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Stefan Schorn
Stefan Schorn

In einem Marmorsteinbruch im Nov. 2021 in Spanien

Brodi69

Mineralienatlas wurde 20 Jahre

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In den letzten 10 Jahren stand neben der Weiterentwicklung die Zusammenarbeit und die Zukunftssicherung im Vordergrund. Im Jahr 20 nach Gründung sind wir nun einen überfälligen und großen Schritt in diese Richtung gegangen.


Die „Geolitho Stiftung gGmbH“ wird neuer Träger des „Mineralienatlas – Fossilienatlas“ und der „Lithothek der Münchener Micromounter“.

Die Stiftung fördert die Volksbildung auf dem Gebiet der Mineralogie, der Lagerstättenkunde, Geologie, Paläontologie und des Bergbaus durch das Betreiben, den Erhalt und weiteren Ausbau geowissenschaftlicher Projekte.


Der Mineralienatlas - Fossilienatlas

erblickte am 1. Juni 2001 das Licht der Welt. Stefan Schorn, ein Computerfachmann, ist der Name seines Gründer-Vaters von Anfang an und ist bis heute die treibende Kraft.

Zuerst gab es ein einfaches Forum des Informations- und Meinungsaustauschs, welche durch das „Wiki-Prinzip“ mit gemeinschaftlichem Arbeiten an Dokumenten einen entscheidenden Durchbruch erlangte.

Die steigende Beliebtheit erbrachte Schwierigkeiten, die durch Kanalisation der Beitragsflut organisatorisch und technisch gemeistert wurde.

Es bildete sich eine Gruppe von Moderatoren und Administratoren, die aus folgenden aktiven Mitgliedern besteht:

Volker Annacker, Philip Blümner, Andreas Brand, Günter Frenz, Michael Gäbelein, Erik Hock, Conrad Linde, Diether Gräf, Stefan Koch, Oliver Schmitsberger, Stefan Schorn, Thomas Uhlig, Jürgen Wachsmuth, Frank de Wit Dazu kommen unzählige weitere Aktive mit unendlich vielen Beiträgen.

Vieles über die Geschichte des Mineralienatlas ist schon beim 10-jährigen Jubiläum gesagt und geschrieben worden und ist hier nachlesen.

Nach 20 Jahren ist der Mineralienatlas eine Institution geworden, die umfassendes Wissen über den gesamten Geo-Bereich vermittelt und mit deren Hilfe Sammler und Fachleute ihren Informationshunger und nahezu alle Daten z.B. von Mineralien, Gesteinen und Fossilien jederzeit abrufen können und Fragen nach allen Mineralien einer Fundstelle, oder allen Anatasen des Schwarzwaldes in Bruchteilen einer Sekunde abrufen kann. Eigenschaften eines bestimmten Minerals oder Literatur zu einem bestimmten Thema können ebenso schnell erhalten werden. Bestimmungen werden so stark erleichtert.

Alle bekannten Mineralien und deren Varietäten werden über mehr als 60.000 Namenseinträge aufgefunden. In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Abbildungen von 70.000 auf über 200.000 angestiegen. Die Anzahl der Fossilieneinträge stieg auf über 300.000. Die Anzahl der Gesteine stieg auf über 2000. Die Anzahl der Lokalitäten erhöhte sich auf über 50.000 und die Anzahl der registrierten Nutzer auf mehr als 9000. Ende 2020 verzeichneten wir über 1,9 Mio. Besucher im Jahr mit über 7 Mio. eindeutigen Seitenansichten. Es hat sich auch viel im Hintergrund getan. Neue Server und zahlreiche Aktualisierungen sichern die zukünftige Nutzbarkeit.


Die Lithothek der Münchener Micromounter

entstand in etwa zur gleichen Zeit wie der Mineralienatlas. Grundgedanke war die Frage, was denn aus den Sammlungen der immer älter werdenden Mitglieder werden solle, wenn diese einmal nicht mehr sind. Der Gedanke, eine Sammlung könne einer Gruppe gehören und nicht einem Einzelnen, war vielen befremdlich. Nach dem Motto, „jeder darf, niemand muss mitmachen“ konnten aber genügend Gruppenmitglieder von der Idee überzeugt werden, dass die Fürsorge einer Gruppe mehr Sicherheit bedeutet als das Schicksal eines einzelnen Sammlers.

Im Jahr 2001 wurde damit begonnen, die Sammlungen der Mitglieder Dorothea Kulicke, Erwin Schuhbauer, Manfred Seitz und Peter Köhlen mit ihren besten Stücken in die Lithothek zu übernehmen. Dazu kamen viele Stufen von Klaus Fleck, der aus dem Mineralienhandel aussteigen wollte und seinen gesamten Bestand an Handelsware den Münchener Micromountern schenkte. Der Gedanke verbreitete sich schnell auch außerhalb der Arbeitsgruppe Micromounter und stieß auf ein positives Echo. Das vielleicht beste Beispiel hierfür ist der inzwischen verstorbene Klaus-Dieter Bausch, der eigens nach München kam, um seine Sammlung samt Fotos in die Lithothek einzubringen.

Die Lithothek ist ein Erfolgsmodell, von der ersten Stunde an und bis heute. Nicht nur, dass die Sammlung stetig wächst, quantitativ und qualitativ. Im „Stufenheim“, einem Apartment, das der Arbeitsgruppe kostengünstig zur Verfügung steht, treffen sich Mitglieder der Arbeitsgruppe regelmäßig mehrmals in der Woche, um an der Sammlung zu arbeiten und soziale Kontakte zu pflegen. Heute, im Jahr 2021, umfasst die Sammlung mehr als 53.000 Stufen von über 7.000 Fundstellen weltweit. Über 400 Partner haben zum Sammlungsbestand beigetragen, zumeist als Schenkung. Über 3.600 unterschiedliche, von der IMA anerkannte Mineralarten sind vorhanden.

