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Smaragdkristall von Muzo, Kolumbien
Größe: 15 x 19 mm
Foto: Dan Weinrich

Beryll

Smaragd

Englisch: Emerald; Französisch: Emeraude; Spanisch: Esmeralda



Smaragd

Geschichte und Namensherkunft

Das Wort Smaragd stammt ursprünglich vom griechischen Smaragdos (σμάραγδος) und wurde im Lateinischen als Smaragdus entlehnt, wenngleich dieser Begriff für unterschiedliche grüne Mineralien angewendet wurde. Auch das Sanskrit-Wort Marakata ist mit dem griechischen Smaragdos verwandt, bzw. von diesem entlehnt. Dabei benutzten die alten Inder, je nach der Eigenschaft des Steines, elf Namen für den Smaragd, wobei der vierte Begriff Acmagarbhaya, d.h. aus dem Schoß des Felsens stammend, eine gewisse Identität zu Smaragd aufweist. Es ist jedoch anzunehmen, dass der Ursprung des Wortes semitisch ist, resp. akkadisch Barraqtu, d.h. glänzender Stein, oder hebräisch Bareqet (von baraq, d.h. blitzen).

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Zubara-Gruben im Wadi Sikait, östliche Wüste - die ältesten Smaragdminen der Welt
Foto: Public Domain

Der erste nachweisbare Bergbau auf Smaragde fand im 13. Jh. v.Chr. in Ägypten statt. Die Zubara-Gruben (Sabara), die Smaragdminen der Kleopatra im Wadi Sikait (Plinius erwähnt diese Gruben als in der Nähe von Croptos) belieferten das damalige antike Europa, Persien, das osmanische Reich und die indischen Mogule mehr als tausend Jahre mit dem wertvollen Edelstein. Der arabische Geschichtsschreiber Mohammed Ben Mansur beschreibt im 13. Jh. die ägyptischen Gruben an der Grenze zum Land der Neger, welches jedoch zu Ägypten gehörte, wo die Smaragde aus Talk und roter Erde ausgegraben wurden. Es wird angenommen (De Laet), dass die Zubara-Gruben Smaragde bis ins 17. Jh. lieferten.

Einer der zwölf Steine der Brustplatte des Pentaeuch, welche die Stämme Israels symbolisieren, war ein Smaragd. Polykrates trug einen Smaragdring, den er den Göttern aus Furcht vor übermäßigem Glück opferte. Die alten Hebräer glaubten, dass eine Schlange blind würde, wenn man ihre Augen auf einen Smaragd fixierte. Der römische Kaiser Nero trug der Legende zufolge ein Monokel aus geschliffenem Smaragd, was jedoch neuerer Deutung zufolge eher eine Art Sonnenbrille als eine Sehhilfe war. Plinius beschrieb bereits in seiner "Historia naturalis" die schönen Smaragde aus dem Land der Skythen, was auf die berühmten Smaragde an der Tokavaya im Ural hindeutet, welche offiziell jedoch erst 1830 entdeckt wurden. Andererseits benutzte Plinius das Wort Smaragdus für 12 verschiedene grün gefärbte Steine, worunter auch Malachit, der schon viel früher aus dem Ural bekannt war, und grüne Imitationen aus Glas zu verstehen waren. Derselbe Plinius beschrieb u.a. Rezepte, wie man Quarz behandeln sollte, um damit Smaragd zu imitieren und, wie er schrieb, was weitaus lukrativer sei als alles andere. Auch Seneca beschrieb ein ähnliches Verfahren. Schon die Römer sollen im Habachtal geschürft haben. Ornamente mit Smaragden wurden in Rom, Pompeii und Herkulaneum ausgegraben.

Die Tiara von Pabst Julius II. (1503-1513) enthielt einen ca. 2,5 cm großen Smaragd, welcher wahrscheinlich in Äthiopien gefunden wurde.

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Zeitgenössische Darstellung eines Smaragdkristalls aus Peru
Meyers Konversationslexikon 1898

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Mit Smaragden ausgelegter Griff eines Degens von Zar Alexander II., Russland
Bildarchiv: Collector

Im Zuge der Eroberung Südamerikas im 16. Jh. lernten die spanischen Konquistadoren, dass es bereits einen lebhaften Smaragdhandel zwischen Kolumbien, Chile und Mexiko gab. Im von den Spaniern eroberten Mexiko fand man einen Smaragd, welcher als Pyramide geschliffen wurde und der eine Grundfläche so groß wie eine Handfläche hatte. Andere Smaragde wurden oft zu ungewöhnlichen Formen verarbeitet. Die Azteken schnitten Smaragde zu Blüten, Fischen und anderen phantastischen Gebilden. Im Manka-Tal in Peru verehrten die Menschen einen Smaragd von der Größe eines Straußeneies, welcher jedoch von Pizarro und seinen Begleitern zerschlagen wurde, um viele kleine wertvolle Steine zu erhalten. Was die spanischen Eroberer, zuvorderst Francisco Pizarro und Jimenez Quesada, nicht wussten war, dass all diese verehrten und wertvollen Smaragde im Inka- und Aztekenreich aus Muzo in Kolumbien stammten und schon lange vor der Eroberung Südamerikas durch die Spanier bekannt waren.

Mit der Erbeutung der kolumbianischen Muzo-Gruben Ende des 16. Jh. wurde der europäische Handel von der bisherigen ägyptischen Lieferquelle unabhängig, blieb jedoch nun in spanischer Hand. Nach der Entdeckung dieses bedeutenden Vorkommens waren die Edelsteine in Europa keine Seltenheit mehr und bei Juwelieren und Edelsteinschleifern hoch begehrt. Um 1580 waren die Mengen an Smaragden so groß, dass sie in Kisten verschifft wurden. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung spanische Smaragde. Die Annahme, dass es peruanische oder mexikanische Smaragde gab, rührt daher, dass die eroberten Gebiete zwischen Panama und dem Süden Südamerikas im Jahr 1532 zum Vizekönigreich Peru ernannt wurden und Waren aller Art, welche nach Europa gelangten, als peruanisch bezeichnet wurden. Die damalige Bezeichnung für Kolumbien war "Neu-Granada".

In einer Kirche in Bogotá befindet sich eine mit 1485 Smaragden besetzte Monstranz von mehreren Mio. Dollar Wert. Ein im Jahr 1641 aus einem kolumbianischen Smaragdkristall vom berühmten italienischen Steinschneider Dionisio Miseroni geschnittenes Gefäß ist 10,9 cm hoch, 8,5 cm lang und 7,2 cm breit, goldemailliert, wiegt 2.680 Karat und stammt aus dem Besitz der Habsburger. Der Großherzog von Florenz soll für dieses Gefäß drei Tonnen Gold geboten haben. Es befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Es ist bemerkenswert, dass es trotz der gewaltigen Mengen hochwertiger Smaragde kaum ein Schmuckstück oder ein Kronjuwel in Spanien gibt, welches von Smaragden geziert wird. Es scheint, dass die Spanier damit zufrieden waren, Smaragde gegen Gold an die Herrscherhäuser in Ägypten, Persien und Indien zu verkaufen, wovon u.a. der Schatz der persischen Schahs zeugt, welcher die wohl beste Suite feinster Smaragde enthält.

Auch die Reichen des 17. bis 18. Jh. schätzten schöne Smaragde. Schmuckgarnituren von Maria Theresia (Wien), August dem Starken (Dresden), diversen Zaren und deren Frauen und Töchtern (Moskau) sowie die Sultansschätze im Topkapi-Palast (Istanbul) zeugen davon. Smaragd in Verbindung mit Eisen und dem Planeten Mars war ein Talisman des 17. Jh., mit welchem man große Macht erringen konnte (Pierre de Seudalupis; Sympathia septem metallorum; Paris 1610).

Die erste Smaragdsynthese gelang der damaligen I.G. Farben in Bitterfeld im Jahr 1935. Erste schleifwürdige Smaragde gelangten als Igmerald (aus I.G. und Emerald) auf den Markt.

Bis zum 20. Jh. lieferte Kolumbien die größte Menge hochwertiger Smaragde und es war erst in den 1960er Jahren, als die ersten Vorkommen in Brasilien und Zambia exploriert wurden. Heute liefert Brasilien die größte Menge an Steinen, wenngleich die Qualität der brasilianischen Smaragde bei weitem nicht an die der kolumbianischen heranreicht. Der überwiegende Teil des brasilianischen Materials geht nach Indien, wo es zu Smaragdkugeln und Perlen verarbeitet wird. Andere Exportländer sind Zambia, Zimbabwe, Madagaskar, Afghanistan, Pakistan, Russland, Australien, Norwegen und die USA, vorwiegend North Carolina. Die zambischen Smaragde sind die einzigen, welche qualitativ an die kolumbianischen Smaragde herankommen, obwohl die Qualität aus Kolumbien bis heute unerreicht ist.


Woher kamen die alten Smaragde?

Smaragde gehören zu den wertvollsten Edelsteinen der Welt und tragen zur Geschichte der Menschheit bei. So ist es nicht verwunderlich, dass so mancher Besitzer, sei es ein Museum oder eine private Person, wissen möchte, woher sein Stein stammt - ob er gallo-romanisch ist, aus einer versunkenen Galeone kommt oder aus den Gruben im Ural. Für Ethnologen ist es zudem von Bedeutung zu wissen, wie und auf welchen Handels- und Transportwegen ein Smaragd von einem Punkt zum anderen gelangt ist. Hierzu gelang es einem Team französischer Forscher (Giuliani et. al., 2000), ein äußerst Material schonendes wissenschaftliches Verfahren zu entwickeln, welches Antworten auf die oben gestellten Fragen gibt. Diese Technik benutzt stabile Sauerstoffisotope, welche sich im Smaragd befinden und sich gewöhnlich durch Gleichförmigkeit auszeichnen, wobei jedoch einige Isotopen etwas schwerer sind, d.h. ein oder zwei zusätzliche Neutronen im Kern haben und sich dadurch geringfügig von den leichteren unterscheiden. Z.B. hat Wasser, welches aus dem Meer evaporiert, mehr leichte Isotope als das Wasser, welches zurückbleibt. Aus dem evaporierten Wasser bildet sich Regenwasser, welches nun aus einer Mischung leichter und schwererer Isotope besteht.

Ein ähnliches Mischungsverhältnis leichter und schwerer Sauerstoffisotope besitzen Smaragde aus unterschiedlichen Vorkommen. Die französischen Geochemiker haben die Werte für Smaragde vieler Lagerstätten gemessen und diese dann mit Werten von Steinen verglichen, deren Herkunft unbekannt war. Sämtliche Untersuchungen konnten zerstörungsfrei durchgeführt werden.

Die Ergebnisse waren teilweise überraschend. So stellte man fest, dass die Smaragde der französischen Krone aus dem Habachtal in Österreich kamen und dass ein Smaragd in einem gallo-romanischen Ring aus dem pakistanischen Swat-Tal stammt und etwa 500 Jahre v.Chr. gefertigt wurde. Bisher nahm man an, dass derart alte Smaragde nur aus Ägypten oder Österreich kamen. Mittels der neuen Untersuchungen kann man nun bezeugen, dass der Handel mit Rom auch über die Seidenstrasse ging. Ein Smaragd aus einem indischen Schmuckstück kam ursprünglich aus Kolumbien und zeigt, dass Edelsteine schon im 17. Jh. vom Westen in den Osten gelangten. Es wird daran gearbeitet, ähnlich Untersuchungsverfahren auch für Rubine und Saphire zu entwickeln.

