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Kupfer


Kupfer in Asien und Australien

Japan-Kupfergewinnung
Japan-Kupfergewinnung

Zwischenschmelzen und Raffination des Kupfers;
Kodo-Zuroku, 1801;
Sammlung Peter Seroka - Alte Bergwerksansichten

Archiv Peter Seroka

Afghanistan

Balkhab


Die Lagerstätte Balkhab liegt in den Provinzen Sar-e-Pul und Balk in Nord-Zentral-Afghanistan, etwa 130 km SW von Mazar-e-Sharif, der Hauptstadt der Provinz Balkh. Kupferbergbau fand schon vor 3.000 Jahren statt und Erz wurde kontinuierlich über- und untertage gefördert.

Die Lagerstätte gehört zum Typus VHMS (volcanic hosted massive sulfides). Die moderne Erkundung in Form von Kartierungen, Probenahmen und Analysen fand zwischen 1966-1972 statt. Die aktuellen Explorationsarbeiten wurden durch den Afghan Geological Survey initiiert; 2008 führte das Bergbauministerium eine Bewertung der Lagerstätte durch, mit dem Ergebnis, dass die Reserven ca. 150 mio t betragen. Die Abbaurechte wurden an Afghan Gold and Minerals Company (AGMC) vergeben. Das Unternehmen hofft, bis Ende 2014 oder 2015 eine Pilotanlage in Betrieb zu nehmen.

Balkhab
Balkhab

Kupfererz-prospektion

Khaamapress

Mes Aynak


Mes Aynak (Dari: Kupferquelle, Kupferschacht) ist ein ca. 40 Kilometer SE von Kabul gelegener Ort Ort im Mohammad Agha Distrikt in der Provinz Lawhgar. Mes Aynak war von der späten Kuschana-Zeit bis zur späten Shahi-Zeit (2. bis 9. Jh.) eine weitläufige buddhistische Siedlung. Die Siedlung bestand aus mehreren reich verzierten Klosteranlagen mit Stupas und hunderten von Buddhastatuen sowie Wohn- und Gewerbebauten. Unterhalb der buddhistischen Klosterruinen wurden Überreste einer prähistorischen Siedlung aus der Bronzezeit entdeckt.

Mes Aynak beherbergt eines der größten unerschlossenen Kupfervorkommen der Welt. Die afghanische Regierung hat die Schürfrechte 2007/08 der chinesischen Bergwerksfirma China Metallurgical Group (MCC) zugesprochen, die dafür 3,5 Milliarden Dollar geboten hatte. Da der historische Klosterkomplex vollständig dem Kupfertagebau weichen soll, verständigte sich der afghanische Bergbauminister Mohammed Ibrahim Adel mit der MCC auf die Durchführung archäologischer Rettungsgrabungen unter Einbindung des Nationalen Instituts für Archäologie Afghanistans.

Die Grabungen in Mes Aynak, die mit internationaler Unterstützung umgesetzt werden, begannen 2009. Sie sollten nach drei Jahren abgeschlossen sein, werden aber gegenwärtig fortgesetzt (Stand: August 2013). Im Zusammenhang mit zunehmender internationaler Berichterstattung über die bedrohte historische Kulturstätte verschob die afghanische Regierung den Beginn des Kupfertagebaus auf 2014. (s.a. > http://www.sueddeutsche.de/wissen/afghanistan-der-buddha-und-das-kupfer-1.984051)

Die schichtgebundene sedimentär-exhalative (SEDEX)- Kupferlagerstätte liegt in vendian-kambrischen Arkosen, Dolomiten, Amphiboliten, Kalkschiefern und Quarz-Albit-Gesteinen. Die Größe der Lagerstätte beträgt 40 km2 und wird von drei Seiten exploriert. Das Haupterz ist in Marmor und Schiefer disseminierter Chalcopyrit in der Lawhgar-Formation aus Metasedimenten, Dolomit, Kalkstein und Kalk-Quarzschiefern und Quarz-Biotitschiefern. Die Reserven der Lagerstätte werden auf 240 mio to geschätzt.

Mes Aynak
Mes Aynak

Das Camp der Archäologen im Vordergrund der Kupferlagerstätte

Jerome Starkey

Iran

Sar Cheshmesh


Sar Cheshmeh (سرچشمه) oder Sar Cheshmeh Kupferkomplex (Persisch: كارخانجات مجتمع مس سرچشمه‎ – Kārkhāneh-ye Mojtame‘-e Mes-e Sar Cheshmeh) ist eine sehr große, im offenen Tagbau abgebaute Lagerstätte in der iranischen Provinz Kerman. Der Komplex liegt 65 km SW von Kerman und 50 km S von Rafsanshan, auf einer Höhe von ca. 2.600 m. Es wird angenommen, dass es sich um eine der größten Cu-Lagerstätte der Welt handelt. Neben Kupfer enthält die Lagerstätte bedeutende Mengen an Molybdän, Gold und verschiedenen selteneren Metallen.

Sar Cheshmeh ist eine porphyrische Cu-Au-Ag-Mo-Lagerstätte. Die Erzkörper liegen im zentralen Teil des Zagros-Gebirges in verwerfungsreichen frühtertiären vulkano-sedimentären Gesteinen. Während des Miozäns intrudierten zahlreiche porphyrische Stöcke und Dykes mächtige Sequenzen cretazäischer sedimentärer und eozänischer vulkanischer Gesteine. Innerhalb der granodioritischen porphyritischen und Wirtsgesteinssequenzen fand hypogene und supergene Kupfermineralisation statt, welche stark zu einer vorherrschend phyllitisch-argillitischen Verbindung mit interstitialen und distalen propylitischen Typen verwitterte.

Die Grube wurde bis zum Beginn der iranischen Revolution im Jahr 1979 durch die US-amerikanische Anaconda-Gruppe betrieben. Zwischen 1981 und 1984 produzierte die Grube 9 mio t 1,12%iges Cu-Erz.

Sar Cheshmesh
Sar Cheshmesh

Kupferlagerstätte Sar Cheshmesh im Iran (1977)

Rock Currier

China

Antikes Kupferbergwerk Tonglüshan


Das antike Kupferbergwerk Tonglüshan (chinesisch 铜绿山铜金铁矿床, 大冶市, 黄石市, 湖北省, 中国; Pinyin Tonglüshan gu tongkuang, englisch Ancient Tonglüshan Copper Mine) war ein Komplex verschiedener Kupfer-Bergwerke und -Verhüttungsplätze aus der Zeit der Westlichen Zhou-Dynastie bis Westlichen Han-Dynastie auf dem Gebiet von Daye, einer kreisfreien Stadt der bezirksfreien Stadt Huangshi in der chinesischen Provinz Hubei. Sie werden auf die Zeit des 9. bis. 1. Jahrhundert v.Chr. datiert, und wurden zwischen 1974 und 1985 ausgegraben.

Das antike Kupferbergwerk wurde beim Abbau von Kupfererz im Tagebau Tonglüshan entdeckt. Der antike Abbau fand an zwölf verschiedenen Kupfervorkommen statt. Insgesamt wurden mehrere hundert Schächte und Stollen, Werkzeuge zum Abbau sowie mehrere Schmelzöfen zur Verhüttung des Erzes entdeckt. Anhand der zurückgebliebenen Schlacke wurde die Menge des abgebauten Kupfererzes auf etwa 80.000 bis 100.000 t geschätzt. Aufgrund der Brüchigkeit des Gesteins war das Erz auch mit primitiven Werkzeugen abbaubar, zur Sicherung waren jedoch aufwändige Ausbauten der Stollen mit hölzernen Verbauen notwendig. (Quelle: wikipedia)

Antike Erzschmelze in China
Antike Erzschmelze in China

Antiker Schmelzofen

Archiv: Peter Seroka

Antikes Kupferbergwerk Zhaobishan

Das Zhaobishan-Kupferbergwerk (照壁山铜矿遗址, Zhaobi Shan tongkuang yizhi) ist ein antikes, bis auf die Zeit der Han-Dynastie zurückgehendes Kupferbergwerk im Zhaobi-Gebirge (Zhaobi Shan). Es befindet sich im Norden des Gebiets der Großgemeinde Zhenluo (镇罗镇) des Stadtbezirks Shapotou von Zhongwei in Ningxia. Es handelt sich um das älteste Kupferberkwerk in Nordwestchina. Die Stätte wurde von Stadtmuseum Zhongwei untersucht.

Das Zhaobishan-Kupferbergwerk (Zhaobi shan tongkuang yizhi) steht seit 2006 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (6-215).

Antiker Erzbergbau in China
Antiker Erzbergbau in China

Bergbau im alten China

Archiv: Peter Seroka

Yongping

永平铜矿 (水平铜矿), 永平镇, 沿山县 (铅山县), 上饶市, 江西省, 中国

Die Kupfergrube Yongping liegt in Yongping im LAndkreis Yanshan (Qianshan), Präfektur Shangrao in der Provinz Jiangxi in China. Sie wird von Jiangxi Copper Company Ltd. (Chinas größter Kupfererzeuger) betrieben. Im Jahr 2004 förderte die Grube 3,6 mio to Erz.

