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Seltene Erden

Weltweit bekannteste Erzlagerstätten Seltener Erden

Berg Karnarsurt mit der REE-Aufbereitungsanlage Karnarsurt
Berg Karnarsurt mit der REE-Aufbereitungsanlage Karnarsurt

Loparit-(Ce)-Lagerstätte im Lovozero-Massiv;
Kola Halbinsel, Russland

Tom Spirifer
Bayan Obo
Bayan Obo

Teilansicht des Abbaus.

Asian Mineral Resources

Ytterby in Schweden

Die Grube Ytterby liegt in der schwedischen Gemeinde Vaxholm auf der Insel Resarö in der Schärenlandschaft vor Stockholm. Die Grube war ursprünglich ein seit dem 17. Jh. aktiver Pegmatit-Quarz-Steinbruch, später wurde auch Feldspat abgebaut. Die Grube Ytterby spielte eine wichtige Rolle bei der Geschichte der Entdeckung der Elemente der Seltenen Erden, da viele von ihnen erstmals hier aus den Mineralien Gadolinit und Yttrialith entdeckt wurden; so Gadolinium (benannt nach dem finnischen Chemiker Johan GADOLIN), Holmium (vom lateinischen Name für Stockholm), Thulium (Thule ist ein altes Wort für Skandinavien) und natürlich Yttrium, Ytterbium, Terbium und Erbium, die alle nach Ytterby benannt wurden. Yttrium (Y) und Terbium (Tb) wurden 1843 vom schwedischen Chemiker Carl Gustav MOSANDER entdeckt. 1878 entdeckte der Schweizer Jean Charles GALISSARD DE MARIGNAC das Ytterbium (Yb), und 1879 stießen die Schweden Per Teodor CLEVE und Lars Fredrik NILSON auf die Elemente Erbium (Er), Holmium (Ho) und Thulium (Tm). Scandium wurde 1879 von Lars Fredrik NILSON entdeckt. Aus 10 kg Euxenit und Gadolinit von Ytterby isolierte er ein Oxid mit bisher unbekannten Eigenschaften. Das von ihm vermutete neue Element nannte er zu Ehren seiner Heimat „Scandium“ 1907 wurde das extrem rare Element Lutetium gleichzeitig von dem französischen Wisenschaftler Georges URBAIN, dem Österreicher Carl AUER von WELSBACH und dem Amerikaner Charles JAMES in Yttrium-Erz von Ytterby entdeckt.

Heute sind die seltenen Erden von Ytterby weitgehend erschöpft.

1989 wurde die Grube vom ASM International als wichtiger Ort für die Entdeckung von Metallen befunden und in die Liste der Historical Landmarks aufgenommen. Eine entsprechende Tafel wurde am Eingang der Grube angebracht. Das Mineraliensammeln an diesem historischen Vorkommen ist seit Mitte der 1970er Jahre verboten

Ytterby
Ytterby

Die Grube Ytterby auf der Insel Resarö in der schwedischen Gemeinde Vaxholm

Svens Welt

Mineralien der Seltenen Erden

  • Allanit-(Ce)
  • Bastnäsite-(Ce)
  • ß-Fergusonite-(Y)
  • Fergusonite-(Y)
  • Formanite-(Y)
  • Gadolinite-(Y)
  • Keiviite-(Y)
  • Kimuraite-(Y)
  • Lanthanit-(Y)
  • Lokkaite-(Y)
  • Polycrase-(Y) ?
  • Tanteuxenite-(Y)
  • Tengerite-(Y)
  • Xenotime-(Y)
  • Yftisite-(Y)
  • Yttrotantalite-(Y)

Gadolinit-(Y))
Gadolinit-(Y))

Ytterby. 2,3 x 2,2 cm

Rob Lavinsky
Tanteuxenit-(Y))
Tanteuxenit-(Y))

Ytterby. Dunkelbraune Körner in Mikroklin

Pavel M. Kartashov
Yttrotantalit-(Y))
Yttrotantalit-(Y))

Ytterby. 6,9 x 5,2 cm

Rob Lavinsky

Literatur

  • Gmelins Handbuch der anorganische Chemie, 1938; Seltene Erden. 8. Aufl.; System-Nummer 39 .
  • Kjellman et al. (1999): Diversified NYF pegmatite populations of the Swedish Proterozoic: outline of a comparative study, Canadian Mineralogist 37, 832-833.
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  • Langhof, J. (1996): Thortveitite from granitic NYF pegmatites in Sweden. Geologiska Föreningens I Stockholm Förhandlinger 118, A54
  • Mason, B. (1971): Ytterby, Sweden: a classic mineral locality, Mineralogical Record, 2(3), 136-138.
  • Niinistö, L., 1997; Discovery and Separation of Rare Earths. In Rare Earths, ed. Regino Sáez Puche & Paul A. Caro, 25-42. Madrid: Editorial Complutense
  • Nordenskiöld, I. (1908): Der Pegmatit von Ytterby. Bull. Geol. Inst., Univ. Upsala 9, 183-228.


Nya Bastnäs-Stollen
Nya Bastnäs-Stollen

der "Neue" Stollen in Bastnäs

Dag Lindgren

Bastnäs in Schweden

Bastnäs ist eine Fe-Cu-Seltene Erden-Lagerstätte bei Riddarhyttan, Skinskatteberg in der schwedischen Provinz Västmanland

Der Bergbau in Bastnäs kann auf eine lange Geschichte zurückblicken; die erste Erwähnung datiert von 1692. Im gesamten Grubenfeld gibt es mehrere kleinere Stollen von denen der neue und alte Bastnässtollen die wohl bekanntesten sind. Zwischen 1875 und 1888 wurden 4.500 Tonnen Cerit-(Ce)- und Ferriallanit-(Ce)-Erz gefördert. Abgebaut wurde das Erz zunächst mit Schlegel, Eisen und Feuersetzen, später kam auch Schwarzpulver zum Einsatz. Im Jahr 1922 wurde der Nya Bastnässtollen (neuer Stollen) getrieben, um das restliche Erz in der Ceritgrube zu explorieren. Diesen Gang trieb man weiter bis zu Knuts Schacht, aus welchem dann das Erz gefördert wurde. Etwas weiter in westlicher Richtung befindet sich der Gamla Bastnässtollen, der zur Kittelgruvan führt. Der ältere Teil des Stollens vom 18.Jahrhundert, mit seinen runden Gewölben, wurde durch Auflockern des Gesteins mit Feuer und Brechstangen getrieben. Die Lagerstätte Bastnäs zeichnet sich durch starke Anreicherungen der Elemente Zink, Kupfer, Blei, Quecksilber, Arsen und Cadmium aus, wodurch die Grubenwässer an vielen Stellen sehr stark kontaminiert waren.


Fördermaschine -Seiltrommel
Fördermaschine -Seiltrommel

mit Steuerung. Altes Bastnäs-Feld, Västmanland, Schweden. 6/2008

Doc Diether
Bastnäs
Bastnäs

Verfallener Stolleneingang

Jakob Ehrensvärd
Verfallenes Grubengebäude
Verfallenes Grubengebäude

Bastnäs - Erzrevier

Jakob Ehrensvärd

Das chemische Elemente Cer wurde 1803 in Schweden von Wilhelm HISINGER und von Jöns Jacob BERZELIUS aus Ceroxid nachgewiesen; parallel dazu wurde es auch in Deutschland von Martin Heinrich KLAPROTH entdeckt. 1839 entdeckte Carl Gustav MOSANDER das Element Lanthan aus Bastnäs-Erzen.

Geologie

Aufgrund der charakteristischen Mineralvergesellschaftungen können die Fe-Cu-Seltene Erden-Lagerstätten vom Bastnäs-Typ in zwei Zonen unterteilt werden: Zone 1 (Bereich Riddarhyttan-Bastnäs) mit fast ausschließlicher Anreicherung leichter SE (LREE) und Zone 2 (Bereich Norberg) mit Anreicherung von sowohl leichten (LREE) und Yttrium als auch schweren SE (HREE). Die Mineralisationen vom Typ 2 sind eher ungewöhnlich Das häufigste SE-Mineral in Bastnäs ist Cerit-(Ce); das zweithäufigste ist das ursprünglich als Cerin oder eisenreicher Allanit bezeichnete Ferriallanit-(Ce). Die gewöhnliche Paragenese abbauwürdiger SE-Erze war Cerit-(Ce), Ferriallanit-(Ce), Bastnäsit-(Ce) und (La), Törnebohmit-(Ce), Fluocerit-(Ce), Quarz und Sulfide.

Mineralien der Seltenen Erden

  • Allanit-(Ce)
  • Bastnäsit-(Ce)
  • Bastnäsit-(La)
  • Cerit-(Ce)
  • Ferriallanit-(Ce)
  • Haleniusit-(La)
  • Hydroxylbastnäsit-(Ce)
  • Lanthanit-(Ce)
  • Lanthanit-(La)
  • Percleveit-(Ce)
  • Törnebohmit-(Ce)

Literatur

  • Andersson, U.B. (ed)(2004): The Bastnäs type REE-mineralizations in northwestern Bergslagen, Sweden- a summary with geological background and excursion guide. Sveriges Geologiska Undersökning. Rapporter och meddelanden 119, 34p.
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  • Holtstam, D., Grins, J. & Nysten, P. (2004): Håleniusite-(La) from the Bastnäs deposit, Västmanland, Sweden: A new REE oxyfluoride mineral species. Canadian Mineralogist, 42(4): 1097-1103
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  • Klaproth, M.H. (1807): Chemische Untersuchung des Cererits, Beiträge zur chemischen Kenntniss der Mineralkörper, Vierter Band, Rottmann Berlin, 140-152
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China

Bayan Obo in der Inneren Mongolei

Die polymetallische-polygene Lagerstätte Bayan Obo (Bayun-Obo; Baiyunebo) liegt in der Präfektur Baotou in der Autonomen Region Innere Mongolei in Nord-China (Di Zhi Dao, Bai Yun E Bo Kuang Qu (Baiyun'ebo), Bao Tou Shi, Nei Meng Gu Zi Zhi Qu). Die supergroße Lagerstätte wurde 1927 als Eisenerzvorkommen entdeckt; die Seltenen Erden entdeckte man 1936 und die Nb-haltigen Erze in den späten 1950er Jahren.

Bayan Obo ist nicht nur das größte Eisenerzvorkommen Chinas mit mehr als einer Mrd to Reserven; die Reserven an Erzen der Seltenen Erden (REE-Gehalt 3 - 5,4%) übersteigen 40 mio to, was aktuell etwa 70% aller Weltreserven der aktiv abgebauten REE bedeutet(1). Die weltweit größten und reichen Lagerstätten von Seltenen Erden werden unweit N von Bayan Kuang (Baiyunkuang (???? "Reiche Mine"; Báiyún Kuàng Qu), einem Stadtbezirk des Verwaltungsgebietes der bezirksfreien Stadt Baotou im Tagebau abgebaut.

Bayan Obo
Bayan Obo

Teilansicht des Abbaus.

Asian Mineral Resources
Bayan Obo
Bayan Obo

Offener Tagebau

Cheng Tao

Geologie

Die Lagerstätten von Bayan Obo liegen in einer E-W-tendierenden mesoproterozoischen Riftzone (vor 1,6 - 1,9 Mrd Jahren) entlang der N-Marge des Sino-Koreanischen Kratons. Die lithostratographischen Einheiten sind metamorphe Gesteine des Oberen Proterozoikums (Quarzite, Schiefer, Kalksteine und Dolomit), wobei die letztere Schicht die wichtigste ist. Die Erzkörper sind stratiform, linsenförmig, mit massiven Zonen, Bändern, Schichten, Gängen und Disseminationen (eingesprengt). Das Sm-Nd-Monazit-Synchronalter für Bastnäsit und Riebeckit ist 1,2 bis 1,3 Mrd Jahre; wohingegen das Th-Pb und Sm-Nd-Alter der Ba-REE-Carbonate und Aeschynit-(Ce) zwischen 474 - 402 mya liegt.

Die REE-Erze bestehen hauptsächlich (zu 80 %) aus Bastnäsit-(Ce) und Monazit-(Ce) mit einem REE-Gehalt zwischen 1 und 6.2 %. Da der Thorium-Gehalt im Monazit aus dieser Quelle nur 0.26 % beträgt, während der REO-und Phosphat-Gehalt mehr als 98 % beträgt, handelt es sich um eine begehrte Sorte für die Herstellung von Seltenerdmetallen. Auch der Bastnäsit hat einen Thorium-Gehalt von nur 0.02 bis 0.28 %. Die Lagerstätte enthält auch Fluorit, welcher als Begleiter sämtlicher Erze auftritt; die Reserven werden auf 130 mio to geschätzt. Damit ist Bayan Obo nicht nur die weltgrößte REE-, sondern auch die weltgrößte Fluorit-Lagerstätte. In 2005 kamen 45% der Weltproduktionan von REE-Metallen aus Bayan Obo; die gesamt geförderte Erzmenge entsprach ca. 77% der weltweiten Nachfrage.

(1) Hierbei sind weder die neuen superpotentiellen Vorkommen im Pazifik noch die riesigen unausgebeuteten Lagerstätten in Kvanefjeld in Grönland, in Canada, Australien und Vietnam berücksichtigt.

Mineralien der Seltenen Erden

  • Allanit-(Ce)
  • Aeschinit-(Ce)
  • Aeschinit-(Nd)
  • Beta-Fergusonit-(Ce)
  • Beta-Fergusonit-(Nd)
  • Beta-Fergusonit-(Y)
  • Britholith-(Ce)
  • Cebait-(Ce)
  • Cebait-(Ce)
  • Cebait-(Nd)
  • Cerianit-(Ce)
  • Cordylit-(Ce)
  • Daqingshanit-(Ce)
  • Dingdaohengit-(Ce)
  • Fergusonit-(Ce)
  • Fergusonit-(Nd)
  • Fergusonit-(Y)
  • Huanghoit-(Ce)
  • Lanthanit-(Ce)
  • Loparit-(Ce)
  • Monazit-(Ce)
  • Niobaeschynit-(Ce)
  • Niobaeschynit-(Nd)
  • Parisit-(Ce)
  • Parisit-(Nd)
  • Perrierit-(Ce)
  • Rhabdophan-(Ce)
  • Röntgenit-(Ce)
  • Synchisit-(Ce)
  • Xenotim-(Y)
  • Zhonghuacerit-(Ce)

Charakteristische Erze in Bayan Obo

Huanghoit-(Ce)-Erz
Huanghoit-(Ce)-Erz

Bayan Obo, Baotou, Innere Mongolei, China

Pavel M. Kartashov
Huanghoit-(Ce) - Synchisit-(Ce)-Erz
Huanghoit-(Ce) - Synchisit-(Ce)-Erz

Braunes feinkörniges Huanghoit-Synchisit-Baryt-Erz, welche Cebait ersetzen, in einem Fluorit-Ägirin-Metasomatit; Bayan Obo, Baotou, Innere Mongolei, China

Pavel M. Kartashov
Huanghoit-(Ce) - Fluorit-Erz
Huanghoit-(Ce) - Fluorit-Erz

Huanghoit-(Ce) - Fluorit - Ägirin - Erz; Bayan Obo, Baotou, Innere Mongolei, China

Maggie Wilson
Huanghoit-(Ce)
Huanghoit-(Ce)

Bayan Obo, Baotou, Innere Mongolei, China;
Größe: 3x3 cm

Rob Lavinsky
Cebait-(Ce)
Cebait-(Ce)

Bayan Obo, Baotou, Innere Mongolei, China;
Größe: 2 mm

Pavel M. Kartashov
Röntgenit-(Ce)
Röntgenit-(Ce)

Massiv braun mit Huanghoit-(Ce) in Ägirin-Metasomatit; Bayan Obo, Baotou, Innere Mongolei, China

Pavel M. Kartashov

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., and Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139
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  • Liang, Y., (1990): The Discovery and Study of Strontianiferous Aragonite. Acta Petrologica et Mineralogica 9(1).
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  • Yingchen, R., Lulu, X., Zhizhong, P., (1983): Daqingshanite: A new mineral recently discovered in China. Geochemistry 2(2), 180-84 (in English).
  • Yuan, Z., Bai, G., Zhang, Z.,(2004): Autometasomatic phenomena of host rocks in the Bayan Obo ore deposit and their significance. Acta Petrologica et Mineralogica 23(1), 19-25.
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  • Chengyu Wu (2007). "Bayan Obo Controversy: Carbonatites versus Iron Oxide-Cu-Au-(REE-U)". Resource Geology 58 (4): 348. doi:10.1111/j.1751-3928.2008.00069.x.
  • Zhang P., Yang Z., Tao K., Yang X. (1996): "Mineralogy and Geology of Rare Earths in China", Science Press (Beijing), 226 pp.
  • http://www.dailymail.co.uk/news/article-1241872/EXCLUSIVE-Inside-Chinas-secret-toxic-unobtainium-mine.html#ixzz1c0EVfHER


Maoniuping in Sichuan

Die Lagerstätte Maoniuping liegt im Landkreis Mianning in der Autonomen Präfektur Liangshan der Provinz Sichuan in SW-China. Sie ist die zweitgrößte LREE-Lagerstätte Chinas mit sicheren Reserven von 62,3 Mio t Erz mit einem Gehalt von 2,89% REO. Das Vorkommen ist bezüglich ihres Gehalts an Bastnäsit-(Ce) und Baryt ähnlich wie die große kalifornische REE-Lagerstätte Mountain Pass (s.u.)

