),
2.07(50),
1.88(20)

XRD-Darstellung Gips

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

meist prismatisch-tafelig, auch linsenförmig gekrümmt

Kristalle 3D

Größere Darstellung öffnen

Kristallstruktur 3D

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Physikalische Eigenschaften

Mohshärte

1.5 - 2.0

VHN (Härte n. Vickers)

32 (ungefähre Angabe abgeleitet aus der Mohshärte)

Dichte (g/cm³)

2.2 - 2.4

2.321 ( ρ calc. Mineralienatlas )

Radioaktivität

nicht bekannt

Unbeständigkeit

++ HCl, + H2O, Ultraschallbad!

Chem. Eigenschaften u. Tests

sehr weich, mit Fingernagel ritzbar, in Säuren kaum löslich, gibt beim Erhitzen im Reagenzglas Kristallwasser ab (gebrannter Gips ergibt im Ggs. zum Calcit mit Wasser keine Reaktion), ist härter als Talk, aber weicher als Calcit und Aragonit

Allgemeines

Vorkommen

Gips ist weltweit verbreitet; es sind über 4.000 Vorkommen bekannt. Wichtige Lagerstätten in Deutschland sind Osterode am südlichen Harzrand, bei Eisleben in Sachsen-Anhalt, Borken bei Kassel und im Segeberger Kalkberg, als Bestandteil der Grabfeld-Formation („Gipskeuper“) auch im Steigerwald, der Frankenhöhe und nördlich der Schwäbischen Alb, bei Fulda-Werra-Bergland, im nordhessisches Bergland, in Franken und Baden-Württemberg (vom Grabfeld über den Raum Iphofen bis nach Rothenburg o.d.T. und weiter nach Crailsheim - Schwäbisch Hall sowie im Neckartal). (Staatl. Geol. Dienste Deutschland)

In Österreich gibt es Lagerstätten in Preinsfeld bei Heiligenkreuz, Puchberg am Schneeberg, Wienern am Grundlsee, Spital am Pyhrn, Moosegg bei Golling, Abtenau und Weißenbach am Lech.

In der Lagerstätte Naica (Chihuahua, Mexiko) wurden Gips-Riesenkristalle von bis zu 15 Meter Länge entdeckt. Des Weiteren konnte Gips auch in Mineralproben vom Meeresboden der Barentssee (Arktischer Ozean), des Mittelatlantischen Rückens sowie außerhalb der Erde auf dem Mars (Juventae Chasma, Margaritifer Terra) nachgewiesen werden.

Bildungsbedingungen

Gips kann geologisch durch Auskristallisieren aus Calciumsulfat-übersättigtem Meerwasser entstehen, und zwar wegen seiner geringen Wasserlöslichkeit als erstes Mineral noch vor dem Anhydrit oder aber durch Hydratation von Anhydrit. Gips wird analog dem Salz in einem abgeschnürten Meeresbecken oder Binnensee, in dem die Zufuhr von Frischwasser über lange Zeit hinweg geringer ist als die Verdunstung, chemisch ausgefällt. Es wird angenommen, dass die heutigen Anhydritsteinvorkommen ursprünglich als Gipsschlamm abgelagert wurden. Erst mit zunehmender Überdeckung durch andere Gesteine wandelte sich der Gips durch Entwässerung in Anhydrit um. Der heute oberflächennah vorkommende Gipsstein ist durch erneute Wasseraufnahme des Anhydritsteins entstanden.

Man findet ihn aber auch als Verwitterungsprodukt sulfidischer Erze und in vulkanischen Schloten (sogenannte White Smoker), wo er durch Reaktion von austretender Schwefelsäure mit Kalkstein entstehen kann. Die natürlichen Lagerstätten sind meist mit Beimengungen versehen, die eine Parallelentwicklung bzw. aufeinanderfolgende Bildung verschiedener Minerale (Paragenese) begünstigen. So tritt Gips in Paragenese unter anderem mit Anhydrit, Aragonit, Calcit, Coelestin, Dolomit, Halit und Schwefel auf.

Kristalliner Gips in Tonen

Die Entstehung von kristallinem Gips in Tonen, sei es als Einzelkristalle, sei es als - ggf. rosenförmige - Aggregate von Einzelkristallen, beruht auf der Verwitterung von Pyrit oder Markasit zu Schwefelsäure und Eisensulfat. Die dabei frei werdenen Sulfationen reagieren mit dem Kalk des Tones. Da die Verwitterung und Sulfatbildung langsam stattfinden, findet auch das Kristallwachstum diffusionskontrolliert und langsam statt. Daher gibt es wenige größere anstatt vieler kleiner Kristalle. Der "nicht mehr vorhandene" Markasit kann durchaus in Form unscheinbarer Knollen von Jarosit oder ähnlichen ockerfarbenen Mineralen vorliegen. Manchmal, aber nicht immer, kristallisieren darauf sogar die Gipskristalle, manchmal gibt es Berührung mit einem unscheinbaren Knöllchen, manchmal sind die Kristalle auch völlig frei.

