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Silver - mineralogy, mining and history (english abstract)

Silver and silver minerals are amongst the most desirabe objects since the beginning of mineral collecting. Silver wires and curls from Kongsberg and Freiberg are the coronation of each mineral collection. Beautiful pyrargyrites and proustites enhance each collector's heatbeat.

However, silver is not only the essence of high-end collecting but has contributed essentially to the history of mankind. Uncountable remain the millions of greek and phenician slaves, middle age european miners and millions of indios who have left their lives for silver.

Silver is one of the seven metals known since thousands of years, already been mentioned in the bible. Mountains of slag in Asia Minor, Arabia and on the agaen islands prove technologies to produce silver from lead ore; knowledges people had been acquainted with since at least 4.000 year B.C. Since the antiquity silver had been used to make finery and ornaments, however, most of this metal was used to stamp coins. The monetary system of many countries was based on silver; the one, who owned silver, was able to finance wars. One of the main pillars of power of Athens, Rome, the Phenicians, the church, the kings and queens of Castilia, the Austrian house of Habsburg and, last not least, of the Americans had been their control over the richest silver mines and the wars, which they made by paying their soldiery with silver coins.

Silber

Englisch: Silver; Französisch: Argent; Spanisch: Plata; Italienisch: Argento; Portugiesisch: Prata; Niederländisch: Zilver; Polnisch: Srebro; Russisch: Серебро; Griechisch: Άργυρος; Arabisch: فضة; Japanisch: Gin

Die Edelmetalle Gold und Silber waren für die zivilisierte Menschheit viele tausend Jahre Wertmaßstab und haben zur Entwicklung von Kulturen beigetragen. Sie waren und sind aber auch grausame Ursachen für Kriege, Ausbeutung, Sklaverei und Vernichtung der Umwelt. In der Antike war Silber etwa gleichwertig mit Gold, hat aber heute nur noch etwa 2 Prozent (gewichtsmäßig) desselben Wertes wie das gelbe Metall.

Silber ist matt und glänzend, weich und spiegelglatt, kühl und warm wie kaum ein anders weißes Metall - es ist einfach schwierig zu beschreiben. Soweit die Geschichte des Mineraliensammelns zurück zu verfolgen ist, gab es immer schöne Exponate gediegenen Silbers, wie auch seiner vielen attraktiven, sammelwürdigen Mineralien.

Trotz ungezählter Vorkommen auf der gesamten Welt war und ist die Nachfrage nach schönen Stufen größer als die Bergwerke liefern können. Sicherlich gab es in den vergangenen Jahrhunderten fantastische Funde, welche, bedingt durch die dann mögliche Ausbringung mit der Hand, ihren Weg in die Sammlungen fanden. Ungeachtet dessen und ungeachtet der modernen Abbaumethoden, die kaum mehr Sammlermineralien erbringen, werden immer wieder neue Vorkommen von Silber und seinen berühmtesten Erzmineralien entdeckt.

Durch die Transformation der bisherigen Welt in eine Welt, in welcher es nur noch ums Verbrauchen geht, entstehen neben dem klassischen Europa und dem Binnenmarkt USA die riesigen Industrie- und Wirtschaftsblöcke China und Indien, welche einen nicht abschätzbar großen Industriehunger nach Silber haben, diesen jedoch nicht durch eigene Reserven stillen können. Aus diesem Grunde hat sich das weltweite Silberangebot verknappt, wenngleich die zehn großen multinationalen Silberbergbaugesellschaften so viel fördern wie nie zuvor. Es wird eifrigst exploriert, bis hin zur Aufarbeitung kolonialer, seit Jahrhunderten aufgelassener Lagerstätten. Hier erscheint am Horizont ein Hoffnungsschimmer für den Mineraliensammler, dass es vielleicht doch wieder einmal zu einem zweiten Chañarcillo oder Batopilas oder Broken Hill kommen könnte. Die ersten Anzeichen sind vorhanden (Peter Seroka).

Lockensilber
Lockensilber
aus historischer Sammlung Kongsberg; Größe: 11x5,8cm
Copyright: Rob Lavinsky; Contribution: Collector
Image: 1236065693
License: Usage for Mineralienatlas project only
Lockensilber

aus historischer Sammlung Kongsberg; Größe: 11x5,8cm

Rob Lavinsky

Geschichte der Namensgebung

Das Wort Silber stammt vom assyrischen Si-ra-pi-im bzw. sarpu, was "Weißes Metall" bedeutet. Im Althochdeutschen leitete sich silabar aus dem germanischen silubra oder silabra und aus dem gotischen silubr ab, daraus dann silver (Englisch). Als gemeinsame Wurzel wird das indogermanische Etymon arg, bzw. Arjunah (d.h. licht, oder weiß) und/oder das Sanskrit-Wort Rajata (weißlich, silberfarbig) angenommen. Arg ist wiederum im Altgriechischen die Wurzel für ἄργυρος (Argyros) (noch heute im Mineralnamen Argyrodit erhalten). Auch der lateinische Begriff Argentum dürfte von arg oder arjunah abgeleitet sein und ist verwandt mit dem armenischen Arcat(oy), bzw. Arzat(a), Arjat oder Arcath.

Die spanische Bezeichnung Plata (portugiesisch, galizisch und sardisch prata) kommt von Platta (Metallfolie oder Metallblatt), einem Wort aus dem nur in Nordost-Iberien gesprochenen Vulgärlatein, welches bereits im 10. Jh. in der galloromanischen Sprache Katalan verwendet wurde. Aus Platta wurde dann im iberospanischen Sprachraum (Kastilien, Aragon) der Begriff Plata. (In Baskisch jedoch heißt das Metall zilar).

Etymologischer Irrtum

Einer der heute bekannten Jakobspilgerwege heißt Via de la Plata; dieser Begriff hat jedoch mit Silber (plata) nichts zu tun. Der hier verwendete Begriff Plata wurde aus der vulgärmaurisch-arabischen Bezeichnung Al Bal' latta abgeleitet und bedeutet breiter gepflasterter Weg. Diese uralte Straße, welche vom heutigen Sevilla (Hispalis) über Mérida (Emerita Augusta) und Salamanca (Helmantica) nach Astorga (Asturica Augusta) führt, wurde wahrscheinlich in ihren Anfängen von den Phöniziern konzipiert und war bereits im 1. Jh. vollständig gepflastert. Sie diente als wichtigste Nordsüdverbindung wesentlich dazu, Gold und Zinn aus den Gruben des Nordwestens zu den antiken Häfen bei Sevilla und Cadiz zu transportieren.


Kapitelübersicht

Silber allgemein

Die berühmten Silbermineralien



Quellenangaben

Verfasser

Gemeinfreie Texte

Einige Textteile innerhalb der Kapitel Geschichte, Verhüttung und Münzgeschichte wurden original aus den nachstehenden, ausdrücklich als gemeinfrei klassifizierten Enzyklopädien übernommen und sprachlich der Gegenwart angepasst:

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, Band 18
  • Pierer's Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart, 1857-1865, 4. Aufl.

Einordnung


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