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Brandberg-Gebiet

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Namibia / Erongo, Region / Brandberg, Kreis / Brandberg-Gebiet

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=940
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Verkürzte Pfadangabe

Brandberg-Gebiet, Brandberg, Erongo, NA
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Das ovalförmige Brandberg-Massiv liegt ca. 33 km NW von Uis, bedeckt eine Fläche von ca. 760 km², ist 30 km lang und 23 km breit. Der Königstein des Massivs mit 2579 m Höhe ist die höchste Ergebung Namibias.


Falsche Fundortangabe

Der Berg wird oft als Fundortangabe benutzt. Dies ist nicht korrekt, da die bekannten Vorkommen entweder die Goboboseb-Berge mit dem Tafelkop (für spektakuläre Quarze und Amethyste) bzw. der Amis-Komplex (für Alkaligesteinsmineralien) sind. Als Fundort wäre "Brandberg-Gebiet" richtiger.


Geologie (Kurzfassung; genauere Beschreibung unter Goboboseb, Amis und Namibia)

Der Brandberg gehört mit den Goboboseb-Bergen und dem Messum Krater zur Paraná-Etendeka Vulkanprovinz.
Er intrudierte vor ca 133-130 MA (post-Karoo, frühe Kreidezeit) im Zusammenhang mit dem Auseinanderbrechen des Gondwana-Kontinents in die auflagernden Metamorphite, Sedimente und Vulkanite. Brandberg, Paresis, Erongo und die Große Spitzkoppe sind silikatisch-magmatische Komplexe.

Das Massiv bildet das Gebirgsdach eines Vulkans. Im Inneren des Kraters bildete sich nach Entleerung der Magmenkammer eine Caldera, welche durch spätere Magmen wieder angehoben wurde, jedoch nicht zur Oberfläche durchbrach. Dieser anorogene Granit-Pluton (granitischer Ringkomplex) erstarrte unter der Erdoberfläche, wurde im Laufe von vielen Mio Jahren abgetragen, freigelegt und zu dem Massiv geformt, welches heute Brandberg genannt wird. Die wichtigsten Gesteinstypen des zentralen Teils des Massivs sind Biotit-Hornblende Granite, Ägirin-Augit Granit, Aplit, Quarz Monzonit, Fayalit-Hedenbergit Granit, Edenit-Augit Granite, Subintrusionen von Monzonit, Leukogranit und Brandbergit (ein peralkaliner Granit mit Biotit und Arfvedsonit) sowie magmatische Brekzien als Resultat der Kontaktmetamorphose. Im Randbereich treten Vulkanite (Quarz Latite und Basalte), andalusit- und pyrophyllithaltige Gesteine und ein kleinerer Quarzporphyrkomplex (Großer und Kleiner Dom) auf.

Die Arfvedsonit-Ägirin Granite sind geprägt durch extrem hohen Gehalt an Nb, Zr, Y, Rb, Th und U. (siehe Geologie Namibia).


Sammler-Info

Wenngleich der granitische Teil des Brandbergs sehr mineralreich ist, ist das Sammeln im Brandbergmassiv ausdrücklich verboten! (obwohl vor nicht gerade einem Jahr authentische Brandberg-Amethyste auf Granit, Quarz (Szepterquarz) und sehr schöne und interessante Topas-Kristalle mit Flüssigkeitseinschlüssen auf den Markt kamen (!).

Wenn man sich dem Massiv auf den Pisten von Naib oder Weyersbronn nähert, kann man in der dem Massiv vorliegenden Geröllwüste, beidseitig der Pisten, interessante und tw. große Sillimanit- und Andalusit-Aggregate finden.

Im gesamten Brandberg-Massiv findet man häufig Arfvedsonit in kleinen schwarzen Kristallen. Das Mineral ist u.a. wesentlicher Bestandteil des Gesteins Brandbergit (ein lokaler Name für einen peralkalinen Granit).


Weitere Informationen

Das gesamte Massiv aus zumeist Geröll- und Schuttmassen ist geprägt von dunklen, tw. glänzenden Gesteinen, welche den Eindruck hinterlassen, als wären sie gebrannt. Das Phänomen wird durch Wüstenlack hervorgerufen.
Der Brandberg ist bekannt für seine tw. über 3.500-2.000 Jahre alten Felsmalereien (u.a. die "White Lady", die sich nach neueren Erkenntnissen als Mann herausstellte).
Der Name Brandberg beruht nicht auf dessen vulkanischer Vergangenheit oder seiner verbrannt wirkenden Gesteine, sondern kommt von dem stichflammenartigen Aufleuchten bei Sonnenauf- und Untergang.

Mineralien (Anzahl: 52)

Mineralbilder (23 Bilder gesamt)

Amethyst
Aufrufe (Bild: 1351589004): 1165
Amethyst

Amethyst crystal on matrix rock, from Brandberg Complex, Brandberg area, Brandberg District, Erongo Region, Namibia; Size 77 x 43 x 42 mm

Sammlung: pegmatite
Copyright: pegmatite
Beitrag: pegmatite 2012-10-30
Mehr   MF 
Amethyst
Aufrufe (Bild: 1237146037): 1720, Wertung: 8
Amethyst

Bildbreite: 13,5 mm; Brandberg, Damaraland, Namibia

Copyright: Dominik Schläfli
Beitrag: slugslayer 2009-03-15
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Elbait, Turmalingruppe
Aufrufe (Bild: 1333463293): 1031
Elbait, Turmalingruppe (SNr: A014930)

Prismatischer mehrfarbiger Kristall, BB = 2,5 cm, Fundort: Brandberggebiet, Damaraland, Namibia

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Heribert Rotter
Beitrag: Münchener Micromounter 2012-04-03
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Gesteine (Anzahl: 6)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Niedermayr, G., F. Brandstätter, F., E.A. Schnaitmann & F. Walter (2012). Neuigkeiten aus Namibia. Min.-Welt., Jg.23, Nr.4, S.80-86.
  • Brandstetter, R. (2014). Sensationelle Amethyste aus Goboboseb und vom Brandberg. S.90ff. In: extra Lapis 47. Namibia - Mineralien & Fundstellen. Weise Verlag, München. ISSN 0945-8492
  • Rustemeyer, P. (2014). Turmalinerlebnisse am Brandberg. S.90ff. In: extra Lapis 47. Namibia - Mineralien & Fundstellen. Weise Verlag, München. ISSN 0945-8492
  • Bast, R. & R. Bode (2020). Schönheiten und bemerkenswerte Neuigkeiten aus Namibia. Min.-Welt, Jg.31, H.2, S.21-25.

Weblinks:

Quellenangaben:

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