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Seltene Erden

Symbol

Z

Serie

Aggregat

Farbe

Anteil an der Erdhülle
in ppm

Schmelzpunkt
(in oC)

Nd

60

Lanthanoide

Fest

Silbrig-weiß

22

1024


Neodym


Neodym
Neodym

Reinstmetallisches Neodym

Tomihahndorf

Geschichte

Neodym wurde zusammen mit Praseodym 1885 durch Carl F. Auer von Welsbach aus dem von Carl Gustav Mosander entdeckten Didym isoliert. Reines metallisches Neodym wurde erst 1925 dargestellt

Vorkommen

Neodym kommt in natürlicher Form nur in chemischen Verbindungen vergesellschaftet mit anderen Lanthanoiden, hauptsächlich in Monazit und Bastnäsit.

Verwendung

  • Mischmetall enthält bis zu 18 % Neodym.
  • Magnete

    • Neodym-Eisen-Borverbindungen zur Herstellung stärkster Magnete. Sie werden genutzt für Kernspintomographen, Mikromotoren und Festplatten (Positionierung der Schreib-/Leseköpfe), Dauermagnet-Rotoren (z. B. Schritt- und Servomotoren, effiziente permanenterregte Gleichstrommaschinen z.B. in einigen Windkraftanlagentypen (rund einem Sechstel), zum Antrieb von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie als Modellbau-Antriebe, Linearmotoren für Positionierachsen, z. B. CNC-Maschinen, hochwertige Lautsprecher und Kopfhörer. Gegenüber den Samarium-Cobalt-Magneten sind sie stärker und wesentlich preiswerter, aber auch wesentlich empfindlicher gegen Hitze.
  • Pigmente in der Glas- und Keramikindustrie

    • Neodymsalze zum Färben von Emaille
    • Blaue Porzellanfarbe
    • Neodym(III)-oxid zur Glasfärbung. Es erzeugt sehr warme violette bis weinrote und graue Töne. Solche Gläser besitzen scharfe Absorptionsbanden und werden in der Astronomie zum Kalibrieren benutzt.
    • Entfärben von eisenhaltigem Glas
    • UV-absorbierende Gläser (Sonnenschutzglas)
  • Bestandteil des industriell weitverbreiteten Neodym-YAG-Lasers
  • Neodymoxiddotiertes Bariumtitanat für Kondensator-Dielektrika
  • Wegen seiner pyrophoren Eigenschaften auch als Legierungspartner mit Cer in Feuersteinen
  • Zur Herstellung von Neodym-katalysiertem Polybutadienkautschuk (Nd-PBR)


Literatur

  • Binder, H.H. 1999; Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart
  • Marinsky, J.A., Glendenin, L.E., Coryell, C.D., 1947; The Chemical Identification of Radioisotopes of Neodymium and of Element 61; J. Am. Chem. Soc., 69 (11), S. 2781–2785
  • Römpp, 1996; Lexikon der Chemie, Band 5, 10. Auflage, S. 3566–3567

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