Echte und unechte Smaragde

Smaragd ist eine Beryll-Varietät. Die typisch intensive grüne Farbe entsteht durch Chromionen. Sehr helle, gelblich-grüne Berylle, welche nicht durch Chrom, sondern durch Eisen oder Uranverbindungen gefärbt sind, sind keine Smaragde, sondern werden, sofern sie die gemmologischen Eigenschaften besitzen, als eigenständige Varietäten betrachtet. Bestimmte dunkel- bis selbst smaragdgrüne Berylle aus Pakistan, Afghanistan, Brasilien, Nigeria, Vietnam, Madagaskar und Australien werden als Smaragde bezeichnet, sind dies jedoch nicht, da ihnen das farbgebende Chrom fehlt. Sie enthalten vielmehr Vanadium in Form von V3+, welches das Aluminium des Beryll ersetzt. Weitere Informationen dazu sind im Kapitel Vanadium-Beryll aufgeführt.

Es gibt, diskussionsgeführt von den beiden bedeutendsten Edelsteinautoritäten, dem GIA (Gemological Institute of America) und der Gem-A (Gemological Association of America), eine starke Kontroverse, ob grüner Beryll, dessen Farbe durch Vanadium hervorgerufen wird, ein Smaragd ist. Das GIA hält Vanadium-Berylle für Smaragde, die Gem-A nicht. Bis vor ungefähr 40 Jahren hat kein Mensch Vanadium-Beryll für Smaragd gehalten, ungeachtet der bekannten Lagerstätten in Pakistan und Afghanistan.

Zur Unterscheidung von Smaragd und Vanadium-Beryll, wurde în den 1930er Jahren der sogenannte Chelsea-Filter entwickelt, um Chrom in sibirischen und kolumbianischen Smaragden zu entdecken. Unter diesem Filter erscheint der Smaragd rot, während der Vanadium-Beryll inert bleibt.

In den frühen 1960er Jahren wurden größere Vorkommen von Vanadium-Beryll in Brasilien entdeckt. Sehr zum Verdruss der Bergleute und Händler weigerte sich die Schmuckindustrie, dieses Material als Smaragd anzuerkennen, da das Mineral kein Chrom enthielt. Im Jahr 1963 veröffentlichte das GIA seinen ersten Laborbericht, in welchem es durch Vanadium grün gefärbte Berylle als Smaragde identifizierte. Darauffolgend, bis heute, lehrt das GIA, dass Vanadium-Beryll Smaragd sei. Dies ist jedoch von der gesamten einschlägigen Schmuckindustrie nicht anerkannt worden und ist bis heute ein "Open Issue".

Gewöhnliche grüne Berylle sind weder Smaragd noch Heliodor, sondern schlichtweg Beryll.

Chelsea-Filter

Als Chelsea-Filter wird ein dichromatischer Filter bezeichnet, mit welchem man farbige Steine untersuchen und identifizieren kann. Dieser Filter wurde 1934 im Gem Testing Laboratory der Londoner Industrie- und Handelskammer von Anderson und Payne entwickelt. Der Filter erlaubt die Übertragung von sowohl tiefroten 690 nm als auch gelbgrünen 570 nm Linien, was in etwa den Emissions- und Absorptionscharakteristika von Smaragd entspricht (starke Linien bei 685 nm, 680 nm, 640 nm; Band im Zentrum bei 600 nm und Linien bei 477,5 und 472,5 nm). Ursprünglich wurde der Filter dazu benutzt, echte von unechten Smaragden bzw. von Glas, Turmalin, Peridot etc. zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist möglich, weil chrom- und vanadiumfreie Smaragde (mit geringfügigem Eisen) eine rote Fluoreszenz aussenden, sobald sie mit weißem Licht stark beleuchtet werden. Bei dieser Betrachtung erscheinen Smaragde durch die Absorption von Gelbgrün auffallend rot oder rosarot, wobei die Färbung blasser Steine eher hellrosa und dunklerer Steine fast rubinrot ist. Jedoch - bestimmte Smaragde von Südafrika zeigen keinerlei rosarote Reaktionen und manche synthetischen Smaragde reagieren genauso wie echte Steine, wenngleich die rote Farbe bei künstlichen Smaragden meist glänzender als bei natürlichen ist. Insofern ist der Chelsea-Filter zwar ein brauchbares Instrument bei oberflächlichen Untersuchungen meist größerer Mengen von Steinen, jedoch kein brauchbarer Filter, um genaue Analysen durchzuführen.

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Geschliffener, ca. 4 mm großer
Trapiche-Smaragd von Peñas Blancas
Foto: Public Domain

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Trapiche-Smaragd von Peñas Blancas
Größe: 1,7 x 1,4 cm
Foto: Rob Lavinsky

Trapiche-Smaragde und Katzenaugen-Smaragde

Wenige kolumbianische Smaragde zeigen einen sechsarmigen Stern, bzw. die Form eines Wagenrades mit Speichen, welcher als Trapiche bezeichnet wird. Dieses ist nicht mit Asterismus zu verwechseln, ebenso handelt es sich nicht um Zwillinge. Trapiche-Smaragde sind eine Parallelverwachsung von sechs prismenförmigen Smaragdkristallen um einen zentralen Kristall. Die Zwischenbereiche sind mit feinstkörnigem Albit gefüllt. Dies ist eine verunreinigte Ausscheidung, welche auf inhomogenes Kristallwachstum zurückzuführen ist. Trapiche-Smaragde sind nur von Muzo und von der Mina Peña Blanca (Peñas Blancas) im Vasquez-Yacopi Bergbaugebiet, Provinz Boyacá in Kolumbien bekannt.

Ganz selten sind Katzenaugen-Smaragde. Ein optisches Phänomen, welches durch eine feinstfaserige Struktur ausgelöst wird (Chatoyance).

Anmerkung: Es gibt auch Trapiche-Morganite (kurzprismatisch mit Pinakoid), welche weltweit einmalig in der Grube Palelni, nahe des Dorfes Khetchel bei Molo im Bezirk Mogeik in Myanmar gefunden wurden. (Quelle: http://www.crystal-treasure.com; 2007)


Pseudomorphosen

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Smaragd pseudomorph nach einer
fossilen Schnecke
El Dimante, Gachalá, Candinamarca
Kolumbien
Foto: Fabre Minerals

Zu den seltensten Ausbildungen gehören Pseudomorphosen von Smaragd nach fossilen Muscheln, welche aus dem Bereich der Lagerstätten in Kolumbien bekannt sind.

Einschlüsse und Jardines

Smaragdkristalle sind sehr oft durch Einschlüsse getrübt und rissig. Wasserklare und fehlerfreie Kristalle sind extrem selten und gehören seit jeher zu den teuersten Edelsteinen - oft teurer als die besten Diamanten.

Die häufigsten Einschlüsse in Smaragden sind Flüssigkeiten und Fissuren. Fissuren - gewöhnlich als gefiedert oder wolkig bezeichnet - sind winzige Frakturen, welche einen Kristall komplett durchziehen. Diese Fissuren mindern nicht nur den Wert eines Smaragdes, sondern sind oft auch Ursache für die Brüchigkeit der Kristalle. Flüssige Einschlüsse sind entweder salzhaltig und/oder gasförmig-liquid. Diese Art der Einschlüsse sind entweder ein-, zwei- oder dreiphasig, abhängig von dem jeweiligen Material, welches im Einschluss enthalten ist. Flüssigkeits- und/oder Gaseinschlüsse sind wie Fingerabdrücke und ermöglichen es, die Herkunft eines Kristalls zu bestimmen. Zum Beispiel kolumbianische Smaragde, welche dreiphasige Einschlüsse aus Flüssigkeit, Gasblasen und Halit haben, seltener auch winzige Smaragd-Tropfen (s.u. > Muzo).

Der Ausdruck Jardines (franz.: Gärten) ist eher romantisch und wird von Steinschleifern und Juwelieren für Einschlüsse gebraucht, welche charakteristisch wie Pflanzen oder Blätter aussehen.


Die größten und die berühmtesten Smaragde

Der bisher größte bekannte Smaragdkristall mit 16.300 Karat Gewicht wird, streng bewacht, im Topkapi-Museum in Istanbul aufbewahrt. Die größten in Kolumbien gefundenen Kristalle haben ein Gewicht von 1.796 bzw. 1.482 Karat. Das Originalgewicht des Kristalls, aus welchem das weiter oben beschriebene Gefäß der Habsburger geschnitten wurde, ist unbekannt. Angesichts des Gewichtes von über 2.000 Karat dürfte der ursprüngliche Kristall ungefähr das Doppelte gewogen haben.

Der Mogul-Smaragd aus dem Jahr 1695 wiegt 217 Karat, der Smaragd Patricia 632 Karat. Beide Steine stammen aus Kolumbien. Weitere Vorkommen großer Kristalle waren am Fluss Takowaya im Ural, mit Längen bis 40 cm und einer Dicke bis 25 cm, und bei Stony Point im Alexander County in North Carolina, USA anzutreffen.(Quelle: Brockhaus, 1894-1896; 14. Aufl., Band 63, S. 1043)

Historische Berühmtheit erlangten auch Fälschungen. So der Riesensmaragd des Klosters Reichenau und das sogenannte "Heilige Gefäß", früher in Genua, seit 1806 in Paris.

Künstliche Smaragde

Künstliche Smaragde können seit 1935 durch unterschiedliche Kristallzüchtungsverfahren hergestellt werden, wobei die meisten synthetischen Kristalle heute mittels des Hydrothermalverfahrens und durch Züchtung aus schmelzflüssiger Lösung entstehen. Die farbgebenden Komponenten variieren von Hersteller zu Hersteller.

Hersteller

Verfahren

Farbkomponenten

Chatham (1946)

Flux-melt

Cr

Igmerald (1935)

Hydrothermal

Cr, Ni (+ Fe)

Gilson (1963)

Flux-melt

Cr,Ni (+ Fe, Cu, V)

Ikoceria

Flux-melt

?

Symerald (1960)

Farblose Berylle oder Topase, mit Smaragd überwachsen

Cr

Hydrothermalverfahren

Das ursprüngliche Hydrothermalsystem wurde 1928 von Nacken für die Quarzsynthese entwickelt. In einem teilweise mit Gold ausgekleidetem Stahlautoklav befinden sich im oberen Teil geschnittene Quarzplättchen als Keime, am Boden des Druckgefäßes gebrochene Quarzstücke als Nährsubstanz. Das Gefäß ist mit einer alkalischen Lösung gefüllt. Die alkalische Reaktion der Lösung erhöht die Löslichkeit des Quarzes. Im Druckgefäß herrscht ein Druck von ca. 120 MPa (1200 Bar) und Temperaturen zwischen 350-400°C. Durch das entstehende Temperaturgefälle wird die in der heißeren Zone befindliche Nährsubstanz aufgelöst und in der oberen, kälteren Zone am Kristallkeim angewachsen. Die Wachstumsgeschwindigkeit liegt bei ca. 1 mm pro Tag. Das Verfahren wird zur Herstellung synthetischer Quarze, Granate, Berylle, Turmalin und Smaragd etc. angewandt. Als Synonym wird u.a. Nacken-Smaragd verwendet. Synthetische Smaragde sind teilweise an Schlieren und fehlenden Einschlüssen zu erkennen. Hydrothermal gezüchtete Smaragde werden auch als Agee bezeichnet.

