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Olivin

Chrysolith im Garten Gottes - Ein Edelstein der Antike

Chrysolith im Garten Gottes - Ein Edelstein der Antike

Peridot in der Hoshen der Israeliten

Das griechische Wort Χρυσολιθυς kommt in der Septuaginta in 2. Mose 28,20; 39,13 , in Hesekiel 28,13 und in der Offenbarung 21,20 vor.

So spricht der Herr, Jehova: Der du das Bild der Vollendung warst, voll von Weisheit und vollkommen an Schönheit, du warst in Eden, dem Garten Gottes; allerlei Edelgestein war deine Decke: Sardis, Topas und Diamant, Chrysolith, Onyx und Jaspis, Saphir, Karfunkel und Smaragd und Gold. (Hesekiel 28, 13)

Die Grundlagen der Mauer der Stadt waren geschmückt mit jedem Edelstein: die erste Grundlage, Jaspis; die zweite, Saphir; die dritte, Chalcedon; die vierte, Smaragd; 20 die fünfte, Sardonix; die sechste, Sardis; die siebente, Chrysolith; die achte, Beryll; die neunte, Topas; die zehnte, Chrysopras; die elfte, Hyazinth; die zwölfte, Amethyst. 21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas. (Beschreibung der Stadt Jerusalem in der Offenbarung des Johannes, 21, 20)

Die Steine der Hoshen
Die Steine der Hoshen

Brustplatte eines jüdischen Hohepriesters mit 12 edlen Steinen;
Einer dieser Steine war ein Peridot (Chrysolih)
Quelle: File Hoshen

CC-BY-SA Creative Commons V.2.5 generisch
Jüdischer Hohepriester mit Hoshen
Jüdischer Hohepriester mit Hoshen

Hoshen, eine mit 12 edlen Steinen besetzte Brustplatte, wovon einer ein Peridot, ein anderer ein Granat ist; Aus Braun und Schneider, 1860-1881; History of Costume

Braun & Schneider

Laut der o.a. Septuaginta wurde das hebräische Wort "Pitdah" aus der hebräischen Bibel (Exodus 28, and Exodus 39) in die griechische Version "Topazion" übersetzt, d.h., der griechischen Bezeichnung für Peridot.

Um 1.444 v.Chr. führten Moses und die Hohepriester die israelischen Sklaven aus der ägyptischen Gefangenschaft unter Pharao Amunhotep II. Einem der Hohepriester mit Namen Aaron wurde aufgetragen einen "Ephod", d.h. eine Schürze herzustellen und darüber eine Brustplatte (Hoshen) zu befestigen.

Diese Hoshen, die heilige Brustplatte des israelischen Hohepriesters Aaron, war der wichtigste, mysteriöseste und pachtvollste Gegenstand der gesamten Bibel. Die Platte bestand aus Gold, in welche vier edle und acht unedle Steine in vier Reihen zu je drei Steinen eingelegt waren. Diese zwölf Steine repräsentierten die Stämme Israels; die Hoshen enthielt aber auch "Urim und Turim", welche den Hohepriester befähigten, Urteil über die Kinder Israels zu sprechen und zu fällen. Peridot (Tarshish) war der zehnte der zwölf Steine der Hoshen.

Peridot ist in Ägypten seit der 18. Dynastie (1536-1308 v.Chr), dem Neuen Reich der großen Pharaonen von Echnaton und Tutenchamun bis Ramses, durch Funde belegt.

Strabo (63 v.Chr. bis 23 n.Chr.) (XVI, 4, 6) erwähnt in der Bucht gegenüber von Berenike (bzw. Ras Benas) eine Schlangeninsel (Ophiodes). Sie wurde so genannt, weil hier viele Schlangen lebten, diese wurden aber von dem König vertrieben, da sie Seeleute getötet hatten. Dieselbe Geschichte findet sich bei Diodorus Siculus (III, 39), der die "Könige in Alexandrien", also wohl die hellenistischen Herrscher als Vertreiber der Schlangen nennt. Da die Insel nie mit dem Festland verbunden war, sondern aus aufgepresstem Tiefengestein besteht, ist das Fehlen von Schlangen durchaus glaubwürdig. Bei der Beschreibung wird es sich um die heutige St.-Johannes-Insel handeln.

Im Periplus Maris Erythraei (40-70 n. Chr.) wird eine Insel gegenüber von Berenike als Quelle von Peridotum (Olivin) erwähnt, welcher im Indienhandel von Bedeutung war. (Berenike, als Berenice oder Berenice Troglodytica latinisiert, heute Baranis bzw. Medinet al-Haras, ist ein antiker ägyptischer Hafen an der Westküste des Roten Meeres in Ägypten, benannt nach einer Königin aus Oberägypten (340-279 v.Chr.)

Plinius (23-79 n.Chr.)(HN VI, 29 (34, 169) kennt eine Insel namens Topazos, die dem Edelstein den Namen gegeben habe. Nach Juba soll sie 300 Stadien (35 nautische Meilen) vom Festland entfernt liegen und oft durch Nebel verborgen sein. Ihr Name laute auf troglodytisch Topaxin und bedeute "suchen" (ibd., 38, 8). Er nennt aber auch eine Insel namens Cytis/Citis als Quelle der "Topase" (griech. für Chrysotil), welche durch sei vom Kurs abgekommene troglodytische Seeleute entdeckt worden sei. Diese Insel lag allerdings im Bab al-Mandab. Plinius beschreibt eine Insel im Roten Meer als Quelle von grünem "Topas", vermutlich liegt hier eine Verwechslung mit dem Peridot von Zagarbad vor.


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