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Fluorit

Übriges Südamerika

BRASILIEN

Geografie
Brasilien, die größte Nation Lateinamerikas und die fünftgrößte der Welt, bildet fast die Hälfte des zentralöstlichen südamerikanischen Kontinents. 23 Bundesstaaten, drei föderative Territorien und ein föderativer Distrikt. Fünf geografische Regionen (Norden, Nordosten, Südosten, Süden, Central-West) und einige der weltlängsten Flüsse (Amazonas, Paraná, Madeira, Purus und Juruá).

Geologie
Der brasilianische Kraton bildet fast den gesamten Untergrund des Landes und erstreckt sich über Uruguay bis in die benachbarten Staaten. Die wichtigsten Einheiten sind der proterozoisch-archaische Guyana-Schild im N (kristalline Gneise und Granite) und der spaätkambrische Brasilien-Schild, welcher sich von der Atlantikküste bis zu den vorandinischen Ebenen erstreckt, mit den wirtschaftlich wichtigsten Minerallagerstätten. Zwischen Guyana- und Brasilien-Schild das Amazonas-Becken, im S das Paraná-Becken. Von Bedeutung die mittel- bis oberkambrischen Formationen Pre-Minas mit Metasedimenten (Grauwacken und Sande, lokal karbonatische Gesteine, Toneisensteine (clay iron stone), Tuffe, Amphibolite, metamorphisierte Grünschiefer, migmatitische Granitgneise und intrudierte Granite) und die Brasiliden, welche sich in NNE-Richtung über fast 3000 km erstrecken, mit der Itacolomi-Serie (Quarzite, Konglomerate und Phyllite) sowie der Minas (Minas Gerais-)-Serie (Quarzite, Konglomerate, Pelite, Dolomite, Toneisensteine und proterozoische Granitintrusionen).

Regionale Geologie: Siehe einzelne Bundesstaaten

Lagerstätten
Die brasilianischen Flussspatlagerstätten mit ca. 8 Mio. to Reserven gehören zu den zwölf größten der Welt, wobei allein das Vorkommen von Mato Preto auf 2,9 Mio. to geschätzt wird.

Bergbau
1998 betrug die Flussspatförderung 78.400 to, was 1,7 % der Weltförderung entsprach. Bis 2000 ging die Produktion auf 43.000 to zurück. Flussspat wurde nur noch in fünf Gruben gefördert und in zwei Anlagen aufbereitet (Tangua in Rio de Janeiro; Morro da Fumaca, Rio Fortuna, Santa Rosa de Lima in Santa Catarina). Einer der Hauptgründe für die gedrosselte Förderung ist die Einstellung der Produktion und Verwendung von FCKW in Brasilien.

BAHIA (Region Nordosten)

Geologie
Die sogenannte Bambui-Gruppe in der Region Serra do Ramalho besteht aus karbonatisch-terrigenen Sedimentgesteinen, welche sich bei der Transgression verschiedener Meere als marine Ablagerungen gebildet haben. Die wichtigsten Formationen, von der Decke bis ca. 380 m Tiefe sind: Schwarze Kalksteine, Schiefertone, Marmore (Serra da Saudade), Kalksandsteine (Lagoa do Jacaré), Dolomit, Kalksandsteine und Schiefertone (Sete Lagoas).

Lagerstätten
Eine 3.025 km2 große Fluoritprovinz im E und NE der > Serra do Ramalho, zwischen Santa Maria da Vitoria, Porto Novo, Bom Jesus da Lapa und Coribe; S des Zusammenflusses der Flüsse Corrente und Sao Francisco, ca. 500 km E von Salvador, SE der Provinz Bahia. Da die einzelnen, unten erwähnten Lagerstätten tw. bis auf 1 km benachbart sind, wird auf die Beschreibung der jeweiligen geografischen Lage verzichtet. Die Lagerstätten können typologisch mit denen des Mississippi-Valley-Typ verglichen werden. Die wichtigsten Vorkommen liegen im E der Serra do Ramalho. Schichtförmige (strata-bound) Körper, in welchen der Flussspat in unregelmäßigen Linsen und Taschen, sowie verbacken mit silikatischen Dolomit-Trümern, in fluoritreichen Brekzien und nicht selten am Boden von Einsturz-Dolinen, auftritt. Neben Flussspat, dem wichtigsten Mineral, kommen Galenit und Sphalerit, seltener Cu-Mineralien vor.

MINAS GERAIS (Region Südosten)

Geologie
Granitisch-granodioritisches Grundgebirge, Gneise aus metamorphisierten Sedimenten, präkambrische Quarzite, Phyllite, Konglomerate, Pelite, proterozoische Karbonatgesteine (Kalke und Dolomite), laminierte Toneisensteine und Dolomite der Itabiri-Formation.