Züchtung aus schmelzflüssiger Lösung (Flux-melt)

Dieses auch als Diffusionsschmelzverfahren bezeichnete Verfahren beruht auf der Erhöhung der Löslichkeit schwerlöslicher Verbindungen durch Salzschmelzen oder Oxidschmelzen. Schwerlösliche Verbindungen werden in Tiegeln bei Temperaturen zwischen 20 und 1.400°C aufgelöst. Die Kristallisation der Einkristalle an einem Keim beginnt bei Erniedrigung der Temperatur. Das Verfahren wurde 1935 von der I.G. Farbenindustrie in Bitterfeld entwickelt. Die Produktion des Produktes, das unter dem Synonym Igmerald bekannt war, erfolgte in Frankfurt am Main hergestellt. Da beim Diffusionsschmelzverfahren weder Wasser noch eine Dampfphase beteiligt sind, enthalten demzufolge die so gezüchteten Smaragde keine Flüssigkeitseinschlüsse, wie sie gewöhnlich in natürlichen Smaragden enthalten sind.

Lechleitner-Verfahren

Im Jahr 1960 stellte der Tiroler Smaragdzüchter Lechleiter der Öffentlichkeit einen blaugrünen Smaragd vor, welchen er mit einer von ihm entwickelten Technik hergestellt hatte. Das als Symerald bezeichnete Produkt bestand aus farblosem Beryll oder Topas, welche Lechleitner mit einer Smaragdschicht überwachsen ließ (Sandwich). Nach diesem Verfahren können auch Lechleitner-Rubine und Saphire entstehen.

Weitere synthetische Smaragde

Weitere synthetische Smaragde welche entweder aus der Flussmittelschmelze oder hydrothermal erzeugt werden und im ultravioletten Licht meist in verschiedenen Farben leuchten führt die folgende Tabelle auf.

  • Bijorese-Smaragd (Seiko, Japan)
  • Biron-Smaragd (Kimberley)
  • Linde-Smaragd (Union Carbide, 1965-1970)
  • Lennix-Smaragd (England, 1985)
  • Regency-Smaragd (Nachfolger des Linde-Smaragd, hergest. von Vacuum Ventures)
  • Kyocera-Inamori-Smaragd (Japan)
  • Pool-Smaragd
  • Suwa-Seikosha-Smaragd (Japan)
  • Sowet-Smaragd (Russland)
  • Tairus Smaragd
  • Vasar-Smaragd (Estland, 1983)
  • Zerfaß-Smaragd (Österreich)

Fälschungen, Imitationen, Verwechslungen

Grünes Glas kann zumeist leicht von echtem Smaragd unterschieden werden. Schwieriger zu bestimmen sind Dubletten oder Tripletten, welche in ihrer Erscheinung ähnlich wie Smaragd sind. Der Mount St. Helens Stone ist ein grünes Glas, welches aus Asche des Mont St. Helens-Ausbruchs von 1980 hergestellt und als falscher Smaragd verkauft wird.

Tsavorit ist ein smaragdgrüner, chromhaltiger Grossular, d.h. ein Granat, welcher leicht mit Smaragd verwechselt werden kann und als Imitat benutzt wird. Nicht wenige smaragdgrüne Fluorite wurden als echte Smaragde verkauft, u.a. im damaligen Südwestafrika, heute Namibia. Auch der Chrom-Vanadium-Turmalin aus Tansania und der grüne Beryll von Vietnam sind manchmal nicht von Smaragd zu unterscheiden.

Verwirrende Namen für falsche Smaragde

Wenn auch die Namensgebung der in der folgenden Tabelle aufgeführten Bezeichnungen einen Smaragd nahelegt, so handelt es sich dennoch nicht um echte Smaragde.

  • Afrikanischer Smaragd (Fluorit von Namibia)
  • Agee (hydrothermal gezüchteter Smaragd)
  • Bastard emerals (Peridotit)
  • Böhmischer Smaragd (Grüner Fluorit)
  • Broghton-Smaragd(Glas)
  • Cape Smaragd (Prehnit)
  • Congo Smaragd (Dioptas)
  • Emerald Copper (Dioptas)
  • Emeraldin (Grüngefärbter Chalcedon)
  • Emeraldit (Grüner Turmalin)
  • Emerald Nickel (Zaratit)
  • Endura (Glas)
  • Falscher Smaragd (alter Name für geschliffenen grünen Fluorit)
  • Evening Emerald (Peridot)
  • Ferrer's Smaragd (Glas)
  • Indischer Smaragd (Grüngefärbter Chalcedon oder Quarz)
  • Lithi Emerald (Hiddenit)
  • Lithiumsmaragd (Hiddenit)
  • Mascot Emerald (Smaragd Doublette)
  • Medina (Glas)
  • Mount St. Helens (Obsidian, grüne Vulkanasche)
  • Nachtsmaragd (Peridot)
  • Orientalischer Smaragd (Grüner Korund)
  • Pyrosmaragd (Var. von Fluorit mit grüner Thermolumineszenz)
  • Spanischer Smaragd (Glas)
  • Südafrikanischer Smaragd (Grüner Fluorit)
  • Teclasmaragd (Smaragd Doublette)
  • Transvaalsmaragd (Grüner Fluorit)
  • Uralsmaragd (Grüner Demantoid-Granat)

Schleifen, Empfindlichkeit und Behandlung

Smaragde werden aufgrund ihrer Sprödigkeit und der vorhandenen Einschlüsse (Jardines) bevorzugt im sogenannten Smaragdschliff geschliffen, der im Englischen als Step Cut bzw. Emerald Cut bezeichnet wird. Dies ist eine klassische stumpfeckige Form, wobei der Schliff als Treppe mit 56 Facetten und 1 Tafel angelegt wird. Stark wolkige und flockige Smaragde wurden vor dem 19. Jh. auch als Cabochons geschliffen. Smaragde sind nicht kalibriert geschliffen, da ihr Schliff immer auf Gewicht ausgelegt ist.

Smaragde sind wärmeempfindlich. Daher ist bei Lötarbeiten Vorsicht geboten, da die Steine bei zu großer Hitze weiß und trüb werden und zerfallen können. Sehr viele Steine haben Risse bzw. teilweise winzige, mit dem bloßen Auge kaum erkennbare Fissuren, welche den Smaragd noch empfindlicher bei Wärmeeinwirkung machen. Auch Ultraschall, jegliche Säure und Lauge schaden dem Smaragd.

Es war und ist üblich, dass Smaragde bereits am Ort der Förderung geölt werden, um die Farbintensität zu verstärken und größere Klarheit zu erzielen, da das Öl Risse und Fissuren füllt. Wird Öl mit einem dem Smaragd ähnlichen Refraktionsindex verwendet, werden die Risse praktisch unsichtbar. Traditionelle Öle sind Kanadabalsam, ein leicht gelbliches Harz, welches bei niedriger Temperatur flüssig ist, und Zedernholzöl. Zusätzlich gibt es eine Reihe synthetischer Füllsubstanzen, welche teilweise permanenter als die o.a. Öle sind. Traditionelle Öle dekripitieren mit der Zeit, weshalb man man Smaragde nach Wunsch säubern und erneut ölen kann. Einige der geölten Risse zeigen - je nach Öl - eine blassgelbe Fluoreszenz im UV-Licht. Nicht so unbehandelte Steine. Stark geölte Steine können bei Wärmeeinwirkung schwitzen.

Abenteurer und Eroberer

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Bergbau in Südamerika zur Zeit der
spanischen Conquistadoren (16. Jh.)
Zeitgenössische Darstellung

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Bergbau in Südamerika zur Zeit der
spanischen Conquistadoren (16. Jh.)
Aufrechterhaltung der Ordnung durch
drakonische Strafen
Zeitgenössische Darstellung

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Untergang der spanischen Flotte,
hier das Schiff Urca de Lima
Gemälde von Victor Falk, 1715

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Eldorado - Die Laguna Guatavita, auf deren Grund
sagenhafte Schätze aus Gold und Smaragden
liegen sollen (die aber bis heute nicht geborgen wurden)

Nur wenig weiß man über die Smaragdgewinnung der alten Ägypter und der Zeit bis zum frühen 16. Jh.

Wie beim Gold ist auch die Geschichte der Smaragde vom 16. Jh. bis in die heutige Zeit mit Grausamkeit, Mord bis hin zum Völkermord und unendlichem menschlichen Leid eng verbunden. Waren es einst die spanischen Eroberer, welche die Lagerstätten von sklavisch gehaltenen Nachfolgern der Inkas ausbeuteten, so war es bis Anfang des 21. Jh. die Mafia, welche mit den Erlösen aus den Smaragdverkäufen Waffenkäufe und Drogengeschäfte finanzierte, wobei nicht wenige tausend Menschen ihr Leben lassen mussten.

Hingegen ist jedoch viel bekannt über die Smaragde, welche bereits von den Inkas in Kolumbien abgebaut und deren wichtigste Gruben von den spanischen Eroberern, den Conquistadoren, bei Muzo und bei Somondoco, heute Chivor, "entdeckt" wurden. Die Smaragde, von Menschen unter Peitschenhieben abgebaut, wurden meist schon im Lande geschliffen und anschließend nach Spanien verschifft. Welche Mengen ins spanische Königshaus und an die spanische Kirche gingen, ist nicht nachvollziehbar. Einer der größten Verluste für Spaniens Krone ereignete sich, als die spanische Flotte in der Karibik versank und eine auf diesem Transport mitgeführte besonders große Menge an Smaragden in den Fluten verschwand.

Die Edelsteine und das Gold von "El Dorado"

Es wird angenommen, dass es die Legenden über das mythische Königreich von "El Dorado" ("Der Goldene" oder "Der Vergoldete") waren, welche die spanischen Konquistadoren Hernan Cortez, Franzisco Pizarro und Sebastián Belalcazar antrieben, die Region, in welcher die Legenden spielten, zu erforschen und schließlich zu Beginn des 16. Jh. zu erobern.

Belalcazar berichtete von Muisca-Königen, Königen der seit Tausenden von Jahren im Boyacá- und Cundinamarca-Altiplano lebenden präkolumbianischen Stämme, welche mit klebrigem Lehm bedeckt waren, der mit Gold und Smaragden überzogen wurde. Ebenso von Smaragden und Gold, welche als Opfergabe an die Götter in den Wassern der Laguna de Guatavita, bei Sesquilé in Cundinamarca, versenkt wurden.

Nicht nur die Eroberer, d.h. die offiziellen Statthalter der spanischen Krone jagten nach den Schätzen. Es gab auch ungezählte Abenteurer, welche den Ort oder das Land El Dorado suchten, wo gerüchteweise Gold und Smaragde in riesigen Mengen von den Inkas versteckt worden seien.

Nun, El Dorado wurde nie gefunden, obwohl es unzählige Hinweise auf Berge, Seen und Sümpfe gab, wo der Schatz verborgen sein könnte. Die Legende hielt bis zum ausgehenden 19. Jh. Schatzsucher in Bann, wobei die Laguna Guatavita als der immer noch wahrscheinlichste Ort des sagenhaften El Dorado gehandelt wird. Trotz unglaublicher menschlicher und technischer Anstrengungen, die sogar soweit gingen, dass im Jahr 1580 der Conquistador Antonio de Sepulveda einen Kanal in den kraterähnlichen Rand der Lagune graben ließ, um dieselbe zu entwässern und an die dann auf dem Grund der Lagune liegenden Schätze zu gelangen. Während dieser Arbeiten wurden Opfergaben aus Gold und ein hühnereigroßer Smaragd an den flacheren Ufern der Lagune geborgen.

