'._('einklappen').'
 

Quarz

Quarz mit penninischem (Tessiner) Habitus
Quarz mit penninischem (Tessiner) Habitus (SNr: Binn-SwB-Q-2-1-2)

Bildhöhe etwa 5 mm; steilrhomboedrischer Quarz-Kristall vom Schwarzenbach am Messerbach im Binntal, Wallis, Schweiz.

Klaus Schäfer


Habitus



Definition

Unter Kristallhabitus versteht man das relative Größenverhältnis der einzelnen Flächen eines Kristalls zueinander und der daraus resultierenden Form. Im Gegensatz dazu versteht man unter der Kristalltracht Gesamtheit der an einem Kristall entwickelten Kristallflächen.

Kristalle mit prismatischem bis nadeligem Habitus sind eindimensional gestreckte Formen, bei denen die Länge des Kristalls deutlich größer als dessen Durchmesser ist.

Bekannte Minerale mit prismatischem Kristallwachstum sind unter anderem Quarz, Rutil (oft nadelig in Quarz eingewachsen), Stibnit (Antimonit) und die Turmaline.


Normaler oder prismatischer (Maderaner oder Zentralmassivischer) Habitus

Kristalle, welche gut entwickelte r und z-rhomboedrische Flächen und das hexagonale Prisma zeigen und welche nicht zu sehr von der "idealen Form" abweichen und welche nicht oder nur leicht spitz zulaufen werden manchmal als Kristalle mit "prismatischem" oder "normalem" Habitus bezeichnet. In der Schweiz heißt dieser Habitus "Maderaner Habitus", benannt nach dem Maderaner Tal im Aar-Massiv im Kanton Uri.

Quarz, prismatisch
Quarz, prismatisch

Bildbreite etwa 55 mm; ungewöhnlich für Quarze aus dem Steinbruch Juchem im Fischbachtal ist die Ausbildung eines formbestimmenden Prismas.

Klaus Schäfer
Prismatischer Quarz
Prismatischer Quarz

Kurzprismatischer Quarz;
Mooralla, Southern Grampians Shire, Victoria, Australia;
Größe: 4,7x4cm

Dan Weinrich

Quarz
Quarz (SNr: Binn-SwB-Q-2-1-3)

Bildhöhe etwa 5 mm; prismatischer Quarz-Kristall vom Schwarzenbach am Messerbach im Binntal, Wallis, Schweiz.

Klaus Schäfer
Prismatischer Quarz
Prismatischer Quarz

Assunção Mine, Aldeia Nova, Ferreira de Aves, Sátão, Viseu District, Portugal;
Größe: 13x18 cm

Martins da Pedra
Prismatischer oder normaler Quarz
Prismatischer oder normaler Quarz

Ein prismatischer Quarzkristall, besetzt mit Spessartin;
Tongbei, China;
Größe: 8x4,2 cm

Rob Lavinsky
Quarz
Quarz (SNr: 9F)

dunkle, extrem kurzprismatische Doppelender, ähnlich Cumberland-Habitus; Größe: ca. 4 mm; Fundort: Uferbereich der Grube Fernie, Lindener Mark bei Giessen, Hessen, Deutschland

Goldi85
Prismatischer Quarz
Prismatischer Quarz

Prismatischer Rauchquarz-Kristall vom Maderanertal, Uri, Schweiz;
Größe: 7,8 x 4,3 cm

Fabre Minerals

Trigonaler Habitus

Die Bezeichnung trigonaler Habitus wird gewöhnlich bei Kristallen mit einer deutlichen 3-fach Rotationssymmetrie (im Gegensatz zur 6-fach Symmetrie hexagonaler Kristalle) verwendet. Dies ist die natürlichste Form von Quarz, da sie direkt aus der trigonalen Struktur (auf Molekularniveau) entsteht. Die gewöhnlichste Form des trigonalen Habitus ist diejenige von Kristallen mit totalem Nichtvorhandensein von z-Rhomboederflächen oder wo diese z-Flächen viel kleiner als r-Flächen sind. Nadelquarze zeigen oft trigonalen Habitus.


Trigonal
Trigonal

{100}, {101}

Ulrich Baumgärtl
Trigonaler Quarz
Trigonaler Quarz

Trigonaler Quarzkristall mit positivem Rhomboeder;
Piz Waldraus, Blenio, Tessin, Schweiz;
Größe 6,8 cm

Brodi69
Trigonaler Quarz
Trigonaler Quarz

Trigonaler Quarzristall mit positivem Rhomboeder;
Piz Waldraus, Blenio, Tessin, Schweiz

Brodi69

Hexagonaler oder pseudohexagonaler Habitus

In bestimmten verzwillingten Kristallen können die r- und z-Flächen nicht unterschieden werden und da sich die Wachstumsgeschwindigkeit der Rhomboederflächen nicht ändert, zeigen diese Kristalle eine hexagonale Form. Unreinheiten stören bei Kristallwachstum und Quarzkristalle mit vielen Einschlüssen sind oft verzwillingt. Aus diesem Grund zeigen Milchquarz oder eisenhaltiger Quarz gewöhnlich einen hexagonalen Habitus. Gute Beispiele für hexagonalen Habitus sind die doppelendigen Milchquarze von Suttrop nahe Warstein im Sauerland (s. nebenstehendes Bild)


Pseudohexagonaler Habitus
Pseudohexagonaler Habitus

{100}, {101}, {011}

Moondog
Suttroper Quarz
Suttroper Quarz

Bleiwäsche, Kallenhardt, Sauerland;
Größe: 4,5x2,7 cm

kraukl
Quarze mit pseudohexagonalem Habitus
Quarze mit pseudohexagonalem Habitus

Pyseudohexagonale, durch Fe gelb gefärbte Quarze;
Dal'negorsk, Primorskij Kraj, Russland;
Stufe: 6x7,5cm