Lagerstätten
Blei-Zink-Fluoritvererzungen, ähnlich des Mississippi Valley-Typs. Kleinere Vorkommen von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung.

BILD:1185874217

Natürlich geätzter Fluorit
Araçuai, Minas Gerais
Größe: 4 x 5 cm
Foto: Lourenco B. Santos

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Fluorit mit Schörl auf Albit
Linopolis, Minas Gerais
Größe der Würfel: Bis 8 mm
Foto: Rob Lavinsky

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Sehr komplexer Fluoritkristall
von Nova Era, Itabira, Minas Gerais
Größe: 2,9 x 4,9 cm
Foto: Kiyoshi Kiikuni

Araçuai
(Arassuai), Ca. 120 km NNE von Teofilo Otoni; ca. 40 km W von Virgem da Lapa, Araçuai-Jequitinhonha Flusstäler; Pegmatite. In diesem Gebiet kommt Fluorit in hunderten von Vorkommen als akzessorisches Mineral mit Quarz, Beryll, Topas, Turmalin, Cassiterit und verschiedenen Li-mineralien (bes. Zinnwaldit) vor. Auf dem internationalen Markt wurden Mitte der 90er Jahre grüne, würfelige Fluorite bis 3 cm, vergesellschaftet mit grobblättrigem Albit, angeboten. > Mayerink. U.a. erwähnt als: Cachoeira, Itinga.

Jaguaracu
Pegmatit. Massiver Flussspat und purpurfarbene, würfelige Kristalle in Microklin. Abbau vor 1980, seitdem aufgegeben.

Lavra do Beixa
Nova Era; Smaragd-Mine. Komplexe Kuben, Kub'Oktaeder und Tetrakishexaeder

Linopolis
Pegmatit. Hervorragende transparente, violette Würfel bis 2 cm mit Schörl-Kristallen auf Albit.

Mantena
Gebiet Galilea; Farblose, wasserklare Hexaeder mit komplexen purpurfarbenen oktaedrischen und Phantomen sowie Einschlüssen von Pyrit.

Mayerink
Bei Teofilo Otoni. Pegmatite. Von diesem Vorkommen wurden um 1998-1999 farblos-glasglänzende, im Kern schlierig schwarze Würfel bis 14 cm Kantenlänge, sowie tiefviolettschwarze, im Kern farblose, verzerrte Kub'Oktaeder angeboten. Paragenese: Feldspat, Quarz, Glimmer. S.a. > Araçuai

Santa Rosa
Bei São José do Fortuna, nahe Itambacuri, ca. 40 km S von Teofilo Otoni, Gebiet Governador Valadares. Weltbekanntes Vorkommen von zweifarbigen Turmalinen, welches 1938 entdeckt und bis in die frühen 1980er Jahre abgebaut wurde. Wasserklarer, farblose, botryoidale, wie geätzt wirkende Fluoritaggregate.

PARANÁ - SÃO PAULO (Region Süden-Südosten)

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Fuorit von einer nicht näher bekannten Lagerstätte
in der Fluoritprovinz Paraná
Größe: 7,5 cm
Foto: Joe George

Geologie
Proterozoische Karbonatgesteine (Volta Grande, Mato Dentro und Sete Barras), ein Alkaligesteins-Carbonatitkomplex (Mato Preto), ein Carbonatit in Granit (Barra de Itapirapua) und ein Karbonatgesteins-Komplex mit Schiefern entlang der Störungszone bei Braz.

Lagerstätten
Fluoritprovinz, welche sich ca. 50 km entlang des Vale do Ribeira-Flusses zu beiden Seiten der Bundesstaaten Paraná und São Paulo erstreckt; ca. 95 km N von Curitiba; S der Serra Paranapiacaba, im Umkreis der Provinzgemeinden Ribeira und Adrianopolis. Drei schichtförmige Verdrängungslagerstätten, welche durch Substitution von Marmor gebildet wurden, eine Verdrängungslagerstätte in einer Störungszone sowie Linsen und Dispersionen in Carbonatiten.

Bergbau
Wenngleich seit den 1950er Jahren bekannt sind, wurden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bisher nur die Lagerstätten Volta Grande und Mato Preto abgebaut.

Açungui
São Paulo; Açungui-Gruppe; stratigrafische Bezeichnung; fälschlich als Fundort angegeben. Im weiteren Sinne Flussspatlagerstätte im Ribeira-Flusstal.