Lagerstätten

Die ersten Smaragde wurden im Präkambrium vor etwa 3 Mrd. Jahren dort gebildet, wo sich heute Südafrika befindet. Im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung entstanden jedoch Lagerstätten auf allen heutigen fünf Kontinenten, wobei die reichsten in Afrika, Südamerika, Russland und in Südasien liegen.

Smaragde kommen vor

  • in Wechselwirkungszonen von Pegmatiten mit chromhaltigem Nebengestein (Serpentinit, Grünschiefer; Takovaya und Malyshevo im russischen Ural, Swat-Tal in Pakistan)
  • in hydrothermal gebildeten Calcit-Dolomitgängen in kretazäischen Be- und Cr-haltigen graphitreichen, kohligen bis bituminösen Schwarzschiefern und Schieferton, welcher mit meist desilifizierten Pegmatitgängen im Zusammenhang steht, zusammen mit Pyrit, Albit, Fluorit, Baryt und, seltener, mit Parisit-(Ce) vor (kolumbianische Smaragde)
  • in kontaktmetamorphen Gesteinen (Glimmerschiefer, Serpentinite; Habachtal, Österreich und brasilianische Lagerstätten in Minas Gerais und Goias)
  • seltener auch in Hornblendeschiefern wie in Zimbabwe
  • als Schwemm-Mineralien in alluvialen Seifen. Die Vorkommen sind oft an tektonische Störungszonen geknüpft.

Weltweite Vorkommen

Es wird angenommen, dass das Vorkommen von Carnaiba in Bahia (Brasilien), welches 1960 entdeckt wurde, die größte Smaragdlagerstätte der Welt ist.

Ägypten
Östliche Wüste, Sikait-Zubara Region, Sikait Emerald Mines

Afghanistan
Panjshir-Tal, Distrikt Hessa-e-Say, Kamar Saphet
Bakhi Mine, Butak Mine, Buzmal Mine
Laghman: Lamonda und Korgun-Gruben
Kabul: Sorobi, Jagdalek-Grube,Sorobi (zwischen Jalalabad und Kabul)
Badel Smaragd Mine, Nangarar Province

Algerien
Alluvial in den Flüssen Harrach und Bouman

Australien
NSW, Emerald Mine, Torrington, Clive Co.
NSW, De Milhou's Reef, Emmaville, Gough Co.
NSW, Rocky Creek Lead. Emmaville, Arrawatta Co.
NSW, Fielder's Hill, Torrington, Clive Co.
NSW, Bald Hills Alluvials, Tumbarumba, Selwyn Co.
WA, Bullabulling Emerald Deposit, Coolgardie
WA, Aga Khan Mine, Poona, Cue
WA, Riverina Station, Menzines
WA, Wonder Well, Menzines
WA,Wodgina pegmatite, Wodgina, Pilbara
SA, Mount Remarkable
SA, Pernatty Lagoon, Mt Gunson, Andamooka Ranges

Brasilien
Bahia (Brumado (Bom Jesus dos Meiras), Serra das Èguas)
Bahia (Carnaiba (Grube), Pindobacu, Campo Formoso, Socotó)
Anage, Salininha Mine
Ceara (Fazenda Boa Esperanza, Taua
Goias (Campo Verdes, Pirenopolis
Minas Gerais (Santa Terezinha, Minas Capoeirana, Mina Piteiras
Mina Itabira und Mina Itatiaaia
Rio Grande do Norte (Tenete Ananias)

Bulgarien
Plovdiv Oblast, Rila and Rhodope Mountains

China
Yunnan (Dayakou, Landkreis Malipo, Auton. Präf. Wenshan)
Xinjiang (Davdar, nahe Tashkurgan und Kunjerab-Pass)

Frankreich
Champloup, Limoges, Haute-Vienne

Französisch-Guyana
Tamanour-Massiv

Indien
Kaliguman-Gebiet, Udaipur, Rajasthan
Bubani Mine, Ajmer Distrikt, Rajasthan
Sankari Taluka, Salem Distrikt, Tamil Nadu

Irland
Slieve Corra, Mourne Mountains, Down

Italien
Mina Monte Arsiccio, Lucca, Toscana

Kazakhstan
Kuu Yuzhnoe, Quaraghandy Oblysy
Delbegetey, Shyghys Qazaqustan Oblysy

Kanada
Stewart, Skeena Mining Division, British Colombia
Taylor No. 1, Brownridge Township, Ontario
Regal Ridge Area, Yukon (entdeckt 1998)

Kolumbien
Department Boyacá mit den Revieren
Mina La Pita Mine, Borbur
Guavio-Guateque (Chivor, Chivor
Gachala, Gachala; Matacana, Gachala
Macanal, Macanal)
Vasquez-Yacopi Mining District
(Cunas, Maripi; Polveros, Maripi
Cosquez, Muzo; Mina Muzo, Muzo
Mina La Glorieta, Yacopi

Madagaskar
Ankadilalana (Grube), Ankadilalana, Antananarivo
Malakialina Pegmatit, Andanoa, Fitampito, Ikalamavony, Ampandramaika-Malakialina, Matsiatra, Fianarantsoa
Mananjary Smaragd-Distrikt, Vatovavy-Fitovinany-Region, Fianarantsoa
Sakalava, Ianapera Smaragd-Lagerstätte, Inanapera, Benenitra, SW-Region, Tuléar (Toliara)
Tsaramanga (Tongafeni, Itongafeno)-Pegmatit, Mahaiza, Betafo, Vakinankaratra (Betafo-Antsiabé), Antananarivo
Ikalamavony Pegmatit, Dept. Ikalamavony, Matsiatra, Fianarantsoa

Namibia
Farm Neuhof 100, Malta Heights, Hardap Region

Nigeria
Gwantu, Kaduna State

Norwegen
Eidsvold, Mjösen-See
Byrud Gard Emerald Mine, Eidsvoll, Akerhus Province

Österreich
Leckbachgraben, Habachtal, Salzburg

Pakistan
Northwest Frontier Province (Barang-Turghao, Bajaur
Tora-Tigga, Mohmand Killi-Tal, Gujar, Swat-Tal
Mingora Mine, Swat River Valley
Northern Area (Khaltaro, Gilgit)

Polen
Strzegm-Sobotka Massif, Schlesien

Russland
Sverdlovskaja Obl., Ural, Fluss Takovaya
Smaragdgruben Izumrudne Kopi bei
Malischva (Malyshevo)

Somalia
Alihiley
Boorama, Boorama District
Simodi

Spanien
A Franquiera, Pontevedra, Galicia

Südafrika
Gravelotte, Murchison Range, Limpopo Province
Uitvalskop, Schweizer-Reneke, NW-Province
Somerset und Cobra Mines, Transvaal

Swaziland
Hlatijulu , Shiselweni District

Tansania
Magara, Lake Manyara
Manghola, Dumbawanga District
Kalambazite, Sumbawanga District

USA
Alaska, Lost River Mine, Nome Borough
Connecticut, Trumbull Mine, Greenwich, Fairfield County
Maryland, Wiant's Quarry, Pilot, Cecil County
Massachusetts, Brush Mountain, Franklin County
New Hampshire, Stewart Hill Mine, Danbury, Merrimak County
North Carolina: Hiddenite, Alexander County
North Caolina: Stony Point
North Carolina; Emerald Hollow Mine, Hiddenite
Crabtree Emerald Mine, Spruce Pine, Mitchell Co.
Shelby, Cleveland County
Buck Creek Mine, Buck Creek, Clay County
Yancey Mine, Yancey County
Rhode Island, White Rock Quarry, Bradford
South Carolina, Cherokee Mine, Abbeville county

Zambia
Ndola Rural, Copperbelt Province
Kafubu Emerald District
Kagem Emerald Mine
Kamakanga Area
Sachin Emerald Mine
Kitwe
Miku

Zimbabwe
Mashonaland West
Karoi District (Fort Victoria, Masvingo
Bikita, Chikwanda, Mayfield Farm
Novello Mine)
Sandawana-Gebiet

Die bekanntesten Smaragdvorkommen

Kolumbien

Smaragdlagerstätten und Bergbau
Die bekannten Smaragdlagerstätten Kolumbiens liegen im Nordwest-Südost-Gürtel, Cinturon Esmeraldifero, welcher die drei nördlichen Gebirgsketten der Anden durchkreuzen, generell nördlich und östlich von Bogota. Im äußersten Norden liegen die Bergbaureviere von Muzo, Cosquez, Peña Blanca und die weniger bekannten Gruben Ramal, Amarilla, Alumbta, Cuincha und Isabi. Alle liegen nördlich des Äquators an den Hängen tiefer Schluchten der westlichen Gebirge. Die Gruben Nemocon, Chirvaneque und Raquira-Tinjaca liegen auf einer nordöstlichen Linie bei Bogota zwischen Muzo und Chivor. Die Gruben Guateque, Chivor und Gachala bilden ein Dreieck, welches nordöstlich von Bogota in der südlichsten Region des o.a. Gürtels liegt. Die wichtigsten Smaragdbergbaureviere sind Vasquez-Yacopi mit den Gruben Muzo, Cozquez, Yacopi, Peña Blanca, Polveros und Cunas/La Pita (Maripi) und das Revier Guavio-Guateque mit den Gruben Chivor, Matacana, Macanal und Gachala, allesamt im Departemento Boyacá.

Bereits etwa 10.000 Jahre v.Chr. gab es einen regen Handel zwischen den Stämmen, welche im Tal des Flusses Magdalena, jetzt im nördlichen Kolumbien, lebten. Die Muisca von Boyacá und aus dem Cundinamarca-Hochland gehörten mit zu den ersten Zivilisationen, welche sich entlang des Magdalena niederließen und von den Königen Zipa (im Süden, nahe Bogotá) und Zaque (im Norden bei Hunza) regiert wurden.

Die Smaragde von Muzo, Somdoco (Chivor) und Cozquez im Altiplano Cundiboyacense wurden bereits von den dort ansässigen Muisca gefördert und gebohrt, lange vor der Eroberung ihres Stammesgebietes durch die Spanier. Die Technik des Schleifens von Steinen war ihnen jedoch nicht bekannt. Der stufenweise Abbau der smaragdführenden Schichten erfolgte per Hand im Tagebau, wobei die einzelnen Stufen ca. 75 cm breit und 75 cm hoch waren. Kolumbianische Smaragde wurden bei archäologischen Ausgrabungen gefunden und auf das 6. Jh. datiert. Die grünen Steine waren vom heutigen Peru über Mittelamerika bis hin in den heutigen Südwesten der USA bei Incas, Mayas, Azteken und Tolteken geschätzt und verehrt. In Europa kannte man vor dem 16. Jh. nur Smaragde aus Ägypten und aus Österreich.

Zu Beginn des 16. Jh. suchten spanische Konquistadoren das sagenhafte Land des "El Dorado", welches sie jedoch nie fanden, dafür aber um 1559 die Smaragdgruben von Muzo "entdeckten". Die Spanier raubten den Reichtum des Hochlandes fast 250 Jahre aus, bis das Territorium des Vizekönigreiches von Neu-Granada von Simón Bolivar von der spanischen Plage befreit wurde und Kolumbien im Jahr 1810 eine unabhängige Nation wurde.