Joseph A Freilich

Cumberland Habitus

Pseudohexagonale, oft bipyramidale Quarzkristalle mit sehr kleinen oder auch mit fehlenden m-Prismenflächen werden als Cumberland-Habitus-Kristalle bezeichnet, benannt nach der Typlokalität Beckermet Mine in Egremont in Cumbria (ursprünglich Cumberland) in Nordengland. Hier kamen glänzende Quarzkristalle auf botryoidalem und plattigem Hämatit (Specularite) vor, welche gewöhnlich farblos, aber auch wegen eingeschlossener Eisenoxide tief-orangefarben oder dunkelrot sein können. (siehe nebenstehendes Bild)


Cumberland-Habitus
Cumberland-Habitus

{101}, {011}

Moondog
Quarz mit Cumberland-Habitus
Quarz mit Cumberland-Habitus

Quarz mit Hämatit aus einem Eisenerzgang
Florence Mine, Egremont, West Cumberland Iron Field, England;
Größe: 13,5 x 9 cm

Rob Lavinsky
Quarz mit Cumberland-Habitus
Quarz mit Cumberland-Habitus

Authigene Quarze mit Cumberland-Habitus in Kalkstein. Fundort: Dominikanische Republik; Größe: 50x65x23 mm

Kiyoshi Kiikuni

Quarz mit Cumberland Habitus
Quarz mit Cumberland Habitus

Verichny Rudik Mine, Dalnegorsk, Russland;
11x8cm

Heliodor1

Berühmt sind die hervorragend scharf ausgebildeten Cumberland-Quarze ohne Prismenflächen von den polymetallischen Lagerstätten in Dal‘ negorsk im Primorskij Kraj in Russland, welche aus hydrothermalen Gängen stammen. Die in der Regel farblosen Kristalle können auch leicht grün bis bläulich sein und erreichen Größen bis mehrere cm. Fälschlicherweise wurden die Dal’negorsk-Quarze als Hoch- oder β-Quarz bezeichnet, weil sie dem als Hochtemperatur-Polymorphen Beta-Quarz ähnlich sehen. Nachdem die Temperatur des Bildungsprozesses sinkt, verbleibt die äußere „Hülle“ im ganz normalen Niedrigtemperatur-Polymorph-Quarz (Niedrigquarz). Ein weiteres bekanntes Vorkommen für Cumberland Quarze sind die SiO2-reichen Sedimente mit eingeschlossenem dunklem Magnetit am Monte Acuto Ragazza südlich von Bologna in Italien.


Quarz mit Cumberland Habitus
Quarz mit Cumberland Habitus

2nd Sovietskiy Mine, Dalnegorsk, Russland
3,5 x 5,3 cm

Heliodor1
Quarz mit Cumberland Habitus
Quarz mit Cumberland Habitus

2nd Sovietskiy Mine, Dalnegorsk, Russland;
11 x 8,8 cm

Heliodor1
Quarze mit Cumberland-Habitus
Quarze mit Cumberland-Habitus

Eine prächtige Quarzgruppe aus Dal'negorsk, Primorskij Kraj in Russland;
Größe: 3,2 x 2,7 cm

Rob Lavinsky

Nadelquarz Habitus

Nadelquarz
Nadelquarz

Nadelquarz mit Pyrrhotin und Dolomit;
Trepca, Kosovo;
Größe: 22 x 18 x 15 cm; Fundzeitraum: 1970er Jahre

Sonntag

Der Begriff Nadelquarz-Habitus wird für sehr langgestreckte nadelförmige Quarzkristalle mit meist langprismatischen Habitus verwendet. Die Grundform des Prismas ist hier sehr langgezogen. Auch steilrhomboedrischer Habitus (oft mit ausgeprägtem Dauphine Habitus) kommt beim Nadelquarz oft vor. Es wurden aber auch schon Kristalle mit deutlich trigonalem Habitus gefunden, oder spitzrhomboedrische, die an Muzo Habitus erinnern. Nadelquarz entsteht, wenn die Wachstumsbedingungen nicht ideal waren sondern der Quarz beim Wachstum Anomalien unterworfen war; er bildet dünne bis nadelige Kristalle aus. Man nimmt an, dass Nadelquarz recht schnell bei relativ niedrigen Temperaturen gewachsen ist. Die Ursache der schnellen Wachstumsraten sind rapide fallende Temperaturen und/oder Drücke, was auf eine tektonisch aktive Umgebung schließen lässt, oder steigende hydrothermale Lösungen, welche schnell abgekühlt sind. Nicht selten ist der Nadelquarz in großen Stufen zu finden; manche Kristalle sind sogar dünner als ein Haar. Bei Nadelquarzen aus dem Val Bedretto/Tessin wurde ein Verhältnis von Länge:Breite von 100:1 gemessen. Das würde bedeuten, dass ein 1cm dicker Kristall 100cm lang wäre. Das normale Verhältnis bei Quarzen liegt zwischen 3:2 und 4:1.

Gruppen von Kristallen auf einer Stufe sind nicht selten von gleicher Größe und erstrecken sich oft parallel oder radialstrahlig von einem gemeinsamen Ausgangspunkt. Nadelquarz ist gewöhnlich farblos. Nadelquarz als Rauchquarz ist selten und amethystfarbener Nadelquarz ist unbekannt.

