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Kupferschmelze
Kupferschmelze
Kupferschmelze 1867 J;
John Ferguson Meir
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Kupferschmelze

Kupferschmelze 1867 J;
John Ferguson Meir

Public Domain

Kupfer


Kupfer im Zeitalter der Industriellen Revolution

(Ca. 1750 - 1.900)



Die Wiederkehr des Kupfers

Kanonenrohr aus Rotguss
Kanonenrohr aus Rotguss
Kanonenrohr in der Militaria-Sammlung der Veste Coburg
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Kanonenrohr aus Rotguss

Kanonenrohr in der Militaria-Sammlung der Veste Coburg

Sozialer Denker

Mit dem Zeitalter der Aufklärung kehrte das technische Fortschrittsdenken nach Europa zurück. Entdeckungen zur Elektrizität und dem Magnetismus durch Wissenschaftler wie Ampère, Faraday und Ohm brachten nicht nur neue Verwendungsmöglichkeiten und steigenden Verbrauch für und von Kupfer mit sich. Diese Verwendungsmöglichkeiten und der steigende Verbrauch halfen, die Industrielle Revolution anzukurbeln und schoben das Kupfer in eine neue Ära der Bedeutung.

In gleicher Weise von Bedeutung für den Verbrauch von Kupfer war die Wiederentdeckung des historischen Messings als besonders vielseitige Guss- wie Knetlegierung (Patronenhülsen, Kartuschen, Bleche, Drähte und daraus hergestellte Drahtgeflechte).


Gleichstromgenerator
Gleichstromgenerator
Gleichstromgenerator von Thury um 1896;
Deutsches Museum
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Gleichstromgenerator

Gleichstromgenerator von Thury um 1896;
Deutsches Museum

Dmm2va7

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und der einsetzenden Industrialisierung begann in Europa eine Art neuer Zeit für Kupfer und Kupferlegierungen: Nicht mehr die Bronzen standen im Vordergrund. Die Wiederkehr des Kupfers wurde nachdrücklich von einer neuen Legierung auf Kupferbasis namens „Gun Metal“ oder „Kanonenbronze“ bestimmt und war eine damaligen militärischen Anforderungen gerecht werdende Kupfer-Zinn-Zink-Blei-Legierung, hauptsächlich für Geschütze. (Ursprünglich wurde eine zu Geschützrohren verarbeitete Legierung, die lediglich aus Kupfer mit einem Zinnzusatz von 10 % bestand, wegen ihrer relativen Härte unter gebrauchsüblicher Belastung als „Kanonenbronze“ bezeichnet. In England nannte man diese Legierung, ebenso wie eine Weiterentwicklung des 19. Jahrhunderts mit zusätzlichen 1,5 % Zink, den Verwendungszweck hervorhebend „Gunmetal“).

Der zivile Bereich benötigte mit der Einführung der Telegrafie, später des Telefons, größere Entfernungen überbrückende, hoch leitfähige Kupferdrähte. Gleiches galt für die Ankerwicklung, seit Werner von Siemens 1866 das dynamo-elektrische Prinzip entdeckte und durch die damit ermöglichte Anwendung des Elektromagneten gegen Ende des 19. Jahrhunderts kleine, schnelllaufende Elektroantriebe (Elektromotoren) für Arbeitsmaschinen verfügbar wurden und Dampfmaschine und Treibriemen allmählich ersetzten. Es folgten die Generatoren zur Stromerzeugung in Kraftwerken und damit wieder ein Bedarf für die zur Übertragung der hochgespannten Ströme nötigen Freileitungen aus Kupfer. Das erste transatlantische Kabel zwischen den Vereinigten Staaten und Porthcurno in West-Cornwall bestand aus Kupfer


HMS Fregatte Alarm
HMS Fregatte Alarm
Das erste mit Kupferblech ausgekleidete britische Schiff "Alarm", 1781 (siehe nebenstehenden Text)
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HMS Fregatte Alarm

Das erste mit Kupferblech ausgekleidete britische Schiff "Alarm", 1781 (siehe nebenstehenden Text)

Anonym

Für öffentliche und individuelle Heizungsanlagen und Wasserversorgung (Armaturen) entstand Bedarf an Kupferrohren. Brau- und Siedekessel aus Kupfer wurden seit Beginn des 19. Jh. vermehrt in Brauereien, als Destilliergeräte und in der Färberei benutzt.

