'._('einklappen').'
 

Fluorit

Übriges Afrika


Kenia

Geografie

Ostafrikanisches Land, benachbart zu Äthiopien im N, Sudan im NW, Uganda (Lake Victoria) im W, Tanzania im S und SE, Somalia im E; die SE-Grenze bildet der Indische Ozean. Zentrales Hochland (höchster Berg Mount Kenya, 5.199 m), niedere Küstenebenen. Hauptstadt ist Nairobi.

Geologie

Präkambrische bis frühpaläozoische Gneise und Migmatite, welche große Komplexe bilden, devonisch-silurische metamorphe Gesteine (Quarzite, Pelite, Kalksteine und Schiefer, hochgradig metamorphe graphitische Marmore und Amphibolite der Turoka-Serie), wenige Granitintrusionen. Im Mesozoikum bis zum frühen tertiär magmatische Intrusionen mit der Bildung von Plateau-Laven (Basalte, Phonolithe, Trachyte und Trachybasalte, Intrusivzentren in Form von Schildvulkanen, auch Carbonatitzentren). Kenya ist Teil des ostafrikanischen Riftsystems (Great Rift Valley).

Lagerstätten

Gangförmige Flussspatlagerstätten im Kerio-Valley und in den Goldfeldern von Kakamega, zwischen Kisumu und Eldoret.

Saline Vorkommen

  • die Salzseen Magadi, Nakuru und Elmenteita, alle im Rift Valley in SW-Kenya, haben Fluoranteile zwischen 1.100 und 1.700 ppm;
  • das große Trona-Vorkommen im Lake Magadi enthält ca. 22 % Villiaumit und ca. 6 % Fluorit.

Bergbau

Erste Schürfungen im Kerio Valley um 1967, erste Förderung 1971. Offener Tagebau. Die Fördermengen betrugen 1980 ca. 90.000 und um 2000 ca. 200.000 to. Aktuell wird Flussspat in vier Brüchen nahe > Kimwarer abgebaut. Die Kenya Fluorspar Company betreibt eine Aufbereitungsanlage nahe der Lagerstätten. Kenya`s Flussspatreserven werden auf 5,4 Mio. to geschätzt.

Vorkommen

Elgeyo-Marakwet
Gebiet Musgut-Kimwarer, Distrikt Nyanza; > Kerio-Valley, ca. 400 km NW von Nairobi, ca. 60 km NE von Eldoret. > Kimwarer. Eine ca. 10 km2 große Lagerstätte mit Flussspatgängen in teilweise zersetzten präkambrischen Gneisen. Das wichtigste Vorkommen ist > Kimwarer, mit einer Mächtigkeit von ca. 70 m und einer Höhe von 100 m. Die Reserven an Flussspat wurden auf etwa 10 Mio. to geschätzt. Der Flussspat kommt gangförmig in körnigen Aggregaten und als kompakte Massen i.d.R. mit Kalkstein und sporadisch Graphit vor. Bei Buru und Kugu Carbonatite. Baryt, Fluorit, Bastnäsit, Calcit, Goethit, Hämatit, Monazit, Parisit-(Ce), Psilomelan, Siderit und Synchisit-(Ce).

Literatur

  • Bois, C.G.P. du; Walsh, J.; 1970; Minerals of Kenya; Geol. Surv. of Kenya Bull.; 11
  • Clarke, G.; 1987; The world`s fluorspar industry-following the market; Industr. Min. 3, 37-38
  • Kun, N. de ; 1965; The mineral resources of Africa
  • Nyambok, L.O.; Gaciri, S.J.; 1976; Geology of the fluorite deposits in the Kerio Valley, Kenya. Econ. Geol., Lancaster,70,2:299-307
  • Pulfrey, W.;1960; The geology and mineral resources of Kenya. Kenya Colony Protect.Min.Geol.Dept.Geol.Surv.Kenya Bull:2,1-41
  • Reed, A.H.; Clarke, R.G.; 1976; The mineral industry of Kenya, Tanzania and Uganda; US Bureau of Mines Min. Yearbook, 1973; 3, 533-545


Fluorit
Fluorit

Ein Quarzkristall von 14,5 cm Länge, in welchen zahlreiche purpurfarbene Fluorit-Oktaeder eingeschlossen sind.

Jasun McAvoy

Madagaskar

In der mineralreichen Republik Madagaskar sind keine Flussspatvorkommen von wirtschaftlicher Bedeutung bekannt. Auch als Mineral tritt Fluorit nur sehr selten auf.

Aus Amborompotsy in der Region Ambatofinandramana, SE von Ambositra, stammen Quarzkristalle bis mehrere cm Länge, in welchen dunkelviolette und grüne Fluorit-Oktaeder eingeschlossen sind. Interessante Fund seit 2005. Im Durchschnitt ca. 6 cm große Quarze mit max. 2,5 mm violetten Fluoritoktaedern wurden auf der Tucson-Show 2005 für Preise zwischen US$ 80 und 180 verkauft.