Hinweis

Es gibt keine starrren Regeln und jeder ist frei, Nadelquarz als eine Wachstumsform zu bezeichnen. Es gibt jedoch andere Habiti wie den Cumberland-Habitus, welche auch durch die relative Länge der Kristalle definiert sind. Insofern erscheint es logisch, Nadelquarz unter Habitus zu betrachten (In Anlehnung an: Akhavan, C.A., The Quartz page)


Quarz, "Nadelquarz"
Quarz, "Nadelquarz"

Extrem langprismatische, chloritisierte Nadelquarz-Kristalle bilden diese "nestartige", lockere Anordnung aus dem Ganesh-Himmalaya in Nepal. Zeichnung aus der Studienreihe "Formvarianten von Quarzen".

Klaus Schäfer
Nadelquarz
Nadelquarz

Wasserklare Nadelquarze bis 3 cm Länge. Größe 8x6x3 cm; Fundort: Rumänien, Maramures, Baia Sprie, Mina Baia Sprie, Schacht 5

loparit
Nadelquarz
Nadelquarz

Bildbreite: 60 mm; Fundort: Khowrin, Tafresh, Provinz Markazi, Iran

Vachik Hairapetian
Nadelquarz
Nadelquarz

Größe: 77,42 x 67,25 mm; Fundort: Miniera Traversella, Traversella, Chiusella-Tal, Canavese, Turin (Torino), Piemont (Piemonte), Italien

Matteo Chinellato
Prasem
Prasem

Specimen of quartz with chlorite (var. prasem), Ganesh Himal, Himalayan Mts, Dhading District, Bagmati Zone, Nepal; Size 71 х 40 х 17 mm

pegmatite
Nadelquarz
Nadelquarz

Charakteristisch durch Chlorit grün gefärbter Nadelquarz;
Ganesh Himal, Nepal;
Größe: 6 cm

John Veevaert
Nadelquarz
Nadelquarz

Nadelquarz mit Dolomit vergesellschaftet.Ausschnitt einer Großstufe: 4x3 cm, Fundort: Magnesitbergbau Sunk, Hohentauern, Pölstal, Judenburg, Murtal, Steiermark, Österreich.

Katschcalcit
Nadelquarz
Nadelquarz

Nadelquarz auf Sphalerit;
Mina Alimon Mine, Huaron Bergbaurevier, Distrikt Huayllay, Provinz Pasco, Departemento Pasco, Peru;
Größe: 11,9 x 7,9 cm

Rob Lavinsky
Nadelquarz
Nadelquarz

Dal'negorsk, Primorskiy Kray, Russland; Größe: 79 x 36 x 25 mm;

Rob Lavinsky
Nadelquarz
Nadelquarz

Langprismatische Nadelquarze, Varietät Amethyst;
Größter Kristall: 11 cm;
Las Vigas, Mexiko

Rob Lavinsky
Nadelquarz
Nadelquarz

Sehr schlanke prismatische Speerquarze mit eingeschlossenem Hedenbergit;
Mega Horio, Insel Serifos, Kykladen, Ägäische Inseln, Griechenland;
Größe: 5x2 cm

Dan Weinrich
Nadelquarz
Nadelquarz

Minas Huanzala, Huallanca District, Dos de Mayo Province, Huánuco Department, Peru;
Größe: 9 x 5 cm

Jasun McAvoy

Dauphiné Habitus

(nicht zu verwechseln mit dem Dauphiné Zwillingsgesetz !)

Bei Quarzen mit Dauphiné-Habitus ist eine Hauptrhomboederfläche (an der Spitze) deutlich größer ist als die anderen, vergleichbaren Flächen; bzw. eine bis drei Rhomboederfläche(n) gegenüber den anderen flächenmässig überproportional ausgebildet. Durch die horizontale Positionierung in der Kluft war die Stoffzufuhr auf die Flächen auf der oberen Seite stärker und sie wuchsen deshalb schneller als die nach unten gerichtete Fläche. Siehe nebenstehende Abbildungen

Quarz-Dauphiné-Habitus
Quarz-Dauphiné-Habitus

Bevorzugte Stoffanlagerung an den nach oben orientierten Flächen;
und Bildung einer asymmetrischen Spitze

Jo Roloefs
Quarz, "Dauphinée-Habitus"
Quarz, "Dauphinée-Habitus"

7 cm hohe Bergkristallgruppe mit typisch angelösten Flächen aus der Corinto Mine in Brasilien. Typisch ist weiterhin die bevorzugte Ausbildung einer einzigen Rhomboderfläche, die im "schiefen Schni...

Klaus Schäfer

Quartz
Quartz

Bergkristalle mit Dauphiné Habitus;
Mine La Gardette bei Bourg d Oisans, Rhone-Alpen, Frankreich;
Größe: 25x15 cm. Der größte Kristall ist 11 cm lang

Wilhelm Waltermann
Quarz-Dauphiné-Habitus
Quarz-Dauphiné-Habitus

Corinto, Minas Gerais, Brasilien;
Größe: 3,5 cm

Jo Roloefs
Quarz mit Dauphiné-Habitus
Quarz mit Dauphiné-Habitus

La Gardette, Bourg d'Oisans, Isère, Rhône-Alpen, Frankreich;
Größe: 70x29x23 mm

Rob Lavinsky

Tessiner Habitus (steil- spitzrhomboedrischer bzw.Binntaler oder Penninischer Habitus)

Tessiner Habitus
Tessiner Habitus

Quarz mit tessiner Habitus;
Diamantina, Minas Gerais, Brasilien;
Größe: 7x3 cm

Rob Lavinsky

Im Gegensatz zum prismatischen (sogen. zentralmassivischen) Habitus steht der steil- bis spitzrhomboedrische oder Tessiner Habitus.