Geologie

Maoniuping liegt in den Jinpingshan-Bergen, einem intrakontinentalen orogenen Gürtel und befindet sich innerhalb des Panzhihua-Xichang (Pan-Xi)-Rifts, einer N-S verlaufenden auseinandergezogenen Dehnungszone (Graben-Struktur), welche sich im späten Paläozoikum entwickelte. Die Lagerstätte entstand vor ca. 40 mya im Känozoikum und steht im Zusammenhang mit der Kollision der NW-Teils der indischen Platte mit Eurasia.

Lagerstätte


Die Lagerstätte ist gangförmig, das Grundgebirge ein magmatischer Carbonatit-Syenit-Alkalikomplex im Alkali-Gürtel der östlichen Seite des Qinghai-Xichang Sichuan-Plateaus. Die Carbonatite sind die Träger der Seltenen Erden, welche durch hydrothermale Lösungen angereichert wurden. Charakteristisch sind Bastnäsit-(Ce)-Baryt-Carbonat-Gänge, die mit Nordmarkit assoziiert und tw. fenitisiert bzw. Ägirin-carbonatisiert sind. Die Länge des Erzkörpers beträgt 2,65 km, die Mächtigkeit 800 m.

Offener Tagebau in China
Offener Tagebau in China

Offener Baryt-, Fluorit- und REE-Tagebau; Ersatzphoto, da zur Zeit kein Bild von Maoniuping zur Verfügung stehjt

Berthold Ottens

Mineralien der Seltenen Erden

  • Aeschynite-(Ce)
  • Allanite-(Ce)
  • Bastnäsite-(Ce)
  • Britholite-(Ce)
  • Cerianit-(Ce)
  • Chevkinit-(Ce)
  • Fluocerite
  • Kainosite-(Y)
  • Maoniupingite-(Ce)
  • Monazit-(Ce)
  • Parisite-(Ce)
  • Röntgenite-(Ce)
  • Samarskite-(Y)
  • Synchisit-(Ce)
  • Xenotime-(Y)

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., and Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
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  • Xu, C., Huang, Z.-L., Liu, C.-Q., Li, W.-B., and Guan, T. (2003): Sources of Ore-Forming Fluids in the Maoniuping REE Deposit, Sichuan Province, China: Evidence from REE, Radiogenic Sr, Nd, and Stable-Isotope Studies. Intern. Geol. Rev., 45(7), 635-45.
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  • Zhuming, Y. (2002): Composition of Ca-REE Fluorocarbonate Minerals in Maoniuping and Implications to their Genesis. J. Chinese Rare Earth Society 20(1), 61-67.


Miaoya in Hubei

Die carbonatitische Nb-REE-Lagerstätte Miaoya liegt nahe der Stadt Desheng im Landkreis Zhushan. Präfektur Shiyan in der Provinz Hubei. Es ist nach den beiden gigantischen Vorkommen Salobo in Amazonien sowie Araxá in Minas Gerais (abgebaut durch CBMM (Companhia Brasileira de Metalurgia e Mineração), beide in Brasilien, die drittgrößte Niob-Lagerstätte der Welt. Das Vorkommen von Miaoya wurde 1962 entdeckt und 1971 und 1980 exploriert; es wurde jedoch bisher nicht abgebaut Die Gesamtreserven liegen bei ca. 71,5 mio to (0,7% Nb2O5 und 3,69% REO).

Geologie und Lagerstätten


Die Lagerstätte ist Teil eines 2950 m langen und 820 m breiten linsenförmigen Syenit-Carbonatitkomplexes, welcher im späten Paläozoikum (vor 265 mya) ein metamorphes Terrain aus Metaspiliten, Keratophyren und entsprechenden Agglomeraten und Tuffen im Süden intrudierte, sowie devonischer carbonatischer Sericitschiefer, eingebettet in dolomitischen Kalkstein und Marmor im Norden. Der Komplex besteht aus unterschiedlichsten Lithologien, inklusive Syenite, Albitite, Syenit- und Albitit-Porphyre, Calcit-Carbonatite, Biotit-Calcit-Carbonatite und Ankerit-Carbonatit. Die wichtigsten Nb-Erze sind Pyrochlor, Betafit, Nb-Aeschynit-(Ln) und Nb-Rutil.

Hinweis: Eine reiche REE-Lagerstätte wurde unterhalb des Laoyin-Berges nahe der Stadt Longba im Landkreis Zhuxi in der Stadt Shiyan (Hubei) entdeckt. Insgesamt wurden 12 voneinander unabhängige REE-Lagerstätten im Landkreis Zhushan sowie im Stadtbezirk von Shiyan entdeckt.

Landschaft um Miaoya
Landschaft um Miaoya

Landschaft um Miaoya, Provinz Hubei; hier der Berg Wudangshan.

Taniquetil

Mineralien der Seltenen Erden

  • Bastnäsit-(Ln)
  • Monazit-(Ln)
  • Nioboaeschynit-(Ln)
  • Parisite-(Ce)

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
  • Orris, G.J., Grauch, R.I. (2002): Rare Earth Element Mines, Deposits and Occurrences. USGS Open-File Report 02-189, 174 pp.
  • Li.S., 1980; Geochemical features and petrogenesis of Miaoya carbonatites; Hupeh. Geochimica :12, 4, 345-355
  • Shi Li (1980): Geochemical features and petrogenesis of Miayoa carbonatites, Hupeh. Geochimica 9(4), 345-355.
  • Wu, C., Yuan, Z., Bai, G. (1996): Rare earth deposits in China. In: Jones, A.P., Wall, F., and Williams, C.T. (Eds.): Rare Earth Minerals: Chemistry, origin and ore deposits. The Mineralogical Society Series, Vol. 7. Chapman & Hall (London).
  • Zhang Peishan, Yang Zhuming, Tao Kejie, Yang Xueming (1996): Mineralogy and Geology of Rare Earths in China. Science Press (Beijing), pp. 226.


Weishan in Shandong

Weishan (Chisan, Xishan) liegt an der Ost seite des Weishan-Sees im Landkreis Weishan, Präfektur Jining in der Provinz Shandong (34°45'N 117°12'E. Die REE-Lagerstätte ist ein Carbonatitlomplex und besteht aus mehr als einem Dutzend NW-streichender Bastnäsit-Baryt-Carbonatgängen, welche vor ca. 110 mya in der Unteren Kreide entstanden sind. Das Grundgebireg sind Syenite, Quarz Syenite, Ägirin-Augit Syenite, Albitit, Lamprophyre und Carbonatite. (K-Ag-Alter 140 mya). Der Erzkörper ist 2,4 km lang und 1.3 km breit. Das Vorkommen wird seit 1970 abgebaut.

Teishan in Shandong -
Teishan in Shandong -

Teishan-Gebirge in der Ostküsten-Provinz Shandong, wo auch die Lagerstätte Weishan liegt.

Jiang

Mineralien der Seltenen Erden

  • Aeschynite-(Ln)
  • Allanite-(Ln)
  • Ancylite-(Ce)
  • Bastnäsite-(Ce)
  • Britholite-(Ce)
  • Carbocernaite
  • Monazite-(Ln)
  • Parisite-(Ln)

Literatur

  • Orris, G.J., and Grauch, R.I. (2002): Rare Earth Element Mines, Deposits and Occurrences. USGS Open-File Report 02-189,
  • Wu, C., Yuan, Z., and Bai, G. (1996): Rare earth deposits in China. In: Jones, A.P., Wall, F., and Williams, C.T. (Eds.): Rare Earth Minerals: Chemistry, origin and ore deposits. The Mineralogical Society Series, Vol. 7. Chapman & Hall (London).
  • Zhang Peishan, Yang Zhuming, Tao Kejie, and Yang Xueming (1996): "Mineralogy and Geology of Rare Earths in China", Science Press (Beijing)
  • Zhuming Yang and Woolley, A. (2006): Carbonatites in China: A review. Journal of Asian Earth Sciences 27(5), 559-575.


Mushgai-Khudag und Lugiingol in der Mongolei

Die REE-Lagerstätten Mushgai Khudag (Mushgai Hudag; Mushugai Khuduk; Mushugay Khuduk) und Lugiingol sind Carbonatitkomplexe in der Gobi-Wüste in der Mongolei

Geologie und Lagerstätten

Es gibt zahlreiche mesozoiche Carbonatite in der südlichen Mongolei, hauptsächlich entöang der nördlichen Gobi Riftzone und der Gobi-Tien Shan Gebirgsgürtel.

Die REE-, Ba- und Sr-reichen Carbonatite sind wesentlich Sövit und Alvikit; esentiell sind Calcit und akzessorisch Apatit und sekundäre Carbonate, Fluorit, Baryt, Cölestin und Quarz. Es wird davon ausgegangen, dass die REE durch hydrothermale-metasomatische Prozesse und spätere Präzipitation entstanden sind. Die Carbonatite, hauptsächlich Alvikite, von Mushgai Khudag sind cretazäisch mit einem geschätzten Alter von ca. 139,9 mya (+/- 5.9 Rb-Sr-Isochron). Die Carbonatite von Lugiingol sind repräsentiert durch metasomatisierte Sovite.

Die Lagerstätte Mushgai Khudag ist ein flacher Magnetit-Apatit Erzkörper entlang des Kontaktes jurassischen Syenit Porphyr und den Ausgangsgestein, d.h. paläozoischen Sedimentiten. Die Erzkörper werden lokal mehr als 200 von Carbonatit-Dikes von 20 bis 2000 m Länge und 0,2 bis 1,0 m Mächtigkeit und mit hochgradigem Erz angereicherten Gängen begleitet. Das Potential der Lagerstätte sind ca. 367 mio to, davon 1.6% REE.

Das Luiiigingol-Vorkommen besteht aus Pseudoleucit und Nephelinsyenit mit einem Ring und radialen Dikes aus Nephelin Syeniten, Pulaskiten, Syenitporphyr und Tinguait. Die wesentlichen REE-Erze sind Synchisit-(Ln), Synchisit-Parist und Synchisit-Bastnäsit Verwachsungen sowie Sr- und Nd-angereichertem Synchisit. Andere Carbonatit-Lagerstätten sind Bayan Khushuu, Khotgor, Ulgii und Tsogt Ovoo. In diesen Gebieten treten die Carbonatite als 1-2 m mächtige Dikes auf; neben Calcit, Glimmer, Apatit und Fluorit sind die Carbonatite angereichert mit Synchisit-(Ln) und Bastnäsit-(Ce).

Mushgai-Khudag
Mushgai-Khudag

Südliche Gobiwüste bei Bayanzag, Provinz Ömnögowi

Einalem

Mineralien der Seltenen Erden

  • Bastnäsite-(Ce)
  • Britholite-(Ce)
  • Monazite-(Ce)
  • Perrierite

Literatur

  • Andreeva, I.A., Kovalenko, V.I., and Naumov, V.B. (2007): Silicate-salt(sulfate) liquid immiscibility: a study of melt inclusions in minerals of the Mushugai-Khuduk carbonatite-bearing complex (southern Mongolia). Acta Petrologica Sinica 23(19, 73-82
  • Berger, V.I., Singer, D.A., and Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
  • Ripp, G. S.; Karmanov, N. S.; Kanakin, S. V.; Doroshkevich, A. G.; Andreev, G. V. (2005): Cerium britholite from the Mushugai ore deposit (Mongolia). Zapiski Rossiiskogo Mineralogicheskogo Obshchestva 134, 90-103.
  • Kynicky, J. (2001). Primary versus secondary textures in carbonatites of Mongolia. In Kynicky, J. (Hrsg.); (2001): Scientific exploration of Mongolia 2001. FNS MU in Brno (Workshop proceedings. Depon. in: Masyryk University, Department of Geology in Brno, Czech republic), 23–31.
  • Kynicky, J. (2002). Petrology of the carbonatites from the selected localities at Gobi. Master thesis, Depon. in: Masyryk University, Department of Geology in Brno, Czech republic, 78 p.
  • Kynicky, J. (2003). Primary and secondary minerals of carbonatites of South Mongolia. – Mineral, XI, 2003/1, 57–61.
  • Kynicky, J. – Trundova, A. (2004). Position of REE minerals in the evolution of carbonatites in Lugiingol, Mongolia. In Samec, P., Kynicky, J. (Hrsg.), 2004;: Scientific exploration of Mongolia 2004. LDF MZLU in Brno (Workshop proceedings. Depon. in: Mendel University of Agriculture and Forestry, Department of Geology and Pedology), 33–38.
  • Samoilov, V. S. – Kovalenko, V. I. (1983), Complexes of alkaline rocks and carbonatites in Mongolia. Nauka, Moskau
  • Williams, C. T. (1996). Analysis of rare earth minerals. In: Jones, A.P., Wall, F. and Williams, C.T., Editors, 1996. Rare Earth Minerals: Chemistry, origin and ore deposits, Chapman and Hall, pp. 327–348.


Russland

Chibiny und Lovozero in Russland

Chibiny

Chibiny - Eveslogchorr
Chibiny - Eveslogchorr

Alkaligesteinskomplex Berg Eveslogchorr im Chibiny-Massiv,
Kola Halbinsel, Russland;
Im Hintergrund Blick auf den Berg Kukisvumchorr

Collector

Das Chibiny-Massiv auf der russischen Halbinsel Kola, das eine Fläche von über 1300 km² einnimmt, liegt zwischen den Seen Imandra im Westen und Umbozero im Osten. Höchster Berg ist der Tchasnachorr mit fast 1200 m. Im Osten liegen die Täler der Flüsse Tuljok, Vuonnemiok und Maivaitajok. Eine vielfältige Vegetation reicht von einer lichten Fichten-Birken-Taiga über Wald- und Strauchtundra bis hin zur Flechtentundra und zu steinigem Ödland. Dabei nehmen letztgenannte Zonen einen großen Teil des kristallinen Chibiny-Massivs ein.