Malawi

(bis 1964 brit. Protektorat Nyassaland)

Geografie

Land im südlichen Afrika, angrenzend an Mozambique im S und E, Zambia im W und Tansania im N. Schmale, längliche Täler, Ebenen, gerundete Hügel, einige Berge. Ca. 30 % des Landes nimmt der Malawi-See ein, welcher das Land von Tansania trennt. Im N das Nyika-Plateau, im S die Mulanje- und Malosa-massive. Höchste Erhebungen sind der Mount Mulanje (3.250 m) und der Sapitwa (3.002 m). Hauptstadt ist Lilongwe.

Geologie

Ein präkambrischer bis frühpaläozoischer mobiler Gürtel metamorpher Gesteine sedimentären oder magmatischen Ursprungs (im N Biotit- und Hornblendegneise, Marmor und Quarzite, intrudiert von grantischen, pegmatitischen, mafischen und ultramafischen Gesteinen; im S Charnockite und Granulite, intrudiert von Syeniten und Graniten) welche im Mesozoikum intrudiert wurden (im S die Chilwa-Alkaliprovinz mit zwei großen Syenit-Nephelinsyenitmassiven, Pyroxenitkomplexen und Carbonatitzentren, im N Kimberlitbrekzien, Dolerit, Diorit und Pyroxenit, überdeckt mit permo-triassischen Sedimenten (Karroo-System). Malawi ist (ein weitestgehend nicht-vulkanischer) Teil des ostafrikanischen Riftsystems.

Lagerstätten

Die Fluoritvorkommen liegen fast ausnahmslos im S und SW des Chilwa-sees. Sie sind zum großen Teil an mesozoische Nephelinsyenite und Pyroxenite innerhalb alkalischer Ringkomplexe gebunden.

Mzimba
Ca. 250 km N von Lilongwe. Pegmatite. Im gesamten Gebiet Vorkommen von abbaubarem Glimmer, Beryll (Aquamarin), sowie REE-Mineralien (Pyrochlor, Nb, Ta). Hellviolett-grünlich verfärbter kristalliner Fluorit, sowie tw. größere komplexe und verzerrte Oktaeder und Kub'Oktaeder.

Nkalonje
Südlich des > Chilwa-sees, ca. 20 km SW von Tundulu. Innerhalb eines jurassisch-cretazäischen Carbonatit-Ringkomplexes fenitisierte Granulite und Gneise mit einem Nephelinsyenit (Biotit-Ägirin-Foyait) Intrusionskörper mit Brekzien und Konglomeraten. Kontaktmetasomatische Lagerstätte, in welcher Flussspat in bis zu 30 cm mächtigen und bis 70 m langen Quarz-Flussspatbändern in Form grauer bis dunkelgrüner körniger Massen im Nephelinsyenit vorkommt. Das Vorkommen wurde 1972 von Reynolds International prospektiert.

Literatur

  • De Kun, N. de.; 1965; The Mineral Resources of Africa
  • Garson, M.S.; 1965; Carbonatites in Southern Malawi; Malawi Geol. Surv. Bull.; 15, 108-110
  • Geol. Survey; 1990; Mineral Resources and Occurences; Zomba;
  • Manos, A.; 1977; Fluorspar: In: Industr. Min. of Malawi; Ind. Min.: 123, 62-63
  • Ministry of forestry and natural resources; 1993; The mineral resources of Malawi


Mosambik

Geografie

Land im südlichen Afrika, ehem. portugiesische Kolonie. Benachbart zu Sambia, Malawi und Tansania im N, Simbabwe im W, Swaziland und Südafrika im S. Im E der Mozambique Channel (Straße von Mozambique). Im Zentrum und W Bergland, im W und NW Hochplateaus (Serra Namuli, Serra Gorongosa); meist jedoch Küstenniederungen. Höchster Berg ist der Monte Binga (2.436 m). Hauptstadt ist Maputo.

Geologie

Präkambrische Granite und Metamorphite (Kyanit), frühpaläozoische metamorphe Gneise, Marmor und Skapolith-Gneise. Kalksteine. Sporadische Intrusionen von Anorthositen.

Lagerstätten

Flussspatgänge und Linsen in Quarz-, Baryt-silikatischen Brekzien und Nebengesteinen; tw. heterogenetisch in Magmatiten. Massiver, körniger bis schalig aufgebauter Flussspat. Paragenese: Galenit-, Sphalerit-Cu-Sulfide. Fluorit kommt auch paragenetisch in Ta-Nb-Be-Sn-führenden Pegmatiten vor.

Fluorit
Fluorit

Fluorit aus Pegmatiten; Händlerangabe: Nahe Gile, wahrscheinlich aus den Alto Ligonha Pegmatiten, Mosambik; Größe: 3,5 x 5 cm

John Veevaert
Fluorit
Fluorit

Fluorit aus Pegmatiten; Händlerangabe: Nahe Gile, wahrscheinlich aus den Alto Ligonha Pegmatiten; Größe: 7,2 x 5,3 cm