Die polymetallische Lagerstätte gehört zum VHMS-Typus (volcanic hosted massive sulfides) in Verbindung mit submariner hydrothermal-sedimentärer und porphyrischer Skarn-Mineralisation.

Tagebau der Yongping Kupfermine, Jiangxi Provinz, China
Tagebau der Yongping Kupfermine, Jiangxi Provinz, China

Besuch 6.4.2013

stoanklopfer

Kupfermineralien aus China

Kupfer
Kupfer

Größe: 10,6 x 7,4 x 2,1 cm,
Fundort: Fengjiashan Mine, Daye Co., Hubei, China

Rob Lavinsky
Kupfer
Kupfer

Größe: 7,1 x 6,3 x 1,5 cm,
Fundort: Fengjiashan Mine, Daye Co., Hubei, China

Rob Lavinsky
Kupfer
Kupfer

6 mm große Kristalle,
Fundort: Chengmenshan, Jiujiang, Jiangxi, China

Rob Lavinsky
Chalcopyrit
Chalcopyrit

Lagerstätte Kaiwu Mine, Landkreis Hezhang, Präfektur Bijie , Guizhou, China

Fabre Minerals
Cuprit, Kupfer
Cuprit, Kupfer

Cuprit, Kupfer, 4,0 x 2,4 x 2,0 cm, Edong Mine, Hubei, China.

kraukl
Azurit, Malachit
Azurit, Malachit

Größe: 86x64x57 mm; Fundort: Liufengshan Mine, Kreis Guichi, Präfektur Chizhou, Provinz Anhui, China

Rob Lavinsky

Indien

Khetri


Der Khetri Copper Complex liegt etwa 10 km NE von der Stadt Khetri am Rande der Aravalli-Gebirgskette in Khetrinagar, Rajasthan. Khetri ist Indiens größte Kupferlagerstätte und Kupfergrube mit Aufbereitung, Raffinerie und Produktion sowie Nebenprodukten wie Schwefelsäure und Kunstdünger. Mehr als nur eine singuläre Lagerstätte bildet die Kupfermineralisation einen ca. 80 km langen Kupfergürtel bzw. eine Kupferprovinz, welche sich von Singhana im N bis Raghunathgarh im S erstreckt. In dem Gürtel liegen eng gefaltete proterozoische Metasedimente über Gneissen, welche einen Teil des Nord-Delhi Faltungsgürtels bilden.

Die bekanntesten Einzellagerstätten des Khetri-Kupfergürtels sind: Khetri, Kolihan, Banwas, Chandmari, Dhani Basri, Baniwali Ki Dhani (Neem Ka Thana, Rajasthan), Dholamala, Akwali, Muradpura - Pacheri (Jhunjhunu, Rajasthan) undDevtalai (Bhilwara, Rajasthan). Die Projektentwicklung in Khetri begann Anfang des 20. Jh. unter Regie der National Mineral Development Corporation (NMDC); 1967 wurde Khetri an Hindustan Copper Ltd. übergeben. Die Reserven inkl. Ressourcen der Lagerstätte Khetri liegen bei ca. 26 mio t Cu (1,13%)

Kupferhütte Ghatsila
Kupferhütte Ghatsila

Kupferhütte Ghatsila, Khetri in Khetrinagar, Rajahstan, Indien.

Hindustan Copper

Malanjkhand


Malanjkhand (auch MCP; Malanjkhand Copper Project) ist ein offener Tagebau nahe der Stadt Malaj Khand, 90 km NE von Balaghat in Madhya Pradesh. Die Lagerstätte gehört zum Tehsil (Verwaltungseinheit) Baihar. Malanjkhand ist die größte polymetallische Lagerstätte Indiens.

Ursprung der Kupfer-Mineralisation sind archaisch-proterozische Closepet-Serien der Dharwar-Formation; resp. synplutonische mafische Intrusionen in kristalline Granite (Pluton) Gesteine dieses Alters haben eine komplexe Natur mit klastischen und chemisch präzipitierten Sedimenten, Vulkaniten und Plutoniten - wobei alle unterschiedliche Grade der Metamorphose zeigen. Die Mehrheit dieser Gesteine sind Phyllite, Schiefer and Tonschiefer sowie Hornblende-, Chlorit-, Hämatit- und Magnetitschiefer; Quarzite and stark gealterte Vulkanite wie Rhyolithe und Andesite sowie weit verbreitete Granitintrusionen; kristalline Kalksteine und Marmor, Steatit-Massen, Jaspis-Betten und Eisen- und Manganoxide.

Das Malanjkhand Copper Project begann 1982 durch Hindustan Copper Ltd. in einem Tagebau; die Abbaulizenz für HCL wurde 1973 erteilt. Bis heute entwickelte sich die Grube zum größten offenen Tagebau Indiens.

Lgerstätte Malanjkhand
Lgerstätte Malanjkhand

Malanjkhand Kupfererz-Tagebau

N G NAir

Malaysia

Mamut


Die Mamut Copper Mine (MCM) oder (malaysisch Lombong Tembaga Mamut) war ein Tagebau-Bergwerk im malaysischen Bundesstaat Sabah (Borneo), in dem von 1975 bis 1999 Kupfer, Gold und Silber abgebaut wurden. Die Mamut Copper Mine war die einzige Kupfergrube Malaysias. Heute stehen die stillgelegten Anlagen wegen ihren immensen Altlasten im Brennpunkt der öffentlichen Diskussion.

Die Lagerstätte Mamut liegt in der die Kinabalu-Region, die aus alttertiärem Sandstein und Tonstein besteht und in die durch starke tektonische Störungen große Massen an ultrabasischem Gestein und Granit eingedrungen sind. Der augenfälligste Aufschluss dieser Störung ist der Berg Kota Kinabalu. Mamut ist eine porphyrische Kupferlagerstätte; das Erz ein goldhaltiges Kupfersediment minderer Qualität. Das Sediment zeigt disseminiertes Kupfer geringer Qualität in Verbindung mit Silizifikationen von dioritisch-porphyren Gesteinen, die in tertiäre Sedimente und ultrabasische Gesteine eingedrungen sind. Die Silizifikation liegt in Form von Trümmerzonen zuckerkörniger Quarzadern vor, begleitet von Sulfiden und Gold. Pyrit, Chalcopyrit und Kupferglanz sind die primären sulfidischen Erze; sie werden von geringen Mengen Molybdänit, Bornit und grünen Kupfermineralien begleitet werden. Das hier gewonnene Kupferkonzentrat enthielt neben 25% Kupfer einen Anteil von 20g Gold und 12 g Silber pro Tonne. Einrichtungen

Mamut Copper Mine in Sabah
Mamut Copper Mine in Sabah

Die mit Wasser vollgelaufene Mamut Copper Mine bei Ranau, Sabah. Der Krater hat einen Durchmesser von 1,2 Kilometern und ist 500 Meter tief.

CEphoto, Uwe Aranas

Die Mamut Copper Mine erstreckte sich auf insgesamt vier räumlich getrennte Bereiche:

  • den Tagebau auf ca. 1500 m Höhe an der Ostflanke des Mount Kinabalu
  • den zwischen Kampung Lohan und Kampung Bongkud auf ca. 380 Höhenmetern gelegenen Lohan Tailings Dam
  • die Verladeeinrichtungen für Kupferkonzentrat Usukan Port in der 113 Kilometer entfernten Abai-Bucht bei Kota Belud
  • eine Arbeitersiedlung Batu Dua oberhalb von Ranau auf ca. 800 m Höhe

1975 begann der Testbetrieb und am 15. November 1975 wurde die erste Schiffsladung von 7211 DWT Kupferkonzentrat mit dem Frachter Yue Tai nach Japan verschifft. Nachdem über einen Zeitraum von 25 Jahren über 600 mio t Erz und Abraum abgebaut worden waren – darunter Kupferkonzentrat mit einem Marktwert von 3,35 Mrd MYR – zeigte der Rückgang der Fördermengen das Ende der Erzreserven an. Die letzte Ladung Kupfer wurde schließlich von Usukan Port aus am 10. Oktober 1999 verschifft.14

Der Erzabbau in der Mamut Copper Mine hatte nicht die Gewinnung der reinen Metalle, sondern die Herstellung eines Konzentrates zum Ziel. Zu diesem Zweck war dem Tagebau eine verfahrenstechnische Anlage angegliedert, die das Konzentrat direkt am Ort des Abbaus erzeugte.

