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Quarz

Kristallsucher - Strahler
Kristallsucher - Strahler

Kristallsucher;
Zeichnung von A.K.H. Mosengel (1837-1856)

A.K.H. Mosengel


Strahler



Strahler und Stoasucher

Strahler ist eine schweizer Bezeichnung für einen (lizensierten, bzw. mit Patent) alpinen Kristall- und Mineraliensucher. Oft wird dieser Begriff auch allgemein für Mineraliensammler gebraucht.

Kristallsucher sind aus den Alpen bereits seit der Römerzeit von den naturwissenschaftlichen Arbeiten von Plinius dem Älteren bekannt. Die Strahler üben ihre Tätigkeit in der Regel als Nebenberuf oder als Hobby aus (Hobby-Strahler). Viele ihrer Funde gelangten zu Forschern und in diverse naturhistorische Museen (beispielsweise Naturhistorisches Museum Basel oder Naturhistorisches Museum Wien - Mineralogisch-Petrographische Abteilung). So haben die Strahler wesentlich zum Verständnis der Geologie der Alpen beigetragen. Die Strahler üben keinesfalls Raubbau an der Natur - viel eher erhalten sie die faszinierenden Kristallgebilde für spätere Generationen.

Der Name Strahler kommt daher, dass auch die Kristalle "Strahlen" (Einzahl "Strahl") genannt werden und infolgedessen bezeichnet "strahlen" (beziehungsweise "strahlnen") die Tätigkeit, "strahlig" kristallreich. Das wichtigste Werkzeug des Strahlers ist der Strahlstock, eine Art Brechstange, die auch als verlängerter Meißel, als Haken oder Gehhilfe eingesetzt wird. Der Begriff "Strahlen" taucht in der Literatur erstmals 1547 in einem Prozessprotokoll von Brunnen (SZ) auf.

In weiten Teilen Österreichs werden Kristallsucher auch als „Stoasucher“ (Steinsucher) bezeichnet.

Rechtliches

In der Schweiz benötigt man in einigen Kantonen ein sogenanntes Strahlerpatent, um Mineralien oder auch Gold zu sammeln. In Österreich gibt es keine Patente und das Sammeln von Mineralien ist nur an bestimmten Stellen (Nationalpark, Grundstückseigentümer) verboten.

In Südtirol stehen bestimmte Gebiete (zB Naturpark) unter Sammelverbot; für alle anderen Gebiete benötigt man eine Sammel-Lizenz, welche man jährlich als Mitglied eines Südtiroler Mineralien-Vereins erhält. (pers. Mttlg. G. Berger)

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