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Karl von Moll

Karl Maria E(h)renbert Freiherr von Moll (* 21. 12. 1760 in Thalgau; † 1. 2. 1838 in Augsburg) war ein Salzburger Naturforscher und Politiker.

1790 wurde er zum Direktor der Hofkammer in Salzburg ernannt und übernahm 1791 die Direktion des Salz-, Münz- und Bergwesens. Neben seiner Amtstätigkeit widmete sich Moll dem Sammeln von Mineralien und Pflanzen und korrespondierte mit den bedeutendsten Naturwissenschaftern seiner Zeit.

Bereits in den 1790er Jahren war Molls naturhistorische Sammlung so umfangreich, dass er zu ihrer Unterbringung das Landgut Neudeck (ein dreistöckiges Haus im Nonntal) ankaufen musste. Die Sammlung war damals so berühmt, dass sogar Alexander von Humboldt und Erzherzog Johann extra nach Salzburg kamen, um sie zu besichtigen.

Gemeinsam mit Franz von Paula Schrank publizierte er 1785 die zweibändigen „Naturhistorischen Briefe über Oesterreich, Salzburg, Passau und Berchtesgaden“.

1797 begründete er die montanwissenschaftlich-geognostisch-mineralogische Publikationsreihe „Nebenstunden des Berg- und Hüttenmanns“, die im selben Jahr in „Jahrbuch der Berg- und Hüttenkunde“ umbenannt wurde. Ab 1801 wurde die Reihe als „Annalen der Berg- und Hüttenkunde“, ab 1805 als „Ephemeriden der Berg- und Hüttenkunde“, von 1809 bis 1826 als „Neue Jahrbücher der Berg- und Hüttenkunde“ fortgeführt, dann wurde sie mit Karl Cäsar von Leonhards „Taschenbuch für die gesammte Mineralogie“ vereinigt.

Nachdem er sich mit Erzherzog Johann von Österreich nicht über die Konditionen zur Übernahme der vakanten Direktorenstelle des Wiener Hofnaturalienkabinetts einigen konnte, ging Moll 1804 in die Dienste des Kurfürstentums Bayern und wurde dort ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften. In München konzentrierte er sich auf seine wissenschaftliche Arbeit. Zur Unterbringung seiner Sammlungen (unter anderem 5000 Mineralienstufen) pachtete er Teile des aufgehobenen Klosters Fürstenfeld.


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