Zur Aufkonzentration wurde das Roherz zuerst einer dreistufigen Brecheranlage zugeführt, wobei die letzte Stufe im geschlossenen Kreislauf betrieben wurde. Danach folgte ein zweistufiger Mahlprozess, bei dem wiederum die letzte Stufe als geschlossener Kreislauf angelegt war. Von hier aus gelangte das Erz in einen achtstufigen Flotationskreislauf. Nach der Flotation wurde das Konzentrat eingedickt und gefiltert, bevor es zur weiteren verfahrenstechnischen Behandlung nach Japan verschifft wurde.

Der Betrieb der Mamut Copper Mine machte Malaysia ab 1975 über Jahre hinaus zu einem der wichtigsten Kupferlieferanten des Weltmarkts. Nach der Schließung der Mamut Copper Mine im Jahr 1999 schied Malaysia auf dem Weltmarkt als kupferproduzierendes Land aus, auch Silber als Beiprodukt des Kupferabbaus wurde in Malaysia fortan nicht mehr gewonnen

Der stillgelegte Tagebau hinterließ einen Krater von 1200 Meter Durchmesser und 500 Meter Tiefe, der zum großen Teil mit Wasser gefüllt ist. Augenfällig ist, dass die Vegetion auch nach mehr als einem Jahrzehnt seit der Stilllegung kaum Besitz vom ehemaligen Abbaugelände ergriffen hat. Als Ursache dafür gilt der hohe Säuregehalt des Tagebaurestsees und die Kontamination mit cyanhaltigen Altlasten.


Indonesien

Grasberg in West-Papua, Indonesien


Die Grasberg-Mine ist die größte Gold-Lagerstätte und gleichzeitig eine der weltgrößten Kupfer-Lagerstätte mit den niedrigsten Förderkosten der Welt. Sie liegt in dem zu Indonesien gehörenden West-Neuguinea (West-Papua) auf 4.270 m Höhe in unmittelbarer Nähe des höchstens Berges Ozeaniens, der Carstensz-Pyramide (Puncak Jaya). In derselben geologischen Verwerfung wie Grasberg liegen auch die Minen > Ok Tedi, Lihir, Porgera und > Panguna

Entdeckt wurde die Lagerstätte 1936 von dem niederländischen Geologen Jean-Jacques Dozy, der für Shell Erdölquellen erforschte, bei dem Versuch, die Gipfel der Jayawijaya-Berge zu besteigen. In 3.700 Meter Höhe entdeckte er in einer Berglandschaft aus hellem Kalkstein einen etwa 130 Meter hohen, auffällig schwarzen Berg in Form eines Zahnes aus goldhaltigem Kupfererz, den er Erzberg (niederländisch „Ertsberg“) nannte. In einem unzugänglichen Hochtal, 120 km von der Küste entfernt, war dieses Kupfervorkommen wie ein „Berg von Gold auf dem Mond“. (wikipedia)

Grasberg Mine
Grasberg Mine

Grasberg Cu-Au-Lagerstätte

Alfindra Primaldhi

Grasberg Mine
Grasberg Mine

Die Grube Grasberg, eine der weltgrößten Kupfer-Lagerstätten

Alfindra Primaldhi

Durch den Zweiten Weltkrieg gerieten die Aufzeichnungen in Vergessenheit, und erst 20 Jahre später wurde der Bericht von dem Geologen Forbes Wilson wiederentdeckt. Wilson arbeitete für Freeport und suchte eigentlich nach Nickelvorkommen. Dennoch starteten Forbes Wilson und Del Flint eine Expedition und entdeckten 1960 die großen Kupfervorkommen des Ertsberges. Der Kupfergehalt betrug beachtliche 2,5 Prozent mit 0,75 Gramm Gold und 9 Gramm Silber je Tonne Erz. Insgesamt wurden später 32 Millionen Tonnen abgebaut.

Mit Erlaubnis der indonesischen Regierung für den Abbau von Kupfer wurde 1973 eine Grube im Tagebau eröffnet. Die durch die Firma Bechtel gebaute 100 km lange Zufahrtsstraße ist eine technologische Meisterleistung, sie war das schwierigste Projekt der größten US-Baufirma. Erst der Vietnamkrieg hatte die Helikoptertechnologie (Bell 204) Mitte der 1960er Jahre so weit gebracht, dass das Projekt technisch möglich wurde. Zum Bau der Straße wurden Holzfäller durch die Baumkronen abgeseilt, um Lichtungen zu schlagen, auf denen danach kleine, in Einzelteile zerlegte Bulldozer zur Befahrbarmachung des Urwaldes abgesetzt wurden. Dennoch stürzten Hubschrauber ab, und schwere Technik versank in den Sümpfen. Zwei Tunnel mit insgesamt 1.700 Meter Länge mussten gebaut werden. Freeport war mehrere Male kurz vor der Aufgabe. Die Presse nannte das Projekt Freeports „Mission Impossible“, die unmögliche Mission. Zu den ersten Abnehmern des Erzkonzentrates gehörte neben Japan auch die Aurubis AG (früher Norddeutsche Affinerie AG).

Für die Minenarbeiter wurde 10 Kilometer unterhalb der Mine in 2062 Meter Höhe die Stadt Tembagapura (Kupferstadt) errichtet. 1995 eröffnete Suharto das für 500 Millionen Dollar mitten im Dschungel für 20.000 Einwohner gebaute Kuala Kencana (Goldfluss).

1988 begann der Abbau des schon von Dozy entdeckte Grasberg-Vorkommens in 4270 Meter Höhe, zwei Kilometer vom Ertsberg entfernt; über eine Milliarde Tonnen Erz mit 1 Prozent Kupfer und 1,2 Gramm Gold je Tonne Erz. Freeport besitzt seitdem eine Mine von Weltformat mit den größten Goldreserven der Welt. Die technischen Herausforderungen waren wieder enorm. Die Erzproduktion konnte bis auf 238.000 Tonnen täglich (2005) kontinuierlich gesteigert werden. Neben Chuquicamata ist Grasberg eine der größten Kupferminen der Welt.

Einschließlich nicht-erzhaltigen Abraums werden täglich über 700.000 Tonnen Material bewegt. Bei dieser Rate wäre die auf 6,25 Millionen Tonnen geschätzte Cheops-Pyramide in neun Tagen abgetragen.

Das Erz wird sowohl übertage als auch untertage abgebaut. Der offene Krater hat einen Durchmesser von fast 2,5 km. Das Erz wird, nachdem es gebrochen wurde, in vier Flotationsanlagen aufbereitet. 2005 brachten geförderte 660.000 Tonnen Kupfer 2,7 Milliarden US-Dollar ein. 79.000 Kilogramm gefördertes Gold ergaben 1,277 Milliarden Dollar. Von den Gesamteinnahmen entfielen somit zwei Drittel auf den Erlös von Kupfer und ein Drittel auf Gold. (Quellen: Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar)


Batu Hijau in Sumbawa


Asiens viertgrößte Kupfer-Lagerstätte Batu Hijau liegt auf der Insel Sumbabwa, eine der kleinen Sunda-Inseln, in der Provinz Nusa Tenggara Barat in Indonesien, 1.528 km E von Jakarta. Die Lagerstätte wurde 1990 entdeckt; nach 10 Jahren Explorationsarbeit wurde die Förderung im Jahr 2000 aufgenommen. Dem aktuellen Abbauplan folgend, wird ein Abbau bis 2027 vorausgesagt. Die Eigentümer der Mine sind Nusa Tenggara Mining Corp. (Tochter der japanischen Firma Sumitomo, 27,56%), die indonesische Firma PT Pukuafu Indah (20%), PT Newmont Nusa Tenggara (PTNNT)(35,44%) und dem ebenfalls indonesischen Unternehmen Multi Daerah Bersaing (17%). Der Betreiber der MIne ist Newmont.

Batu Hijau ist eine bedeutende gold-reiche porphyrische Kupfer-Lagerstätte, wie sie typisch für die Inseln in Südostasien sind. Diese gold-reichen porphyrischen Erzkörper sind überwiegend Diorit- und Quarz-Diorit-Stockwerke und zu einem geringeren Grad an mehr felsische Gesteine wie Tonalite und Monzogranite gebunden. Die Haupterze sind Kupfersulfide (Chalcopyrit und Bornit), welche zusammen mit feinsten Inklusionen von Gold (10-15 Mikron) korrelieren.

Die Erze werden im offenen Tagebau abgebaut. Die Reserven wurden 2008 auf 968 Mt Cu (0.41%) geschätzt; Reserven und Resourcen ca. 1.700 Mt.

