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Seltene Erden

Symbol

Z

Serie

Aggregat

Farbe

Anteil an der Erdhülle
in ppm

Schmelzpunkt
(in oC)

Ce

58

Lanthanoide

Fest

Silbrig-weiß

43

795


Cer (Cerium)


Cer
Cer

Reines Cer-Metall. 1,5 g, 1 cm.

Wikipedia-User: Jurii

Geschichte

Cer wurde 1803 von Jöns Jacob Berzelius und Wilhelm von Hisinger sowie gleichzeitig von Martin Heinrich Klaproth entdeckt und nach dem Zwergplaneten Ceres benannt. Die Darstellung des Elements gelang Carl Gustav Mosander 1825 durch Reduktion des Chlorids mit Natrium.

Vorkommen

In der Natur kommt Cer vergesellschaftet mit anderen Lanthanoiden in sogenannten Ceriterden vor, wie zum Beispiel im Allanit-(Ce), Monazit-(Ce) und im Bastnäsit-(Ce)

Verwendung

  • In der Metallurgie dient Mischmetall als Zusatz für Aluminiumlegierungen und hochtemperaturbeständige Eisenbasislegierungen.
  • Es unterstützt im Schmelzprozess die Abtrennung von Schwefel und Sauerstoff.
  • Die Eisen-Mischmetall-Legierung Cereisen dient als Ausgangsstoff für Zündsteine für die Verwendung in Feuerzeugen und zur Erzeugung von Funkenregen auf Achterbahnen und in Filmszenen (Unfallszenen).
  • Cer-dotierte Fluoreszenz-Farbstoffe (Leuchtstoffe) in Bildröhren und weißen Leuchtdiode; als Dotierung in Glühstrümpfen
  • Cerdioxid (CeO2) wird zur Stabilisierung des keramischen Katalysatorträgers aus Aluminiumoxid für Autoabgaskatalysatoren verwendet; ist Bestandteil einiger Spezialgläser, zum Beispiel UV-Filter und Windschutzscheiben und Enttrübungsmittel in der Glasherstellung. Es findet Verwendung zur Färbung von Emaille und als Poliermittel in der Glasbearbeitung.
  • Cer(IV)-sulfat als Oxidationsmittel in der Quantitativen Analyse (Cerimetrie); als Kontrastmittel bei Kernresonanz; als Leuchtstoff in Gasentladungsröhren; zur Regeneration von Rußpartikelfiltern im Kraftstoff gelöst beigemischt; als Teil von nichtedelmetallhaltigen Aufbrennlegierungen in der Zahntechnik (Keramik); als Oxidationsmittel für organische Synthesen mit CAN (Cerium ammonium nitrat)

Literatur

  • Binder, H.H. (1999). Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart, ISBN 3-7776-0736-3.
  • Cotton, Simon (2006). Lanthanide and actinide chemistry. John Wiley and Sons. pp.108–. ISBN 9780470010068. Retrieved 23 June 2011
  • Gupta,C.K., Krishnamurthy , N.,(2004). Extractive metallurgy of rare earths. CRC Press. p.30. ISBN 0415333407
  • Kanazawa, Yasuo; Kamitani, Masaharu (2006). "Rare earth minerals and resources in the world". J. Alloys and Compounds 408–412: 1339–1343.
  • Mosander, C.G. (1827). Einiges über das Cerium. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 87, Joh. Ambr. Barth, Leipzig, S. 406-416
  • Mosander, C.G. (1827). Einiges über Cerium. In: Archiv für die gesammte Naturlehre. 5. Band, Johann Leonhard Schrag, Nürnberg, S.470-483.
  • Mosander, C.G. (1843). Ueber die das Cerium begleitenden neuen Metalle Lanthanium und Didymium, sowie über die mit der Yttererde vorkommenden neuen Metalle Erbium und Terbium. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 136, Joh. Ambr. Barth, Leipzig, S.297-315
  • Schumann, H.; Fedushkin, I.L. (2006). Scandium, Yttrium & The Lanthanides: Organometallic Chemistry. Encyclopedia of Inorganic Chemistry. doi:10.1002/0470862106.ia212.
  • Spencer, J.F. (1919). The Metals of the Rare Earths. New York: Longmans, Green, and Co. pp. 135.
  • Weeks, Mary Elvira (1932). The Discovery of the Elements: XI. Some Elements Isolated with the Aid of Potassium and Sodium: Zirconium, Titanium, Cerium and Thorium. J. Chemical Education 9 (7): 1231–1243.
  • http://www.chemicool.com/elements/cerium.html
  • http://www.faz.net/aktuell/finanzen/seltene-erden-cerium-den-namen-muss-man-sich-merken-14579.html

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