Geologie

Der global größte Alkalipluton Chibiny, welcher vor rd. 365 Mio. Jahren sowohl die archaischen Granitgneise als auch die metamorphen Vulkanite durchbrochen hat, besteht aus insgesamt 8 Hauptgesteinskomplexen, die eine geschichtete Intrusion darstellen. Zu einem im Osten des Intrusivkörpers liegenden Zentrum lösen diese einander forlaufend von der Peripherie ab - unter den Gewässern des Umbozero-Sees beginnend und in einem Karbonatit-Stockwerk endend.


Chibiny - Apatit-Lagerstätte Kirovsk
Chibiny - Apatit-Lagerstätte Kirovsk

Apatitgrube am Berg Kukisvumchorr

Pavel M. Kartashov
Chibiny - Kukisvumchorr
Chibiny - Kukisvumchorr

Kukisvumchorr (Chibiny) - Ansicht Abbau und Halden; Aufgenommen vom Berg Yukspor

Peter Seroka
Chibiny - Ghakman-(Hackman)-Tal
Chibiny - Ghakman-(Hackman)-Tal

Das Ghakman-(Hackman)-Tal zwischen den Bergen Yukspor (links) und Rasvumchorr (rechts)

Peter Seroka

Der äußere Teil des Massivs stellt einen mächtigen - bis zu 15 km weiten Chibinit-Bogen dar: Eine Variation des Nephelin-Syenits von trachytartiger und kompakter Textur. Den inneren Bogenteil bilden dabei die Chibinite von trachytartiger Textur.

Charakteristische Gesteine

  • Chibinite: klein- bis grobkörnige Gesteine von grünlichgrauer Farbe, deren Nephelin-Körner das Gestein bei Verwitterung in einen feinen Grus? umwandeln.
  • Rischorrite: Nephelinsyenite von hellgrauer Farbe mit gelblich/grünlichem Schimmer und einer massiven Textur. Das Feldspat-Analogon zu den Chibiniten erhielt den Gesteinsnamen nach dem Berg Rischorr.
  • Ijolithe: graue mittelkörnige Gesteine mit Nephelin-Körnern und einem kennzeichnenden ’fetten’ Bruch. Die Hohlräume zwischen den Nephelin-Kristallen werden von Prismen oder wirr-faserigen Aegirin-Aggregaten, rundlichen Feldspat-Körnern, braunen Titanit-Kristallen sowie von Lamprophyllit- und Biotit-Schuppen ausgefüllt.
  • Urtite: hellgrüne bis grünlichgraue mittelkörnige Gesteine mit einem Nephelin-Gehalt von 70-90% in Assoziation mit Aegirin, Kaliumfeldspat, Titanit und Apatit.
  • Foyaite: grobkörnige, hellgraue bis schwarze Gesteine des zentralen Komplexteiles, die zu 60-70% aus Kalifeldspat, Nephelin, Lepidomelan, Arfvedsonit, Titanit, Eudialyt, Astrophyllit u.a. bestehen.
  • Das Carbonat-Stockwerk besteht aus einem recht dichten Adernetz, das von einer mächtigen alluvialen Ablagerungsschicht sowie dem Wasser des Umbozero-Sees überlagert wird. Hier wurden Apatit-Aegirin-Biotitgänge (< 50% Carbonat-Anteil), Carbonat- und Carbonat-Zeolith-Gänge entdeckt.
  • Alkali-Pegmatite, die in allen Gesteinsarten verbreitet sind und in ihrer mineralogischen Zusammensetzung von der Art des Nebengesteins abhängig sind, finden sich im Chibiny-Massiv vielfältig und zahlreich.

Lovozero

Das Lovozero-Alkalimassiv (die Lovozero-Tundren) liegt auf der Halbinsel Kola im Oblast Murmansk in Russland, NE des Chibiny-Massivs und ist von diesem im SW durch den tiefsten See der Kola-Halbinsel, dem Umbozero-See getrennt. Mit einer Fläche von ca. 650 km2 ähnelt das Lovozero-Massiv dem Chibiny-Massiv in Form eines gegen Osten geöffneten Hufeisens. Inmitten der Lovozero-Tundren in einem malerischen Talkessel liegt der Seidozero-See ; die Höhe der Tundren nimmt allmählich von 1000 m im Westen bis zu 400 m im östlichen Teil ab. Höchster Punkt des Massivs ist der 1120 m ü.NN. hohe Angvundastschorr (chorr = Berg).

Loparit-Erz
Loparit-Erz

Karnarsurt-Loparit in einem agpaitischen Gestein; Haupterz zur Gewinnung Seltener Erden im Lovozero-Gebirge.

Tom Spirifer
Seidozero-See und Zentral-Lovozero
Seidozero-See und Zentral-Lovozero

Lovozero

Tom Spirifer
Lovozero-Massiv
Lovozero-Massiv

Blick vom El'Maraiok

Tom Spirifer
Lovozero-Massiv
Lovozero-Massiv

Flussmündung, Tyulbnyunuai

Tom Spirifer

Geologie

Im Paläozoikum durchbrachen Nephelin-Syenite des Lovozero-Plutons Granat-Biotit-Gneise. Ohne Berücksichtigung der zahlreichen Pegmatite und hydrothermalen Gänge, treten im Lovozero-Massiv lediglich drei Gesteinskomplexe auf:

  • 1. Ein Komplex aus Poikilit-Syeniten (mit Feldspatvertretern wie z.B. Nephelin)
  • 2. Ein Lujavrit-Foyait-Urtit-Komplex
  • 3. Ein Eudialyt-Lujavrit-Komplex

Alkali-Pegmatite sind im Lovozero-Massiv durch zahlreiche stockartige Körper und Gänge vertreten; primär in Gesteinen der zuerst beschriebenen beiden Komplexe. Für die Pegmatite der einzelnen Zonen kennzeichnend sind die beteiligten Mineralparagenesen. In Pegmatiten aus Eudialyt-Lujavriten kommt -außer Eudialyt selbst- praktisch nichts Interessantes vor. Eine von ultra-alkalischen Mineralien begleitete Natrolith-Ussingit-Assoziation ist für Gänge in der 2.Zone typisch.

Bergbau

Im Lovozero-Massiv wird wesentlich Loparit-Erz (Ce,Na,Ca)2(Ti,Nb)2O6 sowie Zirkon-Erz (Eudialith-Lujavrit) abgebaut. Das von der Betreiberfirma Lovozerskaya GOK gewonnene Loparitkonzentrat enthält neben Titan, Tantal und Niob auch durchschnittlich 32% Metalle der Seltenen Erden. Die Ressourcen für Seltene Erden-Erz werden auf bis zu 4,4 Millionen to geschätzt.

Zu den bekanntesten Bergwerken des Lovozero-Massivs gehört der Karnasurt-Schacht im nördlichen Teil des Lovozero-Massivs. Hier wird primär in sehr verzweigten Abbauen das geringmächtige Malignit-"Erz" gewonnen. Die Loparit-Konzentration erreicht bis zu 8%; die jährliche Menge an Loparit-Konzentrat betrug in den vergangenen Jahren ca. 25.000 to. Die Mine besteht sowohl aus den beiden Untertage-Abschnitten Karnasurt und Kedyk, als auch aus zwei Tagebauen am Nordhang des Karnasurt-Berges zur Mine. Im einen wird das "Flöz" aus den Ijolith-Urtiten angefahren (3-4% Loparit); im anderen das Malignit-"Erz". Weitere Loparit-Lagerstätten und offene Tagebaue sind der Yubileynaya (Jubilee)-Gang (26 x 1,6 m, entdeckt 1970) in der Karnarsurt-Grube auf dem Berg Karnarsurt und der Shkatulka-Gang (Schatzkiste) in der Umbozero-Grube auf dem Berg Alluaiv (40x5 m), entdeckt 1990 un geschlossen 1998.

Förderturm der aufgelassenen Umbozero-Grube
Förderturm der aufgelassenen Umbozero-Grube

Grube Umbozero, aufgelassen 1998

Tom Spirifer
Berg Karnarsurt mit der REE-Aufbereitungsanlage Karnarsurt
Berg Karnarsurt mit der REE-Aufbereitungsanlage Karnarsurt

Loparit-(Ce)-Lagerstätte im Lovozero-Massiv;
Kola Halbinsel, Russland

Tom Spirifer
Lovozero-Massiv
Lovozero-Massiv

Grube Karnarsurt; rechts der Berg Kedykverpakh

Tom Spirifer
Lovozero-Massiv
Lovozero-Massiv

Grube Umbozero mit Halden (2010)

Tom Spirifer

Mineralien der Seltenen Erden

Chibiny

Lovozero

  • Aeschynite-(Ce)
  • Ancylite-(Ce)
  • Ancylite-(La)
  • Bastnäsite-(Ce)
  • Belovite-(Ce)
  • Belovite-(La)
  • Britholite-(Ce)
  • Calcioancylite-(Ce)
  • Cebaite-(Ce)
  • Cerite-(La)
  • Chevkinite-(Ce)
  • Cordylite-(Ce)
  • Diversilite-(Ce)
  • Donnayite-(Y)
  • Gadolinite-(Ce)
  • Huanghoite-(Ce)
  • Kukharenkoite-(Ce)
  • Kukharenkoite-(La)
  • Loparite-(Ce)
  • Mckelveyite-(Y)
  • Monazite-(Ce)
  • Nordite-(Ce)
  • Nordite-(La)
  • Parisite-(Ce)
  • Perrierite-(Ce)
  • Petersenite-(Ce)
  • Phosinaite-(Ce)
  • Polezhaevaite-(Ce)
  • Pyatenkoite-(Y)
  • Remondite-(Ce)
  • Remondite-(La)
  • Rhabdophane-(Ce)
  • Sazykinaite-(Y)
  • Seidite-(Ce)
  • Steenstrupine-(Ce)
  • Synchysite-(Ce)
  • Tundrite-(Ce)
  • Vitusite-(Ce)
  • Xenotime-(Y)
  • Yakovenchukite-(Y)
  • Ancylit-(Ce)
  • Arisit-(Ce)
  • Bastnäsit-(Ce)
  • Davidit-(Ce)
  • Donnayit-(Y)
  • Ferronordit-(Ce)
  • Ferronordit-(La)
  • Florencit-(Ce)
  • Karnarsurtit-(Ce)
  • Laplandt-(Ce)
  • Loparit-(Ce)
  • McKelvyit-(Y)
  • Mineevit-(Y)
  • Monazit-(Ce)
  • Monazit-(La)
  • Nordit-(Ce)
  • Rhabdophan-(Ce)
  • Rhabdophan-(La)
  • Rhabdophan-(Nd)
  • Sazhinit-(Ce)
  • Steenstrupin-(Ce)
  • Tundrit-(Ce)
  • Vitusit-(Ce)
  • Xenotim-(Y)

Literatur

  • Ermolaeva, V.N., Pekov, I.V., Chukanov, N.V., Zadov, A.E. (2007): Thorium Mineralization in Hyperalkaline Pegmatites and Hydrothermalites of the Lovozero Pluton, Kola Peninsula. Geology of Ore Deposits 49(8), 758-775.
  • Goryainov, P.M., Ivanyuk, G.Yu., and Yakovenchuk, V.N. (1998) Tectonic percolation zones in the Khibiny massif: morphology, geochemistry, and genesis. Izv. Phys. Solid Earth: 34: 822-827.
  • Khomyakov, A. P. (1995): Mineralogy of hyperagpaitic alkaline rocks. Clarendon Press, Oxford, 223 pp.
  • Konopleva, N.G., Ivanyuk, G.Y., Pakhomovsky, Y.A., Yakovenchuk, V.N., Men’shikov, Y.P., and Korchak, Y.A. (2008): Amphiboles of the Khibiny Alkaline Pluton, Kola Peninsula, Russia. Geology of Ore Deposits 50(8), 720-731.
  • Minakov, F.V., Dudkin, O.B., and Kamanev, E.A. (1981) The Khibiny carbonatite complex. Doklady Akademii Nauk SSSR: 259: 58-60 (in Russian).
  • Pekov, I.V. (2000): Lovozero Massif. Moscow, Ocean Pictures Ltd, 480 pp.
  • Semenov E.I. (1972) Mineralogy of Lovozero alkaline massif, - Moscow, Nauka, p. 308 (in Rus.)
  • Yakovenchuk, V.N., Ivanyuk, G.Y., Pakhomovsky, Y.A., Men’shikov, Y.P.; 2005; Khibiny. Laplandia Minerals, Apatity, Russland
  • Vlasov, K.A.; Kuz'menko, M.Z.; Es#kova, E.M.; 1959; The Lovozero Alkali Massif ; USSR Acad. of Science Press; (Engl. Übers. v. Fry, D.G. u. Syers, K.; 1966)
  • Zaitsev, A.N., Wall, F., and Le Bas, M.J. (1998) REE-Sr-Ba minerals from the Khibina carbonatites, Kola Peninsula, Russia: their mineralogy, paragenesis and evolution. Mineralogical Magazine: 62: 225-250.


Chadobetskoe in Sibirien

Die carbonatitische Nb-REE-LAgerstätte Chuktukon (anderer Name Chadobets oder Chadobetskoe) liegt ca. 300 km NE von Krasnojarsk in der russischen Region Krasnojarsk (Sibirien).

Geologie und Lagerstätten

Die Chadobets-Antiklinale liegt auf dem SW-Teil der Sibirischen Plattform. Diese Brachyantikline besteht aus zwei Kuppen: dem Terinovskiy (19 x 16 km) und dem Chuktukon (7 x 6 km). Die Zentral- und die Chuktukon-Lagerstätten entstanden aus lateritisierten proterozoischen Quarz-Glimmer-Feldspat-Schiefern und Sandsteinen sowie triassischen alkalinen ultramafischen Gesteinen (Pikrite, Pyroxenite, Kimberlite, Gabbro-Doleriten, Melteigiten, Montichellit) und Carbonatiten. Die Laterit-Profile erreichen Mächtigkeiten bis 600 m auf Schiefern, 300 m auf Carbonatiten und 8o m auf Kimberliten. Das Alter der Lagerstätte beträgt 260 mya. Die Verwitterungsprodukte sind mit REE angereicherte Bauxite, Al-Fe-Ti-Laterite und Fe-Mn-Ocker (bis zu 50% Ln2O3 und 1% Y2O3 sowie 5% Nb2O5, 32% TiO2, 0,1-0,4% ThO2 und Ba, V, P, und Zn). Die Laterite enthalten Gibbsit, Goethit und Hämatit, Anatas, Mn-Oxihydroxide swie supergenen Monazit-(Ce), Rhabdophan-(Ce), Florencit-(Ln), Churchit, Ce-, Ba- und Sr-Pyrochlor, Cerianit-(Ce), Baryt, Francolit u.a.

Die Gesamt Nb-REE-Reserven werden auf 45 mio to geschätzt, bei einem Nb-Grad von 0,62% und einem REE-Grad von 3,78%.