Batu Hijau Kupfermine
Batu Hijau Kupfermine

Batu Hijau, Asiens zweitgrößte Kupferlagerstätte auf der
Insel Sumbabwa, Provinz Nusa Tenggara Barat, Indonesien

Randi Ang

Papua-Neuguinea

Ok Tedi


Amerikanische Geologen entdeckte 1968 nahe des Quellgebiets des Ok-Tedi-Flusses in den Star Mountains im westlichen Teil Papua-Neuguineas und in unmittelbarer Nähe zur indonesischen Grenze, fünf Breitengrade S des Äquators, eines der größten Kupfererz- und Goldvorkommen der Welt. Die erste Goldförderung begann 1984; Kupfer folgte 1987. Für 2013 war eine temporäre Schließung geplant, danach soll geprüft werden, ob eine Verlängerung des Abbaus von 2014 bis 2022 möglich sei. Verbunden mit der Ausweitung des Lebenszyklusses der Grube ssind zwei miteinander verndene Untertage- sowie ein Übertageabbau. Die Planmengen für die Erweiterungsphase sind 700.000 t Kupfer und 2,3 Mio Unzen Gold. Aktuell produziert Ok Tedi 160.000 to Cu und 540.000 Unzen Gold. Ende Dezember 2009 wurden 113 mio t Reserven (geprüft und wahrscheinlich) mit 0,8%igem Cu und 1.1g/t Au geschätzt. Ok Tedi Mining Limited (OTML) ist ein Unternehmen in Papua-Neuguinea, das die im Tagebau betriebene Kupfer- und Gold-Mine Ok Tedi im nordwestlichen Teil der Western Province verwaltet. Namensgeber des Unternehmens wie der Mine ist der Ok-Tedi-Fluss. Eigentümer von OTML sind die PNG Sustainable Development Program Ltd. (63,4 %) und der Staat Papua-Neuguinea (36,6 %). Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in einem als Weißes Haus bekannten Gebäude in Tabubil. Das Unternehmen beschäftigt etwa 2000 Mitarbeiter, 95 Prozent davon aus Papua-Neuguinea; etwa ein Drittel kommt aus der Region (Western Province).

Ok Tedi Mine
Ok Tedi Mine

Ok Tecdi Mine in Papua Neuguinea

CMCA Review

Die Lagerstätte liegt innerhalb der nördlichen Kante proterozoisch bis paläozoischer Grundgesteine des australischen Kontinents und unterhalb eines Verwerfungsgürtels mesozoischer und tertiärer Plattform-Gesteine. Die Lagerstätte Ok Tedi liegt innerhalb miozänischer bis pleistozäner Intrusiva innerhalb des Verwerfungsgürtels. Die das Vorkommen umgebende Geologie ist charakterisiert duch kontinentale Schluff-, Ton- und Kalksteine, welche während der Kreide bis zum mttileren Miozän konzentriert wurden. Die Ok Tedi-Skarne sind Resultat der Monzodiorit-Intrusion, welche sich aufgrund chemischer Verwitterung der Kalkstein-Karbonatfazies durch die magmatischen Fluida bildeten. Der relativ unmetamorphisierte Monzonit ist nur an den Kontakten mit dem Fubilan Monzonitporphyr mit Cu- und Au-angereichert. Intrusiva, Skarne und Schluffsteine nahe der intrusion Stöcke sind Wirtsgesteine , welche Protoerz Cu-, Au- und Ag-Mineralien führen; dazu gehören wesentlich Chalcopyrit, Pyrit-Markasit und geringfügig Bornit und Molybdänit. In den Skarnen und an den Rändern der Lagerstätte treten auch Sphalerit und Galenit auf. Gold in Skarnen und intrusiven Gesteinen kommt stets in der Cu-Mineralisation vor. Der Haupterzkörper ist bedeckt von deiner Oxid-Au-Kappe, welche sich durch extensive Auslaugung und Oxidation der Sulfidminerale gebildet hat. Direkt unterhalb der Kappe liegt eine supergene Chalkosin- und Digenit angereicherte Zone.


Frieda River


Das Frieda River Projekt ist eine große Kupfer- und Goldlagerstätte in der Provinz Sandaun an der Grenze zur Provinz East Sepik in Papua-Neuguinea. Das Schweizer Bergbauunternehmen Xstrata Frieda River Ltd hält einen Anteil von 81,82 %, die in Australien und Papua-Neuguinea gelistete Rohstofffirma Highlands Pacific Ltd. einen Anteil von 18,18 % am Frieda River-Projekt, das 1963 von John Pasquarelli entdeckt wurde. Die Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeits-Untersuchung (Feasibility Study) soll Ende 2012 vorliegen. Der Baubeginn der als Tagebau geplanten Mine ist für 2014 und der Produktionsbeginn ist ab Ende 2015 vorgesehen.

Die Kupfer- und Goldlagerstätte befindet sich etwa 200 km von der Nordküste Papua-Neuguineas und 70 km vom Sepik entfernt, am Frieda River, einem Nebenfluss des Sepik. Sie liegt 175 km nordwestlich der Porgera-Goldmine und 75 km nordöstlich der Kupfer- und Gold-Mine am Ok-Tedi-Fluss.

Das Projekt umfasst die Schürfgebiete Nena, Horse/Ivaal/Trukai (HIT), Ekwai und Koki. Die Lagerstätte verfügt über Kupfer-Ressourcen in der Größenordnung von 13 mio t, Gold-Ressourcen von 20 mio Unzen sowie Silber-Ressourcen von 49 mio Unzen. Die Lagerstätten sind Teil des Frieda River Igneous Complex (FRIC) im südliche Teil des Neuguinea Überschiebungsgürtels. Sie entstanden durch extensive Überschiebungen und Faltungen im Miozän.

Fluss Sepik in Papua Neuguinea
Fluss Sepik in Papua Neuguinea

Sepik in Papua Neuguinea;
Copyright: Multi-Use-Foto, wahrscheinlich Autoren Adrian Tappan oder Graham Weston

Adrian Tappan oder Graham Weston

Panguna


Die Grube Panguna in Zentral-Bougainville, Papua-Neuguinea, war der größte Kupfertagebau der Welt. Bis 1989 wurde überwiegend Kupfer, Gold und Silber gefördert. Sie wurde von der australischen Bergwerksgesellschaft Bougainville Copper Ltd. (BCL), einer Tochter der Rio Tinto Group, mit Sitz in Port Moresby und Sydney betrieben. Die Kupferaufbereitung verursachte erhebliche Umweltschäden durch giftige Aufbereitungsschlämme. Insgesamt wurden 600 Millionen Tonnen metallische Rückstände in den Fluss Kawerong gekippt, so dass 30 km des Flusses und das gesamte Mündungsdelta auf einer Fläche von insgesamt 1.800 Hektar kontaminiert sind.

Die Panguna mine wurde am 15. Mai 1989 wegen terroristischer Angriffe der von Francis Ona geführten Bougainville Revolutionary Army (BRA) überstürzt und unkontrolliert geschlossen. Die BRA war aus einer Gruppe von Grundbesitzern des Panguna-Gebietes hervorgegangen. Diese Neue Grundeigentümer- gemeinschaft von Panguna (englisch New Panguna Landowners Association) hatte den vorigen Landeigentümern Korruption und der Bergbaugesellschaft ökologischen Raubbau vorgeworfen.

Anfang 2011 war der Tagebau noch geschlossen. Der Zugang wurde durch die „Real Me’ekamui“, eine Splittergruppe der ehemaligen BRA, kontrolliert, die das Bergbaugebiet zur No-Go-Area erklärt hat.

Panguna Mine in Papua-Neuguinea
Panguna Mine in Papua-Neuguinea

Bild der Panguna Mine und der Aufbereitungsrückstände und Schlämme

NASA Public Domain

Japan


Kupfer und Bronze waren in Japan schon seit dem 3. Jh. v.Chr , etwa zur Zeit der Yayoi-Kultur bekannt. Allerdings war dies kein Kupfer aus eigener Erzeugung, sondern in Form importierter Gegenstände aus China. Der nachweislich erste Kupferbergbau in Japan begann im Jahr 697 in den heutigen Provinzen Tottori und Yamaguchi. Im Jahr 701 wurde das erste japanische Bergrecht erlassen. Nachdem Anfang des 8. Jh. in der Präfektur Saitama große Kupferlagerstätten entdeckt wurden, ließ die die damalige Kaiserin Gemmein-Tenno die Ära Wado (i..ü.S. "japanisches Kupfer) ausrufen, einhergehend mit der Prägung erster Kupfermünzen. Die Gießtechnik entwickelte sich rasch und in der Folge des 8. Jh. entstanden nicht nur ein 16 m hoher Bronzebuddha in Nara, sondern auch ungezählte Glocken, Spiegel, Laternen und Gebrauchsgegenstände. Über den nicht unerheblichen Kupferbergbau im Mittelalter ist wenig bekannt. Zwischen 13. und 16. Jh. existierten viele meist kleinere Gruben, neue Verhüttungstechnologien und neue Schmelzverfahren wurden entwickelt. Die Blütezeit des Kupferbergbaus des prämodernen Japan war zwischen 16. und beginnendem 18. Jh. Im Jahr 1690 wurde das bedeutendste Kupfervorkommen in Besshi (Besshi Dozan) bei Niihama in der Präfektur Ehime auf der Insel Shikoku entdeckt, welche bis 1973 etwa 700.000 to Kupfer erzeugte (Grube und Hütte waren im Besitz der Familie Sumitomo und trugen zu deren enormem Reichtum bei). Eine von der Fördermenge vergleichbare Lagerstätte war die Grube Ashio in der Präfektur Tochigi, welche von etwa 1685 bis 1973 existierte, welche die größte Umweltverschmutzung Japans im jahr 1880 verursachte und welche Anfang des 20. Jh. etwa 39% des japanischen Kupfers erzeugte.