Der spitzrhomboedrische Typ entsteht durch alternierende, resp. sich nach oben verjüngende Prismenflächen, die Hauptrhomboeder treten dadurch zurück, bzw. die Prismenflächen laufen gegen oben aufeinander zu. Die Kristallflächen sind in der Regel horizontal gestreift (gerieft). Solche tw. kegelförmig aussehenden Quarze findet man im südlichen Gotthardmassiv, im Bereich Lukmanier-Südseite, Binnatal, Bedrettotal und am Simplon - daher auch Tessiner Habitus. Gemäss MULLIS, J. sind sie in CO2-reichen Lösungen bei hohen Temperaturen und Drücken gewachsen.

In Österreich heißen diese Quarze "Rauriser Habitus".


Quarz, steilrhomboedrischer ("Tessiner-", " Penninischer-", "Binntal-", etc.) Habitus
Quarz, steilrhomboedrischer ("Tessiner-", " Penninischer-", "Binntal-", etc.) Habitus

Das Wachstum dieser etwa 5 cm hohe Quarzgruppe im "Binntal-Habitus" aus der Figgerscha im Binntal wird dominiert durch steile Rhomboeder mit alternierend eingeschalteten kleineren Prismenflächen. D...

Klaus Schäfer
Tessiner Habitus
Tessiner Habitus

Modellartig ausgebildeter, sehr klarer Quarz mit Tessiner Habitus;
Bedretto-Tal, Leventina, Ticino (Tessin), Schweiz;
Größe: 10 x 7,5 cm

Rob Lavinsky
Quarz im Tessiner Habitus
Quarz im Tessiner Habitus

Bergkristall im Tessiner Habitus;
Valleggia, Val Bedretto, Tessin, Schweiz;
Größe: 4 x 4 cm;

robodoc
Tessiner Habitus
Tessiner Habitus

Quarzkristall im Tessiner Habitus mit gut sichtbaren Suturen;
Griessgletscher, Wallis, Schweiz;
Größe: 7 cm

Bebo
Quarz mit Tessiner Habitus
Quarz mit Tessiner Habitus

Auernigg, Mallnitz, Kärnten, Österreich;
Größe: 15 x 4,9 cm

Anton Watzl Minerals
Tessiner Habitus
Tessiner Habitus

Quarzkristall mit Tessiner Habitus;
Griessgletscher, Nufenenpass, Wallis, Schweiz;
Größe: 3 cm

Brodi69

Übergangshabitus

(Engl.: Transitional Habit). Dieser Habitusbegriff wird für Kristalle angewendet, welche eine Kombination steilrhomboedrischer Flächen (typisch für den Tessiner Habitus) und m Prismenflächen (gewöhnliche Normal-Habitus-Flächen) zeigen. Das Prisma ist gut entwickelt, an der Entwicklung der Spitze beteiligen sich jedoch steile Rhomboeder, welche das Hauptrhomboeder zurücktreten lassen. D.h., diese Kristalle sind intermediäre Habiti zwischen Tessiner und normalem Habitus. Quarzkristalle mit Übergangshabitus zeigen oft eine Vielzahl kristallographischer Formen, u.a. trapezoedrisch, pyramidal und steilrhomboedrisch.


Quarze im Übergangshabitus
Quarze im Übergangshabitus

Lagi di Robiei, Tessin, Schweiz

Brodi69
Quartz mit Übergangshabitus
Quartz mit Übergangshabitus

Die Hauptrhomboeder r und z treten gegenüber den steileren Gliedern zurück; die Prismen sind gut ausgebildet
Ganesh Himal, Himalaya, Dhading District, Bagmati Zone, Nepal
Größe: 76 x 25 x 27...

Oleg Lopatkin
Quarz
Quarz (SNr: Binn-SwB-Q-1-1-3)

Bildhöhe etwa 4 mm; Quarz-Kristall im sogenannten "Übergangshabitus" (vom prismatisch dominierten "Normalhabitus" zum steilrhomboedrischen "penninischen" Habitus) vom Schwarzenbach am Messerbach im...

Klaus Schäfer

Muzo Habitus

Quarz (Amethyst) im Muzo-Habitus
Quarz (Amethyst) im Muzo-Habitus

Quarz im Muzo-Habitus; Fundort: Piedra Parada, Las Vigas, Mexiko; Kristallgröße: ca. 5 x 1 cm

robodoc

Beim Muzo-Quarz (Quarz mit Muzo-Habitus) sind die m-Flächen unter den z-Rhomboedern durch ein Prisma aus alternierenden z- und m-Flächen ersetzt. In extremen Fällen entsteht ein Kristall, der nicht sechs, sondern drei sehr steile Prismenflächen zeigt. Der obere Teil eines solchen Kristalls kann perfekt dreiflächig sein, während der untere Teil meist sechsseitig bleibt. Die Kristalle sind langgezogen (Nadelquarz) und können stark gestreift, aber auch weitgehend ungestreift sein. Der Muzo Habitus wurde erstmals von Gansser (1963) bei Kristallen aus Kluftrissen in Schiefern des Kreide-Alters in der Nähe des Dorfes Muzo in Kolumbien gefunden. Weitere Funde sind die Bergkristalle aus dem Pegmatit in Minas Gerais, Brasilien und alpine Klüfte in der Schweiz. Eine gute Darstellung findet sich bei C.M. Grammacioli "Mineralien der Alpen" (1975), S. 153.


Muzo-Habitus
Muzo-Habitus

Ein durch extrem steile Rhomboeder dominierter Kristall mit kleinen positiven und negativen normalen Rhomboederflächen im oberen Bereich, welcher dreiseitig ausläuft.

Ulrich Baumgärtl
Quarz, Muzohabitus
Quarz, Muzohabitus

Laufen bei einem Quarzkristall die sechs Prismenseiten zur Spitze hin auf drei aus, spricht man vom Muzohabitus. Da dieser Habitus insgesamt durch steile Rhomboederflächen gekennzeichnet ist, gilt ...