Barra do Itapirapua
Paraná; Ca. 20 km SW von Ribeira. Stockwerk-Carbonatit-(Ferro-Dolomit-Ankerit)-Intrusion in Granit im Kontakt zu silikatischen, metasedimentären Gesteinen. Der kurzzeitige Abbau wurde Mitte der 80er Jahre aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben, wenngleich es sich um eine sehr reiche Lagerstätte mit ca. 2.1 Mio. to Flussspat handelt. Der Fluorit kommt sowohl feinverteilt (disseminated) und mikrokristallin in Carbonatit, in idiomorphen Kristallen in Brekzien im Granit sowie feinkörnig (violett) und grobkörnig (gelb) in benachbarten Sedimenten vor. Neben Fluorit ein bedeutendes Vorkommen von REE-Mineralien, darunter Bastnäsit-(Ce), Parisit-(Ce), Synchisit-(Ce), Ancylit-(Ce), Pyrochlor und Melilith, welche etwa 1,2 % des Vorkommens ausmachen. Paragenese: Ankerit, Dolomit, Apatit, Baryt, Galenit, Pyrit, Sphalerit, Rutil (niob-haltig), Molybdänit, Gearksutit, Quarz.

Mato Dentro
Paraná. Ca. 5 km NE von Apiai / Ribeira. Kalksteine mit Sericit- und Chloritschiefern in posttektonischen Graniten, welche von einem mesozoischen Lamprophyr intrudiert werden. Schichtförmige Flussspatkörper, welche durch hydrothermale Verdrängung enstanden sind. Das Vorkommen wird auf 1,5 Mio. to geschätzt. Der Fluorit ist i.d.R. weiß bis sehr hellbraun und kommt in feinstkristallinen bis massiven Aggregaten vor. Paragenese wie > Volta Grande, außer dass Adular nur selten vorkommt.

Mato Preto
Paraná; Ca. 25 km SW von Ribeira, ca. 80 km NNE von Curitiba. Carbonatite (Sovit und Ankeritgesteine), Phonolithe, Tinguait, Nephelinsyenit, Ijolit-Melteigite und vulkanische Brekzien, welche in der Kreidezeit intrudiert wurden. Zur Enstehung des Flussspats existieren verschiedene Theorien, darunter die Annahme, dass Mato Preto eine Verdrängungslagerstätte ist (wesentlich aus vier großen Flussspatlinsen gebildet), aber auch hydrothermal im Schlot eines alten Vulkans gebildet wurde. Die Reserven werden auf mehr als 2,8 Mio. to geschätzt; die Lagerstätte gehört damit zu den weltgrößten Vorkommen im Vergleich mit China, Mexico und Südafrika. Der Fluorit kommt in rotbraunen bis rötlichvioletten, feinverteilten (disseminated), massiven und schaligen Aggregaten in Carbonatit vor; des Weiteren farbloser, weißer, roter bis rötlichvioletter, rekristallisierter Fluorit in Begleitung von REE-mineralien. Sporadisches Auftreten von cm-großen, gelben Hexaedern. Paragenese: Ankerit, Bastnäsit-(Ce), Monazit-(Ce), Rhabdophan, Gearksutit, Dolomit, Calcit, Quarz, Mikroklin, Crandallit; es wurden über sechzig verschiedene Mineralien identifiziert.

Sete Barras
Paraná; Ca. 20 km von SE von Ribeira, nahe des Ortes Sete Barras. Metacarbonatische Gesteine in Kontakt mit Graniten und Hornfels, oft durchsetzt mit Hornblende, Epidot oder Diopsid. Schichtförmige Körper und Brekzien. Flussspat ist i.d.R. mikrokristallin, kommt aber auch in cm-großen, klaren, hell- bis honigbraunen und gelben Würfeln vor. Der hier vorkommende sogenannte Zebrastein ist ein strukturierter Fluorit mit parallen mikro- makrokristallinen Fluoritbändern, bzw. Flussspatkokarden (Krusten), welche sich aus Fluorit, Quarz, Chalcedon und Pyrit zusammensetzen und einen Fluoritkern umschließen (ähnliches Vorkommen in > Volta Grande). Paragenese: Quarz, Calcit, Dolomit, Pyrit, Muskovit, Biotit, selten Baryt.

Volta Grande
Paraná. Ca. 35 km SW von Ribeira. Marmor und vielfach gealterter Schiefer in einem proterozischen Alaskitkomplex. Drei schichtförmige Flussspatkörper und Brekzien, welche durch hydrothermale Verdrängung enstanden sind. Auch als Xenolite in Granitoiden. Das Vorkommen wird auf insgesamt 1,1 Mio. to geschätzt. Abbau seit ca. 1983. Der Fluorit ist i.d.R. weiß und kommt massiv bis feinstkristallin vor; sporadisches bis lokal häufiges Auftreten von cm-großen violetten Kuben. Paragenese: Quarz, Dolomit, Calcit, Muskovit, Biotit, Pyrit, Baryt und Adular, selten Gearksutit.