Um dem besonders schädlichen Fouling bei hölzernen Seeschiffen, wie sie bis ins 20. Jahrhundert benutzt wurden, gegenzuwirken, begann man zum Teil damit, die Schiffe mit Kupferplatten zu bedecken. Dies schützte auch vor dem Schiffsbohrwurm, einer holzfressenden Muschelart. Seit Mitte des 18.Jh. wurden die meist aus Eiche bestehenden Schiffsböden mit Kupferblech belegt, um sie vor dem Teredo oder Schiffswurm zu schützen. Nachdem die Fregatte namens Alarm im Jahr 1761 mit Kupfer ausgekleidet wurde, stellte man fest, dass sich dadurch auch die Geschwindigkeit der Schiffe erhöhte, woraufhin die englische Admiralität beschloss, die gesamte Flotte mit Kupferblechen zu versehen. Dieses Verfahren wurde auch für die großen Ostindien-Schiffe angewendet, bis etwa 1832, als ein neu patentiertes Messing das Kupfer ersetzte.

Zwischen 1797 und 1806 wurden in Cornwall und Wales auch Kupfermünzen gepresst, da zu dieser Zeit ein akuter Mangel an Geldmünzen herrschte. Aus feinen Messingdrähten gefertigte Siebe für Haus und Gewerbe tragen die Bezeichnung Leonische Waren.


Copperopolis - Kupferhauptstadt in Wales

Swansea - Kupferschmelzen
Swansea - Kupferschmelzen
Swansea copper works; ca. 1850
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Swansea - Kupferschmelzen

Swansea copper works; ca. 1850

PD

Nach Jahrhunderten des technologischen Stillstands seit Abzug der Römer wurde seit Ende des 16. Jh. die Erzeugung von Kupfer eine der Hauptindustrien Englands. Kupfererz aus Cornwall und Kohle-Lagerstätten überall im Land boten optimale Vorassetzungen für das Schmelzen von Kupfer. Extrem reiche Kohlevorkommen in Swansea in Wales bildeten die Basis dafür, dass Swansea sich von Anfang des 18. Jh. an zum englischen Top-Industriestandort entwickelte. Die Besitzer der Hüttenwerke waren meist reiche Engländer, während die lokalen Walliser die Arbeitskräfte stellten.

Kupfer war einer der wichtigsten Faktoren des multinationalen Wirtschafts-Netzwerkes, welches sich von Anglesey bis nach Australien und Cornwall bis nach Chile erstreckte. Wallisisches Kupfer wurde in weltweite Märkte exportiert. Mit den Erlösen wurde u.a. auch der transatlantische Sklavenhandel finanziert. Wallisische Seeleute (CApe Horners) umschifften die Welt um den Kupferhandel fließen zu lassen. Zwischen 1830 und 1870 was Swansea der Nabel der ersten global integrierten Schwerindustrie der Welt. Um 1851 war Wales die weltweit erste Industrienation mit der Kupferindustrie als Herz.


Über einen Zeitraum von etwa 150 Jahren, bis ins Jahr 1920, war das Tal des Flusses Tawe in SW-Wales eines der bedeutendsten Schwerindustrie-Zentren der Welt. Die Gründe, welche diese industrielle Expansion begünstigten, waren einmal die enormen Steinkohlevorkommen des Oberen Swansea-Tales, welche oft nahe der Oberfläche lagen und relativ leicht abgebaut werden konnten. Um Metalle zu schmelzen, benötigte man drei mal mehr Kohle als Erz, was angesichts der reichen Kohle-Lagerstätten kein Problem darstellte. Ein weiterer Grund des wirtschaftlichen Erfolges war, dass Swansea ein guten Hafen und sicheren Ankerplatz bot. Durch die Kombination der beiden Faktoren war es deshalb wirtschaftlich sinnvoller, das Erz zur Kohle von Swansea zu bringen anstelle umgekehrt die Kohle zum Erz zu verschiffen.