Ashio-Kupfergrube, Japan
Ashio-Kupfergrube, Japan

Tochigi-Ken, Honshu; 1895; Public Domain

Archiv: Peter Seroka (Collector)

Die wichtigsten sulfidischen Erzmineralien sind vom Typ VHMS (volcanogenic hosted massive sulfides) und bilden die reichsten japanischen Kupfer-, Blei- und Zink-Lagerstätten. Die Kuroko-Erze (Schwarzerz) enthalten bis zu 20%-Gewichtsprozent Gemenge aus Cu-, Pb und Zn sowie wichtige Anteile Au und Ag; Kupfer in Form von Tetraedrit und Chalcopyrit. Oko ist Gelberz, welches unterhalb des Kuroko-Erzes auftritt, aus Pyrit oder Chalcopyrit besteht und oft Sphalerit, Baryt und Quarz enthält. Unterhalb der Oko-Sequenz liegen Schichten von Keiko-Erz aus Quarz-Pyritadern mit Chalcopyrit, Sphalerit und Galenit.

Kupfer in Form sammlungswürdiger Stufen stammen aus den Gruben Okinazawa (Iwate), wo sie dendritische Aggregate bilden; aus der Grube Osarizawa (Akita) in Form dendritischer Aggregate aus unvollständig ausgebildeten Oktaedern; aus den Gruben Arakawa (Akita) und der Grube Ogoya (Ishikawa) als Dendriten mit Cuprit auf den Flächen; aus der Grube Kanose (Niigata) mit eingeschlossenem Cuprit und aus der Grube Iwami (Tottori) mit Malachit.

Japan-Kupferbergbau
Japan-Kupferbergbau

Aus Kodo-Zuroko; 1801; Abbau des Erzes.

Archiv: Peter Seroka (Collector)
Japan-Kupferbergbau
Japan-Kupferbergbau

Erzaufbereitung; Kodo-Zuroko 1801

Archiv: Peter Seroka (Collector)
Japan-Kupferbergbau
Japan-Kupferbergbau

Schmelzen des gerösteten Erzes; Kodo-Zuroko 1801

Archiv: Peter Seroka (Collector)
Japan-Kupferbergbau
Japan-Kupferbergbau

Kupfer-Stangenguss; Kodo-Zuroko 1801

Archiv: Peter Seroka (Collector)
Japan-Kupfergewinnung
Japan-Kupfergewinnung

Zwischenschmelzen und Raffination des Kupfers;
Kodo-Zuroku, 1801;
Sammlung Peter Seroka - Alte Bergwerksansichten

Archiv Peter Seroka
Jpan-Kupfergewinnung
Jpan-Kupfergewinnung

Wiegen des in Kisten verpackten Barrenkupfers: Kodo-Zuroku, 1801

Archiv: Peter Seroka (Collector)

Kasachstan

Dscheskasgan


Dscheskasgan liegt im Zentrum Kasachstans, südöstlich des Gebirges Ulutau und am nordwestlichen Rand der Hungersteppe. Die Stadt befindet sich im Grenzgebiet zwischen der Wüste und Halbwüste. Seine Entstehung verdankt Dscheskasgan vor allem den reichen Kupfervorkommen in seiner Umgebung. Für deren Erschließung wurde am Fluss Kengir ein großes Hüttenwerk gebaut, wodurch Dscheskasgan später zu einem der größten Industriezentren Kasachstans aufstieg.

Die ehemalige Provinz Dscheskasgan (deutsch, auch Schesqasghan, Dzheskasgan, Zhezqazghan, Zhezkazgan, Cezķazgan, Cezkazgan; russ.: Джезказган) wurde 1997 nach der Verwaltungsreform aufgelöst und gehört heute zum Oblast Qaraghandy (Karaganda) in Zentralkasachstan. Die Stadt und die gleichnamige Lagerstätte liegen im Bereich des Flusses Kara-Kebgir, mit ca. 250.000 Einwohnern, wovon etwa 150.000 in der zu Dscheskasgan gehörenden Bergbaustadt Satpayev (Satbajew) leben. Die Stadt wurde 1938 gegründet, um die reichen Kupfererzvorkommen zu erschließen. 1973 wurde im Südosten ein großer Bergbau- und metallurgischer Komplex gebaut, um die Kupfererze zu schmelzen, welche bis dahin in verschiedenen Teilen der USSR verhüttet wurden. Die Stadt selbst ist die Zentrale des Kupferkonglomerats Kazakhmys, dem größten Arbeitgeber der Region. Im Gebiet des Bergbaukomplexes Dscheskasgan befand sich einer der berüchtigten Gulags, welche Alexander Solschenytsin in seinem Buch Der Archipel Gulag beschrieb.

Die ca. 30 km NWW von der Stadt liegende Lagerstätte wurde und wird hauptsächlich auf Kupfer, Mangan, Eisen und Gold abgebaut. Die Verhüttung findet im Zhezkazgantsvetmed-Wissenschafts- und Amalgamierungskomplex statt. Der aktuelle Besitzer des Bergbauhüttenkomplexes ist Samsung Co. Ltd. Hauptprodukte sind Kupfer und Kupfervitriol.

Die Lagerstätte besteht aus kontinentalen roten Sandsteinschichten als terrestrische Ablagerungen aus dem Mittleren und Oberen Karbon mit sedimentären kupferhaltigen Sandsteinen (Kupfersandsteintyp; Revett-Cu-Lagerstätte). Charakteristisch sind rote Sandsteinschichten mit weißen, grauen oder grünen Alterungszonen. Neben verschiedene Kupfersulfiden kamen in der Kupferprovinz Dscheskasgan auch sehr gut ausgebildeter Bornit, Betechtinit und Likasit vor. Der Kupfergehalt der Erze aus Dscheskasgan beträgt 0,34-1,80 Prozent.

Kupfer in idiomorphen, tw. bizarr verformten Kristallen stammt aus der ca. 60 km von Dscheskasgan entfernten Lagerstätte Itauz.

Kounrad ist eine Kupferlagerstätte in der Region Balkash, ebenfalls im Karaganda-Oblast, in welcher porphyrisches Cu-Mo- Erz abgebaut und verhüttet wird.

Dschezkazgan
Dschezkazgan

Kupferhütte

Almaz Tleuliev
Lagerstätte in Kasachstan
Lagerstätte in Kasachstan

Abbau einer sedimentgebundenen stratiformen Lagerstätte in Kasachstan

Nikolay Olkhovoy

Kupfer
Kupfer

Größe: 3,8 x 2,6 x 0,9 cm,
Fundort: Itauz Mine, Karaganda Oblast, Kasachstan

Fabre Minerals
Kupfer
Kupfer

Größe: 7,5 x 6,5 x 1,4 cm,
Fundort: Itauz Mine, Karaganda Oblast, Kasachstan

Fabre Minerals
Kupfer
Kupfer

Größe: 13 x 12,8 x 1,8 cm,
Fundort: Dscheskasgan, Karaganda, Kasachstan

Rob Lavinsky

Mongolei

Oyu Tolgoi


Oyu Tolgoi (Mongolisch: Оюу Толгой, also Oyuu Tolgoi, Türkishügel) ist eines der weltgrößten Cu-Au-Projekte und liegt in Khanbogd sum in der Region Süd-Gobi-Wüste in der Mongolei, ca. 235 km E der Ömnögovi Provinzhauptstadt Dalanzadgad., ca. 550 km S der Hauptstadt Ulaanbaatar und 80 km N der Grenze zu China. Die Errichtung des Bergwerkes und der Abbau liegen in Händen von Turqouise Hill Resources und Rio Tinto, welche zusammen 66% der Eigentümer bilden (34% geören dem Staat Mongolei). Als Resultat der ca. neun Jahre langen Explorationsarbeiten werden die Cu-Reserven auf ca. 820 mio to und die Au-Reserven auf 46 mio Unzen geschätzt. Der Abbau-Beginn wird auf Anfang 2013 festgelegt; davon ein offener Tagebau mit 100.000 to pro Tag und ein separater Block-Cave-Untertageabbau mit etwa 85.000 to pro Tag.