John Veevaert

Vorkommen

Alto-Ligonha-Pegmatite
Ribaue-Alto Ligonha Distrikt, Provinz Zambezia, NE-Mosambik; ein Gebiet von ca. 200 km Durchmesser um Alto Ligonha (Ca. 60 km SW von Nampula. Prä-Karoo-metamorphe Gesteine (Gneis-Migmatit-Komplex) und granitische Intrusionen (wahrscheinlich proterozoisch oder jünger). Das Alto Ligonha-Bergbaurevier lieferte zwischen den 1930er und 1970er Jahren ausgezeichnet kristallisierte Pegmatitmineralien; darunter exzellenter Elbait, Beryll, Stibiotantalit, Ferrotantalit, Topas, Zirkon und andere, tw. seltene Spezies. Anfang der 1950er Jahre wurden ca. 5 t Flussspat-Konzentrat aus Roh-Flussspat des Piteia-Pegmatit verschifft; in dieser Grube kam Fluorit zusammen mit Fluorapatit, Topas und Lepidolith in Form grüner Massen vor. Aus einigen dieser massiven Stücke brachen die Bergleute Spaltoktaeder. Aus der Mina Muiane wird über kub'oktaedrische Kristalle berichtet.

Canxixe
SW von Chemba; Berg Monte Geramo. Präkambrische Gneise und Granite und Basalte; Karoo-Sedimente. Flussspat-Quarzgänge. Reserven wurden auf 160.000 t geschätzt.

Chioco-Djanguire
Distrikt Tete; Gebiet Chicoa; S des Lago de Cahora Bassa; ca. 140 km NW von Tete; Flussspatprovinz. Präkambrische Gneise; auch basaltische und ryolithische Gesteine. Flussspat-Quarz-Gänge. Reserven zwischen 95.000 bis 532.000 t geschätzt.

Gile Unbestätigte Fundortangabe. Gile ist ein Wild-Nationalpark nahe Pebane südlich des Flusses Ligonha; von hier sind keine pegmatitischen Flussspatlagerstätten bekannt.

Maringue-Macossa
Distrikt Manica e Sofala; ca. 250 km NW von Beira, nahe des Ortes Canxixe; Berg Monte Djalira. Präkambrische bis frühpalaäozoische metamorphe Granite und Granulite ím Bassin des Sambesi-Flusses. Lagerstätte, in welcher der Flussspat einmal in mehreren hundert Meter langen Körpern mit einer Mächtigkeit im Meterbereich, aber auch als Imprägnation in Quarzgängen mit einer tw. kilometerlangen Ausdehnung vorkommt. Das Vorkommen wurde 1960 prospektiert; in der Folge wurden einige zehntausend Tonnen Flussspat gefördert. Die Reserven werden als bedeutend erachtet. Der i.d.R. würfelige, farblose bis hellgrünliche bis leicht gelbliche Flussspat tritt zusammen mit Quarz (Chalcedon); teilweise Calcit und etwas Pyrit auf. Fluorit-Schwimmer bis mehrere cm-Kantenlänge.

Literatur

  • Bandy, M.C., 1951; The Ribaue-Alto Ligonha pegmatite district, Portuguese East Africa. Rocks & Min.: 26, 9-10, 512-521
  • Behier, J.; 1957; Minerais de provincia de Mocabique; Prov. de Mocambique Serv. de Industr. e Geologia Bol.; 22
  • Chermette, A.; 1964; Le spath-fluor en Afrique du Sud; L`Echo des Mines et Métallurgie; Nos.: 3583, 3584, 3585, 3586, 3587
  • Dias,M.B., Wilson, W.E., 2000; Famous mineral localities: The Alto Ligonha pegmatites (Mozambique). Min.Record : 31, 6, 459-497
  • DeKun, N.; 1965; The mineral resources of Africa
  • Jolly, J.L.W.; 1977; The mineral industry of Angola, Mozambique and Guinea Bissau; US Bureau of Mines, Min. Yearbook 1973; 3, 745-769
  • Mozambique Servicio de Geologia e Minas; 1974; Carta de jazigos é ocorrèncias minerais; Lorenzo Marques; 1:2.000.000; noticia explicativa, p.35
  • Putzer, H.; 1970; Mineralische Rohstoffe in Mocambique; Erzmetall: 23, 327-336


Nigeria

Geografie

Westafrikanisches Land, benachbart zu Niger im N, Benin im W, Chad und Kamerun im E und SE; Die W-Grenze bildet der Golf von Guinea. Ebenen im N und S; im Landesinneren Hügel und Plateaus (Jos Plateau, Shebshi-Gebirge, Kutchi Hill). Höchste Erhebung ist der Chappal Waddi (2.419 m). Die wichtigsten Flüsse sind Niger und Benue. Hauptstadt ist Abuja.

Geologie

Teil des afrikanisch-arabischen Festlandblocks mit präkambrischem Sockel. Im S das cretazäische Benue-Becken (Benue trough; resp. Benue Rift-(Graben)-system ähnlich dem Rift-Valley) mit Mississippy Valley-Typ ähnlichen Kalksteinen; im zentralen Teil das ca. 2000 m hohe Jos-Plateau, ein jüngerer per-alkaliner Granitkomplex, im NE die Kanouri-Senke mit Sedimenten.