Kolumbien ist nach wie vor das weltweit führende Produktionsland für Smaragde, welches ehemals 80-90%, heute noch etwa 60% der Weltproduktion liefert. Anfang des 21. Jh. begann man, den Bergbau zu reorganisieren und technisch aufzurüsten, wozu auch ausländische Investoren eingeladen wurden, z.B. kanadische Firmen in Chivor. Dessen ungeachtet gibt es bisher nur jeweils einen Produzenten in Chivor und Muzo. Das wichtigste Revier ist Coscuez, welches drei Viertel aller kolumbianischen Smaragde ausbringt.

Exploration, Bergbau und Guaqueros
In den vergangenen Jahren wurde begonnen, den historischen Übertagebergbau durch Untertagebergbau zu ersetzen. In heutiger Zeit werden die Edelsteine auch untertage mittels Sprengung und Einsatz von schwerem Fördergerät gewonnen.

Da es keinerlei Indiz gibt, in welchem Bereich einer Grube womöglich Smaragde zum Vorschein kommen, werden einfach Gesteinsblöcke von jedem Teil des Ganges gelöst, bis man auf ein Smaragdnest stößt, was sich in der Regel durch grün gefärbte Quarze ankündigt. Die Nester werden vorsichtig herausgebrochen, auf einem Sammelplatz gelagert und anschließend mit Wasser, welches über ein Kanalsystem herangeführt wird, ausgewaschen. Die Smaragde werden herausgeklaubt und das verbleibende Material bzw. der Versatz in den sogenannten Minero über Halden gespült, welche dann weiter von tausenden von Guaqueros erneut durchgewühlt und durchgesiebt werden.

Die kolumbianischen Lagerstätten sind insofern einzigartig, als die Smaragde hier "in situ" vorkommen und "in situ" abgebaut werden. Das Mineral Smaragd ist sowohl stoß- und druckempfindlich und reagiert zudem negativ auf Licht. Dies bedeutet, dass ein Transport vom Ort des Entstehens zum Ort des Abbaus nicht möglich ist. Die Steine sind so sensibel, dass einige Kristalle ohne jeglichen Grund in viele Einzelstücke zerfallen, sobald sie die Grube verlassen. Man hat versucht, diese Brüche zu vermeiden, indem man die geborgenen Smaragde in verschlossenen Kisten lagerte, um sie vor Licht zu schützen und sie einige Tage lang zu trocknen. Dieses Verfahren ist jedoch nur in einigen Fällen brauchbar und bieten keine Garantie. Die meisten Smaragde, welche aus der Grube kommen, sind klar, transparent und frei von Rissen. Im Laufe der Zeit jedoch verlieren sie ihre Transparenz und werden infolge sich bildender Risse und Fissuren schlierig. Kolumbianische Smaragde erhalten ihre zur Weiterverarbeitung notwendige Härte erst nach längerer Zeit.

Muzo
Das Bergbaurevier Muzo umfasst 59 Einzelvorkommen, welche alle am Berg Cerro Itoco liegen. Dieses Land war ehemals das Stammesgebiet der Muzo, welche an den Gott Are, ihren Schöpfer glaubten. Am 20. Februar 1559 wurde Muzo vom Conquistador Luis Lancheros erobert und das Dorf Villa de la Santisima Trinidad de los Muzos gegründet, die einzige Siedlung, welche die Spanier in der Region Occidente de Boyacá errichteten. Am 9. August 1564 entdeckte Alonso Ramirez Gasco das erste Smaragdvorkommen. Die Grube Muzo wurde von den Spaniern bis 1792 ausgebeutet und wegen mangelnder Rentabilität geschlossen. Danach geriet die Mine in Vergessenheit und wurde vom tropischen Wald überwuchert. Erst nach der Unabhängigkeit Kolumbiens im Jahre 1819, wurde die Grube wiedergefunden und andere Lagerstätten exploriert. Nachdem Kolumbien die Unabhängigkeit von Spanien erlangte, proklamierte die Regierung im Jahr 1847, dass alle Smaragdgruben der Nation gehören. Abbaurechte wurden an verschiedene Betreiber vergeben.

Die 1970er Jahre prägten den Ruf des Wilden Westens Kolumbiens. Im Zuge gieriger Machtgelüste miteinander konkurrierender Smaragdbarone, paramilitärisch aufgerüsteter Landbesitzer und wegen überbordender Korruption der lokalen Regierungsorgane wurden 1972 weit über 1.000 Menschen im Revier Muzo-Chivor getötet. Daraufhin schloss die Regierung die Gruben und verhandelte mit privaten Investoren. Fünfjahresverträge, welche als Folge dieser Dispute eingeführt wurden, gab man 1982 wieder auf, nachdem man feststellte, dass die Ausbringung nicht den Erwartungen entsprach. Ein Besuch der Gruben in diesen Jahren kam einem Selbstmordversuch gleich. Wenngleich in der Region durch die Übernahme des Bergbaus durch potentielle Unternehmen die Gewalt zurückging, wurde nach wie vor ein großer Prozentsatz der Smaragde illegal abgebaut. Die kürzlich eingeführten Zehnjahresverträge wurden von den beiden Gesellschaften Tecminas und Coesminas in Anspruch genommen.

Chivor
Chivor, dessen Originalname Somondoco, d.h. Gott der grünen Steine ist, war ähnlich wie Muzo Stammesgebiet und wurde 1537 von dem spanischen Conquistador Capitan Pedro Fernandez Valenzuela "entdeckt". Die Grube wurde unter unvorstellbar grausamen Bedingungen betrieben, bis sie auf Befehl von Carlos II. im Jahr 1675 geschlossen wurde. Danach übernahm der Regenwald die Herrschaft. Im Jahr 1896 stellte der Bergbauingenieur Francisco Restrepo beim Studium von Dokumenten, welche von einem spanischen Priester während der spanischen Besetzung geschrieben wurden, fest, dass sich etwa 160 km nordöstlich von Bogota ein Berg befindet, bei welchem Smaragde abgebaut worden waren. 1911 wurde die alte Grube wiedereröffnet und der indianische Name Somondoco durch den Firmennamen Chivor ersetzt.

Die Vorkommen werden ohne Unterbrechung bis heute ausgebeutet. Die Gruben von Chivor sind Privateigentum. Die Besitzer zahlen 25% Royalties an die kolumbianische Regierung.

Cosquez
Cosquez liegt etwa 10 km von Muzo entfernt und ist aktuell die wichtigste Smaragdlagerstätte Kolumbiens. Die Grube Cosquez wird an 60 Einzelflanken übertage abgebaut. Das Vorkommen liefert etwa drei Viertel aller kolumbianischen Smaragde.

Peña Blanca
Im Gebiet Vasquez-Yacopi in Boyacá liegt die bekannte Grube Peña Blanca bei San Pablo de Borbur. Die Mineralogie dieser Lagerstätte unterscheidet sich von den anderen bekannten Vorkommen durch das Fehlen von Pyrit und anderen Sulfiden und durch die Paragenese des Smaragdes mit Fluoritkristallen, welche Kantenlängen bis 40 cm besitzen können. Neben Muzo ist Peña Blanca die weltweit einzige Grube, in welcher Trapiche-Smaragd vorkommt.

Weniger bekannte kolumbianische Smaragdlagerstätten
Die untertage abgebauten Gruben der Buenavista-Gruppe, welche neben Chivor liegen, haben dieselben geologischen und mineralogischen Charakteristika wie Chivor. Die Gruben Buenavista Baja, Buenos Aires, La Cueva, La Perla und La Laguna liegen oberhalb des Flusses Rio Rucio. Der hier vorherrschende argillitische Ton, welcher in Schiefer eingebettet ist, ist schwierig abzubauen, Die Smaragde mehrerer Gruben der Lagerstätte Gachala kommen in der Mina El Reten in eisenhaltigem Schiefer und in der Mina Rio Batatas in sandigen Tonschiefern vor. Die Grube Nemocon liegt in der nahen Nachbarschaft von Bogota. Die Lagerstätte besteht aus einem Salzdom, welcher von stark mit Pyrit imprägniertem schwarzem Schiefer bedeckt ist. Das Vorkommen wurde 1915 bei der Suche nach geeignetem Kalkstein für die Bauindustrie entdeckt. Die Smaragde kommen in Form sehr kleiner Kristalle minderer Qualität in faserigen Calcitadern vor.

Charakteristika der kolumbianischen Smaragde
Muzo-Smaragde kommen in hydrothermal gebildeten karbonatischen Konzentrationen (Calcit-Dolomit) vor, welche Be- und Cr-haltige Schwarzschiefern durchdringen, Chivor-Smaragde in Quarz-Albit-Apatitgängen in kalkigen Grauschiefern. Sowohl Muzo- als auch Chivor-Smaragde sind charakterisiert durch Dreiphasen-Einschlüsse: Eingeschlossene gashaltige Flüssigkeiten, Flüssigkeiten und Halitkristalle. Muzo-Smaragde enthalten oft Einschlüsse von Calcit und gelblichbraune Nadeln von Parisit-(Ce). Die gelblich-grünen Einschlüsse mancher der feinsten Muzo-Smaragde haben eine kugelige Form und werden gotas de aceite, d.h. Öltropfen genannt. Sie werden durch das dichte Ineinanderwachsen winziger Smaragdkristalle erzeugt. Chivor-Smaragde sind etwas länglicher als die von Muzo. Ihre Farbe ist eher bläulichgrün im Gegensatz zum wärmeren gelblichgrün der Muzo-Smaragde. Viele Kristalle sind farbzoniert mit dunklen Zentren und hellen Ungebungszonen. Die charakteristischen Einschlüsse der Chivor-Smaragde sind Pyrit und Albit.

Sehr kleine, aber feine kolumbianische Smaragde, welche sich nicht zum Schleifen großer Steine eignen, werden als canutillos bezeichnet. Weniger gute, translucente und schlierige bis opake Smaragde heißen moralla. Chispas, d.h. Funken sind winzige Fragmente ungeschliffener roher Smaragde mit Edelsteinqualität.

