'._('einklappen').'
 

BILD:1189828995

Weiße, abgeflachte Anorthoklaskristalle von 5 - 15 mm in einer Rhyolith-Porphyrmatrix
Jurassische Intrusion Turtleback Complex
Northern Puget Sound, Orcas Island
San Juan County, Washington, USA
Sammlung und Foto: Collector

Feldspat

Anorthoklas

(Na,K)AlSi3O8

Nach den griechischen Worten für schief oder schräg und für Bruch (Beschreibung der Spaltbarkeit). Im übertragenen Sinne: Nicht-Orthoklas, d.h., er ist nur äußerlich dem Orthoklas ähnlich.


Der trikline Anorthoklas kommt in Form kurzprismatischer, tafeliger und nach {010} abgeflachter rhombischer Kristalle bis zu 5 cm Größe vor. Zwillinge nach den Bavenoer-, Karlsbader- und Manebacher Gesetzen sind häufig; polysynthetische Zwillinge nach dem Albit- und/oder Periklingesetz erzeugen ein Gittermuster ({100}). Das Mineral ist farblos, weiß, blass cremegelb, rot, grün und transparent. Es besitzt Perlglanz. Seine Härte ist 6, seine Dichte 2,56 - 2,60.

Anorthoklas kommt in Hochtemperatur-Na-vulkanischen und hypabyssalen Gesteinen vor. Er tritt weltweit recht häufg auf. Die weltbesten Kristalle stammen von den Paantellaria- und Ustica-Inseln (Italien), Larvik (Norwegen), Berkum (NRW, Deutschland), von der Insel Grande Caldeira (Azoren). Bekannte afrikanische Fundstellen sind Ropp (Nigeria), der Mt. Kenya in Kenia und der Kilimanjaro in Tansania. Auch von Chilposan (Nord-Korea), Ogaya, Toyama und Madarajima, Saga in Japan; Kakanui (Neuseeland), Mt. Anakie und Mt. Franklin (Victoria, Australien). In den USA von Boron in Kalifornien und vom Puget Sound in Washington.

Sehr große bräunlich-graue Anorthoklas-Kristalle gibt es vom Vulkan Mt. Erebus (3.794 m) auf Ross Island, Antarctica. Sie sind in der Regel flachtafelig und treten fast imer als Schwimmer auf. Die Kristalle entstehen im Magma des Erebus und werden in Form von Phonolith-Lava, bzw. als glasige Vulkanbomben ausgestoßen. Das Glas der Bomben verwittert relativ schnell, wobei die Anorthoklas-Kristalle übrigbleiben und die zuerst freigelegten Kristallflächen sukzessive ebenfalls Verwitterungsflächen bilden. Ähnliche große Kristalle identischer Bildung finden sich weltweit nur am Mt. Kenya in Kenia.

BILD:1201352213

Der Vulkan Mt. Erebus, Ross Island
USGS - Public Domain
Antarctica

BILD:1237275677

Ein idiomorpher Kristall mit
leicht verwitterter Oberfläche
Größe: 4,5 x 2,5 cm
Foto: Rob Lavinsky

BILD:1189769187

Anorthoklas mit noch erkennbaren Resten
der blasigen, glasartigen Lava, in
welcher er gewachsen ist
Mt. Erebus, Ross Island, Antarktika
Foto: Christian Rewitzer



Weitere Informationen außerhalb des Feldspatportraits

Weitere Bilder und technische Informationen zu Anorthoklas


Durchblättern

Mineralienportrait/Feldspat [ Vorherige: Anorthit | Nächste: Banalsit ]