Ein zusätzlicher wichtiger Faktor war, dass es durch die sehr hohen Gezeiten vor Swansea möglich war, dass auch Schiffe mit großem Tiefgang bis in die Flussmündung gelangen konnten. Dies machte es letztendlich möglich, dass große Mengen an Rohmaterial (Erz) aus Chile, Kunba und Australien ins Land gebracht und, weitaus wichtiger, die Endprodukte wie Kupferblech, Zinnblech, Porzellan und Kohle exportiert werden konnten.

Ursprünglich beschränkte sich die Verhüttung, sprich das Schmelzen, auf Kupfer. Das Erz kam auf Segelschiffen bis vor die Tore der Schmelzwerke; die Kohle wurde mit Wagen oder Tramways herangeführt. Die Endprodukte verließen auf dem gleichen Wege die Kupferfabriken. Swansea wurde irgenwann in dieser Kupfer-Boomzeit als Copperopolis bezeichnet; das untere Tawe-Tal erstickte fast an der Masse der Hüttenbetriebe und Kupferschmieden.

Die erste Kupferschmelze wurde 1717 in Landore von John Lane und John Pollard errichtet. Pollard baute etwas später die Kupferwerke in Llangyfelach. Um 1800 existierten neun Groß-Hüttenbetriebe im Tal. 1860 wurden zwei Drittel allen in England importierten Kupfererzes in Swansea gechmolzen; dieses Monopol hatte einen bedeutenden Effekt auf die globalen Kupferpreise. Die Vegetation der Stadt Swansea und des einst üppig grünen Umlands wurden durch giftigen Kupferrauch aus den Schornsteinen der Hüttenwerke vernichtet; die Rauchpartikel lagerten sich in der Stadt und in den Feldern ab. Dem Vieh fielen die Zähne aus und die Tiere bekamen geschwollene Gelenke. Der Rauch führte bei Mensch und Tier zu Atemnot, Appetitlosigkeit und anderen Gebrechen. Die Bauern machten den Kupferrauch für diese Krankheiten verantwortlich.

Das aus Cornwall stammende Kupfererz, welches in Swansea verhüttet wurde, hatte hohe Anteile an Arsen, Schwefel und Flussspat. Aus den Schmelzereien gelangte mit diesen Elementen kontaminierter Rauch, zusammen mit Mengen von Gasen aus den kohlebefeuerten Öfen. Der Schwefel und das Fluor des Rauches mischten sich mit Wasser und Sauerstoff in der Atmosphäre, woraus Schwefel- und Flusssäure entstanden, welche als saurer Regen über Swansea niederging. Nicht genug damit: Große Mengen von Kupferschlacke und anderen Abfällen bedeckten die gesamte Landschaft nahe der Hüttenwerke.

Frühe Kupferschmelzen in Swansea
Frühe Kupferschmelzen in Swansea
Swansea copper works; 18th century (18. Jh.)
Copyright: PD; Contribution: Collector
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Frühe Kupferschmelzen in Swansea

Swansea copper works; 18th century (18. Jh.)

PD
Kupfer-Segler
Kupfer-Segler
Kupferbarken im Hafen von Swansea;
Taken by Reverend Calvert Richard Jones um 1850
Copyright: PD; Contribution: Collector
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Kupfer-Segler

Kupferbarken im Hafen von Swansea;
Taken by Reverend Calvert Richard Jones um 1850

PD
Bristol Company - Kupferschmelzen
Bristol Company - Kupferschmelzen
Bristol company copperworks near Swansea;
John Wood, 1768-1838;
The National Library of Wales Creative Archive License
Copyright: ; Contribution: Collector
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License: Public Domain
Bristol Company - Kupferschmelzen