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Das Städtchen Muzo
Foto: J. Wolf Kuehn

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Geschäftsstraße in Muzo
Foto: J. Wolf Kuehn

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Blick auf die Cordillera Oriental
Foto: J. Wolf Kuehn

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Schlucht und Fluss unterhalb der Gruben (quebrada)
Foto: J. Wolf Kuehn

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Blick auf das Grubengelände
Foto: J. Wolf Kuehn

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Schachteingang
Foto: J. Wolf Kuehn

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Im Schacht einer Smaragdgrube
Foto: J. Wolf Kuehn

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Die "Guaqueros" beim Schürfen im Haldenmaterial
Foto: J. Wolf Kuehn

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Die Ausbeute - nur etwa 10% der gefundenen
Smaragde sind schleifwürdig
Foto: J. Wolf Kuehn

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Muzo
Größe: 4 x 3,8 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Treppenförmig gewachsene Kristalle
5,1 x 3,6 cm
Las Panas, Cosquez
Foto: Rob Lavinsky

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Cozquez
Größe: 9 x 6,2 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Cozquez
Größe: 2,5 x 4 cm
Foto: Kevin Ward

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La Pita, Borbur
Größe: 5,2 x 3,8 cm
Foto: Fabre Minerals

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Muzo
Größe: 2,9 x 1,4 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Klassischer Smaragdkristall auf Calcit
Größe: 16 x 9 mm
Muzo, Kolumbien
Foto: Dan Weinrich

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Muzo
Größe: 5,5 x 2,8 cm
Foto: Kevin Ward

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La Pita, Borbur
Größe: 5 x 4,5 cm
Foto: Fabre Minerals

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Muzo
Zwei ineinander gewachsene Kristalle
Stufengröße: 4,5 x 2,5 cm
Sammlg. und Foto: Schluchti

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Sehr schöne Paragenese aus Smaragd und Pyrit
Chivor
Größe: 1,9 x 1,4 cm
Foto: Joe Freilich

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Smaragd auf Calcit, begleitet von Pyrit
Chivor
Größe: 1,5 x 1,2 cm
Foto: Rob Lavinsky

Ural

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Gut ausgebildeter Kristall vom berühmten
Vorkommen am Fluss Tokavaya
Größe: 2,2 x 2 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Smaragd in Biotitschiefer
Tokavaya, Malyshevo, Ural
Größe: 5 x 4,8 cm
Foto: Rob Lavinsky

Seit 1700 wurde der Ural, neben den bekannten metallischen Schätzen, für die Schönheit und die unglaublichen Mengen edler Steine weltberühmt. Seit dieser Zeit sind Mineralien des Urals bei Sammlern hoch begehrt. Außergewöhnliche und perfekte Topase, Goldberylle, Smaragde, Chrysoberylle, Alexandrite, Amethyste, grüne Granate, Phenakite, Turmaline und ganze Suiten von "Halbedelsteinen" gelangten in alle bedeutenden Museen und Privatsammlungen der Welt.

Atemberaubende geschliffene Steine aus dem Ural begeisterten die Besucher der Exposition de Paris im Jahr 1867. Eines der schönsten Exponate der Pariser Ausstellung im Jahr 1900 war eine 1 m2 große Karte von Frankreich, in welcher jedes Departement durch einen Halbedelstein und die Hauptstädte durch Edelsteine dargestellt wurden. Marseille war ein Smaragd, Paris ein Rubin, Lyon ein Diamant. Diese Karte befindet sich heute im Louvre. Zarin Katharina I. war die erste Persönlichkeit, welche die Edelsteinindustrie des Urals förderte. Ihr zu Ehren erschuf ihr Ehemann, Peter der Große, den Namen Ekaterinburg (Sverdlovsk).

Wenngleich die Ausbeute gewaltig war, waren Smaragde aus dem Ural im größten Teil des 19. Jh. nicht durch den allgemeinen Edelsteinhandel erhältlich. Die Funde wurden als Eigentum der kaiserlichen Krone betrachtet. Im Jahr 1898 waren die Kosten des Smaragdabbaus jedoch so exorbitant, dass der Zar die Gruben an die englisch-französische Bergbaugesellschaft New Emerald Company bis 1916 verpachtete. In dieser Zeit wurden mehr als 40 Mio. Karat gefördert. 1918 etablierte sich die dann sowjetische Regierung als Besitzer. 1923 wurden die Gruben an die Russkiye Samotsvety State Trust verpachtet, welche den Smaragdabbau wirtschaftlich betrieb und die Steine weltweit vertrieb. Bis 1930 spielten die russischen Smaragde eine Weltmarktrolle, welche in manchen Jahren bedeutender als die Kolumbiens war. In den 1940er und 1950er Jahren dominierte die Suche nach Berylliummineralien, so dass Smaragde mehr oder weniger Nebenprodukte wurden. Dessen ungeachtet wurden in manchen Jahren noch zwischen 4-8 Mio. Karat gefördert.

Die wichtigsten Edelsteinzentren des Ural liegen etwa 100 km nordöstlich nördlich von Ekaterinburg. Es gibt über 100 Gruben und Explorationen in diesem Bergbaugebiet. Die wichtigsten Zentren sind Alabashka-Sarapulka (Mursinka) mit Aquamarinen und Heliodor, und der Smaragd-Distrikt am Takovaya-Fluss. Bis 1970 war die 1833 entdeckte Fundstelle Mariinsky nahe Malyshevo die wichtigste Grube. Es gibt Pläne, zukünftig Smaragde bei Permowaisky, Krupsky, Sverdlovsky und Kranobolotsky abzubauen. Wenig bekannt ist, dass ein sehr schön gefärbter und transparenter Smaragd auch im Tal des Flusses Shemeika im Bergbaurevier von Ekaterinburg gefunden wurde.

Die einzelnen Lagerstätten liegen in Schiefern in einer ca. 20 km langen, sich von Nord nach Süd erstreckenden Zone entlang des Adui-Gneiss-Migmatitkomplexes, dessen Kern eine Granitmasse aus dem Oberen Paläozoikum ist. Die Smaragde treten in sogenannten Glimmeriten, d.h. Gesteinen mit einem Phlogopitgehalt von 95-99% auf, in welchen sie pneumatolytisch-hydrothermal entstanden sind. Die smaragdführenen Glimmeriterzkörper sind komplex verzweigte Systeme, welche, wenn sie nahe genug beieinander sind, Suiten von bis zu 1 m mächtigen und 25-50 m hohen säulenförmigen Körpern bilden. In einigen Lokalitäten wurden Körper bis 100 m Länge gefunden. Als Begleitmineralien treten Turmalin, Phenakit, Beryll, Chrysoberyll, Alexandrit, Euklas, Bromellit, Apatit, Fluorit, Plagioklas, Quarz und Aktinolith auf.

Charakteristische Uralsmaragde kommen einzeln oder einzeln parallel positioniert oder in radialen Aggregaten und in Gruppen vor. Sie sind 2-3 cm lang, seltene Exemplare von 9-12 cm, sogar bis 14 cm wurden gefunden. Typische Stufen bestehen aus 2-3 Kristallen, tragen manchmal jedoch auch bis zu 10 Kristalle.

Die feinsten Kristalle stehen in Transparenz und Farbschönheit den kolumbianischen Smaragden nicht nach. Perfekte Kristalle sind eher selten. Die meisten haben winzige Risse, sind teilweise opak und die Farbintensität wechselt von dunkel zu blass. Die Kristalle treten gewöhnlich als hexagonale Prismen mit unregelmäßigen Endflächen auf. Ural-Smaragde sind in der Regel größer als ihre kolumbianischen Konkurrenten. Der größte bisher gefundene Kristall hatte eine Länge von 40 cm und war 25 cm dick. Größere Kristalle sind jedoch qualitativ minderwertig.

Berühmt ist der 11.000 Karat schwere Kochubey-Smaragd, ein intensiv grasgrüner Kristall, welcher 1831 geborgen wurde und heute im Fersman Museum zuhause ist. 1978 wurde eine exzellent gefärbter Smaragd von 3.370 Karat gefunden, welcher in der Sammlung des Gokhran, de, russischen Staatsschatz liegt. Dort befindet sich auch die berühmte 10 x 12 x 30 cm große Stufe mit 10 Kristallen und einem Gesamtgewicht von ca. 10.000 Karat.

Es gibt Vermutungen und Gerüchte, dass Ural-Smaragde schon lange bekannt waren, bevor die Spanier die ersten kolumbianischen Smaragde im 16. Jh. raubten. Die Legenden gehen so weit, dass sie die Vorkommen der Smaragde der Skythen, welche von Plinius dem Äletern in seiner "Historia Naturalis" erwähnt werden, in den Ural legen.


Die Smaragdminen von der Takovaya und von Malyshevo
Die ersten Smaragdkristalle wurden 1830 vom Bauern Maxim Stephanovich Kochevnikov in den Wurzeln eines niedergestürzten Baumes 91 km östlich von Ekaterinburg am rechten Ufer des Takovaya gefunden. Dieser ist ein Nebenfluss des Bolshoi Reft, welcher ca. 180 km östlich von Ekaterinburg in den Pyshma mündet. Die Steine wurden nach Ekaterinburg gebracht, untersucht und in der bereits 1755 von Katharina II. errichteten Edelsteinschleiferei verschliffen. Kurz darauf, 1831, begannen die ersten Explorations- und Abbauarbeiten, welche ohne bemerkenswerte Unterbrechungen bis heute andauern. In manchen Jahren erreichte die jährliche Produktion von Smaragden und grünen Beryllen 2,5 Mio. Karat. Neben Smaragd entdeckte man in den Glimmerschiefern auch Alexandrit, Phenakit, Apatit, Rutil, Fluorit und Aquamarin. Anfangs gab es große Mengen an Smaragd, im Laufe der Jahre verfielen jedoch Quantität und Qualität und zahlreiche Gruben wurden nur sporadisch bearbeitet. Aus diesem Grunde wurde im Jahr 1900 zum Zwecke der Erschließung ein Joint venture mit einem englischen Unternehmen geschlossen, was sich jedoch nicht als erfolgreich erwies, da die meisten Smaragde gestohlen wurden.

Die Smaragdgruben bei Malischeva (Malyshevo), einem kleinen Dorf nahe des Takovaya und etwa 15 km N von Asbest gelegen, sind seit dem Erstfund im Jahr 1830 der zweitgrößte Lieferant auf dem Smaragdmarkt. Nach der Privatisierung der Gruben, die vormals dem Ministerium für Atomenergie gehörten, entstanden 1993 die Bergbau-, Vermarktungs- und Exportgesellschaften "Izumrudnye kopi Urala" und "Malysevskoe rudoupravlenie". Infolge ihres Produktionswettstreits wurde der Weltmarkt mit Smaragden überschwemmt, sodass als Folge dieses Konfliktes der Karatpreis auf dem Weltmarkt von 250 auf 150 US$ fiel. Obwohl Anfang 1995 offiziell erklärt wurde, dass die Vorkommen erschöpft seien, wird in Malyshevo die Smaragdförderung unvermindert weiterbetrieben, da nach Einschätzung des derzeitigen Betreibers "Izumrudnye kopi Urala" die Vorkommen noch mindestens bis 2010 reichen sollen. Malyshevo ist heute der bedeutendste Lieferant für den internationalen Schwarzmarkt mit Roh- und geschliffenen Smaragden.

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Langgestreckte, fingerdicke Kristalle
Tokavaya, Malyshevo, Ural
Größe: 14 x 15 cm
Sammlg. und Foto: Collector

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Ein perfekter tiefgrüner Kristall in Matrix
Tokavaya, Malyshevo, Ural
Sammlg. und Foto: Joe Freilich

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Eine klassische Smaragdstufe
Tokavaya, Malyshevo, Ural
Größe: ca. 30 cm Durchmesser
Foto: Minerals and Fossils

Brasilien

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Konventioneller Transport des smaragd-
haltigen Gesteins in der Grube
Campo Formoso, Bahia
Foto: USGS, Public Domain

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Grube Carnaiba, Pindobaçu
Campo Formoso Smaragd-Lagerstätte
Bahia
Größe: 2,6 x 2 cm
Foto: Dan Weinrich

Brasilien ist eines der smaragdreichsten Länder der Welt, die Größe der Lagerstätten ist eindrucksvoll. Die Erschließung stößt jedoch oft auf Probleme, welche meist auf den geologischen Bedingungen der Vorkommen, extreme Verwerfungen, unterbrochenen Schichtenfolge etc., beruhen. Um diese Probleme zu meistern, bedarf es kapitalintensiver Abbaumethoden, um der Smaragdmineralisation zu folgen. Daraus folgernde Produktionskosten bergen jedoch die Gefahr, dass die Preise für Smaragde inflationär steigen. Zukünftige Erschließungen hängen in erster Linie davon ab, ob die Gruben genügend Kapital auftreiben können, um mit technisch aktuellen Methoden Untertagebergbau zu betreiben.