Vorkommen

Bauchi
Bergkette im Massiv des Jos-Plateaus; ca. 200 km SE der Provinzstadt Kaduna (Plateau State). Präkambrisches Grundgebirge, Alkaligranit-Ring- komplexe und Gabbros aus der unteren Kreide; assoziiert tertiäre, saure Vulkanite. Ausgedehnte Kassiteritvorkommen in (Riebeckit-)Graniten sowie in Greisenzonen aus Quarz und Glimmer. Fluorit kommt in wirtschaftlichen Mengen in Klüften von Stockwerken vor. Paragenese: Quarz, Riebeckit, Cassiterit, Wolframit, Kryolith, Thomsenolith, Topas, Pyrochlor, Columbit, Tantalit und Sulfide.

Benue
Fluss im SE des Landes, welcher bei Lokoja in den Niger mündet und gleichnamiges Becken, resp. Benue-Rift. Pb-Zn-Erzlagerstätten Akwana, Arena und Arufu. Kalksteine aus der Oberen Kreidezeit, welche besonders im oberen Teil des Flusstals, im Gebiet der Provinzstadt Makurdi, hervortreten. Bedingt vergleichbar Mississippi-Valley-Typ-Lagerstätten. Flussspat kommt in abbauwürdigen Mengen in Gängen mit Baryt, Calcit, Galenit, Siderit und Sphalerit vor (Ririwai-Gruben).

Ririwai
s.u. > Benue

Literatur

  • Beer, K.E.; 1952; The petrography of some of the Riebeckite granites of Nigeria; Great Britain Geol. Surv. Rep., 42, 81 p.
  • Farrington, J.L.; 1952; A preliminary description of the Nigerian lead-zinc field; Econ. Geol., 47, 6, 583-608
  • Nigeria, Fed: Of; 1957; Minerals and Industry in Nigeria; Report
  • Orakaja, S.O.; 1973; Possible metallogenetic provinces in Nigeria; Econ. Geol., 68,2,278-280
  • Raeburu, C.; 1948; Minerals and industry in Nigeria; Fed. Govmt. Printer, Lagos
  • Upkong, E.E.; Olabe, M.A.; 1979; Geochemical surveys for lead-zinc mineralisation, Southern Benue Trough, Nigeria. Trans.Instn.Min.Metl. 88, B81-92


Südafrika

Geografie

Land an der Südspitze Afrikas, benachbart zu Namibia im NW, Botswana und Simbabwe im N, Mosambik im NE und Swaziland im E. Im W der Atlantik, im E der Indische Ozean; Scheitelpunkt beider Meere am Cape of Good Hope (Kap der Guten Hoffnung). Im Landesinneren weite Plateaus; zahlreiche NE-SW-streckende Gebirgszüge; schmale Küstenstreifen. Die höchste Erhebung ist der Njesuthi (3.408 m). Der größte Fluss ist der Oranje, welcher die Grenze zu Namibia bildet und bei Oranjemond in den Atlantik mündet.

Geologie

Teil der afrikanischen Plattform. Präkambrisches (archaisch-proterozoisches) Grundgebirge, dessen ältester Teil der Kalahari-Kraton mit dem nördlichen Kalahari- und dem südlichen Karroo-Tafelbecken. Die ältesten (archaischen) Kerne finden sich im Kapvaal-Kraton und in Teilen des heutigen Simbabwe (ehem: Rhodesien-Kraton). Es wird angenommen, dass in die Zeit des Katarchaikums auch die Entwicklung des Bulawayan-Grünsteingürtels (Ultrabasite), fällt. Im Präkambrium wesentliche Tektonik und mgamatische Phasen (ältere Granite) mit Bildung der Witwatersrand- Ventersdorp-Systeme (Quarzite, Schiefer, Konglomerate bzw. Vulkanite), Transvaal-Systeme (Quarzit, Dolomite, Pretoria, Griquatown u.a.). In das frühe Paläozoikum fallen die Formationen Nama (u.a. Fish River und Otavi > Namibia) und Waterberg; Alkali-Syenite, jüngere Granite und Enstehung des gigantischen Bushveld-Komplexes (eine mehrere hundert km lange und bis mehrere km breite Diabas-Norit, auch Granit-Intrusion. Im Kambrium war der Südkontinent Teil von Gondwana. Folgend das silurisch- bis unterkarbonische Cape-Sytem (Table mountain) und das oberkarbonisch- bis jurassische Karroo-System (Lupata- und Stormberg-Vulkanite, Dolerite); das Auseinanderbrechen von Gondwanaland zwischen Jura und Kreide; die cretazäische bis frühtertiäre Epoche mit Kimberliten und Melilitbasalten (Zululand, Natal), im Tertiär Trachyte, Nephelinbasalte; Bildung mariner Betten; im Quartär oberflächliche Kalksteine und Sande der Kalahari.

Lagerstätten

Triassische, stratiforme Lagerstätten in Dolomiten und präkambrische Imprägnationslagerstätten, welche an Alkaligesteins-(Granit)-Intrusionen des Bushveld- und des Pilansberg-Komplexes gebunden sind. Die meisten der südafrikanischen Flussspatvorkommen befinden sich im nördlichen und im nordwestlichen Teil des Landes. Die größten Lagerstätten sind die Vergenoeg Mine im Bereich des Bushveld-Komplexes sowie die bedeutenden Vorkommen im dolomitischen Terrain des Marico-Gebietes. Zahlreiche mehr oder weniger wichtige Vorkommen, meist in Gängen, gibt es auch in der Kap-Provinz und in Zululand (Kwazulu).