Mittelsibirisches Bergland
Mittelsibirisches Bergland

Mittelsibirisches Bergland in der Region Krasnojarsk Kraj

Einalem

Literatur

  • Industrial Minerals, 2006, Russian RE and zeolite deposit plans: Industrial Minerals, no. 469, p.14.
  • Kogarko, L.N., Kononova, V.A., Orlova, M.P., and Woolley, A.R., 1995, Alkaline rocks and carbonatites of the world, Part 2—Former USSR: London, Chapman & Hall, 226 p.
  • Lapin, A.V., 1993, Classification and assessment of residual carbonatite ore deposits: Geology of Ore Deposits (Geologiya Rudnykh Mestorozhdeni), v. 38, no. 2, p. 172–185 (in Russian).
  • Lapin, A.V., Pyatenko, I.K., 1992, The Chadobetski complex of alkaline ultramafic rocks and carbonatites: new data on composition, structure and origin: Proceedings of Russian Academy of Sciences, Geological Series, no. 6, p. 88–101 (in Russian).
  • Nokleberg, W.J., Bounaeva, T.M., Miller, R.J., Seminskiy Z.V., and Diggles, M.F., eds., 2003, Significant Metalliferous and Selected Non-Metalliferous Lode Deposits, and Selected Placer Districts of Northeast Asia, Database: U.S. Geological Survey Open-File Report 03-220
  • Slukin A.D. et al., 1989; Mineralogy and geochemistry of laterized carbonaites of the USSR / A.D. Slukin et al. // Weathering ; its Products and Deposits. V II. -Products-Deposits-geotechnics : Theophrastus Publ., S.A. Zographou, Athens..-P. 171-189.
  • Slukin A.D. Bauxite deposits with unusually high concentrations of REE, Nd, Ti and Th, Chadobets Uplift, Siberian Platform / A.D. Slukin // International Geology Review. 1994. - V. 36. - P. 179-193.
  • http://pubs.usgs.gov/of/2003/of03-220/DATABASE/lode_deposits.txt (last visited March 24, 2009)


Tomtor in Jakutien

Nordsibirische Tundra
Nordsibirische Tundra

Tundra bei Dudinka am Jenissei

Dr. Andreas Hugentobler

Das ultramafische Tomtor – Massiv mit den REE-Nb-Lagerstätten befindet sich im hohen Norden von Sibirien; ca. 900 km NW vom Magadan und 940 km NE von Jakutsk (71°N, 116° 30'E) in Polar-Jakutien (Republik Sacha, Ost-Sibirien, Russland). Es liegt zwischen dem Anabar-Schild im W und der Olenek-Antiklinale im E und liegt innerhalb eines tief zerfurchten, 400 km langen Palöorifts, welches die archaischen Blöcke des Anabarkomplexes und die Gesteine des Proterozoikums trennt. Das Massiv ist ein ca. 300 km2 großer Ringkomplex, in welchem die Erzlagerstätten mit einem Carbonatitstock assoziiert sind. Das Massiv intrudiert späte neoproterozoische bis kambrische Dolomite, Sandsteine, verfestigte Schluffmergel und Tuffe und frühpaläozoische Sandsteine und Schluffmergel und ist überdeckt durch permische Kohlenflöze, jurassische Argillite und Arenite sowie tertiärem bis quaternärem Alluvium. Das Tomtor-Massiv besteht aus Biotit-, Pyroxen-Nephelin und Nephelin führenden Alkalisyeniten; der zentrale Carbonatit erstreckt sich auf etwas über 12 km2. Der Syenitring und der Carbonatitkern sind durch einen ca. 1-3 km breiten Jacupirangit-Urtit-Komplex getrennt; der Carbonatitkern selbst wurde durch Prikritbrekzien, K-reiche Lamproite, Lamprophyre (Alnöit), Nephelin Syenit, Melilitit, Tinguait, Alkalitrachyt und Dolerit intrudiert; auch Kamafugit-Dikes und Röhren wurden festgestellt. Die Gesteine im Komplex haben ein Alter zwischen ca. 700 mya (Syenitring und Jacupirangit-Urtit) und 650 – 510 mya (Carbonatit). Die Erzzonen liegen in Pyrochlor führendem Carbonatit; ein etwas tieferer Horizont bis 300 m Mächtigkeit enthält Nb- und phosphatreiche Gesteine und ein oberer, ca. 3-25 m mächtiger, tw. hydrothermal gealterter Horizont (ein placer deposit) carbonatitischer Vulkanite ist reich an REE, Sr und Ba- Alumophosphaten und Phosphaten (Florencit, Monazit, Gorceixit, Goyazit), Nb (Pyrochlor, Ilmenit, Ferrocolumbit) sowie Sc (als Sc(OH)3 – Film auf Phosphaten sowie in Monazit und Rhabdophan. REE und Y-Erze sind hauptsächlich Florencit, Monazit, Rhabdophan, Xenotim und Bastnäsit. Tomtor soll die weltgrößte Nb und REE-Carbonatit-Konzentration sein.


Mineralien der Seltenen Erden

  • Bastnäsit-(Ce)
  • Florencit-(Ce)
  • Monazit-(Ce)
  • Rhabdophan-(Ce)
  • Röntgenit-(Ce)
  • Xenotim-(Y)

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., and Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
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  • Kravchenko, S.M., Belyakov, A.Y., and Pokrovskiy, B.G., 1993, Geochemistry and origin of the Tomtor massif in the north Siberian platform: Geochemistry International, v. 30, no. 3, p. 20–36.
  • Kravchenko, S.M., and Pokrovsky, B.G. (1995): The Tomtor alkaline ultrabasic massif and related REE-Nb deposits, northern Siberia; Economic Geology, 90, 676-689.
  • Laznicka, P., 2010; Giant Metallic Deposits. Springer
  • Lapin, A.V., and Tolstov, A.V., 1993, A new unique rare metals ore deposit in the carbonatitic crust weathering: Exploration and Protection of Mineral Resources (Razvedka i Okhrana Nedr), no. 3, p. 7–11 (in Russian).
  • Naumov, A.V., 2008, Review of the world market of rare-earth metals: Russian Journal of Non-Ferrous Metals, v. 49, no. 1, p. 14–22.


Kvanefjeld in Grönland

Kvanefjeld
Kvanefjeld

Ehemalig Uran-Grube im Kvanefjeld; Foto: Mark Cole

Minershop
Narsarq
Narsarq

Narsarq, gesehen von Kvanefjeld; Foto: Mark Cole

Minershop

Das Kvanefjeld liegt auf dem Kuannersuit-Plateau im nördlichen Ilimaussaq-Intrusivkomplex, Gebiet Narsaq, Provinz Kitaa in SW-Grönland, ca. 40 km vom Narssarsuq Internationalen Flughafen. Jüngeren Schätzungen zufolge ist Kvanefjeld (nach Bayan Obo in China) das weltweit zweitgrößte Vorkommen Seltener Erden und die sechstgrößte Uran-Lagerstätte.(1). Die Lagerstätte ist reich an Natriumfluorid und zudem eines der weltgrößten Multi-Element-Vorkommen.

Die REE und Uran kommen charakteristisch in dem Gestein Lujavrit vor, welches in einer interne Schicht im nördlichen Illimaussaq-Komplex auftritt und assoziiert ist mit tw. gealterten Laven. hydrothermalen Analcim-Gängen und Pegmatiten.Die REE und U- abbauwürdigen Mineralien sind in Lujavrit disseminerter Steenstrupin, Vitusit sowie Na-Zr-Silikatmineralien der Lovozerit-Gruppe.

(1) Nach Maßstäben des JORC ist Kvanefled die weltgrößte, nicht entwickelte Lagerstätte Seltener Erden in einer mit U und Zn angereicherten Multi-Element-Lagerstätte.

Aufgrund kürzlich erfolgter Lockerungen bestimmter Gesetze hat die Regierung von Grönland die Möglichkeit eröffnet, die Seltenen Erden in industriellem Maßstab abzubauen. Die Lagerstätte gehört dem Unternehmen Greenland Minerals and Energy Ltd. Die möglichen Reserven sind ca. 365 Mio. to Roherz mit durchschnittlich 0,028 Prozent U3O8, 1,06 Prozent REO und 0,2 Prozent Zn sowie wahrscheinliche Reserven von 92 Mio. Tonnen Roherz mit 0,027 Prozent U3O8, 1,12 Prozent REO und 0,22 Prozent Zn benannt. Nach Angaben des Unternehmens könnten jährlich 43.729 Tonnen SEO und 3.895 Tonnen U3O8 gewonnen werden.


Mineralien der Seltenen Erden im Kvanefjeld

  • Carlgieseckeite-(Nd) (TL)
  • Kuannersuite-(Ce) (TL)
  • Monazite-(Ce)
  • Nacareniobsite-(Ce) (TL)
  • Orthojoaquinite-(La) (TL)
  • Rhabdophane-(Ce)
  • Steenstrupine-(Ce)
  • Vitusite-(Ce) (TL)

Mineralien der Seltenen Erden im Ilimaussaq-Komplex

Britholith-(Ce)
Britholith-(Ce)

Größe: 39x29x10 mm; Fundort: Ilimaussaq, Grönland

Rob Lavinsky
Eudialytgruppe-Kristall
Eudialytgruppe-Kristall

Größe: 50x40x30mm

Rob Lavinsky
Ilimaussit-(Ce)
Ilimaussit-(Ce)

Ilimaussaq, Grönland;
Größe: 2 x 2 mm

Luigi Chiappino
Monazit-(Ce)
Monazit-(Ce)

Ilimaussaq, Grönland;
Größe: 1,8 x 1,5 cm

Jasun McAvoy
Nacareniobsit-(Ce)
Nacareniobsit-(Ce)

Kvanefjeld-Tunnel, Kvanefjeld, Kuannersuit-Plateau;
Ilimaussaq, Kitaa, Grönland;
Bildbreite: 12 mm;

Pavel M. Kartashov
Orthojoaquinit-(La)
Orthojoaquinit-(La)

Reiche kompakte blättrige Massen assoziiert mit Mikroklin und rötlichem Yofortierit; Größe: 3x2 cm.

Pavel M. Kartashov
Semenovit-(Ce)
Semenovit-(Ce)

Kristallgröße: 1,1 mm; Fundort: Hänge von Tasseq, Tasseq, Ilimaussaq-Komplex, Narsaq, Kitaa, Grönland

Luigi Mattei
Steenstrupin-(Ce)
Steenstrupin-(Ce)

Illimaussaq, Kitaa, Grönland;
Größe: 7,7 x 4,7 cm

Rob Lavinsky
hellbraune Vitsuit-Ce xx
hellbraune Vitsuit-Ce xx

Hellbraune radialstrahlige Kristalle. Illimaussaq;
Größe: 15 mm

Sönke Stolze

Literatur

  • Bailey, J. C., Larsen, L.M., Sørensen, H., (eds.) 1981. The Ilimaussaq intrusion, South Greenland, a progress report on geology, mineralogy, geochemistry and economic geology. Grønlands Geologiske Undersøgelse, Rapport. 103. xxx
  • Bondam, J., Sørensen, H., 1959; Uraniferous Nepheline syenites and related rocks in the Ilimaussaq area, Julianehaab District, Southwest Greenland. Proceedings of the 2nd UN Geneva Conference on peaceful uses of atomic energy. 2, 555-559
  • Bøggild, O.B., 1953; The Mineralogy of Greenland. Meddelelser om Grønland. 149(3)
  • Bøggild, O. B., Winther, C.,1899. On some minerals from the Nepheline-syenite at Julianehaab, Greenland collected by G. Flink, part II. Meddelelser om Grønland, 24(1), 181-213 (epistolite, britholite, schizolite and steenstrupite)
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  • Sørensen, H., ; 1958. The Ilímaussaq Batholith. A Review and Discussion. Meddelelser om Grønland. 162(3)
  • Sørensen, H., 1967. On the History of Exploration of the Ilîmaussaq Alkaline Intrusion, South Greenland. Meddelelser om Grønland. 181(3)
  • Sørensen, H., (ed.) 2001. The Ilímaussaq alkaline complex, South Greenland: status of mineralogical research with new results. Geological of Greenland Survey Bulletin. 190
  • Sørensen, H., Hansen, J., Bondesen, E.; 1969. Preliminary account of the geology of the Kvanefjeld area of the Ilimaussaq intrusion, South Greenland. Grønlands Geologiske Undersøgelse, Rapport. 18
  • Upton, G.J. 1972(?).IV.3. The alkaline province of South-West Greenland pp. 221-238 in H. Sørensen, The alkaline Rocks, John Wiley & Sons
  • Wyatt, J., 2007; The Kvanefjeld Project, El 2005/17, Geological Investigation Pty Ltd. Western Australia 6012


Canada

Nechalacho am Thor Lake in den North West Territories

Thor Lake - Nachelacho Project
Thor Lake - Nachelacho Project

Thor Lake - Ostarm des Great Slave Lake (Großer Sklavensee), NWT, Canada

Gierszep

Die Lagerstätte Nechalacho liegt innerhalb des Akaitcho-Territoriums im Mackenzie Bergbaudistrikt der North West Territories, ca. 5 km N des Hearne Channel des Great Slave Lake (Großer Sklaven-See) und etwa 100 km SE der Stadt Yellowknife. Die Lagerstätte am Thor-Lake wird aktuell (2011) als zweitgrößte REE-Lagerstätte der Welt (außerhalb Chinas) betrachtet (Kontradiktion zu > Kvanefjeld in Grönland). Das Vorkommen ist besonders aus dem Grunde außergewöhnlich, da es reich an HREE ist (mehr als 26% der vorhandenen REE). Nechalacho ist gleichzeitig das zweitgrößte Tantal- und das drittgrößte Niob-Vorkommen der Welt. Die Förderung der Erze und die Aufbereitung soll zwischen 2015 und 2016 aufgenommen werden. Als Ziel wird ein Tagesausstoß von 2.000 tpd (Tonnen pro Tag) bzw. eine jährliche Produktion von 10.000 to TREO gesetzt. Die Abbaudauer wird auf 20 Jahre geschätzt; in dieser Zeit sollen 14,5 mio to gefördert werden. Die Gesamtreserven liegen bei ca. 88,5 mio to. (Quelle: Avalon’s Rare Metal Projects Fact Sheet, 2011)

Geologie

Die Thor-Lake REE-Lagerstätte ist Resultat der peralkalinen Blachford Lake-Intrusion, einem präkambrischen Gingkomplex in archaischen Gesteinen der Yeollowknife-Supergruppe. Die typischen Gesteine der Intrusion sind Syenite, Granite, Gabbros und Pegmatitphasen, welche die REE-Mineralien enthalten.

Mineralogie
Die Lagerstätte Nechalacho hat aufgrund ihrer gewaltigen Größe und ihres Reichtums an REE-Mineralien Top-Priorität. Neben großen Mengen Y, Ta, Nb, Ga und Zr ist es besonders die hochwertige HREE-Mineralisation mit Eu, Tb und Dy, welche dem Vorkommen seine Bedeutung gegenüber allgegenwärtigen La- und Ce-Vorkommen zukommen lässt. Die wichtigsten Mineralien sind Fergusonit-(Y), Bastnäsit, Synchisit, Allanit und Monazit in ihren Ce- und Y-Varianten.



Hoidas Lake in Saskatchewan

Saskatchewan - Seenplatte
Saskatchewan - Seenplatte

Einer der tausend Seen wie der Lake Hoidas im äußersten Norden von Saskatchewan, Canada

Gierszep

Die zur Zeit im Entwicklungsstadium befindliche Lagerstätte Hoidas Lake liegt ca. 60 km NE von Uranium City in der kanadischen Provinz Saskatchewan, auf der Verwerfung des Black Bay Fault, einer eindrücklichen Geostruktur, die vom Hoidas Lake-Gebiet in Richtung Uranium City verläuft. Die gesamte Lagerstätte ist in 13 claims mit einer Fläche von insgesamt 10.188 Hektar geteilt; es erstreckt sich über 30 bekannte Vorkommen Seltener Erden , die innerhalb von und entlang eines 10.000 m langen Abschnitts der Black Bay Fault-Verwerfung angesiedelt sind.