Der Campo Formoso Distrikt mit Salininha und Carnaiba in Bahia, im Nordosten Brasiliens, gehört zu den smaragdreichsten Lagerstätten des Landes. Das Vorkommen wurde 1960 entdeckt. Es wird angenommen, dass die Grube Carnaiba bei Pindobaçu die größte Smaragdlagerstätte der Welt ist. Die Smaragde treten in Glimmerschiefer auf. Neben Feldspat, Quarz, Glimmer, Apatit, Calcit, Dolomit und Fluorit kommen auch Chrysoberyll (Alexandrit), Turmalin und Phenakit sowie 17 weitere Begleitmineralien vor. Der bisher größte Smaragd, welcher 1974 in der Carnaiba-Grube gefunden und verschliffen wurde, wiegt 86.136 Karat. Ein weiteres Vorkommen ist Socotó, ca. 20 km NE von Campo Formoso.

Die weiteren, teilweise großen Vorkommen sind der Distrikt Santa Terezinha in Goias sowie Nova Era und Itabira in Minas Gerais.

Die brasilianischen Lagerstätten sind meist alluvial, nicht gangförmig. Die Mehrzahl der grünen Berylle enthalten V3+ als Chromophor und werden daher nicht von allen Verarbeitern als Smaragde anerkannt. Negativ wirkt sich auch die oft blassere oder leicht gelbliche Farbe aus, wobei es auch Ausnahmen gibt. So stammen von Santa Terezinha Smaragde mit außergewöhnlicher Farbe.


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Campo Formoso Smaragdlagerstätte
Bahia
Größe: 6 x 9 cm
Foto: Lourenco B. Santos

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Carnaiba, Campo Formoso, Bahia
Größe: 6 x 5 cm
Foto: Topgeo

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Brumado (Bom Jesus dos Meiras)
Serra das Éguas, Bahia
Größe: 7 x 4,5 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Carnaiba, Campo Formoso, Bahia
Größe: 3,3 x 3,2 cm
Foto: Kevin Ward

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Faszinierende Smaragdstufe
Bahia
Größe: 2,2 x 2 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Brumado (Bom Jesus dos Meiras)
Serra das Eguas, Bahia
Größe: 2 x 2 cm
Foto: Kiyoshi Kiikuni

Das Habachtal in Österreich

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Blick aufs Habachtal
Foto: Harjo

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Die Obere Leckbachrinne mit Stollen
Foto: chhausen

Die Leckbachrinne, auch als Leckbachgraben oder Söllgraben beschrieben, gehört zum Habachtal, einem Teil der Venedigergruppe in den Salzburger Hohen Tauern, Pinzgau, Österreich. Dieser Graben liegt an der Südostseite des Berges Nasenkopf, welcher von Osten her steil von der Leckbachscharte (2.376 m) ins Habachtal fällt. Der einige hundert Meter unterhalb des Smaragdvorkommens liegende Teil der Leckbachrinne heißt Sedl.

Das Habachtal, unter welchem Namen das Vorkommen eher bekannt ist als unter Leckbachrinne, gehört zu den klassischen Smaragdvorkommen, welches nach Überlieferungen schon in der Bronzezeit und etwas später auch den Römern bekannt gewesen sein soll. Erste verbriefte Prospektionsarbeiten wurden im Auftrag der Anna von Medeici im Jahr 1669 an den dänischen Professor Nils Stensen übergeben. Die ersten Beschreibungen allerdings stammen erst aus dem Jahr 1797. Der eigentliche Bergbau in den vier Stollen auf einer Höhe von ca. 2.180 m wurde jedoch erst 1860 durch den Wiener Juwelier Samuel Goldschmidt initiiert und finanziert. Aus dieser Zeit stammt auch die noch heute erhaltene Unterkunftshütte. Im Jahr 1896 wurde der Besitz von der englischen Firma "Emerald Mines of London" übernommen und bis 1913 abgebaut. Bis 1949 hatte die Grube verschiedene Besitzer und wurde anschließend aufgelassen. Seit 1964 ist das Vorkommen in Privatbesitz.

Aufgrund des sehr wechselhaften Erfolges beim Abbau und der hochalpinen Lage in 2.180 Metern Seehöhe konnte ein geregelter und lohnender Betrieb wohl nie über längere Zeit aufrecht erhalten werden. Dementsprechend häufig wechselten die Besitzverhältnisse. Trotzdem waren dort zeitweise bis zu 30 Knappen beschäftigt.

Der aktuelle Abbau geschieht sporadisch in vier Stollen, wobei nur der oberste (C-Stollen) ertragreich ist. Die meisten Smaragde sind oft qualitativ minderwertig und zu klein, um sie als Edelsteine zu verschleifen. Die Rechte des Smaragdabbaus am Stollen besitzen die Bramberger Bürger Alois und Andreas Steiner. Das gesamte Habachtal ist Naturschutzgebiet.

Geologie des Vorkommens
Das Habachtal wird von Gesteinen des Pennins aufgebaut, welche hier in einer Aufwölbung im sogenannten Tauernfenster unter älteren Gesteinen zum Vorschein kommen. Die geologisch ältesten Einheiten, die Zentralgneise, umfassen größtenteils saure bis intermediäre Plutonite - im Wesentlichen Granite, Granodiorite, Granosyenite und Tonalite - welche bereits während der varitischen Gebirgsbildung in die ältere Schieferhülle eindrangen und im Zuge der alpidischen Orogenese mehr oder weniger stark metamorph beeinflusst wurden. Diese Gesteine treten im Habachtal in der sogenannte Habachzunge als Augengneise und flaserige Granitgneise zutage.

Im Norden wird die Habachzunge von der Habachformation in Form von phyllitischen Gesteinen, Quarziten, Gabbroamphibolithen etc. begrenzt, im Süden schließen sich die von Metabasiten dominierten älteren Gesteinsserien der unteren Schieferhülle an. Diese bestehen zumeist aus metamorph umgewandelten basischen Vulkaniten, Plutoniten und Tuffen, welche heute als verschiedene Amphibolite, Serpentinite, Chlorit- und Talkschiefer in Erscheinung treten.

Im Bereich der Leckbachrinne befindet sich der tektonisch überprägte, mineralreiche Kontakt zwischen den Gneisen der Habachzunge und den (ultra-)basischen Gesteinen der Habachformation. Aufgeschlossen sind hier vor allem Bändergneise, Rodingite, Serpentinit-Talkschiefer, Granatglimmerschiefer und Amphibolite.

In dieser Kontaktzone liegt auch das Smaragdvorkommen, welches das Habachtal weltbekannt machte. Trägergesteine der als Porphyroblasten auftretenden Smaragde sind Biotit-, Chlorit-, Talk- und Aktinolithschiefer.

Habachtaler Smaragde
Die Habachtaler Smaragde sind meist intensiv, resp. tief grün gefärbt, was u.a. auf dem erhöhten Chromgehalt beruht. Die Kristalle sind flächenarm, es dominiert das hexagonale Prisma mit gut ausgebildeten Flächen, welche manchmal konkave Vertiefungen zeigen. Quasi tafelige Kristalle sind durch verstärktes Wachstum von zwei Prismenflächen entstanden. Die bekanntesten und authentisch aus dem Habachtal stammenden Smaragde befinden sich im Stift Mattsee (ein Kristall von 11 x 9 cm), im Salzburger Dom (die Monstranz aus dem Jahr 1697 enthält 24 Smaragde) sowie in der Sammlung der kaiserlichen Kroninsignien in Wien (große tafelige Steine). Der größte je verschliffene Habachtalsmaragd wiegt 42 Karat und ist Teil der britischen Kronjuwelen im Tower von London.

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Der Sedl mit der Hoffnungsrinne
Foto: chhausen

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Stollenmundloch
Foto: chhausen

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Waschanlage mit Knappenhaus
Foto: chhausen

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Smaragd in Biotitschiefer
Habachtal
Kristallgröße 2,2 cm
Ex Sammlg.: Rolf Wein (1966)
Foto: Rob Lavinsky

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Dutzende Smaragde auf Biotitmatrix
Leckbachgraben, Habachtal, Osterreich
Größe: 5 x 6 cm
Foto und Sammlung: Harjo

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Ein 1,1 x 1,2 cm großer tiefgrüner
Smaragdkristall auf Biotit
Habachtal
Foto und Sammlg.: Harjo


Weitere Vorkommen

Europa

Norwegen

Ca. 80 km nördlich von Oslo liegt die Byrud Smargdgrube bei Minnessund, Eidsvoll (Eidsvold), in der Provinz Akershus. Das Vorkommen wurde 1867 von einem Herrn Websky entdeckt und bis in die frühen 1920er Jahre abgebaut. Die Smaragde sind urch Vanadium und Chrom gefärbt und enthalten Mehrfachphasen von Wasser, gasförmigem Methan, Halit, Sylvin, Calcium und verschiedene Sulfide. Die Kristalle sind nur wenige cm groß.

Spanien

Die besten spanischen Smaragde gibt es nahe des Dorfes A Franqueira, ca. 45 km östlich von Vigo in der Provinz Pontevedra, Region Galicia. Bei Straßenbauarbeiten nahe Franqueira zwischen 1989 und 1992 wurden edelsteinführende Pegmatite mit Smaragd, Phenakit und Chrysoberyll (Alexandrit) angeschnitten. Die Paragenese dieses Vorkommens ist ähnlich der von Takovaja im Ural. Die Smaragde sind tiefdunkelgrün und treten in meist verformten Kristallen bis zu 10 cm Größe auf. Die Phenakite sind in Phlogopit eingebettet. Sie sind rauh, farblos bis weiß und in Kristallen bis 2 cm ausgebildet. Chrysoberyll kommmt als Varietät Alexandrit vor. Manche Kristalle sind nahezu perfekt. Die Größe variiert von 2 mm bis zu einem Zentimeter. Das Vorkommen ist wenig bekannt. Gute Stufen der o.a. Mineralien wurden 1992 auf den Börsen in Bilbao und Barcelona vom Sammler Manuel Mesa aus Oviedo angeboten.

Afrika

Madagaskar

Die bekanntesten madagassischen Smaragdvorkommen sind Pegmatitfelder des Smaragddistrikts Mananjary in der Region Vatovavy-Fitovinany, Provinz Fianarantsoa im zentralen Hochland der Insel. Die ersten Funde wurden in den frühen 1960er Jahren gemacht. Die Farbe der madagassischen Smaragde wird durch dreiwertiges Vanadium, und nicht durch das von der GIA anerkannte Cr erzeugt. Die Smaragdmineralisation tritt in Phlogopiten in Kontakt zwischen Pegmatiten und ultrabasischen bis basischen Gesteinen, gefaltete und boudinierte Amphibolite, auf. Die Bildung erfolgte als Produkt metasomatischer Prozesse während der panafrikanischen Tektogenese.