Bergbau

1998 wurden 237.000 t Flussspat gefördert.

Vorkommen

Cape

Fluorit
Fluorit

Riemvasmaak, Kakamas Distrikt, Northern Cape Province, Südafrika, ca. Located 100 km W von Upington nahe dem Orange River;
Größe: 8 x 6,7 cm

Kevin Ward
Fluorit
Fluorit

Kakamas, Südafrika; Größe: 2,7 cm

Rob Lavinsky

Kakamas
Bosmanland, Northern Cape, Ca. 65 km SW von Upington am Oranje River. Von einer Farm hellgrüne Fluoritoktaeder bis ca. 7 cm auf und mit Quarz. Gute Funde um 2005.

Kenhard
Bosmanland, a. 110 km S von Upington; Northern Cape. Pegmatite mit bis zu 1 m mächtigen Flussspatgängen in größeren brekziösen Quarzgängen. Bekannte Vorkommen: Blauwskop, Dyasons Klip, > Kakamas, Onseepkans, Pyp Klip West, Styerkraal, Wit Vlei. Paragenese: Calcit, Chaldedon, Galenit, Pyrit, Quarz (Amethyst).

Okiep
Okiep Copper District, Namaqualand, Northern Cape Province, 10 km N von Springbok. Kupferbergbau seit dem Jahre 770. Funde außergewöhnlich gut ausgebildeter Mineralien, darunter auch Fluorit.

Pofadder
Bosmanland, Ca. 200 km SW von Upington, Northern Cape. Neufund um 2000 bis 2006; tief rosaviolette bis purpurfarbene, glänzende modifizierte Kuben (tw. Rhombendodekaeder) mit Feldspat. Im Jahr 2005 Entdeckung von perfekten, bis zu 6 cm großen hellgrünen Kub'Oktaedern auf tw. von Limonit überzogenen Quarzen. Wahrscheinlich identisch mit der Fundortbezeichnung "Pella", einem Ort nahe des Oranje-Flusses, NW von Pofadder (www.mineralgallery.co.za/fluorite (Gerdus Brönn)).

Riemvasmaak
Bosmanland, Northern Cape, Oranje River, SW von Upington. Farblose und uniform hellgrüne Fluorit-Oktaeder, tw. verwachsen und überzogen mit Amethyst. Gute Funde 2005.


Fluorit
Fluorit

Oktaeder von Riemvasmaak; Größe des Kristalls: 2,1 cm

Kiyoshi Kiikuni
Fluorit
Fluorit

Kub'Oktaeder von Pella; Größe: 8,6 x 5,4 cm

Dan Weinrich
Fluorit
Fluorit

Kub'Oktaeder von Riemvasmaak, Südafrika; Größe: 6,3 x 6 cm

Fabre Minerals
Fluorit
Fluorit

Oktaeder von Riemvasmaak; Größe: 4,1 x 3,1 cm

Kiyoshi Kiikuni
Fluorit
Fluorit

Pella; Größe: 3,5 x 4,6 cm

Dan Weinrich
Fluorit
Fluorit

Kakamas, Südafrika; Größe: 10,5 x 8,5 cm

Kevin Ward

Transvaal

Boekenhoutkoek
Bushveld Komplex. Ca. 70 km NE von Pretoria, SE der R 573 bei Mathys Zyn. Bekanntes Vorkommen von Amethyst und sogen. "Kaktusquarzen" in Quarzgängen. Farblose weiße, meist mit drusigem Quarz überwachsene Fluoritwürfel bis 5 cm sowie Perimorphosen von Quarz nach Fluorit. (Cairncross, B., Bahmann, U., Halfway, H., Knoper, M.; 2004; Lapis 10, 16-25).

Buffalo Mine
Bushveld. 8 km W der Ortschaft Naboomspruit, 230 km N von Johannesburg, SE der Waterberge.Arkosen (e.g. Psammite, d.h. feldspatreiche Sandsteine), welche von tw. metamorphisierten roten Graniten intrudiert werden. Flussspatgänge und Stockwerke in Graniten und Leptit-Xenolithen. Das Vorkommen wurde in den 50er Jahren schwerpunktmäßig in einem Steinbruch mit über 100 m Teufe abgebaut. Mit geschätzten Reserven von über 50 Mio. t gilt die Buffalo Mine eine der weltgrößten Flussspatlagerstätten. Ähnliches Vorkommen bei Vischgat. Fluorit kommt in schmalen, bis 5 cm dichten Adern als hellviolette Massen in Begleitung von Allanit-(Ce), Bastnäsit-(Ce) und Monazit-(Ce). Als Gangmineralien treten Apatit, Calcit, Chlorit, Epidot, Magnetit und Quarz auf.