Klaus Schäfer
Muzo-Habitus
Muzo-Habitus

Quarzkristall mit Muzo-Habitus von der Typlokalität;
Coscuez Mine, Mun. de Muzo, Vasquez-Yacopí Mining District, Boyacá Department, Colombia;
Größe: 10x1,7cm

Rock Currier
Bergkristall, Chlorit, Ilmenit
Bergkristall, Chlorit, Ilmenit

Dösental, Mallnitz, Spittal an der Drau, Kärnten, Österreich. 18 cm hoch. Einige Kristalle haben seltenen Muzo-Habitus. Gefunden von Axel Krappinger, der uns leider gestern für immer verlassen hat....

Rudolf Hasler
Quarz - Muzo-Habitus
Quarz - Muzo-Habitus

Val Maggia, Kanton Tessin, Schweiz;
Größe: 14x5,2cm

Fabre Minerals
Quarz - Muzo-Habitus
Quarz - Muzo-Habitus

Sehr seltener Citrin mit Muzo-Habitus;
Madagaskar

Tom Spirifer

Cipo-Habitus

Der Cipo-Habitus wurde nach Quarzkristallen mit dieser seltenen Ausbildung nach der Typlokalität Serra do Cipo in Minas Gerais in Brasilien benannt. (Parque Nacional Serra do Cipo, Serra do Espinhaco, Region Belo Horizonte, Minas Gerais). Beim Cipo-Habitus ist die trigonale Symmetrie anzeigende Schrägstreifung unter dem Hauptrhomboeder "z" das allein Typ bestimmende Merkmal. Jegliche Querstreifung unter "z" verschwindet. Das Prisma ist spiegelglatt, auch dort, wo es mit den negativen Trapezoedern alterniert, sofern keine kleinen Vizinalformen auftreten, die oft als sehr feine, leicht gebogene waagrechte Riefung zu sehen sind. (VITAL, A., 1979).

Die beiden Hälften der rechts stehenden Zeichnung zeigen die kristallographischen Unterschiede zwischen dem Muzo-Habitus (links) und dem Cipo-Habitus (rechts). Auf der linken Hälfte sieht man die für den Muzo-Habitus typische Streifung, welche durch oszillierendes Wachstum zwischen dem Hexagon "m" und dem Rhomboeder "z" verursacht wurde; die so gebildete Fläche hat den gleichen Winkel des Sechsecks (120o). In der rechten Hälfte sieht man, dass die Streifung anders geartet ist, was auf das überproportionale Wachstum des trigonalen negativen Trapezoeders zurückzuführen ist. Im Vergleich zum o.a. Sechseck ist der Winkel kleiner (117o). Die Flächen mit einem Stern sind gebogen; die Delta-Fläche ist gerieft.

Ein Hauptmerkmal der Cipo-Quarze sind sogenannte "Orientierte Gruben" (BINDRICH, J., 1932). Die Gruben der Cipo-Quarze treten nur zusammen mit den negativen Trapezoederflächen als Zwillinge anzeigende kleine Vertiefungen auf. Die sonst geschlossenen negativen Trapezoederflächen werden durch sie durch Fenster mit flächenreichen Rahmen durchbrochen.

Cipo-Habitus
Cipo-Habitus

Kristallographischer Unterschied zwischen Muzo-Habitus (links) und Cipo-Habitus (rechts);
Copyright: faden - CC3.0;
La copiatura delle informazioni e delle foto dalle pagine del sito è perm...

Faden.it
Cipo-Habitus
Cipo-Habitus

Serra do Cipo, Serra do Espinhaco, Region Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien.

Brodi69

Cipo-Habitus - Seite 1
Cipo-Habitus - Seite 1

Serra do Cipo, Serra do Espinhaco, Region Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien.

Brodi69
Cipo-Habitus - Seite 2
Cipo-Habitus - Seite 2

Serra do Cipo, Serra do Espinhaco, Region Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien.

Brodi69
Cipo-Habitus - Frontal
Cipo-Habitus - Frontal

Serra do Cipo, Serra do Espinhaco, Region Belo Horizonte, Minas Gerais, Brasilien.

Brodi69

Kubischer, pseudokubischer oder Würfelquarz

Würfelquarz, "Pecos Diamond"
Würfelquarz, "Pecos Diamond"

Artesia, Eddie County, New Mexico; Kantenlänge 10 -15mm; Ein sog. "Pecos Diamond" mit pseudokubischem Habitus, ein authigener Kristall aus Gips-haltigen Sedimenten (Seven Rivers Formation, Perm). F...

aca

Sog. "Würfelquarze" sind Quarze mit pseudokubischem (würfelähnlichem) Aussehen; sie schließen Winkel von 86°, bzw. 94° ein. Dieser Habitus kommt zustande, wenn die positiven Rhomboederflächen sehr groß ausgebildet sind und die negativen Rhomboederflächen und die Prismenflächen sehr klein sind, oder völlig fehlen. Es sind also trigonale Kristalle, welche aufgrund dieser ungewöhnlichen Flächenkombination dem kubischen Kristallsystem nur ähnlich sind. Bekannte Vorkommen in den Alpen (Salzburg, Osttirol), Westfalen, Bayrischer Wald, Fichtelgebirge, Ontario (Canada), das Pecos-Tal in New Mexico, in der Tamminen Mine, Greenwood, Oxford County, Maine (USA) und als Amethyst-"Würfel" in Uruguay.