Bristol company copperworks near Swansea;
John Wood, 1768-1838;
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Industrieller Kupferbergbau in den USA

Kupferbergbau - Kuxschein
Kupferbergbau - Kuxschein
Kuxschein der Chippewa Copper Mining Co Michiga;
14. März 1846
Copyright: Archiv Peter Seroka; Contribution: Collector
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License: Public Domain
Kupferbergbau - Kuxschein

Kuxschein der Chippewa Copper Mining Co Michiga;
14. März 1846

Archiv Peter Seroka

Der Abbau von Kupfer in industriellem Maßstab begann in den späten 1800er Jahren im amerikanischen Westen. Es gab überall kleinere Gruben im Land, besonders im Gebiet der Oberen Halbinsel in Michigan sowie in Arizona, doch durch fehende Technologien bedingt, konnte man Kupfer nur aus hochgradigen Erzen erzeugen. Erst mit der Entwicklung effizienter Flotationsprozesse gegen Ende des 19. Jh. wurde es möglich, auch Kupfer herzustellen, welches aus den großen, jedoch niedriggradigen porphyrischen Kupferlagerstätten in Montana, Utah und Arizona abgebaut wurden. Mittels neuer Abbautechniken im offenen Tagebau wurden die USA rasch der größte Kupferhersteller der Welt.

Die Produktion von Elektrodrähten und Kabeln begann 1877 durch ein Herstellungsverfahren der in Connecticut ansässigen Firma Thomas Doolittle. Vor dieser Zeit wurde für das Telegraphensystem Eisendraht benutzt. Das neue, ab 1876 entwickelte Telephonsystem wurde rasch kommerzialisiert und benötigte, neben dem ebenfalls wachsenden Stromversorgungsnetz, enorme Mengen an Kupferdraht. Ähnliche Entwicklungen der Kupferproduktion und des Kupferverbrauchs waren jedoch nicht nur auf die USA beschränkt, sondern begannen in der gesamten restlichen industrialisierten Welt.


Kolonialer Kupferbergbau im Kongo und in Sambia

Kupferbergbau im Kongo
Kupferbergbau im Kongo
Kupferbergwerk Lubumbashi im Kongo (1917)
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Kupferbergbau im Kongo

Kupferbergwerk Lubumbashi im Kongo (1917)

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Der Copperbelt (englisch; deutsch: Kupfergürtel) ist eine Industrieregion in Sambia und der Demokratischen Republik Kongo. Er ist das bedeutendste Kupferabbaugebiet Afrikas und das größte Industriegebiet in Afrika südlich der Sahara außerhalb Südafrikas. Neben Kupfer werden auch Kobalt und weitere Metalle abgebaut. Der Copperbelt zeichnet sich durch das Vorkommen von Kupfererzen aus. Er liegt auf einer Hochebene etwa 1200 bis 1300 Meter über dem Meeresspiegel im Zentrum Sambias und im Südosten der Demokratischen Republik Kongo und ist ein etwa 800 Kilometer langes und 250 Kilometer breites Gebiet. Der sambische Teil gehört überwiegend zur Provinz Copperbelt, der kongolesische Teil zur ehemaligen Provinz Katanga. Mehr als ein Zehntel der weltweiten Kupfervorkommen befinden sich im Copperbelt. Sambia erzielte 1988 über 90 Prozent seiner Außenhandelserlöse durch den Export von Kupfer, die Demokratische Republik Kongo bis zu 40 Prozent. Die DR Kongo ist Weltmarktführer bei der Produktion von Kobalt. Rund 53 Prozent des weltweit exportierten Kobalts stammten 2006 aus dem Copperbelt, davon fast drei Viertel aus der DR Kongo.