Eine Sammlung muss sorgfältig dokumentiert werden. Die Lithothek verwendete hierfür von Beginn an das von Friedel Pfeiffer entwickelte Datenbanksystem MDAT-COLL. Die Pflege von MDAT-COLL wurde vor wenigen Jahren eingestellt. Würde ein zukünftiges Betriebssystem das Dokumentationssystem der Lithothek nicht mehr als kompatibel erkennen und akzeptieren, dann wäre der Wert der gesamten Sammlung in Frage gestellt. Es besteht also Handlungsbedarf.


Geolitho, ein Sammlungsverwaltungskonzept der kommenden Generation

In dieser Situation präsentierte Stefan Schorn unter dem Namen Geolitho eine Nachfolgelösung für die Dokumentation nicht nur der Lithothek, sondern auch anderer Sammlungen. Geolitho ist nicht nur ein Ersatz für die bisherige Sammlungsverwaltung, sie bietet ganz neue Möglichkeiten: So können beliebig viele Anwender gleichzeitig und ortsunabhängig Einblick in die Lithothek nehmen und (bei Vorliegen entsprechender Berechtigungen) den Sammlungsbestand verändern. Endlich lässt sich der schon lange gehegte Wunsch realisieren, Paten für bestimmte Sammlungsgebiete zu benennen, die von zu Hause aus an der Lithothek arbeiten und diese verbessern können.

Schon seit Jahren arbeiten Lithothek und Mineralienatlas eng zusammen. Über 10.000 Sammlungsstufen aus der Lithothek sind im Atlas als Fotos dokumentiert. Durch Geolitho gewinnt diese Zusammenarbeit eine neue Qualität. Die für die Dokumentation der Sammlung erforderlichen Stammdaten werden dem Atlas entnommen, die Fundstellensituation der Lithothek wird mit der des Atlas synchronisiert.


Die Geolitho Stiftung gGmbH

Standen in den vergangenen Jahren der weitere Ausbau des Atlas und seiner Funktionalität einerseits, die Erweiterung der Lithothek andererseits im Vordergrund, so wird jetzt und in Zukunft mehr und mehr die Zusammenarbeit zwischen den geowissenschaftlichen Vorhaben und ihre Absicherung in der Zukunft von Bedeutung sein.

Auf Wunsch des Betreibers wird der Mineralienatlas von ihm gelöst und in eine Stiftung überführt. Die Größe und Qualität beider Projekte ist mit jeweils einem „Ein-Mann-Betrieb“ in Verantwortung und Umfang nicht mehr zu schultern und daher entstand die Geolitho Stiftung gGmbH. Aufmerksamen Atlas-Besuchern wird schon seit langem aufgefallen sein, dass zahlreiche Beiträge der bisherigen Lithothek schon Eingang in den Mineralienatlas gefunden haben.

Die „Geolitho Stiftung gGmbH“, beurkundet am 14.09.2021, wird sich fortan um den Erhalt und Betrieb des Mineralienatlas kümmern. Gegründet zur Förderung geowissenschaftlicher Projekte kümmert sich die Stiftung neben dem Mineralienatlas auch um die „Lithothek der Münchner Micromounter“ und deren neu entwickelte Sammlungsverwaltung „Geolitho“.

Die gemeinnützige Stiftung finanziert sich durch Spenden, Verkäufe überschüssigen Sammlungs-Materials, Werbeeinnahmen und weiteren Geschäftsfeldern. Alle Einnahmen werden verwendet, die geförderten Projekte zu unterstützen und weiter voran zu treiben. Wenn nötig werden hierzu Auftrage erteilt.


Zukünftig mögliche Projekte

Im Augenblick betreibt und fördert die gGmbH die drei Projekte Mineralienatlas, Lithothek und Sammlungsverwaltung. Sie ist aber offen für weitere Projekte, die geeignet sind, das Gesamtvorhaben abzurunden.

So wären eine Gesteins- und eine Fossiliensammlung vorstellbar, die ähnlich der Lithothek für die Welt der Mineralien einen physischen Background für diese Wissensgebiete beisteuern. Es wäre erstrebenswert, den Atlas und die Lithothek als Plattform für wirkliches Referenzmaterial zu nutzen. Dies würde voraussetzen, dass die einzelnen Mineralarten in der Lithothek mit aussagefähigen Analyseunterlagen wissenschaftlich belegt werden. Die IMA beschäftigt sich seit einigen Jahren nicht mehr mit Schlackenmineralien. Hier liegt ein Thema brach, das dringend bearbeitet werden sollte.

Viele andere Ideen sind vorstellbar. Viele davon werden nicht verwirklicht werden. Aber:

Visionen von heute sind die Realität von morgen

Und übermorgen bereits Vergangenheit


Danksagung

Neben unseren Moderatoren und Administratoren, dem Rückgrad des Mineralienatlas, möchte ich allen Danken die uns in den 20 Jahren mit Rat und Tat unterstützt haben. Ich hoffe Ihr seht diesen Schritt ähnlich positiv wie ich. Lasst uns gemeinsam noch viele Jahrzehnte mit Freude dieses schöne Hobby ausüben. Ich danke auch all unseren Gästen die Ihr Interesse mit Fragen und auch einfach nur durch Ihren Besuch bekundet haben.

Dann werden wir mal die nächsten 20 Jahre angehen

Glück Auf Stefan

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Die Spende kann in Deutschland von der Steuer abgesetzt werden. Hier findet Ihr Hintergrund-Informationen zu den Spenden.


Stand: 23.11.2021


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