Hoidas Lake ist insofern einzigartig, als es weltweit die einzige REE-Lagerstätte mit einem Neodym-Anteil von 22% hat. Sie hat damit eine strategisch wichtige Bedeutung für die Permanent-Magnet-Industrie. (Neodym-Eisen-Borverbindungen zur Herstellung stärkster Magnete für Kernspintomographen, Mikromotoren, Festplatten, Dauermagnet-Rotoren (z. B. Schritt- und Servomotoren, effiziente permanenterregte Gleichstrommaschinen z.B. in einigen Windkraftanlagentypen (rund einem Sechstel), zum Antrieb von Elektro- und Hybridfahrzeugen.


Geologie

Hoidas Lake ist eine mineralogisch komplexe gangförmige LREE-La-, Ce, Nd-Lagerstätte mit einer Längsausdehnung von ca. 1 km. Die Entstehung der Gänge wird als spätmagmatisch-hydrothermal angenommen. Die chemische und die mineralogische Zusammensetzung der Gänge wechselt mit jeder Gang-Generation. Die frühesten, oft hydrothermal gealterten Gänge sind Allanit-(Ce)- und Chevkinit-(Ce)-reich und assoziiert mit Klinopyroxen, Titanit und Hyalophan. Den Allanit-reichen Gängen folgen Gänge mit dominierend rotem oder grünem brekzierten Fluorapatit. Jede der unterschiedlichen Fluorapatit-Generationen zeigt chemische Variationen, besonders in deren LREE-Gehalt, mit einem Gesamt-REO-Gehalt von 1,5% im ältesten Fluorapatit bis zu 5% im grünen Fluorapatit. Alle Gänge zeigen eine hohe Anreicherung mit Ba und Sr. Die aktuelle Annahme ist, dass die Lagerstätte aus einer Alkali- oder Carbonatit-Quelle entstand.

Mineralien der Seltenen Erden

  • Allanit-(Ce)
  • Bastnäsit-(Ce)
  • Chevkinit-(Ce)
  • Monazit-(Ce)


Goeland und Manawan in Quebec

Landschaft im Kanadischen Schild
Landschaft im Kanadischen Schild

Charakteristische Südost-kanadische Landschaftsform mit Resten abgetragener Erhebungen, Wäldern, Seen und Flüssen.

P199
Maouane (Manawan) -Fluss
Maouane (Manawan) -Fluss

Der Fluss Maouane im gleichnamigen Gebiet -;
Land der Atikamekw-Nation und eines der
größten REE-Vorkommen im Kanadischen Schild;
Foto um 1916 von Wm. Notman & Son

Notman & Son

Das Goeland REE-Projekt liegt innerhalb des Montviel Carbonatit-Komplexes etwa 215 km N von Val d’Or nahe der Township Montviel in der Abitibi-Region von Quebec in Canada, einem der größten Carbonatit-Komplexe in Nordamerika. Die Lagerstätte ist in 47 claims über eine Fläche von 2.600 ha verteilt

Geologie von Goeland
Der Montviel-Komplex besteht aus sechs geologischen Haupteinheiten, wovon jedoch bis heute nur die fünfte Einheit eine sehr hohe REE-Anomalie aufweist. Diese Einheit mit intrusivem Charakter besteht aus Ferrocarbonatit, Apatit-haltigem Ferrocarbonatit, Silicocarbonatit und Pyrrhotit-haltigem Calciocarbonatit. Von den bisherigen Probebohrungen eiß man, dass sich die gesamte REE-Schicht über ca. 40 m von 21 bis 501 m mächtig ist. Die wahre Teufe und die Gesamtausdehnung des Erzkörpers sind bis heute unbekannt. Der aktuelle wesentliche Mineralbestand ist 60% Carbonate mit Augit oder Hornblende und möglicherweise Bastnäsit sowie der Gegenwart von Pyrrhotit und Magnetit.

Manawan (bis 1991 Manouane) ist eine ca. 69 km2 große REE-Lagerstätte W der Stadt La Tuque in Quebec, etwa 50 km SE von Val d’Or oder 350 km S von Montviel. Das Gebiet ist ein First Nation Reservat der Atikamekw de Manawan an den SW-Ufern des Metabeskega-Sees in der Region Lanaudière in Quebec. Der Name Manawan stammt vom gleichnamigen Fluss Manawan, dessen Quelle in der Nähe ist. Lanaudière ist eine der 17 Verwaltungsregionen Quebecs im NE von Montreal

Geologie von Manawan
Das Vorkommen von Manawan ist ein Gebiet von Alkaligraniten mit geochemischen Anomalien in Y, La, Eu und Sm, in Assoziation mit Zr, Nb, U, Cs, Nd und Gd innerhalb des Montbiel-Carbonatit-Komplexes. Die Lagerstätte ist Teil der Grenville Provinz und liegt innerhalb der NE-Grenze des Grenville Metasediment-Zentralgürtels, einem großen, von Metasedimenten dominierten Gebietes.

Erste Explorationsarbeiten sollen ab Herbst 2011 stattfinden.



Mountain Pass Mine in Kalifornien

Mountain Pass ist eine REE-Lagerstätte im Clark Mountain Sub-District in der Clark Mountain Range, Ivanpah District im San Bernardino County in Kalifornien; nahe der Grenze zum Bundesstaat Nevada. Sie liegt am Interstate Highway 15, etwa 80 km SW von Las Vegas.

Bis zur Schließung im Jahr 2002 gehörte der seit den 1950er Jahren aktive, ca. 22 ha große Tagebau Mountain Pass zu den weltgrößten Vorkommen Seltener Erden, wesentlich in Form des Minerals Bastnäsit-(Ce). Der Besitzer der Mine ist das US-Unternehmen Molycorp, Inc.

Der Karbonatit-Komplex wurde in den 1950er Jahren fast durch Zufall entdeckt, als zwei Schürfer mit einem geliehenen Geigerzähler eine Stätte fanden, an der sie radioaktives Uran vermuteten. Erzproben ergaben jedoch Bastnäsit. Im angrenzenden Gebiet wurde eine viel größere Lagerstätte von nicht-radioaktivem Bastnäsit gefunden. Einer der Schürfer, ein Metallurge bei Moly Corp., drängte das Unternehmen zur Akquisition des Geländes. Molycorp entwickelte während der nächsten zwanzig Jahre den Markt für Elemente der Seltenen Erden. Die Mine wurde 2002 stillgelegt, nachdem sich Umweltauflagen nach einem schweren Unfall im Jahr 1998 nicht rentabel umsetzen ließen. Damals war rund eine Mrd Liter an radioaktiv und chemisch belasteten Abwässern aus undichten Auffangbecken in einen ausgetrockneten Salzsee am Rand der Mojave National Preserve östlich der Mine abgelaufen. (Quelle: Wikipedia: Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar)

Mountain Pass Mine
Mountain Pass Mine

San Bernardino County, California, USA.

Plazak

Presseberichten zufolge plant Molycorp, die Bergbauaktivitäten ab 2011 wieder aufzunehmen, um einmal die Abhängigkeit von China zu reduzieren sowie von den gestiegenen Weltmarktpreisen zu profitieren - wenngleich nach wie vor starke umweltrelevante Bedenken bestehen, da die Mine sich in der Nähe des Mojave Naturschutzgebietes befindet. Ziel ist anfänglich 20.000 to, danach bei voller Aktivität 40.000 to pro Jahr zu fördern.

Bis 1989 war Mountain Pass die bedeutendste Quelle von Lanthanoid-Erzen. Diese wurden früher unter Einsatz von Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure, Ammoniak, Natronlauge und anderen Chemikalien aufgeschlossen, was zu einem großen Abwasseranfall führte. Molycorp beabsichtigt, in Zukunft den Aufschluss auf neue chemische Technologien auf Basis von Salzsäure und Natronlauge alleine umzustellen und so den Abwasseranfall deutlich zu reduzieren. Die anfallenden Salze sollen dabei durch Chloralkali-Elektrolyse zurückgespalten und teilweise wieder eingesetzt werden.


Geologie und Lagerstätten

REE - Verteilung Mountain Pass
REE - Verteilung Mountain Pass

Verteilung der REE in der Lagerstätte Mountain Pass;
Quelle: Haxel, G.B., Hedrick, J.B., Orris, G.J., 2002; Rare Earth Elements - Critical Resources for High Technology; IUGS Fact Sheet 087-02

USGS


Mountain Pass ist ein Carbonatitkomplex, welcher in präkambrische Biotit-Granat-Sillimanit-Hornblende-Gneise, Biotit-Granit-Gneise, Granit-Gneise und Schiefer intrudierte. Der Komplex besteht aus acht 100 bis 200 m langen Phakolithen fenitisierter und hämatitisierter alkalischer Gesteine (Shonkinite, Syenite und Carbonatiten) sowie etwa 200 NW-streichender Carbonatit-Dikes.

Die Lagerstätte Mountain Pass ist eine der weltgrößten REE-Lagerstätten, welche an die oben erwähnten Carbonatit-Phakolithe und kalireiche Intrusionen gebunden ist. Das Erz der Mine, welches hauptsächlich aus Bastnäsit-(Ce) und teilweise auch aus Monazit-(Ce) besteht, enthält Cer (49%), Lanthan (33%), Neodym (12.5%), Praseodym (4%), Samarium (1%), Europium und andere HREE.

Mineralien der Seltenen Erden

  • Allanite-(Ce)
  • Ancylit-(Ce)
  • Bastnäsite-(Ce)
  • Cerite-(Ce)
  • Monazite-(Ce)
  • Parisite-(Ce)
  • Sahamalite-(Ce)
  • Synchisit-(Ce)

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139
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Bear Lodge in Wyoming

Crook County - Wyoming
Crook County - Wyoming

Der Devils Tower im Crook County, Bear Lodge Mountains in Wyoming

Ben Stephenson

Die Bear Lodge REE-Th-Lagerstätte liegt ca. 25 km N von Sundance im Crook County in Wyoming. Sie ist eine der größten REE-Lagerstätten der USA.

Geologie und Lagerstätte

Die REE-Th-Lagerstätten entstanden durch eozänische (38,3 - 50 mya) Phonolith- und Trachytintrusionen in präkambrische Granite und paläozoische und mesozoische sedimentäre Gesteine, unter Bildung eines gewaltigen 13 x 10 km großen Batholiths. Mit den magmatischen Intrusionen sind brekziöse Körper assoziiert, wie die heterolithische Schlotbrekzien nahe Bull Hill. Nahe der Bull Hill-Diatreme intrudierten Carbonatit-Dikes; dieses Dikes sind umgeben von einer ausgedehnten Zone einer niedriggradigen REE-Mineralisation, welche enge Stockwerkgänge innerhalb der großen alkalischen Intrusion füllt, bzw. die Gesteinsgänge oberflächlich bis 6 mm Mächtigkeit bedeckt oder präzipitiert (disseminiert). Die REE-führenden Mineralien sind Monazit-(Ce), Ancylit-(Ce) und Bastnäsit-(Ce)Thorit und Brockit und sind mit Fe- und Mn-Oxiden eng vergesellschaftet.

Bear Lodge ist eine LREE-Lagerstätte (die dominierenden REE sind Ce, La, Nd und Pr; zusätzlich Sm, Eu und Gd). Die REE und Th-Lagerstätten erstrecken sich über ein Gebiet von ca. 16 km2.


Mineralien der Seltenen Erden

  • Ancylit-(Ce)
  • Bastnäsit-(Ce)
  • Monazit-(Ce)
  • Parisit-(Ce)
  • Synchisit-(Ce)
  • Xenotim-(Ln)

Links



Australien

Mount Weld in Western Australia

Australien - Outback
Australien - Outback

Outback in Western Australia

Gabriele Delhey
Probebohrung
Probebohrung

Probebohrung in der Wüste von Western Australia

Blastcube

Der offene Tagebau Mount Weld befindet sich etwa 30 Kilometer südlich von Laverton und 120 Kilometer östlich von Leonora in Western Australia. Die Lagerstätte, welche 1988 entdeckt wurde, ist eines der weltgrößten REE-Vorkommen, welches seit 2007 abgebaut wird, dessen Erze jedoch seitdem auf Halde liegen (in 2011 ca. 98.000 m3) und auf die Fertigstellung einer Aufbereitungsanlage (Erzkonzentrationsanlage) warten. Die endliche Herstellung der REE-metalle aus den Konzentraten soll in einer neu zu errichtenden Anlage in Malaysia erfolgen, da in Australien aufgrund der Umweltgesetzgebung eine solche Produktion nicht erlaubt ist. Das bedeutet, dass die Erzkonzentrate aus dem australischen Outback über Land transportiert und anschließend nach Malaysia verschifft werden. Bis Ende 2011 ist jedoch dieses Ziel nicht realisiert worden, da sich die Bevölkerung und Teile der Regierung Malaysias aufgrund kürzlich zurückliegender negativer Erfahrungen mit einer ähnlichen Anlage in Bukit Merah, welche von der japanischen Firma Mitsui betrieben wurde, von dem Projekt zurückziehen. Grund dafür ist die Angst, dass die importierten und in Malaysia zu verarbeitenden Erzkonzentrate vom Mount Weld aufgrund eines bestimmten Thorium-Gehaltes radioaktiv sind und demzufolge wie in Bukit Mehra zu Krebserkrankungen führen (könnten).

Geologie

Der Mount Weld-Carbonatit wird auf 2064 +/-40 mya datiert (Präkambrium, bzw. Unteres Proterozoikum) und entstand als Carbonatitschlot innerhalb des Laverstöne Grünstein-Gürtels aus ultramafischen bis mafischen Vulkaniten mit überdeckenden Konglomeraten. Bei dem Carbonatit handelt es sich hauptsächlich um die Gesteine Sövit mit Beforsit und dolomitischen Sovit; lokal dominieren Biotit und Apatit. Eine über dem Carbonatit liegende Regolith-Schicht ist zwischen 20 bis 100 m mächtig. An der Basis der Regolithschicht liegt eine 6 bis 30 m mächtige Apatitzone in einer Teufe von 50 bis 90 m. Nb und Ta- führender Pyrochlor, Ilmenit und Nb-Rutil des vorherrschenden Carbonatits sind in der Apatit- und Magnetit-reichen Zone konzentriert. Y und andere Lanthanide sind im gesamten Bereich des Regoliths verteilt. Die Seltenen Erden sind in sekundären Phosphaten und Aluminophosphaten enthalten, welche wahrscheinlich als Folge der Verwitterung der proterozoischen Carbonatite entstanden sind.

Lagerstätte und Bergbau

Mt. Weld - Verteilung der Seltenen Erden
Mt. Weld - Verteilung der Seltenen Erden

Anteile der REE in der Lagerstätte Mt. Weld;
Quelle: Lynas Corp. Publication

Archiv: Peter Seroka (Collector)

Die Lagerstätte ist ein intrusiver Carbonatitschlot und hat einen Durchmesser von etwa 2,5 Kilometer. Im Jahr 2008 wurden im südlichen Bereich Erkundungsbohrungen bis in eine Tiefe von 5.346 Meter vorgetrieben. Mount Weld ist eine HREE-Carbonatit-Lagerstätte mit zusätzlichem Gehalt an Nb, Ta, Zr und Ti Die wirtschaftlich interessanteten REO sind Oxide von Lanthan, Cer, Neodym, Praseodym, Samarium, Dysprosium, Europium und Terbium. In dem Carbonatitschlot befinden sich ferner Niob und Tantal, die künftig erschlossen werden sollen. Die wichtigste REE-Einzellagerstätte ist das sogen. CLD (Central Lanthanide Deposit) im zentralen Bereich des Carbonatits; die Nb-Ta und andere Vorkommen liegen mehr an den äußeren Rändern. Der Mount Weld hat Reserven 17,4 Millionen Tonnen Erz mit einem mittleren Gehalt von 8,1 Prozent Metalle der Seltenen Erden. Damit ist es eines der reichhaltigste Vorkommen der Welt, wovon mindestens 1,4 Millionen Tonnen gewonnen werden können.