Die Einwohner im Gebiet des heutigen Copperbelts hatten schon seit Jahrhunderten die Fähigkeit, Kupfer aus den Erzen zu gewinnen und mit den daraus gefertigten Gütern Handel zu betreiben. 1895 stellte der US-Amerikaner Frederick Russell Burnham im Rahmen eine Expedition fest, dass es in dem Gebiet große Kupfervorkommen geben müsse. Damals gehörte der Nordteil des Gebiets zu Belgien, der Südteil zum Vereinigten Königreich. Die British South Africa Company übernahm die Ausbeutung dieser Vorkommen im südlichen Teil. Unter anderem entstanden ab Beginn des 20. Jahrhunderts Eisenbahnstrecken, die ein Verschiffen des Kupfers bis zu den Häfen am Atlantischen und Indischen Ozean ermöglichten. Von 1960 bis 1963 war das damalige Katanga nach einem Sezessionskrieg faktisch unabhängig. In den 1960er Jahren wurden in Sambia rund 750.000 Tonnen Kupfer gewonnen. Von 1971 bis 1999 hieß die DR Kongo Zaïre; die Provinz Katanga wurde Shaba genannt. Der Verfall der Kupferpreise auf dem Weltmarkt ab 1974 und besonders ab Ende der 1990er Jahre traf den Copperbelt besonders hart. 2000 betrug die Fördermenge in Sambia nur noch 256.900 Tonnen Kupfer. Zusätzlich schaffte die einseitige Abhängigkeit vom Kupferbergbau schwerwiegende Umweltprobleme. So werden beim Raffinieren der Kupfererze große Mengen an Arsen und Kohlenmonoxid frei. Auch wurde die Landschaft durch den Tagebau großflächig zerstört. Von 2003 bis 2007 vervierfachte sich der Kupferpreis, so dass die Fördermenge erhöht wurde. 2006 wurden in Sambia 497.000 Tonnen Kupfer gewonnen.4 2009 wurde mit der Lumwana Mine bei Solwezi die größte sambische Kupfermine in Betrieb genommen.


Die Freiheitsstatue in New York

Freiheitsstatue
Freiheitsstatue
Die Freiheitsstatue in New York
Copyright: US National Park Services (NPS); Contribution: Collector
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Freiheitsstatue

Die Freiheitsstatue in New York

US National Park Services (NPS)

Die Freiheitsstatue (englisch Statue of Liberty, offiziell Liberty Enlightening the World, auch Lady Liberty; französisch La Liberté éclairant le monde) ist eine von Frédéric-Auguste Bartholdi geschaffene neoklassizistische Kolossalstatue bei New York. Sie steht auf Liberty Island im New Yorker Hafen, wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht und ist ein Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten. Das übermächtige Frankreich wollte mit diesem Geschenk sich das Wohlwollen des zu dieser Zeit aufstrebenden Amerika sichern. Die Statue ist seit 1924 Teil des Statue of Liberty National Monument und seit 1984 als Weltkulturerbe der UNESCO klassifiziert.

Die Statue stellt die in Roben gehüllte Figur der Libertas, der römischen Göttin der Freiheit, dar. Die auf einem massiven Sockel stehende bronzierte Figur reckt mit der rechten Hand eine vergoldete Fackel hoch und hält in der linken Hand eine Tabula ansata mit dem Datum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Zu ihren Füßen liegt eine zerbrochene Kette. Die Statue gilt als Symbol der Freiheit und ist eines der bekanntesten Symbole der Vereinigten Staaten. Mit einer Figurhöhe von 46,05 Metern und einer Gesamthöhe von 92,99 Metern gehört sie zu den höchsten Statuen der Welt, bis 1959 war sie die höchste. Das Gewicht der Statue beträgt 225 to.

Die siebenstrahlige Krone symbolisiert die die Anzahl der Weltmeere und die 25 Fenster unterhalb der Krone die Edelsteine dieser Welt. Mit einem Fuß steht die Freiheitsstatue auf zerbrochenen Ketten, die das Ende der Sklaverei symbolisieren. Ein weiters Symbol ist der erhobene Arm mit der vergoldeten Fackel in der Hand, das ein Zeichen für Aufklärung ist. In Frankreich existieren zwei etwa zwölf Meter hohe Kopien. Eine steht seit 1885 recht nahe des Eiffelturms und die zweite in der Stadt des Bildhauers in Colmar.



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