Pseudokubischer (modifizierter) Quarz
Pseudokubischer (modifizierter) Quarz

{101}

Moondog
Pseudokubischer Quarz
Pseudokubischer Quarz

Pseudokubische Kristalle mit Limoniteinschlüssen und Hämatit;
Stbr. Feldmann, Warstein, Sauerland. Fund März 1981;
Kristallgröße ca. 1 mm.

skibbo
Pseudokubischer Quarz
Pseudokubischer Quarz

Pseudokubische Kristalle mit Limoniteinschlüssen und Hämatit;
Stbr. Feldmann, Warstein, Sauerland. Fund März 1981;
Kristallgröße ca. 1 mm.

skibbo
Pseudokubischer Quarz
Pseudokubischer Quarz

Pseudokubischer Quarz;
Pecos River Valley, Chaves Co., New Mexico, USA;
Größe: 1,5 x 1,4 cm

Jasun McAvoy
Pseudokubischer Quarz
Pseudokubischer Quarz

Pseudokubischer Quarz auf Tafelquarz;
Ellenville Mine, Ellenville, Wawarsing, Ulster; Alter Fund vor Schließung der MIne im Jahr 1923; Co., New York, USA;
Größe: 9 x 4,3 cm

Jasun McAvoy
Würfelquarz, "Pecos Diamond"
Würfelquarz, "Pecos Diamond"

Artesia, Eddie County, New Mexico;
Kantenlänge 10 -15mm;
Ein sog. "Pecos Diamond" mit pseudokubischem Habitus, ein authigener Kristall aus Gips-haltigen Sedimenten (Seven Rivers Formation, ...

aca

Besondere, seltene und seltsame Habiti

Dominierende Rhomboeder

Aus kohlenwasserstoffhaltigem Karbonatgestein des Steinbruches Balmholz bei Beatenberg, Kreis Interlaken-Oberhasli, Kanton Bern in der Schweiz stammen ungewöhnliche Quarzkristalle. Das abgebaute Gestein ist ein verfestigtes Sediment, welches vor ca. 110 Ma entstand und einen hohen Anteil an Quarz besitzt. Es entstand aus Kalkablagerung aus dem Meer in welchen feste Kieselschwämme eingelagert waren, die bei der Verfestigung des Kalkschlammes aufgelöst wurden. Die so gelöste Kieselsäure ist nachher als Zement des Kalkschlammes wieder ausgefällt worden.

Die Kristalle bestehen alleine aus Rhomboedern verschiedenster Neigung mit einerseits großen, andererseits kleinen Basispinakoiden. Eines der steilen Rhomboeder ist dominant und bestimmt den Habitus. Solche Formen enstehen oft in karbonatischen Sedimentgesteinen bei der Anwesenheit von Kohlenwasserstoffen.

Das links unten stehende Foto (LeBa-Q-2-1-2) zeigt einen Kristall vom Steinbruch Balmholz, dessen hellste, vorderste Fläche das Basispinakoid ist (sechseckig). Von hier aus fluchten zwei rechteckige, kantenabstumpfende Flächen nach unten. Bei einem ideal ausgebildeten Kristall sollten es eigentlich drei gleich große sein. Die dritte Fläche ist größer als die beiden anderen und zeigt von der Basisfläche nach unten. Hierbei handelt es sich um flache Rhomboeder. Der restliche Kristall ist normal ausgebildet; die größten sichtbaren Flächen sind r und z.

Das äußere Foto rechts zeigt einen kleinen, sehr klaren Doppelender aus dem Val Tassobbio, Vetto d'Enza in den Appeninen der Reggio Emilia in der Region Emilia-Romagna, Italien. Die hier vorherrschenden Gesteine sind tw. verkarstete Kalk-Dolomit Der Kristall hat die gewöhnlichen Flächen Prisma m und die beiden Rhomboeder r und z; die c-Achse liegt waaagerecht. Allerdings ist eines der Rhomboeder sehr dominant, was zu einer Verzerrung führt. (Die fehlende Streifung von m macht es etwas schwierig, den Kristall richtig aufzustellen).

Habitus dominiert durch Rhomboeder
Habitus dominiert durch Rhomboeder

Diese Zeichnung ist nicht identisch mit dem untenstehenden Kristall;
Der Kristall besteht alleine aus Rhomboedern verschiedenster Neigung und großen Basispinakoiden. Eines der steilen Rhomboede...

Ulrich Baumgärtl
Quarz
Quarz (SNr: LeBa-Q-2-1-2)

Bildbreite etwa 3,7 mm; Steinbruch Balmholz, Kanton Bern; Quarz mit steilen und flachen Rhomboederflächen (pi-Flächen) auf Asphalt und Karbonaten.

Klaus Schäfer
Habitus dominiert durch Rhomboeder
Habitus dominiert durch Rhomboeder

Diese Zeichnung ist nicht identisch mit dem untenstehenden Kristall;
Der Kristall besteht alleine aus Rhomboedern verschiedenster Neigung und kleinen Basispinakoiden. Eines der steilen Rhomboed...

Ulrich Baumgärtl
Quarz mit dominierendem Rhomboeder
Quarz mit dominierendem Rhomboeder

Der Kristall hat die gewöhnlichen Flächen Prisma m und die beiden Rhomboeder r und z; die c-Achse liegt waaagerecht;
Val Tassobbio, Vetto d'Enza, Appeninen, Reggio Emilia, Emilia-Romagna, Regio...

Enrico Bonacina

Stark flächenreduzierter Quarz

Dieser Kristall ist stark reduziert in den Flächen, da er nur einen normalen Rhomboeder (r oder z; positives oder negatives R) und einen steilen Rhomboeder zeigt.