RIO DE JANEIRO (Region Südosten)

Geologie
Alkali-Gesteine (Pulaskite und Nephelin-Syenite), welche in der Oberen Kreide im Zusammenhang mit der Öffnung des Südatlantik präkambrische Gneise intrudierten, magmatische Breccien, Trachyte und pseudoleucitische Gesteine.

Tangua
Municipio Itaborai; ca. 25 km NE von Rio de Janeiro. In den magmatischen Breccien bei Ipitangas (ca. 1,5 km S von Tangua) hydrothermal gebildete Fluorit- und Chalcedon-reiche Gänge. Bisher wurden vier Lagerstätten untersucht, die Mina Poco I seit den 70er Jahren bis auf eine Teufe von 120 m abgebaut. Die Reserven werden auf 580.000 to geschätzt. Gebänderter weißer, gelber und rötlichvioletter Flussspat mit Chalcedon, Pyrit, Kaolinit und seltener Karbonate.

SANTA CATARINA (Region Süden)

Geologie
Präkambrische (Proterozoikum bis Unteres Paläozoikum) gebänderte Gneise, Migmatite und riesige Massen komprimierter, kalk-alkaliner, katatechtonischer porphyroklastischer Alkali-Granite (Monzonit-Granite) und Granodiorite im Norden des sich zwischen Porto Alegre und bis oberhalb von Montevideo (Uruguay) mehr als 1200 km erstreckenden Pelotas-Batholiths. Lokal cretazäische Sedimentgesteine, mesozoische Diabase und Basalte, permisch-karbonische Gesteine.

Lagerstätten
Fluoritprovinz, ca. 90 km SSW von Florianopolis, zwischen Quezaba-Anitapolis (NW), Orleans (W), Criciuma (S) und Tubarao (E), östlich der Serra Geral. Die wichtigsten Lagerstätten befinden sich nahe der Gemeinden Santa Rosa de Lima, Grão Pará-Rio Fortuna, Armázem, Morro de Fumaça und Pedras Grandes. Die Fluoritprovinz erstreckt sich über ein Gebiet von ca. 12.000 km2. Die Lagerstätten befinden sich in voneinander abweichenden Bruchzonen, welche im Zusammenhang zur Öffnung (rifting) des Südatlantik stehen. Es existieren drei Fluorit-Chalcedon-Generationen in Störungszonen der proterozoischen Gesteine, welche zwischen spätem Mesozoikum bis zum frühen Tertiär (Kreide bis Eozän) von Vulkanen intrudiert wurden. Einige wenige Fluoritgänge schneiden paläozoische Gesteine, permisch-karbonische Schichten und selbst mesozoische Basalte. Dominierend sind magmatisch-hydrothermal gebildete, linsenförmige Flussspat-Chalcedon-Gänge in Graniten, welche Sedimente und Diabase durchdringen.

Bergbau
Die Santa Catarina Flussspatlagerstätte mit über 50 Einzelvorkommen wurde in den 50er Jahren entdeckt und, mit Unterbrechungen, in zwölf bis fünfzehn Gruben untertage abgebaut. Die wichtigsten Konzessionäre sind Mineracão Sartor, Votorantim und A.S. Borges. 1981 wurden 175.000 to Erz gefördert; das Vorkommen steht für 95 % der brasilianischen Flussspatproduktion.

Morro da Fumaça
Flussspatdistrikt NE der Stadt Criciuma und SE des Ortes Urussanga. 1958 wurde der Flussspatgang > Segunda Linha Torrens entdeckt und wesentlich von der Bergbaugesellschaft Mineracao Sartor Ltda. in sieben Gruben abgebaut wurde. Gegen Ende der 1980er Jahre lagen die Reserven bei 2,2 Mio. to. Einzelvorkommen sind Jaguaruna, Sangao, Octavio Pagnan, Antonio S. Borges, Mineracao Cocal, Sao Pedro, Nossa Sra. do Carmo, Santa Catarina, Riberao da Areia, Mina Maragno und Mina Scremin. Manchmal in der Literatur bzw. auf Sammlungsetiketten auch Fundortangaben Urussanga oder Segunda Linha Torrens.

São Pedro
(Aguas de São Pedro); Gebiet > Morro de Fumaça, ca. 3 km NW von Estacao Cocal, nahe der Straße Morro da Fumaça-Urussanga. Abbau in den 1960er Jahren, seit 1968 stillgelegt. 1982 wurde ein Gang entdeckt, welches eines der größten Einzelvorkommen der Fluoritprovinz und Brasiliens ist. Die Reserven liegen bei ca. Mio. to.