Bushveld
(Bosveld); Gebiet ca. 300 km NW von Johannesburg. Fluorit-Provinz. Megakristalline Granite. Wichtige Flussspatlagerstätten > Grobbelaarshoek (ca. 160 km N von Warmbad, 60 km W von der Grenze zu Botswana; > Buffelsfontein und Vischgat, ca. 50 km NE von Warmbad; Slipfontein, ca. 55 km N von Rustenburg; ca. 100 km N von Warmbad bei Ruigtepoort, Tooyskraal und Cyferfontein; sowie in einem Fluoritgürtel zwischen Kroomdrai und Marble Hall (80 km E bis 160 km NE von Pretoria).

Marico
Gebiet W des SW-Ecke von Botswana, ca. 250 km NW von Johannesburg. Fluoritprovinz mit den wichtigsten Vorkommen bei Buffelshoek, Oog van Malmamie, Ottoshoop, Wintershoek, Zeerust. Weitere Vorkommen bei Karroebosch, Leeuwbosch, Naawport, Rhenosterfontein, Strydfontein, Witkop und Van den Heever Mine. Dolomite und paläozoische Karste. Verdrängungslagerstätten, in welchen Fluoritkörper Dolomit ersetzen. Die größeren Körper liegen unterhalb Schiefer- und Quarzitshichten. Der Dolomit im Kontakt zu Talk ist tw. Fluorit angereichert; es tritt auch Talk, welcher Tremolit verdrängt, in Nachbarschaft zu Sphalerit auf (> Buffelshoek). Auf der Basis der Flussspatlagerstätten Anreicherungen von feinverteilten Sulfiden. Der Dolomit its an manchen Stellen von Brucit imprägniert. In einem fast 350 km2 großen Gebiet über hundert Vorkommen, wobei wesentlich drei Flussspatvarietäten nach Art des Vorkommens auftreten. Algenerz, d.h. Stromatolit-dolomitische Gesteine (laminerte Algensedimente), welche 85 % der Reserven ausmachen; schwarzer Spat in Dolomiten und der sogenannte schlackenartige "Kokoman", welcher in manganhaltigen erdigen Sedimenten (Wad) der Oberfläche vorkommt. Die Gesamtreserven der einzelnen Lagerstätten werden auf 200 mio to geschätzt, wobei einzelne Lagerstätten von wenigen bis zu 10 Mio. to reichen. Der schwarze Spat wird von Calcit, Quarz und seltener von Sulfiden begleitet: Als Seltenheit traten hydrothermal gebildete, sehr reine, röhrenförmige Flussspatmassen im Dolomit auf; das bekannteste Vorkommen war in der Karst-Grotte Gubbin`s Hole, wo zwischen 1917 und 1926 30.000 to sehr reinen Flussspats gefördert wurde.

Fluorit
Fluorit

Fluorit-Dendriten in einem Eudialith-führenden Nephelin Syenit; Moepe Mine, Pilanesberg; Größe: 10 x 12 cm

Collector

Moepe Mine
s.u. > Pilansberg

Pilansberg
(auch Pilandsberg, Pilanesberg). N von Rustenburg, > Bushveld. Prä-Karroo bis Post-Waterberg (beginnendes Mesozoikum vom Oberen Karbon bis Mittlerem Jura) alkalischer Intrusionskomplex mit ca. 27 km Durchmesser. Alkali- und Nephelinsyenite (Foyaite), Trachyte und Phonolithe mit Aegirin, Riebeckit und Fluorit. Zwei Gänge (Moepe Mine und Thabayodiotsa) mit gebändertem violettem Flussspat in Foyait; auch mit Apatit und Feldspat in Syenit. Ähnliche Vorkommen: Leeuwfontein, Walmansthal. Aus der Moepe Mine und Thabayodiotsa (Bohrkern) weltweit einmaliges Vorkommen von tiefvioletten Fluorit-Dendriten, welche tw. als kompakte kristalline Massen im Syenit auftreten. Die mehrere cm-langen Dendritenäste ("herring bones"/Fischgräten) erstrecken sich in Richtung der Würfelflächen, spalten aber auch nach dem Oktaeder. Die Dendritenäste spreizen sich vom Stamm in einem Winkel von 42° ab. Der Bildungsmechanismus ist bisher ungeklärt. Gute Stufen aus der Moepe Mine.


Fluorit
Fluorit

Vergenoeg Mine, Südafrika;
Größe: 6 x 4,5 cm

Dan Weinrich

Vergenoeg Mine
Bushveld; Im Bereich der Farm Kromdraai, ca. 110 km E von Pretoria. Tuffe in Nachbarschaft mit Bushveld-Graniten, umgeben von Felsiten. Exorbitante Lagerstätte, wo farbloser und grüner Flussspat als Gemenge von Magnetit, Pyrit, Siderit, Grunerit und Hämatit vorkommt. Die Vererzung erstreckt sich bis zu 700 m an der Oberfläche, in der Tiefe nehmen Magnetit und Siderit zu. Ehemalige Eisenerzmine. Die Lagerstätte hat die Form einer trichterförmigen Röhre (pipe), mit ca. 700 x 900 m Durchnmesser an der Oberfläche und 400 m am Boden; die Teufe beträgt ca. 400 m. Beginn des Abbaus von Flussspat etwa 1964 im offenen Tagebau. Die anfängliche Förderung betrug bis zu 180.000 to, gegen 1999 ca. 500.000 to pro Jahr. Mit einer geschätzten Reserve von über 100 Mio. to ist die Vergenoeg Mine die größte Flussspatlagerstätte der Welt. (ehemalig durch Bayer AG, seit 1999 durch Metorex, einer Partnerfirma der Crew Dev. Corp. betrieben). Bekannt wurde u.a. farblose bis sehr hellblaue botryoidale Fluorite bis mehrere cm auf Goethit.