Mineralien der Seltenen Erden

  • Cerianite-(Ce)
  • Churchite-(Y)
  • Monazite-(La)
  • Rhabdophane-(Ce)
  • Synchisit-(Ce)

Literatur

  • Lottermoser, B. G.; England, B. M., 1988; Compositional variation in pyrochlores from the Mt. Weld carbonatite laterite, Western Australia. Mineralogy and Petrology 38, 37-51. (Na-Ca-pyrochlore, strontian pyrochlore, strontiopyrochlore, ceriopyrochlore, cerian strontiopyrochlore, and strontian ceriopyrochlore)
  • Lottermoser, B., 1990; Rare-earth element mineralisation within the Mt. Weld carbonatite laterite, Western Australia. Lithos 24, 151–167.
  • http://en.wikipedia.org/wiki/Mount_Weld


Olympic Dam in South Australia

Bergbaukomplex Olympic Dam
Bergbaukomplex Olympic Dam

Blick auf Olympic Dam mit den Hauptschächten;
Sir Lindsay Clark Shaft (links) und Robertson Shaft (rechts)

Geomartin

Olympic Dam ist der größte Cu-, U-, Au-, Ag- Bergbaukomplex Australiens in Roxby Downs im Bundesstaat South Australia, ca. 520 km NNW von Adelaide und E von Lake Torrens. Die nächsten Städte sind der 25 km entfernte Opalbergbauort Andamooka und das 60 km südlich gelegene Woomera am Stuart Highway, der von Adelaide nach Darwin führt. Die Lagerstätte wurde 1975 nahe der Roxby Downs Sheep Station entdeckt; die erste Produktion startete 1988.

Geologie und Lagerstätte

Olympic Dam gehört zur Gruppe der Iron-Oxide-Copper-Gold (IOCG) Lagerstätten, sie gilt als der Prototyp für diese Lagerstättengruppe, der vor der Entdeckung von Olympic Dam unbekannt war. Die Lagerstätte befindet sich in einem etwa 1,58 Milliarden Jahre alten Granit, welcher von etwa 300 m neoproterozoischen Sedimenten überlagert wird. Die Wirtsgesteine der Vererzung sind Hämatit-Brekzien in Form steiler, NW-streichender Dyke-ähnlicher Körper in frakturiertem Granit. Hydrothermale Prozesse haben den Granit brekziiert und mit Eisen, Kupfer, Uran, Gold, Silber sowie Seltenen Erden angereichert. Die wichtigsten Erzmineralien sind Chalcopyrit, Bornit, Chalkosin und disseminerte Pechblende. Die Brekzien sind zudem hoch angereichert mit LREE und HREE. Es wurden fünf hydrothermale Phasen identifiziert: Bastnäsit-(Ce), Florencit-(Ce), Monazit-(Ce), Xenotim-(Y) und Britholith-(Ce). Die Haupt-REE sind Lanthan und Cer. Die REE-Mineralien kommen sämtlich disseminiert vor.

Bergbau und Zukunftspläne


Das Vorkommen hat eine kreisförmige Gestalt mit einer etwa 5 km langen schmalen Verlängerung nach NW. Der Tiefbau findet derzeit in dem nordwestlichen Teilstück statt, der Tagebau soll das kreisförmige Zentrum erschließen.

Die nachgewiesenen Ressourcen der Lagerstätte liegen bei 8,3 Mrd to Erz mit 0,8% Kupfer, 0,028% Uranoxid und 0,5 g/t Gold. Die derzeit geförderten Erze aus dem Nordteil enthalten einen etwa doppelt so hohen Erzgehalt. Die Erzlagerstätte reicht bis in eine Tiefe von mindestens 2.200 m. Olympic Dam ist damit eines der größten Erzvorkommen der Erde und stellt die mit Abstand größte nachgewiesene Uranressource dar. Die Vorräte an REE-Erz werden auf 10 Mio to geschätzt - das ist soviel, dass damit der gesamte Weltbedarf an REE für die nächsten 75 Jahre befriedigt sein könnte. Oder - anedsr ausgedrückt: Die Olympic Dam REE sind in so großer Menge vorhanden, dass, sollte der REE-Monopolproduzent China keine REE mehr exportieren, die übrige Welt über 200 Jahre lang versorgt werden könnte.

Die Lagerstätte stellt derzeit die weltweit jeweils viertgrößten Vorräte für Kupfer, die fünftgrößte für Gold sowie das weltgrößte bekannte Uranvorkommen dar. Derzeit wird eine massive Erweiterung der Produktion und die Erschließung der Lagerstätte im Tagebau vorbereitet, was Olympic Dam zur weltgrößten Erzförderungs-und Aufbereitungsanlage machen würde. Die erste Stufe dieser Erweiterung ist für 2013 geplant. Nach Abschluss der Erweiterungsvorhaben sollen pro Jahr 72 mio to Erz gefördert und daraus 730.000 to Cu, 19.000 to U und 25 to Au gewonnen werden. Es ist weiterhin geplant, dass dann zu diesem Zeitpunkt auch Erzkonzentrate nach China verschifft werden, um sie dort zu schmelzen.

Obwohl in unvorstellbar großer Menge vorhanden, ist nicht geplant, die REE zu erschließen um daraus Seltene Erd-Metalle zu gewinnen. Die wesentlichen Gründe dafür sind die Unwirtschaftlichkeit, die fehlende Aufbereitungs- und Verhüttungstechnologie sowie die Bedenken Umweltproblem. Realistisch gesehen, dürfte der Hauptgrund des Desinteresses die relativ hohen Investitionskosten für die Erschließung und Aufbereitung sein. Der Eigentümer ist BHP Billiton, ein gigantisches Bergbauunternehmen, welches so groß ist, dass selbst die Erträge aus der riesigen Olympic Dam Mine nur etwa 1% vom Umsatz ausmachen.


Literatur und Links

  • Blissett, A.H., 1976. Rare Earths — South Australia. In: Knight, C.L. (Ed.), Economic geology of Australia and Papua New Guinea, 4, Industrial minerals and rocks. Australasian Institute of Mining and Metallurgy. Monograph Series, 8:329-330
  • Drexel, J.F. and Major, R.B., 1990. Mount Painter uranium–rare earth deposits. In: Hughes, F.E. (Ed.), Geology of the mineral deposits of Australia and Papua New Guinea. Australasian Institute of Mining and Metallurgy. Monograph Series, 14:993-998.
  • Harben, P.W. and Kuzvart, M., 1997. Industrial minerals — a global perspective. Industrial Minerals Information Ltd, Surrey, UK, pp.330-340.
  • Lottermoser, B. G., 1995; Rare earth element mineralogy of the Olympic Dam Cu-U-Au-Ag deposit, Roxby Downs, South Australia; implications for ore genesis. Neues Jahrbuch für Mineralogie, Monatshefte 1995, 371-384.
  • Reeve, J.S., Cross, K.C., Smith, R.N. and Oreskes, N., 1990. Olympic Dam copper–uranium–gold–silver deposit. In: Hughes, F.E. (Ed.), Geology of the mineral deposits of Australia and Papua New Guinea. Australasian Institute of Mining and Metallurgy. Monograph Series, 14:1009-1035.
  • Robertson, R.S., Preiss, W.V., Crooks, A.F., Hill, P.W. and Sheard, M.J., 1998. Review of the Proterozoic geology and mineral potential of the Curnamona Province in South Australia. AGSO Journal of Australian Geology and Geophysics, 17(3):169-182
  • Oreskes, N., Einaudi, M.T., 2006; Origin of rare earth element-enriched hematite breccias at the Olympic Dam Cu-U-Au-Ag deposit, Roxby Downs. South Australia GeoRef, American Geological Institute. Society of Economic Geologists
  • http://www.roxbydowns.com: Roxby Downs Council
  • http://wwwausimm.com.au: Agreements between Mining Companies and Indigenous Communities
  • [http://wwwmining-technology.com: Olympic Dam Copper-Uranium Mine, Adelaide, Australia


Dubbo in New South Wales

Dubbo in NSW
Dubbo in NSW

Der Fluss Macquarie in Bathurst, Dubbo, New South Wales, Australien.

Whats new

Die Lagerstätte Dubbo liegt im Lincoln County in New South Wales in Australien, ca. 20 km S des regionalen Zentrums Dubbo und ca. 400 km NW von Sydney. Der offizielle Name lautet "Dubbo Zirconia Project" und bezieht sich darauf, dass Dubbo eines der weltgrößten Vorkommen von Zr, Hf, Nb, Ta, > und REE ist. Betreiber des Projektes ist das Unternehmen Australian Zirconia Ltd (AZL), eine Tochter von Alcan. Über mehrere Jahre hat das Unternehmen eine Verfahrenstechnologie entwickelt, von der Sulfatation mittels Schwefelsäure über die Lösungsmittelextraktion bis zur Raffination, um die Endprodukte zu gewinnen.

Geologie und Lagerstätte


Die Lagerstätte liegt im Zentrum der jurassischen Toongi Trachyt-Intrusion innerhalb einer flachliegenden Sequenz von Sandstein, Schluffmergel und Basalt an der südlichen Marge des Großen Australischen Beckens. Der ca. 850 x 550 m messende elliptische Toongi-Trachyt ist einer von mehreren Alkali-Körpern, welcher Teil eines relativ ausgedehnten Alkali-Vulkankomplexes in der Region Dubbo ist und mit dem Großen australischen alkalimagmaischen Ereignisses zusammenhängt. Die Teufe des Erzkörpers ist umbestimmt. Die vorhandenen U- und Th-Gehalte werden als nicht-radioaktive Erze eingestuft. Die Verwitterung des Erzkörpers geht bis an 15 m Teufe; minimale Oxidationseffekte sind bis in eine Teufe von 40 m verfolgbar. Die REE-Erze sind zu 25% HREE und 75% LREE; dies ist ungewöhnlich (gewöhnlich 5% HREE und 95% LREE). Die Lagerstätte hat ein Potential von 35,7 mio to Erz mit einem REE-Gehalt von 0,75%.

Links



Brasilien

Salobo

Die neuentdeckte gigantische IOCG- (Eisenoxid-Cu-U-Au-REE)-Lagerstätte Salobo liegt im Nationalen Waldgebiet Floresta Nacional Tapirapé-Aquiri, im äußersten W von Marabá, ca. 90 km von Parauapebas, 30 km N von Igarapé Bahia und Alemao im Distrikt Carajás in Brasilien. Es ist das größte jemals in Brasilien gefundene Kupfervorkommen. Die Erschließungskosten liegen bei 1,8 Mrd US$. Der Abbau sollte 2011 begonnen werden, wird aber nach neuen Meldungen auf Anfang 2012 verlegt. Pará, der östliche der beiden großen Bundesstaaten am Amazonas, ist zum überwiegenden Teil von Regenwald bedeckt, dessen Fläche jedoch durch zunehmende Abholzung vor allem an der Ostgrenze immer weiter schrumpft.

Durch Explorationsarbeiten des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale wurden in Salobo auch Lagerstätten von REE-Mineralien entdeckt; die Lagerstätte hat eine große Ähnlichkeit mit dem REE-Vorkommen Olympic Dam in Australien.

Geologie und Lagerstätte

Die Lagerstätte liegt in einem Trondheimit-Deckgebirge der archaischen Igarapé Salobo Gruppe, welche aus eisenreichen Schiefern (gebänderte Eisenformation), Metagrauwacken, Amphiboliten und Quarziten besteht. Die hydrothermal gealterten Amphibolite unterlagen einer Alkali-Metasomatose, woraus sich wesentliche Änderungen in der Zusammensetzung ergaben.

Der Amazonas in Nord-Brasilien
Der Amazonas in Nord-Brasilien

Einer der vielen Seitebfüsse des Amazonas im Bundesstaat Pará in Brasilien.

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Salobo
Salobo

Waldrodung und Planierungsarbeiten vor Errichtung des Tagebaus Salobo im Jahr 2008; Quelle: Panoramio

Helvio Bartels Alves
Salobo
Salobo

Errichtung von Minenverwaltung und Zentrum des Tagebaus; Quelle: Panoramio

Helvio Bartels Alves
Salobo
Salobo

Minenfahrzeug

Helvio Bartels Alves

Literatur

  • Grainger, C.J., Groves, D.I., Tallarico, F.H.B., and Fletcher, I.R. (2008): Metallogenesis of the Carajás Mineral Province, S Amazon Craton, Brazil: Varying styles of Archean through Paleoproterozoic to Neoproterozoic base- and precious-metal mineralisation. Ore Geol. Reviews 33, 451-89.
  • Hitzman, M.W, Oreskes, N. & Einaudi, M.T. 1992. Geological characteristics and tectonic setting of Proterozoic iron oxide (Cu-U-Au-REE) deposits. Precamb. Res., 58:241-287.
  • Lindenmayer, Z.G. 1990. Salobo Sequence, Carajás, Brazil: geology, geochemistry and metamorphism. Ph.D. Thesis, University of Western Ontario, 406 p.
  • Lindenmayer Z G, Teixeira J B G , 1999; Ore genesis at the Salobo copper deposit, Serra dos Carajas: in Silva M G, Misi A (Ed.), 1999 Base Metal Deposits of Brazil CPRM, Brazil pp 33-43
  • Requia, K. 1995. O papel do metamorfismo e fases fluidas na gênese da mineralização de cobre de Salobo, Província Mineral de Carajás, Pará. Ms. Sci., State University of Campinas, Brazil, 115 p.
  • Requia, K., Xavier, R.P. & Figueiredo, B. 1995. Evolução paragenética, textural e das fases fluidas no depósito polimetálico de Salobo, Província Mineral de Carajás, Pará. Bol. Mus. Paraense Emilio Goeldi-Ciên. Terra, 7:27-39.
  • Requia K, Fontbote L 2000 - The Salobo iron oxide copper-gold deposit, Carajas, Northern Brazil: in Porter T M (Ed), 2000 Hydrothermal Iron Oxide Copper-Gold & Related Deposits: A Global Perspective PGC Publishing, Adelaide v1 pp 225-236
  • Requia K, Stein H, Fontbote L, Chiaradia M 2003 - Re-Os and Pb-Pb geochronology of the Archean Salobo iron oxide copper-gold deposit, Carajas mineral province, northern Brazil: in Mineralium Deposita v38 pp 727-738
  • Stanley, C.J. et al. (eds. 1999), Mineral deposits: processes to processing, Balkema, Amsterdam, p. 1025-1028. Hydrothermal alkali metasomatism in the Salobo iron oxide Cu (-Au) deposit, Carajás Mineral Province, northern Brazil


Morro dos Seis Lagos

60 km S der Grenze zu Venezuela, im Gebiet von São Gabriel da Cachoeira im brasilianischen Bundesstaat Amazonas liegt Morro dos Seis Lagos, die größte Niob-Lagerstätte der Welt. Bis heute ist dieses Lagerstätte, trotz ihrer Bedeutung für die brasilianische Wirtschaft, noch nicht zur Erschließung freigegeben. Morro dos Seis Lagos ist jedoch nicht nur eine potentieelle Nb-REE-Lagerstätte, sondern in erster Linie ein biologisches Reservat, welches sich innerhalb des Nationalparks Pico da Neblina befindet. Mittelpunkt sind sechs Seen in unterschiedlichen Farben, welche durch Mineralien, die im jeweiligen See lagern, hervorgerufen werden. Das Reservat fällt mit dem IT “do Balaio” zusammen und kann nur zu Forschungszwecken besucht werden (Reserva Biológica Estadual Morro dos Seis Lagos).

