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Carl von Moll

Johann Paul Carl von Moll (geb. 30. 10. 1735 in Öttingen, Bayern; gest. 20. 2. 1812 in Wien) war ein bayerisch-österreichischer Naturwissenschafter, vor allem Paläontologe und Zoologe.

Er kam durch seinen Onkel und Taufpaten Bernhard Paul von Moll nach Wien. Da in der Familie naturwissenschaftliches Interesse weit verbreitet war, erhielt er bald Kontakte zum „kaiserlichen Naturalien-Cabinet“ (Vorläufer des NHM).
Moll war ein wissenschaftlicher Idealist und arbeitete eng mit Ignaz von Born, dem er 1778-1780 bei der Neuaufstellung der kaiserlichen Sammlungen half, und mit L. von Fichtel zusammen. Er gilt als Pionier und Mitbegründer der Mikropaläontologie in Österreich.

Dem Standardwerk „Testacea microscopia" (Fichtel und Moll 1798, 2. Auflage 1803) sollte ein weiterer Band mit dem Titel „Microscopische Conchylien" folgen, der jedoch nicht mehr veröffentlicht wurde, obwohl das Manuskript druckfertig vorlag.
Moll verfasste auch ein frühes Standardwerk über rezente Bryozoen („Pflanzenthiere“), welches 1803 sowohl in deutscher als auch in lateinischer Sprache veröffentlicht wurde.
Er starb verarmt am 20. 2. 1812 in Wien.


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Literatur:

  • Fred Rögl & Hans Jørgen Hansen, Foraminifera described by Fichtel & Moll in 1798 - a revision of Testacea microscopica. Wien 1984.
  • MOLL, J.P.C (1803): Die Seerinde aus der Ordnung der Pflanzenthiere, das schönste und merkwürdigste Geschlecht, mit neuen Arten vermehret, methodisch beschrieben und durch nach der Natur gezeichnete Abbildungen erläutert. Wien 1803.

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