Zaaiplats Mine
Ca. 180 km N von Pretoria, bei Potgietersrus, zwischen den Waterbergen und Strydpoortbergen. Zinn-Erzlagerstätte. Intrusive Granite, überlagert von Mikrograniten und Granoporphyr. Purpurfarbener und grüner Flussspat. Fluorit kam in bis zu 21 cm großen Oktaedern mit grobkörnigem Cassiterit, Sericit, Quarz, Calcit, Wolframit und Sulfiden vor.


Zululand (Kwazulu)

Hlabisa
Ca. 120 km S der Grenze zu Swaziland, ca. 60 km W der Küste.; südl. Hluhluwe Game Reserve. Präkambrische Granite und spätkarbonische Sedimente. Eine ca. 20x10 km große Fluoritprovinz mit über 700 m mächtigen und mehrere km langen Flussspatgängen. Stockwerklagerstätte . Wichtige Vorkommen sind Antoinette und Tainton. Der Flussspat kommt hauptsächlich in malvenfarbenen bis grünen, gebänderten Schichten vor; auch farblose , durch Eisen rötlich verfärbte blasige bis kuglige, gewölbte Aggregate als Wachstumsfortsetzungen von Oktaedern.

Literatur

  • Chermette, A.; 1964; Le spath-fluor en Afrique du sud; Echo des Mines et de la Metallurgie; Paris
  • Coetzee, C.B.;( Hrsg.); 1976; Mineral resopurces of the Republic of South Africa; 5th ed., Geol. surv. of South Africa; Pretoria
  • Crocker, I.T.; 1988; The fluorspar deposits of the Republic of South Afric and Bophuthatswana
  • Darch, J.M.; 1999; Crew De. Corp., Acquisition of profitable fluorspar mine in South Africa; Board of directors news release; Business Wire, 4, 23
  • De Kun, N.; 1965; Mineral resources of Africa
  • De Villiers, J.;1959; The mineral resources of the Union of South Africa; 4th ed., Geol. surv. of South Africa, Pretoria.
  • Du Toit, A.L.; 1954; The geology of South Africa; 3rd ed.; Oliver & Boyd
  • Holz, H.R.; 1960; Fluorspar in South Africa; Pit Quarry: 52,172-175
  • Hugo,P.; 1962; Fluorspar deposits on Pyp Klip West and Wit Vlei, Kenhard District, Cape province; Ann.Geol.Surv.South Africa: 1, 119-126
  • Jacob, K.H.;1973; Die Flußspatlagerstätten in Südafrika; Erzmetall : 26, 510-514
  • Martini, , J.E.J.; 1983; The Fluorite Deposit in the Dolomite Series of Marico District, Transvaal, South Africa; Econ. Geol.: 71, 625-635
  • Mc Iver, J.; 1966; Gems, Minerals and Rocks of Southern Africa
  • Reeks, G.; 1996; The Kruisrivier Cobalt mine; Min. Record: 27, 11-12, 417-428.
  • Scherhag, C.; 1990; Flußspatlagerstätten in Südafrika - ein Überblick; Erzmetall: 43, 28-33
  • South Africa, Dept.Min.Geol.Surv.; 1959; The mineral resources of the Union of South Africa; Geol. Surv. S. Africa; Pretoria.
  • Wagner, P.A.; 1928; Fluorspar; S.Afr.Journ. of Ind.; vol. 1, 1516-1520
  • Wagner, P.A.; Reinecke, I.;1930; Mineral deposits of the Union of South Africa; Empire mining and metallurg. congr.
  • Watson, M.D.; Snyman, C.P.; 1975; The geology and the mineralogy of the fluorspar deposits at the Buffalo fluorspar mine on Buffelsfontein, Naboomspruit district. Trans.Geol.Soc.S.Africa, Capetown : 78, 1, 137-151


Tunesien

Geografie

Nordafrikanisches Land, benachbart zu Algerien im W und Libyen im SE. Im N und E das Mittelmeer. Im N Ausläufer des Atlas-Gebirges (N-Tell und Hoher Tell); im S die Wüste Al-irq-al-Kabir-ash-Sharq (Sahara), im NE Küstenebenen. Die höchsten Erhebungen sind der Shahambi (Chambai, 1.544 m) nahe der algerischen Grenze und der Mrhila SW der Hauptstadt Tunis.

Geologie

Jurassische Sandstein-Kreidekalkformation. > Geologie > Algerien

Fluorit
Fluorit

Charakteristischer farblose zonierte Kristalle Der Fluorit ist assoziiert mit faserigem Cölestin; aus der Lagerstätte Hammam Zriba Größe: 8 x 14 cm

Collector
Fluorit
Fluorit

Stark parkettierte Stufe farbloser Kristalle typisch für Hammam Zriba Größe: 6 x 8,3 cm

Collector

Vorkommen

Hammam Djedidi
Nahe > Jebel Oust und > Hammam Zriba; Gebiet > Zaghouan. Ähnliches Vorkommen wie in Hammam Zriba. Lagerstätten Al-Djedidi und Al-Gibli (Al-Guebli). Stark mineralisierte Brekzien mit abbauwürdigen Bestandteilen an Fluorit, Baryt, Galenit und Sphalerit auf.