Morro Seis Lagos - Lago do Dragao
Morro Seis Lagos - Lago do Dragao

Der Lago do Dragao, einer der sechs Seen im Gebiet Seis Lagos in Amazonien, Brasilien

Panoramio - Dirceuleite
Amazonien - Gebiet Sao Gabriel da Cachoeira
Amazonien - Gebiet Sao Gabriel da Cachoeira

Region Amazonas, Sao Gabriel de Cachoeira; im Hintergrund das Gebirge Bela Adormecida

Sagurga

Geologie und Lagerstätte


Das Vorkommen wurde bereits 1975 von Geologen der CPRM im Rahmen geologischer Kartierungen entdeckt. Morro Seis Lagos ist ein cretazäischer Nb-REE-Carbonatitkomplex, welcher in Form von drei Körpern den Gneissockel intrudierte. Die carbonatitischen Pipes (Röhren) bilden drei mit Laterit überdeckte Hügel. Die Carbonatite unterlagen einer intensiven Auslaugung, was zur Bildung eines lateritischen Profils führte, welches bis zu 300 m Teufe reicht. Die Hauptvererzung besteht aus Pyrochlor, Betafit, Microlit, Bariumpyrochlor und Ferrocolumbit. Die Reserven der Lagerstätte werden auf 2.897 mio to Nb2O5 mit einem Gehalt von 2,81%, bzw. 81 mio to Nb2O5 plus sehr große Titan- und REE-Vorräte geschätzt.

Literatur

  • Abreu, S.F., 1973; Recursos Minerais do Brasil, Vol. II, EUSP, Ed. Edgar Blücher Ltda., São Paulo,
  • Alves, B.P., 1960; Distrito Nióbio-Titanífero de Tapira, Boletim nº 108, Ministério da Agricultura, Rio de Janeiro
  • Berger, V.I., Singer, D.A., Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
  • Cuadros Justo, L.J.E., and Souza de, M.M., 1986, Jazida de nióbio do morro dos Seis Lagos, Amazonas: in Schobbenhaus, C., and Silva Coelho, C.E., eds., Principas depósitos minerais do Brasil, v. 2, Capítulo 37: Brasilia, Departmento Nacional da Produção Mineral, p. 463–468.
  • Gomes, C.B., Ruberti, E., and Morbidelli, L., 1990, Carbonatite complexes from Brazil—A review: Journal of South American Earth Sciences, v. 3, no. 1, p. 51–63.
  • Guimaraes, D., 1957; Relatório sobre a Jazida de Pirocloro de Barreiro, Araxá, Minas Gerais, Boletim nº 103, Ministério da Agricultura, Belo Horizonte
  • Jacobi, P., 2009, Seis Lagos the largest niobium reserve in the world is still waiting to be developed, 5 p.: http://www.geologo.com.br/seislagos.asp (last visited February 6, 2009)
  • Kamitani, M., and Hirano, H., 1990, Important carbonatite-alkaline/alkaline complexes and related mineral resources in the world: Bulletin of the Geological Survey of Japan, v. 41, no. 11, p. 631–640.
  • Orris, G.J., Grauch, R.I. (2002): Rare earth element mines, deposits, and occurrences. USGS Open-File Report 02-189.
  • Pena, F.E., 1989; Perfil Analítico do Pirocloro (nióbio), Boletim nº 18, Ministério das Minas e Energia, DNPM, Brasília
  • Singer, D.A., 1998, Revised grade and tonnage model of carbonatite deposits: U.S. Geological Survey Open-File Report 98-235, 8 p.
  • Ulbrich, H.H.G.J., and Gomes, C.B., 1981, Alkaline rocks from continental Brazil: Earth-Science Reviews, v. 17, p. 135–154.
  • Woolley, A.R., 1987, Alkaline rocks and carbonatites of the world – Part 1: North and South America: London, British Museum (Natural History), 216 p.


Lai Châu in Vietnam

Lai Chau
Lai Chau

Landschaft.

Jean Marie Hullot

In Vietnam liegen REE-Vorkommen, welche mit geschätzten Reserven von 1 mio to zu den großen Vorkommen der Welt gehören. Meldungen zufolge plant das japanische Unternehmen Toyota Tsusho Corp. ein Gemeinschaftunternehmen mit der vietnamesischen Bergbaugesellschaft Lavreco, mit dem Ziel, mehr als 20% des japanischen REE-Bedarfs zu erzeugen.. Die Lagerstätten liegen in den nördlichen Bergprovinzen Lai Chau und Yen Bai. Der Abbau soll in der Grube Dong Pao in der Provinz Lai Chau beginnen. Ab 2013 sollen pro Jahr etwa 3.000 to REO produziert werden und ab 2014 auf 7.000 to p.a. ansteigen. Die größten Vorkommen sind Dong Pao, Nord-Nam Xe und Süd-Nam Xe. Reserven an REE lagern in den Lagerstätten Nam Xe, Dong Pao, Muong Hum und Yen Phu. Seltene Erden wurden in Vietnam bereits 1958 in den Carbonatiten in den Provinzen Lai Chau, Lao Cai und Yen Bai sowie in Form Monazit- und Xenotim-führender Sande an den Küsten in Ha Tinh, Quang Tri, Thua Thien-Hue und Binh Dinh entdeckt.

Geologie

Die nordvietnamesischen REE-Lagerstätten liegen in Carbonatiten, wesentlich Sövit (Calcium-Carbonatite), Ägirin-Carbonatiten und REE-Carbonatiten in Form von Massiven und Erzkörpern, vulkanischen Pyroklasten und Tufflaven sowie metasomatisch veränderten Dykes und Sills, welche gegen Ende der Kreidezeit bis Anfang des Känozoikums (vor etwa 65 mya), bedingt durch die Kollision zwischen Indien und Tibet, intrudierten.

Litertaur

  • Chi, N.T., Carbonatites in Phong Tho, Lai Chau Province (NW Vietnam); Their petrogenesis and relationship with cenozoic potassic alkaline magmatism.In: Advances in Geoscience (A 6-VOLUME SET) - VOLUME 20: Solid Earth,(SE) (pp 1-45)


Aktiuz und Kutessay II in Kirgistan

Tien Shan-Gebirge in Kirgistan
Tien Shan-Gebirge in Kirgistan

Das Tien Shan-Gebirge, hier die ca. 350 km lange Teskey-Ala-Too-Gebirgskette (Тескей Ала-Тоосу) aus paläozoischen...

Firespeaker
Kemin-Distrikt in der Provinz Chuy
Kemin-Distrikt in der Provinz Chuy

Das Chuy-Tal im Distrikt Kemin, wo sich die REE-Lagerstätten von Aktiuz befinden; im Vordergrund Blick auf Kungei-Alatau, ein bis zu 4.760 m hohes Hochgebirge zwischen Kirgisistan und Kasachstan; D...

Ptilou

Das Aktiuz Bergbaugebiet (genauer; Aktiuz-Boordu Bergbaurevier) liegt im Distrikt Kemin in der Provinz Chuy im nördlichen Tien Shan-Gebirge in NE-Kirgistan, ca. 140 km von Kirgistans Hauptstadt Bishkek entfernt. Die wichtigsten Einzellagerstätten sind Kuperlisay und Kutessay II (Th und REE) sowie Aktiuz und Kalesey (REE und Base Metalle). Der offene Tagebau Kutessay II war in der Vergangenheit die einzige HREE-produzierende Mine in der Welt außerhalb Chinas Im Dezember 2009 erwarb Stans Energy Corp., ein kanadisches, auf HREE-Vorkommen spezialisiertes Unternehmen, eine 20-Jahre Bergbaulizenz für die Kutessay II-Mine von der kirgisischen Regierung. Im Mai 2011 kaufte Stans die Kashka Seltene Erden Produktionsanlage (Kashka Rare Earth Processing Plant, KRP); dies ist dieselbe Anlage, in welcher in der Vergangenheit die REE aus den Erzen von Kutessay II erzeugt wurden. KRP ware die einzige Anlage dieser Art außerhalb Chinas, in welcher 120 verschiedene Metalle, Legierungen und Oxide produziert wurden. Kutessay II lieferte von 1960 bis 1991 ca. 80% der REE-Metalle der früheren Sowjetunion.

Geologie

Die Region ist durch Überschiebungsdecken mit stark deformierten präkambrischen und paläozischen sedimentären, vulkano-sedimentären und metamorphen Sequenzen. Die ältesten Gesteine des Tien Shan sind kristalline Schiefer, para- und ortho-Gneise, Marmor, Migmatite, Amphibolite und Eklogite. Der ca. 2,8 Mrd Jahre alte Aktiuz-Komplex ist zwischen 2.800 und 2.900 m mächtig. Je nach dem geologischen Milieu, werden die Metamorphite bis zu einigen km mächtig und werden unterteilt in archaische und paläoproterozoische Gesteine. Sie bilden das Grundgebirge und enthalten Mineralisationen unterschiedlicher Art und Alters, inklusive Cu, Au-Sulfide, Au-Bi, Baryt, epithermale Base-Metalle, Au-Ag, seltene Metalle und REE. Es gibt zwei Lagerstätten:

  • Taldybulak-Boordu mit Au, Base-Metallen und Porphyr-Cr-Erz entlang der Peripherie stark erodierter Vulkane
  • Das Aktiuz-Erzfeld liegt auf einem herausgehobenen Block des Grundgebirges in Gneisen und kristallinen Schiefern, welche von ordovizischen mafischen und utramafischen Gesteinen, Graniten und Granodioriten sowie devonischen Monzodioriten, Alaskiten, Alkali- und Subalkali-Feldspatgraniten und triaassischen Syeniten, subalkalischen Leukograniten und Granophyren intrudiert wurden.

Die Erze von Kutessay II enthalten alle 15 REE, welche mit einem Reinheitsgrad von 99,99% hergestellt wurden. Aus den Konzentraten wurden etwa 120 verschiedene REE-Verbindungen erzeugt.

Literatur

  • Djenchuraeva, R.D., Borisov, F.I., Pak, N.T., Malyukova, N.N., 2008; Metallogeny and geodynamics of the Aktiuz–Boordu Mining District, Northern Tien Shan, Kyrgyzstan . Journal of Asian Earth Sciences, Vol. 32, 2-4, 280-299
  • Geological Survey of Kyrgyzstan. 2004. Rare earth elements, Kutessai II deposit. Investment Project. http://www.kgs.bishkek. gov.kg/invest_eng.htm. Accessed July 2004.
  • Geology and Mineral Resources of Kyrgyzstan; 1997; Atlas of Mineral Resources of the ESCAP Region, Vol.13, 110 pages with two atlas maps at scale 1:1,000,00


Khanneshin in Afghanistan

Zwischen 2009 und 2011 haben Geologen eine mehr als 40 km2 große LREE-U-Th-Niob-Lagerstätte bei Kanneshin (Khanashin) in der südlichen Provinz Helmand (Hilmand) entdeckt. Das Vorkommen wird - (bezogen auf Marktwerte 2011) - auf einen Wert von ca. US$ 89 Mrd geschätzt. Bis 2011 hat der USGS in Zusammenarbeit mit dem afghanischen Geologischen Dienst etwa 1 mio to LREE kartiert, genügend, um den gesamten Weltbedarf an diesen Metallen für zehn Jahre zu decken. Diese Schätzungen sind jedoch eher konservativ. Lt. Der USGS- Geologe R. Tucker gab zu verstehen, „....dass man kaum die Oberfläche angekratzt habe. Die Chance, dass sich die REE-angereicherten Gesteine bis in mehrere 100 m Teufe fortsetzen, ist wirklich ganz groß“


Geologie und Lagerstätte


Die Lagerstätte ist ein vulkanischer U-Th-REE-Nb-führender Carbonatit-Komplex mit erzführenden Dikes und Störungszonen aus dem frühen Quartär sowie radialen Bruchzonen neogener Sandsteine. Die Mineralisierung erstreckt sich über ca. 40 km2. Das dominierende REE-Erz der Lagerstätte ist das Mineral Khanneshit, ein Mitglied der Burbankit-Gruppe, welches disseminiert in hydrothermal gealtertem Carbonatit vorkommt. In einigen Fluorit-reichen Dikes tritt auch Bastnäsit-(Ce) auf. Das drittwichtigste Mineral ist Carbocernait. Zusätzlich kommen Calkinsit-(Ce), Parisit-(Ce) und Synchisit-(Ce) vor.

Ob, wie und wann ein REE-Bergbau machbar ist, ist jedoch fraglich. Aufgrund der total unsicheren politischen Lage Afghanistans und besonders der Provinz Helmand (2011) und aufgrund fehlender Infrastruktur könnte es sehr lange dauern, bis ein Projekt dieser Größenordnung realisierbar ist. Khanneshin ist hunderte km von der Hauptstromleitung entfernt und es gibt keine entwickelten Straßen oder Transportwege in die Region.

Provinz Helmand in Afghanistan
Provinz Helmand in Afghanistan

Der Fluss Hilmend Rud und das Helmand Gebirge im Süden von Afghanistan;
Foto: US Militärangehöriger

Unbekannter Autor

Literatur



Kizilkaören in Anatolien

Kütahya - Türkei
Kütahya - Türkei

Kütahya-Gebirge bei Kizilcaören, Ägäis-Anatolien, Türkei

Kitcatcrazy

Die carbonatitische LREE-Fluorit-Baryt- Lagerstätte Kizilkaören liegt im Bezirk Merkez, Provinz Kütahya in der Ägäisregion der Türkei.

Geologie und Lagerstätte


Der 50 x 1,5 m große Carbonatit-Dike entstand vor 24,2 mya im Miozän. Die erzführenden Gesteine sind Carbonatite, Grauwacken sowie mineralisierte Brekzien, Phonolith, Trachyt und Tuffe in paläozoisch-triassischen Basalten, Serpentinit, Sandstein und Tonschiefer. Die Erzgänge und mineralisierten Brekzienkörper erstrecken sich über ein Areal von 4x3 km. Die Haupterze sind Baryt, Flussspat und, in geringeren Mengen, Bastnäsit-(Ce); akzessorisch kommen auch Florencit-(Ce) und Monazit-(Ce) sowie Brockit vor. Die Erzreserven umfassen liegen bei ca. 0,4 mio to mit 0,2% Th02 und 30,0 mio to mit 3,14% REE (USGS)

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., and Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
  • Delaloye, M., and Özgenç, I., 1983, Petrography and age determinations of the alkaline volcanic rocks and carbonatite of Kizilcaören district, Beylikahir-Elkisehir, Turkey: Schweizerische Mineralogische und Petrographische Mitteilungen, v. 63, p. 289–294.
  • Gültekin, A.H., Örgün, Y., and Suner, F., 2003, Geology, mineralogy and fluid inclusion data of the Kizilcaören fluorite-barite-REE deposit, Elkisehir, Turkey: Journal of Asian Earth Sciences, v. 21, p. 365–376.
  • Orris, G.J., and Grauch, R.I., 2002, Rare earth element mines, deposits, and occurrences: U.S. Geological Survey Open-File Report 02-189, 174 p.
  • Stumpfl, E.F., and Kirikoglu, M.S., 1986, Fluorite-barite-rare earth deposits at Kizilcaören, Turkey: Mitteilungen der Österrichischen Geologischen Gesellschaft, v. 78, p. 193–200.
  • Yigit, O., 2009, Mineral deposits of Turkey in relation to Tethyan metallogeny—Implications for future mineral exploration: Economic Geology, v. 104, p. 19–51.
  • http://geology.cu.edu.tr/isemg2010/sites/geology.cu.edu.tr.isemg2010/files/File/ISEMG2010_abstract_book.pdf (p. 113)


Chilwa Alkaliprovinz in Malawi

Die vor 111 bis 138 my in der Kreidezeit entstandene Chilwa-Alkaliprovinz ist Teil des afrikanischen Rift-Systems und der südliche Teil der Tanganjika-Rukwa-Malawi Blattverschiebung. Sie besitzt eine große Vielfalt an Lithologien, von Carbonatiten bis zu Graniten. Die größten Plutone bestehen aus Syent und Peralkali-Granit, mit teilweise kleineren Intrusionen von Syenit, Nephelin Syenit und Sodalit Syenit. Carbonatite treten auf der Insel im Chilwa-See (Chilwa Island), bei Tundulu im S des Chilwa-Sees und bei Kangankunde, SW von Liwonde auf. Für alle Plutone wurden K-Ar-Amphibol- und das Titanit- oder Apatit-Spaltspurenanalysen-Alter (fission track ages) ermittelt. Man weiß, dass die magmaatischen Aktivitäten vor ca. 133 mya stattfanden.