Oyuu Tolgoi - Porphyrisches Kupfererz
Oyuu Tolgoi - Porphyrisches Kupfererz

Porphyrische Cu-Au-Lagerstätte Oyuu Tolgoi in der Wüste Gobi, Mongolei. Hier: Charakteristisches porphyrisches Kupfererz mit disseminierten Cu-Sulfiden.

Brücke.Osteuropa
Oyuu Tolgoi in der Mongolei
Oyuu Tolgoi in der Mongolei

Porphyrische Cu-Au-Lagerstätte Oyuu Tolgoi in der Wüste Gobi, Mongolei.

Brücke-Osteuropa

Die Lagerstätte Oyuu Tolgoi liegt in einem früh- bis mittelpaläozoischen Inselbogen, welcher Charakteristika aufweist, wie sie typisch für kalk-alkaline porphyrische Inselbogen-Cu-Au-Lagerstätten sind. Der Terran setzt sich aus paläozoischen Metasedimenten und Inselbogen-Basalten zusammen, welche auf einem Ophiolithkomplex des Unteren Paläozoikums liegen. Die Lagerstätte ist etwa 10 x 9 km groß. In der gesamten Lagerstätte gibt es eine Vielzahl felsischer bis mafischer Dykes. Postmineralaische Dykes bestehn aus Basalt, Rhyolith, Hornblende-Biotit Andesit und Biotit Granodiorit-intrusiven Einheiten. Der gesamte Lagerstättenbereich enthält auch unterschiedlich gealterte und mineralisierte porphyritische Quarz Monzodiorit-Dykes, welche wohl genetisch im Verhältnis zu den porphyrischen Cu-Au-Systeme stehen. Die Mineralisation und Alteration in Oyo Tolgoi ist charakterisiert durch multiple porphyrische Cu-Au-Zentren, welche (abhängig vom Grad der Erosion der Sulfidierung) oberhalb der darunterliegenden porphyrischen Cu-Au-Systeme liegen.

Die höchstgradigen Erze sind Bornit, Chalkosin und Chalcopyrit; Pyrit, Enargit, Tetraedrit-Tennantit treten in untergeordneten Mengen auf. Das Au:Cu-Verhältnis beträgt generell 1:10; Ausnahmen sind Quarzgang-Intrusionen, in welchen das Au:Cu-Verhältnis 1:1 ist; hierbei ist das Kupfererz Bornit.

Ojuu Tolgoi
Ojuu Tolgoi

Konstruktion des Schachtes Nr. 2 in der Grube Ojuu Tolgoi

Brücke-Osteuropa

Pakistan

Reko Diq


Reko Diq ist eine kleine Siedlung im Distrikt Chagai in Beluchistan, Pakistan. Sie liegt in einem wüstenartigen Gebiet, etwa 70 km NW von Naukundi, nahe der Grenze zu Afghanistan-Iran. Reko Diq ist eine der weltgrößten porphyrischen Kupfer-Gold-Lagerstätten im Bereich des Tethys-Magmabogens (Alpine Orogenese), welche im offenen Tagebau abgebaut (werden soll). Das 3,3 Mrd Investmentprojekt gehört der Tethyan Copper Company (TCC; Antofagasta Minerals (Chile) 37,5%, Barrick Gold (Canada) 37,5%) und der Regionalregierung von Beluchistan (25%). Das Projekt hate ine geschätzte Abbau-Lebensdauer von 56 Jahren; geplant sind jährliche Produktionsmengen von 200.000 t Cu und 250.000 Unzen Au aus 600.000 t Konzentrat. Um diese Mengen zu gewährleisten, müssen täglich ca. 110.000 t Erz gefördert werden. Es gibt 14 weitere porphyrische Erzkörper mit dem Potenzial, das Reko Diq Projekt auf die weltweit größten unentwickelten Lagerstätten zu platzieren.

Reko Diq
Reko Diq

Cu-Au-Lagerstätte Reko Diq, Beluchistan, Pakistan

Credit defence.pk

Philippinen

Tampakan


Die Cu-Au-Lagerstätte liegt in den südlichen Philippinen, etwa 50 km N von General Santos City auf der Insel Mindanao. Tampakan ist die größte unentwickelte Cu-Au-Quelle in der Region Südostasien-Westpazifik. Der Abbau des Vorkommens erfolgt durch Sagittarius Mines; die Haupteigentümer Xstrata (62,5%) und Indophil (37,5%). Das Tampakan-Projekt ist mit 5,9 Mrd US$ das größte einzelne Investitionsprojekt in den Philippinen; es erhielt im Februar 2013 das Umwelt-Unbedenklichkeitszertifikat der Regierung. Im Juli 2010 war bereits durch die Süd-Cotabato-Provinz ein Verbot eines offenen Tagebaus in der Region Tampakan erfolgt, was zu einer Neubetrachtung der Auflagen und damit verbunden zur Verzögerung des Projekts führte. Nch Erfüllung der Auflagen in etwa 3 Jahren wurde die Konstruktion des Bergwerks für 2015t geplant und ein Produktionsstart im Jahr 2019. Die Ressourcen der Lagerstätte werden auf 2,94 Mrd t geschätzt (16,5 mio t Cu und 17,9 m Unzen Au) bei einem durchschnittlichen Cu-Gehalt von 0,6%, bei Gold 0,2g/t und bei Mo 70 ppm.

Die hochsulfidische epithermale Lagerstätte liegt über einem porphyrischen Kupfersystem am südlichen Ende der zentralen Mindanao-Kordillere in der Cotabato Bruchzone. Die Erze und Erzkörper treten gangförmig, als Hohlraumfüllungen oder disseminiert in tieferen Teufen auf. Die primären Mineral sind Cu-reicher Digenit, Bornit und Enargit. Weniger häufig sind Chalkosin und Covellin. Pyrit ist ein Mineral, welches in allen Bereichen vorkommt. Die porphyrische Cu-Mineralisation in der Tiefe führt disseminiert Chalkopyrit, Pyrit und Bornit in Abhängigkeit von unterschiedlich entwickelten Quarz-Stockwerken

Kupferlagerstätte Tampakan
Kupferlagerstätte Tampakan

Kupferlagerstätte Tampakan auf Mindanao, Philippinen

www.gopetition.com

Australien

Olympic Dam


Olympic Dam stellt einen der größten Erzkörper der Erde dar mit derzeit vermuteten Ressourcen von 8,4 Milliarden Tonnen Erz. Die Erzgehalte liegen zwischen 0,5 und 2 % für Kupfer und 0,5 und 1,5 g/t Gold. In den meisten Lagerstätten diesen Typs befinden sich reine Kupfer- und Goldvorkommen, während Olympic Dam auch Uran und Silber enthält. Diese Lagerstätte stellt die größte bekannte Uranlagerstätte der Erde dar.

Olympic Dam gilt als der Prototyp für diese Lagerstättengruppe, der vor der Entdeckung von Olympic Dam unbekannt war. Die Lagerstätte befindet sich in einem etwa 1,58 Ga alten Granit, welcher von etwa 300 m neoproterozoischen Sedimenten überlagert wird. Hydrothermale Prozesse haben den Granit brekziiert und mit Eisen, Kupfer, Uran, Gold, Silber sowie Seltenen Erden angereichert. Die Lagerstätte hat in der Aufsicht eine kreisförmige Gestalt mit einer etwa 5 km langen schmalen Verlängerung nach Nordwesten. Der Tiefbau findet derzeit in dem nordwestlichen Teilstück statt, der Tagebau soll das kreisförmige Zentrum erschließen. Die nachgewiesenen Ressourcen der Lagerstätte liegen bei 8,3 Milliarden Tonnen Erz mit 0,8% Kupfer, 0,028% Uranoxid und 0,5 g/t Gold. Die derzeit geförderten Erze aus dem Nordteil enthalten einen etwa doppelt so hohen Erzgehalt. Die Erzlagerstätte reicht bis in eine Tiefe von mindestens 2.200 m. Olympic Dam ist damit eines der größten Erzvorkommen der Erde und stellt die mit Abstand größte nachgewiesene Uranressource dar.

Bergbaukomplex Olympic Dam
Bergbaukomplex Olympic Dam

Blick auf Olympic Dam mit den Hauptschächten;
Sir Lindsay Clark Shaft (links) und Robertson Shaft (rechts)

Geomartin

Die Lagerstätte Olympic Dam ist insofern ungewöhnlich, weil sie eine große Menge Seltene Erden und Uran enthält. Bis heute war es jedoch nicht möglich, ein wirtschaftlich sinnvolle Methode zur Gewinnung der Seltenen Erden zu entwickeln. Seitdem sind viele andere IOCG-Lagerstätten in der Welt identifiziert worden, wenngleich es kaum Informationen bezüglich ihres Selten Erd-Gehalts gibt. (Treffender wäre die Bezeichnung IOCG-U, Ag, REE-Lagerstätte).


Mt. Isa


Die australische Stadt Mount Isa ist die größte und wichtigste Stadt der Region North West des Bundesstaates Queensland.