Neben den bekannten Fundorten Ambalavato, Bevaondrano und Ikalamavony wurde besonders die Lagerstätte Malakialina berühmt, in welcher der bisher größte Beryllkristall mit 18 m Länge und einem Durchmesser von 3,5 m, einem geschätzten Volumen von 143 m3 und einem Gewicht von 380 t gefunden wurde. Eine der weltgrößten Smaragdstufen mit den Maßen 125 x 78 x 55 cm wurde im Jahr 2007 in der Smaragdgrube Morafeno geborgen und befindet sich im Besitz eines chinesischen Geschäftsmannes in Hongkong.

Der Smaragdbergbau in Madagaskar ist sehr kostenintensiv, da es weder eine stabile Infrastruktur noch eine funktionsfähige Telekommunikation gibt und technische Wartung extrem teuer ist. Des Weiteren fehlt Investitionskapital und technische Expertise. Dessen ungeachtet wird das Potential als sehr hoch eingeschätzt.

Südafrika

Kleinere Kristalle in einem intensiven Grün kommen in kaliumreichen, berylliumhaltigen Pegmatiten vor, wo sie in ultramafische komatitische Schiefer des Murchison Greenbelts intrudierten. Die bekannteste Lagerstätte ist die Gravelotte Emerald Mine bei Gravelotte, Murchison Range in der Provinz Limpopo.

Zambia

Die Lagerstätten der Smaragdregion Ndola im Rural District, resp. die Lagerstätten Kagem, Miku bei Kitwe und Mufulira bieten ein enorm großes geologisch mineralogisches Potential, welches jedoch bis Anfang des 21. Jh. nicht erschließbar war, da die Regierung praktisch alle Aspekte der Smaragdindustrie kontrollieren wollte. Die jährliche Ausbringung an Rohsteinen wird auf ca. 100 Mio. US$ geschätzt. Dies setzt jedoch effiziente Untertageabbaumethoden und aufzubringendes Kapital voraus, welches durch Regierungsgarantien geschützt werden muss, bevor private Bergbaugesellschaften die notwendigen Investitionen vornehmen. Die Smaragde kommen in Talk-Magnetit-Schiefern vor, welche in Nachbarschaft zu Pegmatiten liegen und können u.a. auch Turmalin- und Biotiteinschlüse tragen. Frische Schiefer werden von den Bergleuten als Paidas bezeichnet, gealterte Schiefer heißen Chikundula. Die Kristalle sind äußerst klar, etwas bläulicher und deutlich dunkler als kolumbianische Steine. Kleinere Steine werden Ubulunga genannt. Ca. 40% aller im Jahr 1989 in den USA verkauften Smaragde kam von Zambia. Die Qualität der Steine ist sehr hoch.

Zimbabwe

Im Gebiet der Lagerstätte Sandawana wurden seit Mitte der 1990er Jahre pro Monat durchschnittlich 60 kg gemischtgradige Rohsteine gefördert. Die Smaragde sind meist sehr klein, in einer Größenordnung von 0,5 Karat oder kleiner, haben eine ausgezeichnete Farbe, welche jedoch, wenn die Steine größer sind, wolkig wird. Die Smaragde kommen in Schiefern vor, welche durch Pegmatite und Quarzgänge durchdrungen sind. Charakteristisch sind Einschlüsse von Tremolit. Der Refraktionsindex ist etwas höher als bei kolumbianischen oder brasilianischen Smaragden.

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Madagaskar
Grube Andikalalana, Andikalalana
Provinz Antananarivo
Größe: 3,9 x 2,6 cm
Foto: Minerals and Fossils

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Nigeria
Jos-Plateau
Größe: 2 x 1,5 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Südafrika
Smaragd in Schiefermatrix
Cobra Pit, Gravelotte Mine
Größe: 1,7 x 1 cm
Foto: Rob Lavinsky

Asien

Afghanistan

Afghanistans Edelsteinlagerstätten liegen im Hindukush im nordöstlichen Teil des Landes, nördlich und östlich der Hauptstadt Kabul. Smaragde werden zum größten Teil im Panjshir-Tal im Distrikt Hessa-e-Say in der Provinz Parvan auf Höhen zwischen 3.000 bis 4.000 m gefunden. Die Gruben können nur in mehrstündigem Marsch in rauem und steilem Gelände zu Fuß erreicht werden.

Die wichtigsten Gruben im Panjshir-Pegmatitfeld sind: Darkjenj, Mikeni, Butak, Darun, Bakhi, Kamar Saphet und Buzmal, auch Buzmul oder Dasht-e-Rewat genannt, die älteste Grube in der Region. In Nuristan, östlich von Panjshir in den Provinzen Laghman und Konar, sind die Smaragdgruben Lamonda und Korgun in Laghman bekannt. Weitere Abbauaktivitäten auf Smaragd gibt es in den Lagerstätten Budel (Badel) in der Provinz Ningarhar und Khaash in der Provinz Badakhshan. Auch aus der Rubinlagerstätte Jagdalak im Distrikt Sorobi zwischen Jalalabad und Kabul sind Smaragde auf den Markt gelangt.

Obwohl bei archäologischen Ausgrabungen einer alten griechischen Stadt in Badakhshan, dem alten Baktrien im hellenistischen Königreich, edler Beryll gefunden wurde, gibt es keinen Hinweis auf irgendwelche Bergbauaktivitäten. Die Vorkommen wurden erst 1970 von russischen Geologen gefunden und erst Mitte der 1970er Jahre begann der erste organisierte Abbau von Turmalin, Rubin, Kunzit und Smaragd.

Die Smaragde kommen in schmalen Adern vor, welche ordovizisch-silurischen (ca. 400 Mio. Jahre) Gabbro durchschneiden. Nebengesteine sind metamorphisierte Kalksteine, Kalkschiefer, Phyllite und Glimmerschiefer. Die bis zu 15 cm mächtigen Adern selbst bestehen aus Quarz, Ankerit und Albit und sollen sich hydrothermal aus magmatischen Intrusionen eines Quarz-Feldspat-Porphyrs gebildet haben. Der Smaragd ist in der Regel von Pyrit begleitet. Die Farbe der Smaragde ist dunkelgrün und die Qualität ähnlich der Steine von Muzo in Kolumbien.

Die Abbaurechte gehören der Regierung, wenngleich der Bergbau von privaten Unternehmern, zumeist Stammeszugehörigen, betrieben wird. Der Zugang zu den Gruben ist für Ausländer - bis auf sehr wenige Ausnahmen - unmöglich. Der größte Teil der abgebauten Rohsteine wird über die Grenze nach Pakistan geschmuggelt, meist nach Peshawar, dem Zentrum des Edelstein- und Mineralienhandels. Das Zukunftspotential an Smaragden, sowie anderen Pegmatit-Edelsteinmineralien, wird als sehr hoch eingeschätzt

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Gamitha, Laghman, Nuristan, Afghanistan
Größe: 6,2 x 4,6 cm
Foto: Kevin Ward

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Panjshir-Tal, Hessa-e-Say, Afghanistan
Größe: 2,1 x 1,7 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Panjshir-Tal, Hessa-e-Say, Afghanistan
Größe: 4,5 x 3,7 cm
Foto: Kevin Ward

China

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Dayakou, Wenshan, Landkreis Malipo
Yunnan, China
Größe: 4,5 x 3,8 cm
Foto: Fabre Minerals

Dayakou in Yunnan

Die ersten Smaragde Chinas wurden im Jahr 1984 bei Dayakou im Wenshan-Gebirge in der Provinz Yunnan entdeckt. Das Mineral tritt in smaragdführenden Pegmatitgängen von 10 bis mehrere 100 m Länge und bis zu 1,5 m Mächtigkeit in kambrischen metamorphen Gesteinen im Kontakt mit Yenshan-Laojunshan-Granit auf. Der Smaragd wird meist von Scheelit begleitet. Die häufigsten Gangmineralien sind Feldspat, Quarz, Glimmer und Turmalin. Die hellgrünen bis gelblichgrünen Smaragdkristalle sind gewöhnlich hexagonale Prismen und Tafeln von 2 - 10 cm Länge. Der größte bisher gefundene Kristall ist 30 cm lang und 0,2 - 1 cm dick. Die Wenshan-Smaragde enthalten 0,2-0,3% Chromoxid und 0,98-1,31% Vanadiumoxid.

Davdar in Xinjiang

Der kleine Ort Davdar liegt nahe des Kunjerab-Passes (Grenze zwischen Pakistan und China)und nahe der Stadt Tashkurgan im Süden von Xinjiang, in Sichtweite des Karakorum Highway. Die Smaragdvorkommen der hydrothermalen Lagerstätte wurden etwa im Jahr 2000 entdeckt und bis etwa 2005 illegal abgebaut. Um die Quelle der Steine zu verheimlichen, wurden diese in Peshawar in Pakistan als Panjshir oder pakistanische Smaragde verkauft. Seit 2007 werden die Lagerstätten, welche auf einer Höhe von 3.673 m liegen, von einer chinesischen Firma sowie von Arbeitern aus Peshawar ganzjährig bearbeitet.


Indien

Indische Smaragde haben stets einen leichten Hauch einer Blaufärbung. Sie kommen im Nordwesten des Subkontinents nahe Ajmer und Udaipur in Rajahstan vor. Die Lagerstätten liegen im Einzugsbereich des Aravalli-Gebirges. Die Mogule Indiens, darunter auch der Erbauer des Taj Mahal, Shah Jahan, liebten Smaragde so sehr, dass sie in größere Steine Texte aus dem Koran einschneiden ließen und diese als Talisman trugen. Diese großen Steine und besonders der bereits im Abschnitt "Größte Smaragde" angeführte Mogulsmaragd stammen jedoch nicht aus indischer Erde, sondern gelangten über Handel und in Form königlicher Geschenke von Kolumbien zu den Mogulen, welche einige der berühmten Smaragde im Lande schleifen ließen.

Pakistan

Im Swat-Tal in der Northwest Frontier Province (NWFP) in Pakistan liegen die drei bekanntesten Vorkommen Mingora (historisch), Shamozai und Gujjar Killi. Die Smaragde sind den kolumbianischen Smaragden in Bezug auf Qualität ebenbürtig. Das smaragdführende Pegmatitfeld am 4.500 m hohen Khaltaro im Haramosh-Gebirge (Kaltoro, Ryjud)im Distrikt Gilgit, Northern Areas, gehört zu den jüngsten Smaragdlagerstätten der Welt (ca. 9 mio Jahre). Weitere Vorkommen bei Barang-Turghao (Mor-Darra) in der Bajaur Agency, Federally Administered Tribal Areas (FATA). Ein moderner Abbau der Smaragde war bisher nicht möglich, da sich die pakistanische Regierung, welche die Smaragdindustrie seit Dekaden kontrolliert, sich der Entwicklung technisch fortgeschrittener Abbaumethoden und eines modernen Marketings entgegengestellt hat. Eine effiziente Förderung der nicht unerheblichen Reserven kann nur erreicht werden, wenn sich die Regierung heraushält und wenn größere Investitionen in die Erschließung und die Vermarktung getätigt werden.

Nordamerika-USA

North Carolina

Die ersten Smaragde wurden 1875 auf dem Gebiet der Rist und Ellis Properties im Nordwesten von Hiddenite im Alexander County abgebaut. Kristalle bis 11 cm Kantenlänge waren nicht ungewöhnlich. Der Carolina Smaragd und der Carolina Queen-Smaragd gehören zu den beiden bekanntesten Steine, die in dieser Lagerstätte gefunden wurden.


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Weblinks


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