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Kupfer

Bournonit

Formel

Kristallsystem

Strunz

PbCuSbS3

Orthorhombisch

2.GA.50


Synonyme:
Antimonbleierz
Antimonbleiglanz
Antimonbleikupferblende
(Antimonkupferbleiblende ?)
Antimonkupferglanz
Berthonit
Bleifahlerz
Diprismatischer Kupferglanz
Dystomglanz
Endellionit (Rashleigh 1797)
Prismatischer Spießglasglanz
Prismatoidischer Spieß(glas)glanz
Rädelerz
Radierz
Schwarzspießglanzerz
(Spießglanzbleierz)
Tripelglanz


Varietäten/Gemenge:
Bleispießglanz (zersetzter B. ("Wölchit"))
Embrithit (z.T. Boulangerit, z.T. Bournonit)
Nickelbournonit (Gemenge von Bournonit und Ullmannit)
Prismatischer Kupferglanz (Chalkosin oder Bournonit)
prismatoidischer Kupferglanz (zersetzter B.)
Spießglanzerz (z.T. Bournonit, z.T. Boulangerit, z.T. Tetraedrit)
Wölchit (zersetzter B.)

Bournonit bildet sich hydrothermal in mittelgradigen Zink-, Blei- und Kupfererzlagerstätten. Begleitmineralien sind Bleiglanz, Tetraedrit, Pyrit, Siderit und andere.

Weltweit konnte Bournonit bisher (Stand: 2011) an rund 850 Fundorten nachgewiesen werden. Neben seiner Typlokalität „Wheal Boys Mine“ trat das Mineral im Vereinigten Königreich (Großbritannien) noch an mehreren Orten der englischen Grafschaften Cornwall und Cumbria sowie in Wales und Schottland zutage.

Bekannte Fundstätten aufgrund ungewöhnlicher Bournonitfunde sind unter anderem Machacamarca im bolivianischen Departemento Potosí und Saint-Laurent-le-Minier im französischen Département Gard, wo Kristalle von bis zu 10 cm Größe gefunden wurden. In der „Herodsfoot Mine“ bei Lanreath in Cornwall wurden komplexe Rädelerz-Zwillinge von über 5 cm Größe gefördert und bis zu 4 cm große Kristalle fanden sich bei Příbram in Tschechien und in der Region Huancavelica in Peru.

In Deutschland wurde Bournonit in mehreren Orten des Schwarzwaldes in Baden-Württemberg, im Frankenland und der Oberpfalz in Bayern, bei Laubuseschbach in Mittelhessen, bei Clausthal und Sankt Andreasberg im niedersächsischen Harz, an mehreren Fundpunkten der Eifel und dem Siegerland von Nordrhein-Westfalen bis Rheinland-Pfalz, im Sauerland und Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen, in der saarländischen Gemeinde Nonnweiler, bei Neudorf und Wolfsberg in Sachsen-Anhalt, bei Freiberg und Schneeberg im sächsischen Erzgebirge sowie bei Gera, Greiz und Saalfeld in Thüringen.

In Österreich lässt sich das Mineral in mehreren Regionen von Kärnten, Salzburg und der Steiermark, sowie am Eichberg bei Gloggnitz in Niederösterreich und im Inn- und Silltal in Tirol finden und in der Schweiz fand man es in der tessiner Region Malcantone sowie im Binntal und der Gemeinde Collonges VS im Kanton Wallis.

Weitere Fundorte sind Argentinien, Äthiopien, Australien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Fidschi, Finnland, Ghana, Griechenland, Grönland, Indonesien, Irland, Italien, Japan, die Kanalinsel Jersey, Kanada, Kasachstan, Kirgisistan, Kolumbien, Korea, Kosovo, Kroatien, Mexiko, Mongolei, Namibia, Neuseeland, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika, Tadschikistan, Tunesien, Ukraine, Ungarn, Usbekistan, die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und Vietnam

Bournonit mit Pyrit
Bournonit mit Pyrit

Größe: 5,3 x 2,8 x 2,2 cm,
Fundort: Machacamarca Mine, Provinz Saavedra, Departamento Potosi, Bolivien

Rob Lavinsky
Bournonit
Bournonit

Größe: 90x80x40 mm; Fundort: Herodsfoot Mine, Lanreath, Liskeard District, Cornwall, England, UK

Cornwall And Devon Minerals

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