1923 entdeckte John Campbell Miles in der Gegend des heutigen Mount Isa, am Westrand des Cloncurry-Feldes, ein erzreiches Silber-Blei-Flöz und benannte die Stelle nach seiner Schwester Isabella Mount Isa. Vier Jahre später, 1927, begann die damalige Firma Mount Isa Mines bei dieser, am Ufer des Leichhardt River eine Stadt zu errichten. 1931 wurde mit dem Abbau von Silber und Blei begonnen. Elf Jahre später, 1942, wurden zudem bedeutende Kupfererzlager gefunden, und 1957 noch weitere Silber-Blei- sowie Zink-Lagerstätten. Diese Erzfunde nährten das Wachstum der Siedlung, die 1968 zur Stadt erhoben wurde. Während im Zweiten Weltkrieg die kriegswichtige Kupferproduktion weiter lief, wurde die Blei- und Zinkförderung 1943 eingestellt und erst 1946 wieder aufgenommen. In den 1960er Jahren lieferten die Minen die geförderten Metalle zur weiteren Verarbeitung in Schmelzhütten und Aufbereitungsanlagen nach Europa.

Mount Isa Mines wird im Untertagebau betrieben. In dem Komplex werden unterschiedliche Erzkörper abgebaut, Kupfer-Erzkörper und Blei-Zink-Silber-Erzkörper. Die Bergwerke, die Kupfer abbauen, sind die Enterprise Mine und die X41 Mine, und die Blei, Zink und Silber abbauen, sind die Georg Fisher Mine, Black Star Mine und Handlebar Hill Mine. Mt. Isa Mines (MIM, gehört zu 100 % XStrata) betreibt zwei getrennte Aufbereitungsanlagen für Kupfer- und Zink-Blei-Erze in Mt. Isa. Zwei untertägige Kupferbergwerke (Enterprise und X41) fördern bis zu 6,5 Millionen Tonnen Erz pro Jahr, woraus 300.000 t Anodenkupfer und 130.000 t Kupfer im Konzentrat gewonnen werden. Der Kupferbergbau ist mit bis zu 1.900 m der tiefste Australiens.

Die in dem 320 km² großen Bergbau-Gebiet von Mount Isa liegenden Erzkörper befinden sich im proterozoischen Urquhart-Schiefer, der vor etwa 1,6 Milliarden Jahren entstand. Die Urquhart-Schieferchicht ist 1000 m mächtig und besteht aus grauem dolomitischen Schiefer mit Tuff-Horizonten. Die Erzkörper befindet sich räumlich eng und liegen parallel zu den Schieferschichten.

Die Erzkörper liegen unterhalb von 650 Metern Teufe und erreichen die Verwerfung von Mount Isa im W und vulkanisches Gestein im E. Die Kupfer-Erzkörper enthalten Galenit und Sphalerit mit Pyrit und Pyrrhotit und der Blei-Zink-Silber-Erzkörper ist konkordant mit dolomitischen Sedimenten aus dem Karbon. Über 20 Erzkörper sind abbaubar, jeder etwa 1,4 km lang, reichen bis in eine Teufe von 800 m und sind 4 bis 48 Meter breit.

2009 wurden 6 mio t Erz in den Kupferlagerstätten gewonnen, davon wurden 162.00 t Kupferkonzentrat und 214.000 t Kupfer in der Schmelzhütte hergestellt. Der Konzentrator ist in der Lage 7,2 mio t Erz und die Kupfer-Schmelzhütte 300,000 t Kupfer zu produzieren.

Mt. Isa in Australien
Mt. Isa in Australien

Erzrevier Mount Isa, Queensland, Australia;
Fotgo ca. 1931

HH-Pedi
Mt. Isa Bergbaukomplex
Mt. Isa Bergbaukomplex

Mt Isa Mine und Schmelzhütten 1952;
Photo held by John Oxley Library State Library of Queensland

Public Domain

Burra Burra


Burra ist eine Stadt im australischen Bundesstaat South Australia. Der Ort liegt etwa 150 km nördlich von Adelaide am Barrier Highway. Burra erlangte Bekanntheit durch den Kupferbergbau und war eines der ersten Bergbauzentren Australiens.

Im Jahr 1845 entdeckten ansässige Schäfer zwei Kupfervorkommen in der Gegend der späteren Stadt. Um die Rechte an den Lagerstätten zu erhalten, musste das Land im Wert von 20.000 Pfund von der Regierung gekauft werden. Es bildeten sich zwei Parteien bestehend aus Geschäftsleuten aus Adelaide. Die beiden Parteien kauften das Land und per Los wurde entschieden, wer welches Vorkommen erhielt. Die als „Nobs“ bekannte Vereinigung aus Kapitaleignern erhielt das Los für das Vorkommen Princess Royal südlich der späteren Stadt. Diese Lagerstätte enthielt aber nur wenig Erz und der Abbau wurde schon 1951 wieder eingestellt. Die zweite Partei, die South Australian Mining Association (bekannt als die „Snobs“), bestehend aus Handelsleuten aus Adelaide, erhielt das Los für die Monster Mine. Bergleute in der Burra Burra Mine (vor 1870) Der untertägige Abbau begann im September 1845. Das Bergwerk wurde einen Monat später in Burra Burra Mine umbenannt nach einem lokalen Flusslauf.

Burra Burra Mine - Australien
Burra Burra Mine - Australien

Ehemaliger Tagebau; Foto um 2010

Geomartin

Das handverlesene Erz wurde zuerst auf Fuhrwerken nach Port Adelaide transportiert und von dort nach Wales verschifft, wo daraus schließlich Kupfer geschmolzen wurde. In den folgenden Jahren wurde das Erz nach Kapunda transportiert, dem nächsten Eisenbahnanschluss. Im Jahr 1849 wurden in Burra Schmelzhütten errichtet, um vor Ort Kupfermetall produzieren zu können. Der hohe Grundwasserspiegel bereitete große Probleme und Anfang der 1850er Jahre wurden starke Pumpen installiert, um die Gruben trocken zu halten. In den Jahren kam außerdem erschwerend der Goldrausch in Victoria hinzu, welcher viele Arbeitskräfte aus Burra abzog. In der Anfangszeit des Bergbaus hatte Burra zeitweise mehr als 5.000 Einwohner. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Bergarbeiter aus Cornwall, Schottland, Wales und England) hatten alle jeweils ihre eigenen Dörfer, welche zu Burra zusammenwuchsen.

Burra Burra Mine - Australien
Burra Burra Mine - Australien

Ansicht der Neales's Stopes, Burra Burra Mine;
12. April 1847 (zwei Jahre nach Beginn des Abbaus);
Bildautor: S.T.Gill

Public Domain
Burra Burra Mine - Australien
Burra Burra Mine - Australien

Bergleute in der Burra Burra Mine (vor 1870)

Public Domain

Im Jahr 1867 beschloss man; die Lagerstätte im Tagebau abzubauen, um auch niedriggradigeres Kupfererz zu fördern. Viele Anlagen auf der Lagerstätte wurden demontiert wie auch die Schmelzhütten, um Platz für den Tagebau zu schaffen. Die Verhüttung der Erze erfolgte danach in Port Adelaide. 1870 begann der Tagebaubetrieb, aber 1875 wurde auch die Gewinnung im Tiefbau auf tieferen Sohlen wieder aufgenommen. 1877 musste der Bergbau aufgrund der hohen Kosten für die Wasserhaltung und dem niedrigen Kupferpreis eingestellt werden. Bis 1877 wurden etwa 700.000 t Erz gefördert und daraus 50.000 t Kupfer gewonnen.

Im Jahr 1961 begann das Department for Mines der Regierung von South Australia mit Untersuchungen auf der Lagerstätte, gefolgt von Mines Exploration Ltd. und Samin Ltd. Im Jahr 1971 wurde der Bergbau im Tagebau wieder aufgenommen. 1978 kaufte die Adelaide & Walleroo Fertilizers Ltd. die Lagerstätte und setzte den Bergbau bis 1981 fort. In dieser zweiten Phase wurden zwei Millionen Tonnen Erz gefördert und 40.000 Tonnen Kupfer produziert. Derzeit wird in der Umgebung von Burra durch die Phoenix Copper Ltd. auf Kupfer und Gold exploriert.

Die Erzkörper von Burra befinden sich in neoproterozoischen Sedimenten des sogenannten Adelaidean. Die Untereinheit, welche die Erzkörper beinhaltet, wurde nach der Lagerstätte Burra Group benannt. Es handelt sich vor allem um Quarzite und Dolomite. Der Erzkörper selbst ist von relativ geringer Ausdehnung, enthält aber durch supergene Anreicherung Erzgehalte von bis zu 20 Gew.% Kupfer. Erzminerale in dieser Zone sind vor allem Malachit und Azurit. Die darunter befindliche sulphidische Mineralisation enthält weit geringere Kupfergehalte.


