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Albit
Magnet Cove, Arkansas, USA
Größe: 10,4 x 7,3 x 4,2 cm
Foto: Rob Lavinsky

Feldspat

Albit

Na1.0-0.9Ca0.0-0.1Al1.0-1.1Si3.0-2.9O8

Endglied der Plagioklas-Serie

Das Wort Albit leitet sich vom lateinischen Albus = weiß ab, welches die charakteristische Farbe des Minerals ist.


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Albit mit Schörl, Orthoklas und Quarz
Größe des Kristalls: 15 x 10 x 4mm
Fundort: San Piero in Campo, Campo nell'Elba, Elba, Toskana, Italien
Foto, Eigenfund und Sammlung: Sarah Sudcowsky

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Albit auf Aquamarin
Xuebaoding-Massiv, Landkreis Pingwu
Präfektur Mianyang, Szechuan, China
Größe: 6 x 5 x 7 cm
Sammlg.:Collector
Foto: Russell Rizzo

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Albit mit deutlichem Parallelwachstum
Selten derart transparente Kristalle
Chisone-Tal, Torino, Italien
Größe: 2,4 x 1,7 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Albit-Varietät Cleavelandit
Penalva do Castelo, Viseu, Portugal
Kristallgröße: Bis 7 mm
Sammlg. und Foto: Martins da Pedra

Der trikline Albit kommt gewöhnlich in tafeligen Kristallen {010}, teilweise gebogenen Kristallen bis etwa 3 cm Größe vor. Er bildet divergierende Aggregate sowie körnige und spaltbare Massen. Albit bildet Zwillinge nach verschiedenen Gesetzen (Kontakt-, einfach, multipel). Er ist gut nach {001} spaltbar, sehr gut nach {010} und weniger gut nach {110}. Der Bruch ist muschelig, die Härte ist 6 - 6,5, die Dichte 2,60 - 2,65. Das Mineral ist weiß, grau, bläulich, grünlich, rötlich, manchmal mit Chatoyance-Effekt. Es ist transparent bis durchscheinend und hat einen typischen Perlglanz.

Es existieren Niedrig- und Hochtemperatur-Modifikationen der Kristallstruktur.

Das Mineral kann ein Hauptbestandteil von Graniten, Granitpegmatiten, Alkali-Dioriten und Basalten sein und kommt häufig in hydrothermalen und alpinen Gängen und Klüften vor. Als Entstehungsursache wird angenommen, dass Albit sowohl ein Produkt der Kaliummetasomatose als auch von Niedertemperatur und Niederdruck metamorpher Fazies sowie einiger Schiefer ist. Detrital und authigen in Sedimentgesteinen. Die häufigsten Begleitmineralien sind Quarz, Orthoklas, Muskovit, Biotit und "Hornblende".

Die wichtigste Albit-Varietät ist Periklin, welcher nach der b-Achse gestreckt und nach der Basis hin abgeplattet ist. Periklin ist fast immer verzwillingt, seine Kristalle erreichen Größen bis 20 cm. Er ist ein häufiges Mineral in intermediären Gneisen und glimmerreichen Gesteinen. Als Begleiter treten auf: Adular, Chlorit, Titanit, Apatit; auch Calcit, Ankerit und Rutil. Weitere Albit-Varietäten wie Cleavelandit und Peristerit sind unter > Varietäten beschrieben.

Die weltbesten Albit- und Periklinkristalle kamen und kommen aus den Schweizer Alpen (Gotthard, Tavetsch), vom Roc Tourné und Bourg d'Oisans (Savoyen, französische Alpen), vom Zillertal (Österreich) und vom Pfitschtal (Südtirol, Italien) sowie von Baveno am Lago Maggiore und von der Insel Elba. Berühmte Vorkommen in Mursinka und Miass im russischen Ural; den Karakorum-Himalaya-Gebirgen in Pakistan und Indien sowie von Virgem da Lapa und Morro Velho (Brasilien). Gute Kristalle auch aus Nordamerika von Haddam und Middletown (Connecticut), Amelia (Virginia), Macomb und Pierrepont (New York), Pala und Mesa Grande, San Diego (Kalifornien), Prince of Wales Island (Alaska) und von Bathurst und Wicklow in Ontario, Kanada.


Schweiz

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Das Binntal: Hier Gischigletscher und
Kriegalp (Chriegalp), Schweiz
Foto: Aletsch

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Albit - Varietät Periklin
Klassisches alpines Vorkommen von der Gibelmatte,
Mättital, Binntal, Wallis, Schweiz
Größe: 12 x 8,2 cm
Sammlg. und Foto: Aletsch

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Albit - Kristalle bis 2 cm
Cap. del Forno, Fornogletscher
Bergell, Graubünden, Schweiz
Sammlg. und Foto: Erik

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Albit - Varietät Periklin
Soglio, Bergell, Graubünden, Schweiz
Größe: 5,8 x 7,5 cm
Sammlg. und Foto: Collector