Vergesellschaftung

Bei der Bildung durch Übersättigung in Paragnese mit Karbonaten und Salze wie Halit.

Seltenheit

nicht wirklich selten, bis auf den hydrothermal entstandenen Gips.

Name nach

Der Name Gips stammt aus dem griechischen ( gýpsos ... Gips ).

Der Name Selenit kommt ebenfalls aus dem griechischen ( seléne...Mond ) (Erklärung nach Hey's Mineralindex: Selenite. Var. von Gips

Referenzen

Acta Crystallographica B38, 1074-1077.

Industrial and Engineering Chemistry 10 (1938), 481.

Groves, A.W. (1958), Gypsum and Anhydrite, 108 p. Overseas Geological Surveys, London.

Journal of Solid State Chemistry 85 (1990), 23.

Sarma, L.P., P.S.R. Prasad, and N. Ravikumar, Raman spectroscopy of phase transition in natural gypsum: Journal of Raman Spectroscopy (1998) 29, 851-856.

Zeitschrift für Kristallographie 215 (2000), 707.

Handbook of Mineralogy (Anthony et al.), 5 (2003), 271.

Australian Journal of Mineralogy 11 (2005), 35.

Bedeutung, Verwendung

wichtiger Baustoff zur Herstellung von Mörtel, Estrichen, Gussformen, z.B. in der Zahntechnik, Füllstoff für Papier und zur Herstellung von Schwefelsäure

Verwandte Mineralien "Strunz-Systematik" (9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Gips

CaSO4·2H2O

monoklin

I2/a

2/m

7.CD.40

Verwandte Mineralien "Lapis-Systematik" [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Bassanit

CaSO4·0.5H2O

monoklin

I2

2

VI/C.22-010

Gips

CaSO4·2H2O

monoklin

I2/a

2/m

VI/C.22-020

Rapidcreekit

Ca2(SO4)(CO3)·4H2O

orthorhombisch

Pcnb

mmm

VI/C.22-025

Ardealit

Ca2(SO4)(HPO4)·4H2O

monoklin

Cc

m

VI/C.22-030

Verwandte Mineralien "Hölzel-Systematik" [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Lecontit

(NH4,K)Na(SO4)·2H2O

orthorhombisch

P212121

222

7.CE.200

Gips

CaSO4·2H2O

monoklin

I2/a

2/m

7.CE.210

Related minerals "Dana 8. Classification" [Mineral | Chemical formula | Crystal system | Space group | Space Group | Indenture number]

Bassanit

CaSO4·0.5H2O

monoklin

I2

2

29.06.01.01

Kieserit

MgSO4·H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.02.01

Szomolnokit

Fe2+SO4·H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.02.02

Szmikit

MnSO4·H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.02.03

Poitevinit

Cu(SO4)·H2O

triklin

P1

1

29.06.02.04

Gunningit

(Zn,Mn)SO4·H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.02.05

Dwornikit

(Ni,Fe2+)SO4·H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.02.06

Cobaltkieserit

Co[SO4]·H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.02.07

Gips

CaSO4·2H2O

monoklin

I2/a

2/m

29.06.03.01

Bonattit

CuSO4·3H2O

monoklin

Cc

m

29.06.05.01

Rozenit

Fe2+SO4·4H2O

monoklin

P21/n

2/m

29.06.06.01

'Starkeyit'

MgSO4·4H2O

monoklin

P21/n

2/m

29.06.06.02

Ilesit

(Mn,Zn,Fe2+)SO4·4H2O

monoklin

P21/n

2/m

29.06.06.03

Aplowit

(Co,Mn,Ni)SO4·4H2O

monoklin

P21/n

2/m

29.06.06.04

Boyleit

(Zn,Mg)SO4·4H2O

monoklin

P21/n

2/m

29.06.06.05

Chalkanthit

CuSO4·5H2O

triklin

P1

1

29.06.07.01

Siderotil

Fe2+SO4·5H2O

triklin

P1

1

29.06.07.02

Pentahydrit

MgSO4·5H2O

triklin

P1

1

29.06.07.03

Jôkokuit

MnSO4·5H2O

triklin

P1

1

29.06.07.04

Hexahydrit

MgSO4·6H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.08.01

Bianchit

(Zn,Fe2+)(SO4)·6H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.08.02

Ferrohexahydrit

Fe2+SO4·6H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.08.03

Nickelhexahydrit

(Ni,Mg,Fe2+)(SO4)·6H2O

monoklin

A2/a

2/m

29.06.08.04

Moorhouseit

(Co,Ni,Mn)SO4·6H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.08.05

Chvaleticeit

(Mn2+,Mg)SO4·6H2O

monoklin

C2/c

2/m

29.06.08.06

Retgersit

NiSO4·6H2O

tetragonal, tetragonal

P41212, P43212

422, 422

29.06.09.01

Varietäten

Mondstein

Mondstein ist eine Varietät von Orthoklas oder Plagioklas mit blauweißem Schillereffekt. Die transparente Varietät Selenit (of Wallerius) von Gips wird ebenfalls als Mondstein bezeichnet

Selenit (Gips)

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siehe Alabaster als Gestein

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