Literatur

Literatur zu Afghanistan

Literatur zu Australien

  • Auhl, I., 1986; The Story of the ‘Monster Mine’, The Burra Burra Mine and its Townships 1845-1877. Burra, South Australia: District Council of Burra Burra.
  • Doownes, P., Bevan, J. & Bevan, A. (1998): Minerals of the Whim Creek copper mine, Western Australia.- Australian Journal of Mineralogy, Vol. 4, Nr.1, S.13-29.
  • Skirrow, R., 2004. Iron oxide Cu-Au deposits: An Australian perspective on their unifying characteristics. In: McPhie, J. and McGoldrick, P. (editors), 2004. Dynamic Earth: Past, Present and Future. Abstracts of the 17th Australian Geological Convention, Hobart, Tasmania. February 8–13, Geological Society of Australia, Abstracts No. 73, p. 121
  • The Australian Mines Handbook: 2003-2004 Edition, Louthean Media Pty Ltd, Editor: Ross Louthea
  • Wang, S. & Williams, P.J. (2001): Geochemistry and origin of Proterozoic skarns at the Mount Elliott Cu-Au(-Co-Ni) deposit, Cloncurry district, NW Queensland, Australia. Mineralium Deposita 36, 109-124.
  • http://www.mining-technology.com/projects/olympic-dam/

Literatur zu China

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  • Sun, Y., Xiao, Y. & Wang, J. (2003): The discovery features of the native zinc-copper intermetallic compound in China. Journal of Mineralogy and Petrology 23(2), S.11-14 (in Chinese with English abstract).
  • Vogel. H.U., 1982; Bergbauarchäologische Forschungen in der VRCh - Von Chengde bis Tonglüshan - Ein Forschungsbericht. In: Der Anschnitt. 34.4, 1982, S. 138-153.
  • Vogel, H.U., 1994; Bergbau in China. In: Arne Eggebrecht (Hrsg.): China, eine Wiege der Weltkultur: 5000 Jahre Erfindungen und Entdeckungen. von Zabern, Mainz am Rhein 1994, ISBN 3-8053-1683-6, S. 118 ff.
  • Xie Yuling, Hou Zengqian, Xu Jiuhua, Yuan Zhongxin, Bai Ge, and Li Xiaoyu (2006): Discovery of Cu-Zn, Cu-Sn intermetallic minerals and its significance for genesis of the Mianning-Dechang REE Metallogenic Belt, Sichuan Province, China. Science in China, Series D (Earth Sciences), 49(6), S.597-603.

Literatur zu Iran

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  • Behnam Shafiei, Jamshid Shahabpour (2012): Geochemical aspects of molybdenum and precious metals distribution in the Sar Cheshmeh porphyry copper deposit, Iran. Mineralium Deposita 47, 535-543.
  • Boomeri, M., Nakashima, K., and Lentz, D.R. (2010): The Sarcheshmeh porphyry copper deposit, Kerman, Iran: A mineralogical analysis of the igneous rocks and alteration zones including halogen element systematics related to Cu mineralization processes. Ore Geology Reviews, 38, 367-381.
  • Seyed Ziaedin Shafaei Tonkaboni et al. (2011): Pyrite oxidation in the Sarcheshmeh copper mine tailings dam, Kerman, Iran. IMWA 2011 “Mine Water – Managing the Challenges”, Aachen, Germany, p. 59. (http://www.imwa.info/docs/imwa_2011/IMWA2011_ShafaeiTonkaboni_263.pdf)

Literatur zu Indien

Literatur zu Indonesien

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  • Batu Hijau Copper-Gold Mine, Indonesia. Mining Technology. Archived from the original on 16 April 2009. Retrieved 2009-04-02.
  • Dozy, J.J., 2002; Jean-Jacques Dozy: Vom höchsten Gipfel bis in die tiefste Grube. Entdeckung und Erschließung der Gold- und Kupfererz-Lagerstätten von Irian Jaya, Indonesien. In: Bull. angew. Geol. Vol. 7, Nr. 1, S. 67–80, angewandte-geologie.ch
  • Mealy, G.A., 2010; Grasberg: Mining the Richest and Most Remote Deposit of Copper and Gold in the World, in the Mountains of Irian Jaya, Indonesia
  • Tse, Pui-Kwan, 2002; The Mineral Industries of Indonesia and East Timor. United States Geological Survey.
  • Wilson:, F., 1981; The Conquest of Copper Mountain. ISBN 0-689-11153-3
  • http://www.infomine.com/minesite/minesite.asp?site=batuhijau
  • http://www.mining-technology.com/projects/grasbergopenpit/

Literatur zu Japan

  • Ito, T. (1937): Beiträge zur Mineralogie von Japan, Neue Folge I & II,obutsu-kai, Tokyo,
  • Ito, T. (1941): Japanese Minerals in Picture, Vols. 1-4, Daichishoin, Tokyo
  • Ito, T. & Sakurai, K. (1947): Wada's Minerals of Japan, Ed, 3, Chubunkan shoten, Tokyo.
  • Gowland, W., 1900; The early metallurgy of silver and lead; in: Archaelogia . 57, 359-422
  • Hentze, E., 1929; Sintern, Schmelzen und Verblasen sulfidischer Erze und Hüttenprodukte
  • Kinosaki, Y. (1939): Minerals of Korea, Geological Survey of Korea,
  • Kinoshita, K., 1957; Colored illustrations of economic minerals
  • Sadanaga, R., Bunno, M., 1974; The Wakabayashi; Univ. of Tokyo Bull. 7
  • Treptow, E., 1904; Der altjapanische Bergbau und Hüttenbetrieb, dargestellt auf Rollbildern.


Weltweit einmalig ist das 1801 erschienene Buch "Kodo-Zuroku" von Masuda Tsuna, welcher um 1800 die Kupfergießerei von Sumitomo /s.o.) in Osaka leitete. Es ist eine nur dem Metall Kupfer gewidmete Schrift über die vormodernen japanischen Verfahren zur Kupferförderung und Verhüttung mit aufschlussreichen tw. kolorierten Bilder der Verfahren und dreizehn Seiten grafischer Darstelungen aller Geräte und Werkzeuge, welche zur Kupfergewinnung benötigt werden. (s.o. Bildtafeln)

Literatur zu Kasachstan

  • Narkelyun, L. F., 1978; Geology and mineralization of the Dzhezkazgan deposit: Acad. of Sciences, Moscow, 131 pp. (Russisch)
  • Singer, D.A., Berger, V.I., and Moring, B.C. (2008): Porphyry copper deposits of the world: Database and grade and tonnage models, 2008. US Geological Survey Open-File Report 2008-1155.

Literatur zu Malaysia

  • Kawahara, T., 1976; The Outline Of The Mamut Copper Mine. In: World Mining And Metals Technology. Band 1, Kapitel 6.
  • Kirk, H.J.C., 1966; The Mamut Copper Prospect, Kinabalu, Sabah. In: Borneo Region, Malaysia Geological Survey Bulletin 8. S. 66–80.
  • Newton-Smith, J., 1966; Geology and Copper mineralisation in the Mamut River Area, Kinabalu. In: Borneo Region, Malaysia Geological Survey Annual Report for 1965. S. 88–96.

Literatur zur Mongolei

  • Brooke, James, 2004; Mining brings the Gobi Desert to life. The New York Times. Retrieved 19 January 2010.
  • Grainger, D., 2003; The Great Mongolian Gold Rush The land of Genghis Khan has the biggest mining find in a very long time. A visit to the core of a frenzy in the middle of nowhere.". CNN Money (Fortune Magazine).
  • Kohn, M., Mellor, W., 2013; Mongolia Scolds Rio Tinto on Costs as Mine Riches Replace Yurts. Bloomberg Markets Magazine.
  • Lazenby, Henry, 2013; Oyu Tolgoi produces first concentrate. Mining Weekly.
  • MacDonald, A., 2010; Rio Tinto moves to development phase for US$4bn Oyu Tolgoi mine. The Wall Street Journal.
  • March, Stephanie, 2010; Concern over giant Mongolian min. Australian Broadcasting Corporation - Radio Australia.
  • Morrison, Rod (17 June 2010). "PFI - Oyu Tolgoi mine picks two". Reuters.
  • Oy Tolgoi Mining-Technology.
  • http://ot.mn/en/home

Literatur zu Pakistan

  • The mineral industry of Pakistan; 2011,USGS
  • Zurcher, L., Bookstrom, A., Hammarstrom, J., Mars, J., Ludington,S., Zientek, M., Dunlap, P., Wallis, J., 2012; Tectono-magmatic evolution and distribution of porphyry C- systems in the Central Tethys region of Turkey, the Caucasus, Iran and Southern Pakistan. U.S. Geological Survey

Literatur zu Papua-Neuguinea

Literatur zu Philippinen



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