Albit ist ein weit verbreitetes Kluftmineral in Gneisen, Glimmerschiefern, Grüngesteinen und Kalkschiefern. Von den zahlreichen bekannten Schweizer Vorkommen stammen sehr gut ausgebildete, meist porzellanweiße und tafelige reine Albit-Kristalle: Kanton Uri (Intschi Tobel im Reußtal), Kanton Graubünden (Val Nalps, Tavetsch und von der Alp Rischuna im Valsertal, Camperio an der Lukmanierstraße). Vom Piz Beverin und von der Nollaschlucht SW von Thusis kamen Kristalle bis 5 cm. Die besten Schweizer Vorkommen der Albit-Varietät Periklin liegen im Gotthard-Massiv. Die bekanntesten Fundstellen bester Perikline sind: Im Wallis ausgezeichnete Kristalle vom Fieschergletscher bei Goms sowie von Ernen und vom Rufibach bei Steinhaus, Goms; in Uri im Hospental bei Urseren, bzw. am Bristenstock, im Tessin im Val Tremola am südlichen Gotthardpass, am Pizzo Centrale am nordöstlichen Gotthardpass, am Scopi und im Val Canaria NE von Airolo; exzellente Stufen vom Pizzo Luzendro und von der Fibbia. In Graubünden wurden schöne Perikline im Oberen Medelsertal, am Piz Vallatscha (Lukmanier) und im Val Casatscha gefunden. Feine Kristalle auch im Kanton Wallis vom Simplontunnel, vom Mättital im Binntal (bis 20 cm) und von Soglio im Bergell.


Österreich

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Teufelsmühle im Habachtal, Hohe Tauern
Salzburg, Österreich
Fundort gut ausgebildeter Periklinkristalle
Foto: Christian Hausen

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Das Pfitscher Joch; der Talübergang vom
österreichischen Zamser Grund im
hinteren Zillertal zum Südtiroler
Pfitscher Tal
Zeitgenössische Aufnahme Anfang 20. Jh.
Archiv: Collector

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Alpiner Albit
Teufelsmühle, Habachtal, Hohe Tauern
Salzburg, Österreich
Größe: 8,4 x 6,5 cm
Sammlg. und Foto: Aletsch

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Albit-Varietät Periklin
Bärensteig-Schlucht, Breitfuß
Großer Finagl, Habachtal, Hohe Tauern
Salzburg, Österreich
Foto und Sammlg.: Aletsch

Erstklassige Albitstufen stammen aus der Steiermark: von der Magnesit-Lagerstätte Sunk bei Trieben; von Wernersdorf bei Wies (im Steinbruch im Tal der Weißen Sulm bis 10 cm) und Schwemmhoislbruch bei Deutschlandsberg (woher riesige Titanite kamen) bis 12 cm große, attraktive, jedoch trübe Kristalle. Weitere Vorkommen gut ausgebildeter Albite sind in den Ostalpen: Zillertal (Greiner und Rotnkopf), Schmirn im Wipptal, im Floitental mit Zeolithen. Sehr gute Kristalle vom Söllnkar, dem Hopffeldboden, Gamskar und Seebachkar; vom Großvenediger, der Knappenwand, aus dem Rauris (Grieswies), aus dem Ankogel-Gebiet, dem Großen Happ in der Dorferalpe (wasserklare transparente Kristalle), dem Virgental und Schellgaden im Lungau. Aus den Ostalpen stammen auch die besten Kristalle der Albit-Varietät Periklin: (Rauris (Grieswiesalpe, Sonnblick, Glockkaserkar, Hocharn) Habachtal (Maieralm bis 5 cm, Teufelsmühle und Leiterkogel Superstufen mit Adular, Kratzenberg und Hollersbachtal (hier auch bei Weißeneck, der Speibingklamm, vom Kratzenberg und an der Hohen Säule ordinärer Albit bis 6 cm)), Stubachtal, Zillertal, Schmirn in Nordtirol u.a.) sowie Periklinklüfte in Gertrusk (Saualpe, Kärnten).


Brasilien

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Albit-Varietät Cleavelandit, mit Muskovit
Fundort: Minas Gerais, Brasilien
Foto: Lourenco B. Santos
Sammlung: Collector

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Albit - Varietät Cleavelandit mit Turmalin
Fundort: Aracuai, Minas Gerais, Brasilien
Foto: Lourenco B. Santos
Sammlung:Collector

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Albit auf Epidot
Kristall 5,3 cm
Fundort:Capelinha(s), Minas Berais, Brasilien
Foto: Christian Rewitzer
Sammlung Collector

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Albit mit Quarz und Epidot
Fazenda Rubin Pimenta Mine
CApelinha, Minas Gerais, Brasilien
Größe: 8 x 5 cm
Sammlg. und Foto: Martins da Pedra

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Albit - Varietät Cleavelandit
mit einem zentralen Orthoklas-Kristall
Coronel Murta, Minas Gerais, Brasilien
Größe: 8,5 x 11 cm
Sammlg. und Foto: Collector

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Albit - Varietät Cleavelandit
Mina Urubu, Urubu-Pegmatit, Itinga
Minas Gerais, Brasilien
Größe: 9,1 x 6,5 cm
Sammlg. und Foto: John Sobolewski

Andere weltweite Vorkommen

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Pakistan
Albit auf Schörl
Skardu, Northern Areas, Pakistan
Größe: 7 x 6 cm
Foto: Dan Weinrich

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Pakistan
Cleavelandit mit Turmalin
Stak Nala, Haramosh-Gebirge, Baltistan
Größe: 9,9 x 8,5 cm
Foto: Rob Lavinsky

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Namibia
Albit in idiomorphen Kristallen
Gamsberg, Region Khomas, Namibia
Größe: 4,5 x 7,3 cm
Foto: Rob Lavinsky

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USA
Albit in typischer Ausbildung
Lake George Park County, Colorado, USA
Foto: Dan Weinrich


Weitere Informationen außerhalb des Feldspatportraits

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