'._('einklappen').'
 

Kupfer

Covellin

Formel

Kristallsystem

Strunz

CuS

Hexagonal

2.CA.05


Synonyme:
Blaues Kupferglas
Kupferinding


Varietäten/Gemenge:
Barnhardtit (Gemenge von Chalkopyrit, Chalkosin und Covellin)
Bolivianit (Hexastannin oder Gemisch von Covellin und Sphalerit)
Cantonit (Covellin pseudomorph nach Galenit)
Carmenit (Gemisch von Covellin und Digenit)
Marcylith (z.T. unreiner Atacamit, z.T. Gemenge von Tenorit, Covellin usw.)

Covellin ist ein typisches Sekundärmineral und bildet sich durch Verwitterung zusammen mit anderen Sekundärmineralen wie Anilit, Bornit, Chalkosin, Digenit und Djurleit in der sogenannten Zementationszone (unterhalb der Oxidationszone) im Bereich des Grundwasserspiegels bzw. knapp darunter. Die Ausgangsmineralien Pyrit (FeS2) und Chalkopyrit (CuFeS2) sowie der bereits in der Oxidationszone entstandene, in Lösung gehende Chalkanthit (CuSO4•5 H2O) werden dabei umgewandelt.

Aufgrund seiner Bildungsbedingungen ist Covellin oft als dünne Schicht auf anderen Mineralen zu finden. Diese Art von Covellin-Überzüge findet man in vielen Kupfermineral-Lagerstätten. Mächtige und erzreiche Oxidations- und Zementationszonen treten vor allem dort auf, wo der Grundwasserspiegel großen Schwankungen unterliegt. Aride und tropisch-aride Klimazonen bieten daher besonders günstige Bildungsbedingungen.

Selten bildet sich Covellin auch als Primärmineral unter hydrothermalen Bedingungen.

Covellin wird bei andauernder Verwitterung selbst zum Ausgangsmineral bei der Entstehung von Azurit und Malachit, sowie einem unter der Bezeichnung Kupferpecherz bekannten, inhomogenen Mineralgemenge.

Covellin kommt zwar häufig vor, ist meist jedoch nur in geringen Mengen vorhanden. Ein wichtiger Fundort und gleichzeitig die Typlokalität ist der Vesuv in Italien, an dem es als Sublimationsprodukt entstanden ist. Größere Kristalle wurden in Alghero auf Sardinien gefunden. Weitere Funde mit größeren Mengen Covellin sind unter anderem im Mansfelder Kupferschiefer bei Sangerhausen, in den schichtgebundenen niederschlesischen Kupferlagerstätten um Lubin in Polen, bei Leogang in Österreich, Bor in Serbien, den US-Bundesstaaten Montana, Alaska, Colorado und Utah sowie La Rioja in Argentinien gemacht worden.

Covellin
Covellin

Größe: 17,3 x 12,5 x 6,2 cm,
Fundort: Reynolds Mine, Summitville Mine, Rio Grande Co., Colorado, USA

Rob Lavinsky
Covellin
Covellin

Größe: 51x38 mm; Fundort: Leonard Mine, Butte, Butte District, Silver Bow Co., Montana, USA

Jewels-Fine-Minerals

Durchblättern

Mineralienportrait/Kupfer [ Vorherige: Literatur | Nächste: Eigenschaften ]