Segunda Linha
S.a. > Morro da Fumaça; Ca. 12 km NW von > Morro da Fumaça, 15 km SE von Torrens Urussanga. Gang, welcher 1961 entdeckt wurde und aus welchem bis Mitte der 1980er Jahre ca. 500.000 to Flussspat gefördert wurden. Einzelvorkommen; Octavio Pagnán; Antonio S. Borges; Mineracão Cocal, Sao Pedro, Ribeirão da Areia; etc. Ggf. synonym mit Estacão Cocal.

Literatur

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KOLUMBIEN

Geografie
Land im NW des südlichen südamerikanischen Festlandes, benachbart zu Peru und Ecuador im S, Venezuela im N und E und Brasilien im SE und S und Panama im NW. Die W-Grenze bildet der Pazifik, im N grenzt das Land an die Karibik (Golf von Darien). Anden-Hochgebirgsland, die prägnantesten Gebirgzüge sind die Cordilleras Occidental, Central und Oriental; die höchsten Gipfel der Nevado del Ruiz (5.400 m) und der Nevado del Tolima (5.215 m). Die wichtigsten Flüsse sind Magdalena, Cauca und Meta. Hauptstadt ist Bogotá.

Geologie
s. u. > Geologie Südamerika

Chivor
Ca. 90 km NE von Bogotá. Mesozoische Schiefertone, Sandsteine und Kalke. Grubenbezirk mit den Minen Chivor (ehem. Somondoco), Buenavista, Vega de San Juan, Las Cruces, El Toro und El Diamante (auch Minas de Galachá genannt). Sehr gute Funde von smaragdgrünen Fluorit-Oktaedern bis 25 mm im Jahr 1971. Es existiert ein geschliffener Fluorit von 200 Karat in der Sammlung Pala Properties, California, welcher 1971 von E. Swoboda erworben und von B. Gray geschliffen wurde.

Muzo
Ca. 150 km N von Bogotá; Mesozoische Schiefertone und Kalke. Smaragdlagerstätte, welche seit prä-inkaischer Zeit bekannt ist; Grubenbezirk Muzo, Cosquez und Penas Blancas. Fluorit kommt in farblosen und weißen Hexaedern bis 3 cm in Calcitgängen mit Dolomit, Albit und Pyrit vor, seltener begleitet von Apatit und Smaragd. Außergewöhnlich sind Fluorite, welche von Smaragden durchdrungen sind.

Literatur

  • Bancroft, P.; 1978; La Fluorite. Monde et Mineraux : 24,7-8
  • Codazzi, R.L.; 1927; Los minerales de Colombia; Mus.Nac. Bogotá;
  • Escovar, R.; 1979; Geologia y Geoquimica de las minas de esmeraldas de Gachalá, Cundinamarca. Bol.Geol. Vol: XXII, 3, 119-154
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  • Schäfer, W.; 1984; Die kolumbianischen Smaragdlagerstätten; Lapis : 9, 4, 13-25


PERU

Geografie
Andenland, benachbart zu Ecuador im N, Brasilien im E, Bolivien im SE und Chile im S. Im W der Pazifik mit dem Perugraben. Die drei prägnantesten Gebirgszüge sind die Cordillera Oriental, Central und Occvidentaldie höchste Erhebung der Huascarán (6.768 m) in der Cordillera Blanca; ein sehr schmaler arider Küstenstreifen. Im NE Teil des westlichen Amazonasbeckens, mit den Flüssen Amazonas, MaraÔa, Napo und Ucayali (welcher im S Urubamba heißt). An der Grenze zu und geteilt mit Bolivien der Titicaca-See mit 3.810 m Tiefe.

Geologie
s.u. >Geologie Südamerika; > Geologie der Anden

BILD:1136278543

Im Bergbaurevier Morococha-Casapalca (4.350 m);
Im rechten Teil des Bildes eine von vielen
gewaltigen Erzhalden
Foto: Collector

BILD:1171964516

Mina Huanzalá, Huánuco, Peru
Abbau sulfidischer Erze
Eines der weltbesten Vorkommen
perfekter Rosafluorite
Foto: Collector

Lagerstätten
Saure bis intermediäre Vulkanite und Karbonatgesteine, intrudiert durch Quarzporphyre, teilweise Quarz-Monzonite und Granite mit Greisen. Pb-Zn-Cu-Ag-Mn-Mineralisation in metasomatischen Erzkörpern. Vorkommen in Gängen, Klüften und als Stockwerkvererzungen.