Flächenreduzierter Quarz
Flächenreduzierter Quarz

Stark flächenreduzierter Quarz

Ulrich Baumgärtl
Flächenreduzierter Quarz
Flächenreduzierter Quarz

Dieser Kristall zeigt nur einen normalen Rhomboeder und einen steilen Rhomboeder

Ulrich Baumgärtl

Ein Kristall - zwei Habiti

Die Enstehung des nebenstehenden Kristalls ist komplex. Ein wichtiges Indiz ist eine Trübungszone im Kristall auf etwa zwei Dritteln der Höhe. Der Kristall entwickelte die beiden unterschiedlichen Habiti (nach oben: Normalhabitus mit m,r,z - nach unten steilrhomboedrisch) nicht während einer kohärenten Wachstumsphase. Vielmehr wuchs der Kristall erst in einem dieser Habiti ( wohl der steilrhomboedrische, da dieser eine höhere Bildungstemperatur hat) und brach dann von der Unterlage ab. Er wuchs anschließend (Temperatur und/oder Druckabsenkung) im anderen, wohl dem Normalhabitus weiter. (Die Enantiomorphie des Quarzes bezeichnet die Ausbildung von rechten und linken Quarzkristallen aufgrund ihres unterschiedlich gedrehten Aufbaues, nicht der Ausbildung zweier unterschiedlicher Habiti entlang einer polaren Achse (z.B. Wurtzit)). (Quelle: Klaus Schäfer)


Das zweite Bild rechts außen zeigt einen leicht rauchigen Quarz mit einem grünen Chlorit-Phantom, an welchem zu sehen ist, dass der Kristall während des Wachstums vom Muzo-Habitus zum Normal-Habitus wechselte. Der Stundenglas ähnliche dunkelgrüne Fleck besteht aus einer kleinen r-Fläche am oberen Ende und aus einer größeren m-Fläche am Boden (Quelle: A. Akhavan).

Quarz
Quarz

Größe: 85 x 10 mm; Fundort: White Rock Quarry, Horsnell Gully, South Mt Lofty Ranges, South Australia, Australien

Patrick Gundersen
Quarzkristall mit 2 Habiti
Quarzkristall mit 2 Habiti

Wechsel von Muzo - zu normalem Habitus;
Cerra Do Cabral, Minas Gerais, Brazil

aca

Trapezoedrischer Habitus

Die gelb-orangen Flächen der nebenstehenden Zeichnungen stellen Trapezoeder dar. Der Begriff "trapezoedrischer Habitus" wurde von K. Schäfer postuliert, weil

  • 1. die Trapezoeder hier formbestimmend auftreten
  • 2. er annimmt, daß dieser Begriff (ebenso wie steilrhomboedrischer Habitus, prismatischer Habitus etc.) einer kristallographischen Logik entspricht und so keiner Referenz bedarf.

Beim Bau der Autobahn A62 bei Leitzweiler (Leitzweiler Brücke) nahe Freisen in Rheinland-Pfalz wurden (neben attraktiven Achaten auch sehr ungewöhnlich ausgebildete Quarze als Drusenfüllungen in permokarbonen Ergussgesteinen gefunden. Diese Quarze wurden verschiedentlich schon als "Calcite" angesprochen, da ihr Äußeres für Quarze sehr untypisch ist. Die Kristalle zeigen eine komplexe Kristallisation mit groß ausgebildeten Trapezoederflächen, kleinem Prisma und nur einem positiven Rhomboeder als Begrenzung. In die Ebene dieses Rhomboeder schieben sich auch gerne Trapezoeder mit ein, so daß ein Bild einer annähernd quadratischen Parkettierung entstehen kann. Es ist sicherlich nicht falsch, für Quarze dieser Ausbildungsart, die im Saar-Nahebereich zwar sehr selten, aber von mehreren Fundpunkten bekannt sind, den Begriff "trapezoedrischer Habitus" einzuführen, insbesondere, da diese Flächenart dominierend für die Form des Kristalles ist. (Zitiert: SCHÄFER, K., 2016)

Trapezoedrischer Habitus
Trapezoedrischer Habitus

Quarzkristalle mit trapezoedrischem Habitus;
Fundort: Leitzweiler Brücke (Fundort im Saar-Nahe-Gebiet, der im Zusammenhang mit dem Bau der A 62 Mitte der 1970iger Jahre steht)
Größe der Kri...

Klaus Schäfer
Quarze im trapezoedrischen Habitus
Quarze im trapezoedrischen Habitus (SNr: HL-Q-5-1-5)

Bildbreite etwa 20 mm; Quarze im trapezoedrischen Habitus von der Leitzweiler Brücke bei Freisen. Die Riefung der positiven Rhomboederfläche wird durch rechte und linke Trapezoeder verursacht.

Klaus Schäfer

Quarze im trapezoedrischen Habitus
Quarze im trapezoedrischen Habitus (SNr: HL-Q-5-1-5)

Bildbreite etwa 8 mm; Quarze im trapezoedrischen Habitus. Diese Quarze zeigen an ihrer Spitze nur das positive Rhomboeder r, und formbestimmend große Trapezoederflächen. Das Prisma tritt zurück. Fu...

Klaus Schäfer
Quarze im trapezoedrischen Habitus
Quarze im trapezoedrischen Habitus (SNr: HL-Q-5-1-5)

Bildbreite etwa 22 mm; Quarze im trapezoedrischen Habitus von der Leitzweiler Brücke bei Freisen. Die Riefung der positiven Rhomboederflächen wird durch rechte und linke Trapezoeder verursacht.

Klaus Schäfer
Quarz, trapezoedrischer Habitus
Quarz, trapezoedrischer Habitus

In diesem Fall zeigen nach dem Brasilianer Gesetzt (R-Quarz + L-Quarz) verzwillingte Quarzkristalle als Abschluss nur eine positives Rhomboeder, das durch die Einschaltung von Prismenflächen parket...