Kangangkunde
Der Kangankunde-Komplex befindet sich 34 km WSW von Liwonde und 19 km SSW von Balaka im Balaka District im S von Malawi. Der etwa 200 m über der Shite Talebene liegende Hügel ist ein eher konischer Kegel mit einer Höhe von 823 m.

Das Vorkommen ist ein spätcretazäischer Carbonatit-Fenit-Komplex im NW-Teil des Chilwa-Alkalikomplexes. Der Kern des Kangankunde Hill besteht aus carbonatischen feldspatischen Gesteinen, welche von Carbonatit-Dikes durchschnitten werden. Die Mineralisation besteht wesentlich aus in Carbonatit angereichertem Monazit-(Ce) und Strontianit mit einem für REE-Lagerstätten sehr niedrigen Th- und U-Niveau. Das Potential der Lagerstätte Kangangkunde wird auf 11 mio to geschätzt, davon 2,0% Nb und 0,62% REE. Die Mine wird vom australischen Bergbauunternehmen Lynas im offenen Tagebau betrieben.

Chilwa Island
Ein weiterer bekannter REE-führender Carbonatitkomplex befindet sich am Chilwa-See in SE-Malawi. Die Chilwa Alkaliprovinz ist ein magmatischer, intrusiver Komplex mit Alkaligraniten, Syeniten, Alkalisyeniten, Nepheliniten und Carbonatiten sowie extrusiven Laven, Basaniten und Phonolithen. Die Intrusionen fanden in der Unteren Kreide vor 11 bis 138 mya statt. Der eigentliche Chilwa-Carbonatit wurde von 126 mya gebildet. Das REE-Erzpotential wird auf 0,375 mio to geschätzt, davon 0,95% Nb und 5,0% REE mit 2,2% Sm, 047% Eu2O3, 1,64% Y2O3, 7,12% La und 13,7% Ce.

Tundulu (anderer Name: Nathache)
Der carbonatitische Tundulu Ringkomplex liegt im Distrikt Phalombe im S des Chilwa-Sees. Er intrudierte im o.a. Zeitraum in drei Episoden. Die charakteristischen Gesteine der ersten beiden Phasen sind Calcit-, Ankerit- und Apatit-Carbonatite. Die Ausgangsgesteine sind Nephelin Syenite, Trachyte, Foyait, Sövit und Ijoit. Die REE-Lagerstätte Tundulu wird auf ein Potential von 3.225 mio to geschätzt, mit einem Nb-Anteil von 0,53% und einem REE-Grad von 2,4%.

Chilwa-See in Malawi
Chilwa-See in Malawi

Chilwa-See mit deutlich sichtbarer Chilwa-Island

NASA
Chilwa-See in Malawi
Chilwa-See in Malawi

Chilwa-See in Malawi - eine Alkaligesteinsprovinz; Foto by Kate ?

intomalawi

Mineralien der Seltenen Erden

  • Bastnäsite-(Ln)
  • Daqingshanite-(Ce)
  • Florencite-(Ln)
  • Monazite-(Ln)
  • Parisit-(Ce)
  • Synchisit-(Ce)

Literatur

  • Berger, V.I., Singer, D.A., and Orris, G.J. (2009): Carbonatites of the World. Explored Deposits of Nb and REE - Database and Grade and Tonnage Models. USGS Open-File Report 09-1139.
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  • Garson, M.S., 1966, Carbonatites in Malawi, in Tuttle, O.F., and Gittins, J., eds., Carbonatites: New York, Interscience Publishers, p. 33–71.
  • Gupta, C.K., and Kishnamurthy, N., 2004, Extractive metallurgy of rare earth: CRC Press, 506 p.
  • Holt, D.N.,(1965): The Kangankunde Hill rare earth prospect. Government Printer, Zomba, Malawi, xx pp.
  • Lynas Corporation, Ltd., 2007, Lynas Acquires New Rare Earths Resource in Malawi, 5 p.,
  • Malawi Geological Surveys Department, 2009, Mineral resources of Malawi, 7 p.,
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  • Singer, D.A., 1998, Revised grade and tonnage model of carbonatite deposits: U.S. Geological Survey Open-File Report 98-235, 8 p.
  • Tiercelin, J.J., Chorowicz, J., Belloni, H., Richert, J.P., Mwanbene, J.T., and Walgenwitz, F., 1988, East African Rift System—Offset, age and tectonic significance of the Tanganyika-Rukwa-Malawi intracontinental transcurrent fault zone: Tectonophysics, v. 148, p. 241–252.
  • Wall, F. and Mariano, A.N. (1996) Rare earth minerals in carbonatites: a discussion centered on the Kangankunde carbonatite, Malawi. In: Rare Earth Minerals: Chemistry, Origin and Ore Deposits (A.P. Jones, F. Wall, & C.T. Williams, editors). Chapman & Hall, London, U.K. (193-225).
  • Woolley, A.R. (1987): Lithosphere metasomatism and the petrogenesis of the Chilwa Province of alkaline igneous rocks and carbonatites, Malawi. Journal Afr. Earth Sci. 6, 891-898.
  • http://openlibrary.org/books/OL13772463M/Kangankunde_Hill_rare_earth_prospect
  • http://www.malawi.gov.mw/publications/geo/mineralsdoc.htm (last visited February 18, 2009)
  • http://www.bgs.ac.uk/downloads/start.cfm?id=1239 (last visited February 18, 2009)


Madagaskar

REE-Prospektion Befitina
REE-Prospektion Befitina

Ein etwa 1 m breiter REE- Explorationsaufschluss bei Befitina, Halbinsel Ampasindava, Distrikt Ambanja, Provinz Antsiranana. Der tonige Laterit ist über eine Länge von ca. 100 m stark mit REE, Zr, ...

Wolfgang Hampel

REE-führende Primärvererzungen
Uran- und REE-haltige Pegmatite des Distriktes Antsirabe-Kitsamby.

Im Jahr 1907 entdeckte ein malegassischer Geologe Euxenit-haltige tertiäre Sedimente nahe Vinaninkarena, S von Antsirabe in Zentral-Madagaskar. Das damalige rege Interesse an Radium (das radioaktive Element Radium war gerade elf Jahre voher, im Jahr 1898 vom Ehepaar Marie und Pierre Curie entdeckt worden) stimulierte die Suche nach primären Uranmineralien in dem anliegenden präkambrischen Plateau, welches für seine Pegmatite bekannt war. Durch Prospektionsarbeiten im Jahr 1908-1909 wurden Betafit-Euxenit-(Y) und Samiresit (Uran-Pyrochlor)-reiche Pegmatite in der Umgebung von Ampangabe, Ambatohasana und Ambatofotsikely entdeckt und exploriert. Der Höhepunkt der Produktionsaktivitäten war zwischen 1919 und 1924, als 25 Pegmatite auf Uranerz abgebaut und über 50 to Betafit mit durchschnittlich 12-15% U3O8 produziert wurden, was zu dieser Zeit 50% der malegassischen Uranproduktion entsprach. Die Pegmatite sind charakterisiert durch einen zentralen massiven Quarzkern in tief lateritisierten Böden. Sie besehen aus Quarz und Mikroklin mit akzessorischem Biotit, Muskovit, Schörl, Beryll, Almandin und Apatit. Es wird in zwei Subtypen unterschieden:

  • 1. Nb-Ta-Pegmatite mit Uran und Thorium
  • 2. Beryll- und Muskovit-reiche Lagerstätten

REE in Alkalikomplexen
Nahe Betaimboay bei Saikanosin Ampasindava im Distrikt Ambanja, Provinz Antsiranana liegt eine fast kreisförmige Caldera mit einem Durchmesser von ca. 7 km im SE des tertiären Ambohimirahavavy Alkalikomplexes. Die REE-Mineralisation tritt in vulkanischen Brekzien, Sandsteinen und anderen Lithologien auf; hervorzug´heben die Mineralien Rhabdophan-(Nd), Synchisit-(Ce), Synchsit-(Y), Bastnäsit-(Ce) und Bastnäsit-(La).

REE in Fasibitikiten
Alkaligranite mit ungewöhnlich hohen Bestandteilen an Na-Pyroxenen und Na-Amphibolen (Rockallit, Lindinosit) wurden in stark differenzierten Alkalikomplexen überall auf der Welt gefunden. REE -taxitische oder schalig-schieferige Ägirin-Riebeckit-Gesteinsgänge (Dikes) auf der Halbinsel Ampasindava in Madagaskar werden als Fasibitikite bezeichnet. Sie sind kompliziert schrägschichtige gangförmige Gesteinskörper, welche parallel zum Kontakt aus wechselgelagerten feldspatarmen, pegmatitischen Riebeckit-Graniten und feinkörnigem Quarz-Ägiringestein bestehen. Die gangförmigen Fasibitikit-Körper sind zwischen 20 cm bis 2,5 m mächtig. Fasibitikte enthalten wirtschaftlich interessante Mengen an Ta, Nb, Zr und REE (überwiegend LREE mit einem deutlichen Eu-Defizit). Die Ägirin-Granite haben eine extrem inhomogene Zusammensetzung, Struktur und Textur und sind angereichert mit Mineralien wie Eudialith, Zirkon, Pyrochlor und Chevkinit-(Ce), wobei der Gehalt dieser Mineralien 1,5-2 mal größer ist als in den Riebeckit-Granit-Varietäten.


Fasibitikite
Fasibitikite

Fasibitikite- Gänge (Dikes, sills and veinlets) in kontaktmetamorphem jurassischem Kalkstein; (Definition im nebenstehenden Text)

Wolfgang Hampel
Fasibitikite
Fasibitikite

Fasibitikite in kontaktmetamorphem jurassischem Kalkstein

Wolfgang Hampel
Seltene Erden - Alkalikomplex
Seltene Erden - Alkalikomplex

Der Caldera REE-Alkalikomplex bei Betaimboay, Halbisel Ampasindava, Distrikt Ambanja, Provinz Antsiranana

Wolfgang Hampel

REE aus Seifenlagerstätten
Schon vor etwa 50 Jahren wurden Monazitseifen an den Stränden bei und nahe von Tolagnaro durch das französische Unternehmen Societée d’Exploitation des Monazites gefördert, welche seit 1964 in einer Aufbereitungsanlage in Vohibarika aufbereitet wurden. Die Reserven der Schwermetallsande nahe Tolagnaro werden auf ca. 300.000 to geschätzt.

Im Jahr 2011 berichtete die indische Stahl- und Bergbaugruppe Varun, dass sie in dem von ihr in Madagascar bei Anosy geleasten 6950 km2 großen Gebiete Erzlagerstätten mit 266,8 mio to Erzreserven entdeckt habe. In den bisher 10 von Varun auf einer Fläche von 62, 5 km2 definierten Blöcken in Ankilimitraha, Belay and Analapatsy in der Region Anosy werden die Vorräte auf 221 mio to Titanerz, 1.84 mio to Zirkon, 9.2 mio to Granat und Spinell, 2.76 to Sillimanit und 9.2 mio to REE in Form von Monazit-(Ce) geschätzt. Das verbleibende geleaste Gebiet wird für U-, Th-, Au-Reserven genutzt.

Nach Berichten in der Zeitschrift „India Times“ soll es, Berichten der Varun Energy Corp. Madagascar zufolge, bereits Verhandlungen mit Unternehmen aus China (Naicher), England (Blastrite), Australien (IlukaResources) und Canada (Medallion Resources) zwecks möglicher finanzieller Beteiligung geben.

REE-haltige ionenabsorbierende tonige Laterite
Madagaskar, die sechstgrößte Insel der Welt, ist zu etwa 75 % von einem tiefroten Lateritmantel bedeckt, was zu ihrem Namen „ Rote Insel“ beitrug. Nahe dem Dorf Befitina auf der Halbinsel Ampasindava, Distrikt Ambanja in der Provinz Antsiranana, wurden über eine Fläche von mehreren Quadratkilometern in einem hügeligen Gelände tonige Laterite exploriert welche bis zu 10 m mächtig sind und von tertiären Alkali-Syeniten unterlagert werden. Die Laterite enthalten wirtschaftlich bedeutende Mengen an REE, Zr, Ta, Nb, Sn, Ga und andere Metallen , sie sollen Ähnlichkeit haben mit den ionenabsorbierenden Tonen in China, welche dort, wo sie vorkommen, die wichtigste Quelle für HREE sind. Durch intensive tropische Verwitterung wurden auch neue Sekundärmineralien gebildet; so z.Bsp. Baddeleyit, w elcher durch Verwitterung von Eudialith entstand.

Einer Veröffentlichung des deutschen, auf die Exploration Seltener Erden spezialisierten Unternehmens Tantalus zufolge, werden die REE-haltigen Ampasindava-Laterite auf 130 mio to geschätzt.

Literatur

  • Behier, J. (1957): Mineraux nouvellement trouvés dans les pegmatites de Madagascar; in: Commission de Coopération Technique en Afrique au Sud du Sahara (C.C.T.A.). Geologie. Comités regionaux Centre, Est et Sud. Conférence de Tananarive Avril 1957. I, 135-138*Besairie, H. (1966): Les Gites Minéraux de Madagascar. Annales Géologiques de Madagascar, Tananarive, 34, 92p.
  • Giraud, P. (1957): Les champs pegmatitiques de Madagascar. in Commision de Coopération Technique en Afrique au Sud du Sahara (C.C.T.A.). Geologie. Comités regionaux Centre, Est et Sud. Conférence de Tananarive Avril 1957. I, 139-150
  • Lacroix, A. (1912): Les richesses minérals de Madagascar. Conference à l'Ecole Coloniale. 23.12.1912. Revue politique et litéraire, Paris.
  • Lacroix, A. (1922): Mineralogie de Madagascar. Géologie-Minéralogie descriptive. A.Challamel (Éditeur), Paris. 624p
  • Murdock T. G. (1963): Mineral resources of the Malagasy Republic. US Department of the Interior, Bureau of Mines, Information Circular 8196
  • Pezzotta, F., Pagano R. (2005): Madagascar. Breve storia della ricerca mineralogica. Rivista Mineralogical Italiana. 30 (2): 76-86

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