Bergbau
In präinkaisch- und inkaischer Zewit Abbau und primitive Verhüttung von Gold. Seit dem 17. Jhdt. Abbau von Blei-Silbererzen zur Gewinnung von Silber. Wesentliche Lagerstätten in der Cordillera Occidental und Oriental (Westliche und östliche Kordillere), historisches Bergbauzentrum Cerro de Pasco. Im 19. Jh. existierten über 600 Silber-Bleigruben (größtenteils Untertagebergbau).

Falsche Fundortangaben
Zum Schutz vor Konkurrenten machen die "Piriteros", (d.h. die Zwischenhändler, welche zu den Minen fahren und Mineralien nach Lima bringen) nicht selten und absichtlich falsche Fundortangaben. In vielen Sammlungen, auch in Museen, befinden sich Fluorit- u.a. Mineral)-stufen, deren Herkunft falsch angegeben ist (Bsp. Rosafluorit aus Quiruvilca, welcher jedoch i.d.R. von Pachapaqui stammt).


ANCASH

BILD:1185874285

Fluorit auf Quarz
Huayllapon (Pasto Bueno)
Größe: 2,5 x 4 cm
Foto: Eric Greene

BILD:1185874324

Oktaeder auf Rauchquarz
Cantera Raurita, Huayllapon, Pasto Bueno
Größe: 10 x 10 cm
Foto: Kevin Ward

Huayllapon
Provinz Pallasca, Distrikt Pasto Bueno; 2,5 km NO Pasto Bueno, N Consuzo; Bergbaurevier mit den Minen Maria Ofelia, Mundo Nuevo und Huayllapon. (In vielen Sammlungen als Pasto Bueno angegeben). Quarz-Monzonit mir Greisen, Gängen und Spalten; Subvulkanische, polymetallische Wolframit-Hübneritlagerstätte. Berühmt für ausgezeichnete Rhodochrosite. Grobkörniger violetter, blauer, grüner und brauner Fluorit als Gangmaterial. Sehr schöne blassgrüne, hellblaue und hellviolette Oktaeder bis zu 12 cm in feinem Nadelquarz, Pyrit und selten auch verwachsen mit dunkelrotem Hübnerit. Die Fluorit-Oktaeder sind tw. aus winzigen Kuben treppenförmig aufgebaut. In den 80er Jahren wurden bis mehrere kg-schwere grüne Fluoritoktaeder geborgen. Um ca. 2002 wurden exzellente bis 25 cm große smaragdgrüne Fluoritokteder auf Quarzkristallen angeboten. Aus diesem Funzeitraum auch eine sehr seltene Stufe eines gelben 1 cm Euklaskristalls auf rosa Glimmer und Fluorit.

Mundo Nuevo s.u. > Huayllapon


BILD:1185874532

Fluorit mit Calcit
Mina Bolognesi, Pachapaqui
Größe: 5,7 x 7 cm
Foto: Kevin Ward

Pachapaqui
Provinz Bolognesi, District Pachapaqui; Mine 20 km SW vom Huallanca-District ca. 22 km N der Stadt Chiquian. Quarzite, Sandsteine, Schiefer und Kalksteine mit plutonischen Intrusionen.Polymetallische Erzlagerstätte, abgebaut auf Zn und Cu (Sphalerit, Chalkopyrit, u.a.). Sehr schöne farblose, hellviolette, grünliche und rosa, zentimetergroße Hexakisoktaeder und Dodekaeder meist auf weißem kristallinen Dolomit. Die schönsten Stufen wurden 1986-1987 geborgen. Pachapaqui-Fluorit kann schwer von Huanzala-Fluorit unterschieden werden.

Pasto Bueno
s.u. > Huayllapon


HUANCAVELICA

San Cristobal
Erzgrube im Gebiet von Castrovirreyna. Fluorit kam akzessorisch in farblosen bis grünen Oktaedern mit Galenit auf Quarz vor.

HUANUCO

Huanzalá
Provinz Dos de Mayo, Distrikt Huallanca; 250 km N Lima in der NW-Ecke vom Huallanca District, ca. 11 km von Huallanca. (Früherer Name der Mine, welche 1721 erschlossen wurde, war San Jose de Huanzala). Die Mine ist berühmt für Weltklasse-Pyrite. Kalksteine mit Quarz-Porphyr-Intrusionen, polymetallische Lagerstätte (Kupfer-Zink-Silber-Zinn-Wolfram). Fluorit ist ein häufig vorkommendes Mineral, oft in hellgrünen, angerauhten Oktaedern bis 3 cm, es kommen auch Kristalle bis 10 cm Durchmesser vor. Die Fluorite sitzen in oder auf Quarz und werden in der Regel von Chalcopyrit-Kristallen bis 2 cm begleitet. Vielfältige Kristallformen, oft Kombinationen von Würfeln, Rhombendodekaedern, Oktaedern und Pyramidenwürfeln, sowie vereinzelt kuglige Kristalle. Die Farben reichen von farblose über rosa bis zu violett, grün und blau; die meisten Kristalle besitzen einen sehr starken Glanz.