Klaus Schäfer

Große Trapezoederflächen

Große Trapezoederflächen
Große Trapezoederflächen

Die ungewöhnliche Form dieses Kristalls entsteht durch große Trapezoederflächen. Die darüber liegende Rhomboederkante wird schräg angeschnitten.

Ulrich Baumgärtl
Rauchquarz
Rauchquarz (SNr: Binn-GiG-Q-3-1-1)

Dieser etwa 20 mm große Rauchquarz vom Gischigletscher im Binntal in der Schweiz zeigt eine sehr große Trapezoederfläche. Sie liegt als ungleichmäßiges Polygon zwischen zwei durch Rhomboederflächen...

Klaus Schäfer
Rauchquarz
Rauchquarz (SNr: Binn-GiG-Q-3-1-1)

Dieser etwa 20 mm große Rauchquarz vom Gischigletscher im Binntal in der Schweiz zeigt eine sehr große Trapezoederfläche. Sie liegt als ungleichmäßiges Polygon zwischen zwei durch Rhomboederflächen...

Klaus Schäfer

Akzessorische Flächen

Sehr selten kommen auch kleine Zepterquarze vor, die als Endbegrenzung nicht die Rhomboeder r und z zeigen sondern flachere Rhomboeder (pi,omega). Diese Flächen sind bei Quarzen im Allgemeinen sehr selten, kommen aber scheinbar bei Quarzen, die sich in kohlenwasserstoff-führenden Sedimenten bilden, häufiger vor. (Klaus Schäfer)

Zepterquarz mit Kohlenwasserstoffeinschlüssen und seltenen akzessorischen Flächen
Zepterquarz mit Kohlenwasserstoffeinschlüssen und seltenen akzessorischen Flächen (SNr: LeBa-Q-3-1-14)

Etwa 7 mm großer Zepterquarz mit Kohlenwasserstoffeinschlüssen und seltenen akzessorischen Flächen (omega-Flächen) aus dem Steinbruch Balmholz, Kanton Bern, Schweiz.

Klaus Schäfer

Literatur

  • Albright, J.L., Lueth, V.W., 2003; Pecos diamonds–quartz and dolomite crystals from the Seven Rivers Formation outcrops of southeastern New Mexico. New Mexico Geology, Vol. 25, No.
  • Bindrich, J., 1932; Bergkristall aus Goyaz (Bras.); Zs. F. Krist. (A), 59
  • Flick, H., Weissenbach, N. (1978) Magmatische Würfelquarze in Rhyolithen (Quarzkeratophyren) des Rheinischen Schiefergebirges. Tschermaks Mineralogische und Petrographische Mitteilungen: 25: 117-129.
  • Gansser, A., 1963; Quarzkristalle aus den kolumbianischen Anden. SMPM 43/I, 91-103
  • Grammacioli, C. M., 1975; Die Mineralien der Alpen
  • Gross, G., 1973; Trigonale Symmetrie anzeigende Querstreifung bei Bergkristall. SMPM, Bd. 53, 2
  • Kalb, G., 1931; Über Kombinationsstreifung und Kombinationsriefung der Kristalle. Z. Krist., 78, 42-52
  • Lang, W.B., 1937, The Permian formations of the Pecos Valley of New Mexico and Texas: American Association of Petroleum Geologists Bulletin, v. 21, no. 7, p. 833-898.
  • Ludbrook, N. H., 1980; A guide to the geology and mineral resources of South Australia , Government Printer, Adelaide.
  • Mullis J., Dubessy J., Poty B., O'Neil J., 1994; Fluid regimes during late stages of a continental collision: Physical, chemical, and stable isotope measurements of fluid inclusions in fissure quartz from a geotraverse through the Central Alps, Switzerland // Geochim. Cosmochim. Acta, Vol. 58, No. 10, pp. 2239-2267
  • Mullis J., 1987; Fluid inclusion studies during very low-grade metamorphism // In: Low Temperature Metamorphism (ed. M.Frey), pp. 162-169, Blackie
  • Mullis J., 1979; The system methane-water as a geologic thermometer and barometer from the external part of the Central Alps // Bull. Minéral., 102, 526-536
  • Mullis J., 1975; Growth conditions of quartz crystals from Val d'Illiez (Valais, Switzerland) // Schweiz. Mineral. Petrogr. Mitt., 55, 419-430
  • Noble, R.J., Just, J., Johnson, J. E., 1983; Catalogue of South Australian minerals : 1983 , Dept. of Mines and Energy, South Australia, Adelaide.
  • Pfaffl, F., 1981;Pseudokubische Quarz kristalle (Würfelquarze) aus dem Kristallin des Bayerischen Waldes; Fortschr. Miner., 3h. S. 15
  • Rykart, R., 1977; Bergkristall - Form und Schönheit alpiner Quarze; Ott-Verlag Thun
  • Rykart, R., 1995; Quarz-Monographie, 2. Auflage, Ott-Verlag Thun
  • Tait, D.B., Motts, W.S., and Spitler, M.E., 1962, Artesia Group of New Mexico and West Texas: American Association of Petroleum Geologists Bulletin, v. 46, no. 4, p. 504-517.
  • Vital, A., 1972; Seltsame Quarze aus Minas Gerais, Brasilien. Schweizer Strahler, Vol.2, 11
  • Vital, A., 1979; Ein seltener Fund. Die Morphologie des Bündner- und des Cipo-Habitus. Schweizer Strahler, 5, 270-277

Durchblättern

Mineralienportrait: Quarz [ Vorherige: Morphologie | Nächste: Zwillingsbildungen und Verwachsungen ]