Hammam Zriba
Ort am Berg Jebel Zaghouan, ca. 70 km S von Tunis, entlang der Wände einer Schlucht des Flusses Qued El Hammam (ein Seitenarm des Hache), am Jebel (Berg) Guebli. Tunsiens größte Flussspatlagerstätte und Flotationsanlage. Sedimentäres Vorkommen in einer jurassischen Sandstein-Kreidekalkformation. Stratiforme Flussspatlagerstätte, welche über 40 Jahre untertage abgebaut wurde. Der abbauwürdige, flussspathaltige Gesteinskörper verdrängt das obere Kalksteinbett bis über 50 m , hat eine Mächtigkeit bis 3 m und besteht aus ca. 36 % Fluorit, 40 % Baryt, 12 % Cölestin und 6 % Silikaten, sowie Anteilen an Galenit, Pyrit und Sphalerit. Die Flussspat-Reserven wurden auf 6-10 Mio. to geschätzt. Fluorit kam in farblosen, weißen, zartrosavioletten (seltener gelben) Hexaedern, tw. sehr stark parkettierten, treppenförmig aufgebauten Kristallen bis 15 cm Kantenlänge vor. Paragenese: Baryt, Galenit, Pyrit, Cölestin, Sphalerit.

Literatur

  • Bouhlel, S.; Fortune, J.P.; Guilhamou, N. & J.C.; Touray; 1988; Les mineralisations stratiformes à F-Ba de Hammam Zriba, Jebel Guebli (Tunisie nord orientale): l`apport des études d`inclusions fluides `a la modélisation génétique.
  • Chalon, P.F.; 1907; Les richesses minérales de l`Algerie et de la Tunisie; Paris
  • Clarke, G.; 1987; The world`s fluorspar industry-following the market; Ind. Minerals: 3, 35-36
  • Gottis, Ch.; Sainfield, P.; 1952; Les gites métallifères tunisiens. Congr.Geol.Intern.Compte Rend., 19e; 2:1-106
  • Merwin R.W.; 1976; The mineral industry of Tunisia; US Bureau of Mines , Mineral Yearbook 1973; 3, 847-854
  • Thibieroz, J.; 1974; Hammam Djedidi et Hammam Zriba; Region de Zaghouan, Tunisie. Ph.D. These, Paris, L`Université Pierre et Marie Curie.


Zimbabwe

Geografie

Land im südlichen Afrika; benachbart zu Botswana im W, Mozambique im E, Zambia im N und Südafrika im S. Zum großen Teil ein Plateau mit einem zentralen Hochplateau. Höchster Berg ist der Inyangani (2.592 m). Hauptstadt ist Harare.

Geologie

Wesentlich Granite und Gneise, intrudiert vom "Great Dyke", einem über 500 km langen und bis 6 km breiten Doleritgang, welcher sich vom Norden bis kurz vor West Nicholson erstreckt. Im N und NW und an der S-SE-Grenze zu Südafrika (Gebiet Victoria) das Karroo-System, im W die Kalahari-Formation, im E bei Melsetter das Umkondo-System mit Doleritgängen.

Vorkommen

Nuanetsi
SSE-Zimbabwe, ein sich ca. 400 km von Beitbridge (Limpopo-Fluss) bis zum unteren Sabi-Tal im NE erstreckendes Gebiet. Granite und Gneise, mit intrusiven Ringkomplexen granophyrischer und mikrogranitischer Gesteine. Die größeren dieser Komplexe sind Masukwe, Dembe und Divula. Fluorit kommt häufig mit Amphibolen, Chlorit, Biotit, Epidot und Magnetit vor, teilweise begleitet von Apatit, Titanit und Zirkon.

Wankie
(Hwange), SW-Zimbabwe, ca. 250 km NW von > Bulawayo; Nationalpark. Nahe des Ortes eine kleine Lagerstätte, welche auf Flussspat abgebaut wird. Präkambrische Granite mit Quarz-Chalecdon-Fluoritgängen. Die bis zu 5 m mächtigen Gänge bestehen tw. aus reinem, kristallisiertem Fluorit; sowie massiv und dann i.d.R. von Quarz und Chalcedon begleitet. (Fluoritstufen im Naturhist. Mus. in Bulawayo). Reserven wurden auf ca. 200.000 t geschätzt.

Literatur

  • DeKun, N.; 1965: The mineral resources of Africa
  • Guernsey, D.T.; 1952; Mineral occurrences in Northern Rhodesia. Brit. South Africa Company, Salisbury.
  • McIver, J.; 1966; Gems. Minerals and Rocks in Southern Africa
  • Sweeney, J.; 1990; Gemmology; Longman Zimbabwe, Harare.


Navigation

Mineralienportrait: Fluorit [ Vorherige: Namibia | Nächste: USA ]