Im November 1980 wurden in Klüften der sulfidischen Erzkörper ca. 100 Fluoritstufen mit tiefrosaroten Oktaedern bis 7 cm Durchmesser, manche mit hellgrünem Kern, auch farblose bis hellviolette Kristalle auf dolomitischer Matrix, manchmal vergesellschaftet mit Pyrit oder Talk, geborgen. Die Kristalle gehören zu den weltbesten Fluoriten und stehen den besten alpinen Rosa-Fluoriten in Qualität nicht nach. Weitere spektakuläre Funde auch 1981 bis 1983. Begleiter sind Galenit, Pyrit, Sphalerit und Chalcopyrit. Selten grüne Fluoritoktaeder auf drusigem Argentit. Um 1999 wurden smaraggrüne bis farblos-grünliche Kombinationen von Würfeln mit Rhombendodekaedern und Hex'Oktaedern vergesellschaftet mit hochglänzendem Chalcopyrit gefunden (Kantenlängen bis 6 cm).

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Rsafluorit - Oktaeder
Huanzalá (Fund 1981)
Größe: 5,8 x 2,3 cm
Foto: Kevin Ward

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Rosafluorit-Oktaeder mit Galenit und Pyrit
Huanzalá
Größe: 3,3 x 3 cm
Foto: Fabre Minerals

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Fluorit mit Sphalerit, Quarz und Calcit
Kombination aus Hexaeder, Rhombendodekaeder, Hex'Oktaeder
Fundort: Huanzalá
Größe des Kristalls: Ca. 2 cm
Sammlung und Foto: Collector

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Fluorit mit Chalcopyrit und Pyrit
Kombination aus Rhomboeder und Würfel
Huanzalá
Größe: 4,5 x 4,2 cm
Foto: Fabre Minerals

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Sehr scharf ausgebildete Rosafluorite
Huanzalá
Größe: 5,3 x 3,6 cm
Foto: Rob Lavinsky

JUNIN

Morococha
Provinz Yauli; Ca. 130 km E von Lima, 17 km NE von > Casapalca, 25 km WSW von La Oroya; 4400 m. Quarz-Diorite und Quarz-Monzonite, permische Vulkanite und jurassische Kalksteine und Dolomit. Subvulkanische Erzlagerstätte mit Erzgängen und Erzdecken (mantos). Bergbaurevier mit den wichtigsten Minen Alpamina, Arapa, Galera, Potosi, Santa Catalina, Sacracancha und Volcan. Fluorit kommt in hellgrünen, lichtblauen bis rosaviolett-blauen Hex'Oktaedern mit Quarz, Pyrit, Galenit, Tetraedrit und Sphalerit vor.

LIMA

Casapalca
Provinz Huarochiri; Ca. 100 km E von Lima, 4150 m. Kalksteine aus der Oberen Kreide, tertiäre Tuffe und intrudierte Diorite und Syenite. Bergbaurevier mit den wichtigsten Minen Casapalca, Colquechaca, Germania, Millotingo. Fluorit ist selten und kommt in farblosen, hellblauen bis hellvioletten, seltener hellgrünen Hex`oktaedern und komplizierten Trachten vor. Paragenese: Calcit, Dolomit, Quarz, Pyrit, Galenit und Sphalerit vor.

Pacococha
Provinz Huarochiri, ca. 20 km SW von > Casapalca. Einer der höchsten Bergbauorte der Welt (4.600 bis 5.200 m). Tuffe und Ryolite, welche Andesite überlagern und von Diabas und Diorit intrudiert wurden. Bergbaurevier mit den wichtigsten Minen Carolina, Incataycuna, Purisima, Reserva, San Alejandro, San David, Santiago Major und Santiago Menor. Gegen 1980 wurden im Revier Pacococha (unter diesem Namen angeboten) glasklare, grobblättrige Barytkristalle entweder mit hellgrünem Fluorit oder mit Stibnit gefunden.

Raura
Provinz Cajatambo, Distrikt Raura; 15 km N der Stadt Oyon. Grauer Kalkstein mit Diorit-Porphyr-Intrusionen und Daciten. Polymetallische Erzlager- stätte (Kupfer-Zink-Silber). Hellgrüne und wasserklare farblose Oktaeder bis 6 cm Größe in Nadelquarz. Paragenese: Chalcopyrit, Gips, Quarz, Pyrit.

San Cristobal
Provinz Yauli; 20 km SE von > Morococha, 4300-4700 m. Monzonit-Intrusionen in Phylliten und überlagerten Vulkaniten. Subvulkanische Erzlagerstätte mit den wichtigsten Minen Carahuacra, Andaychaqua und Toldorrumi. Vorkommen von sehr hellgrünen bis lichtblauen, transparenten komplexen Kristallen, mit vorherrschende Kombinationen aus Hexaedern, Tetrakishexaedern und Hexakisoktaedern. Die Kristalle erreichen Größen bis mehrere cm und sind meist mit Quarz und Pyrit, seltener mit violettem Apatit vergesellschaftet.

Uchucchacua
Provinz Oyon; 20 km S der > Raura Mine; 4500-5100 m. Kalksteine, Skarne und Dacit-Intrusionen mit Erzgängen. Pb-Zn-Ag-Lagerstätte mit den wichtigsten Gruben Carmen und Socorro. Fluorit kommt in Form von Verkrustungen sowie in kleinen farblosen bis hellblau-grünlichen Oktaedern zusammen mit Quarz und Rhodochrosit vor. Auch rote, tw. abgerundete Rhombendodekaeder, nicht selten mit geätzt wirkenden Oberflächen und dunkler Mn-Oxidmatrix und mit Rhodochrosit. Das Vorkommen ist für mineralogisch interessante Silberstufen sowie Silbermineralien bekannt.

PASCO

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Farbloser Oktaeder auf Quarz
Mina Animon, Huaron
Größe der Stufe: 8 x 6 cm
Sammlg. und Foto: Fernando Metelli

Animon s.u. > Huaron

Huaron
Provinz Cerro de Pasco, Distrikt San José de Huayllay; Kalksteine aus der Oberen Kreide und tertiäre Sedimente, intrudiert von Quarz-Monzoniten und Quarz-Dioriten. Abgerundete, hellviolette hex'oktaedrische Kristalle bis 2 cm auf Pyrit und Sphalerit. Von der Mina Animon cm-große farblose bis fast weiße Fluorit-Oktaeder mit Pyrit, Chalcopyrit, Sphalerit und Quarz, seltener mit Rhodochrosit und Calcit. Spektakuläre Funde großer farbloser Fluoritoktaeder (bis 19 cm) um 2000-2001.

Milpo und Atacocha
Provinz Cerro de Pasco, Distrikt San Jose de Huayllay; 12 km von Cerro de Pasco. Zwei Pb-Ag-Minen. Magmatische Gesteine (Granitoide) und Skarne. Tw. wirtschaftlich abbauwürdiger Flussspat (Flussspatlagerstätte). Fluorit kommt in farblosen bis sehr hellblauen, seltener rosavioletten komplizierten Kombinationen aus Hex'Oktadern, Hexaedern und Tetrakishexaedern mit Quarz, Galenit und seltener Chalcopyrit vor.


Literatur

  • Bellido, B.; Montrenil, D.; 1972; Aspectos generales de la metalogenia de Peru. Servicio de Geologia y Mineria.
  • Belsher, D.O.; 1982; Pink octaedral fluorite from Peru; Min.Record: 13, 29-30
  • Cavanagh, J.; 1993; Mines and miners in Peru; Assoc. Edit, Stella; Lima.
  • Crowley, J., Currier, R, Szenics, T.; 1997; Mines and minerals of Peru; Min.Record: 23; 4, 7-98
  • Fisher, J.; 1977; Minas y mineros en el Peru Colonial 1776-1824
  • Ministerio de Energias y Minas, 1972; Los yacimientos metalicos del Peru; Lima
  • Petersen, U.; 1963; Genesis of ore deposits in the Andes of central Peru; in Boggio,M.S.; (1985); Peru: A mining country, v.4, Ore deposits, part 1, 17-94
  • Petersen, U.; 1965; Regional geology and major ore deposits on Central Peru; Econ. Geology, 60, 407-476
  • Raimondi, A,: 1851-1858; El Peru; Tomo I
  • Raimondi, A.; 1939; Minerales del Peru. Vol. 1-2 ; Lima
  • Raimondi, A.; 1902; El Peru- Estudios Mineralogicos y Geologicos, Tomo IV
  • Rivera, G.N.; 1970; Geologia del distrito minero de Cerro de Pasco; Geologia de los yacimientos minerales operados por la Cerro de Pasco Corp.; 12-40
  • Seroka ,P.;1980; Peru- Mineralfundstellen in den Anden; Lapis : 9, 9-16


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