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Erongo-Gebirge

Steckbrief

Land

Namibia

Re­gi­on

Erongo, Region / Omaruru, Kreis / Erongogebirge

GPS-Ko­or­di­na­ten

Erongogebirge - S 21°39'06,54" E 15°39'52,17"



Erongogebirge

WGS 84: 
Lat.: 21,65181667° S, 
Long: 15,66449167° E
WGS 84: 
Lat.: 21° 39' 6,54" S,
   Long: 15° 39' 52,17" E

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=945
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Lage

Das Erongo-Gebirge mit einer Höhe von 2.350m erstreckt sich (grob gesehen) über ein Gebiet von ca. 60x60km zwischen Omaruru (NE) bis etwa zur D 2306 zwischen Okambahe und 20km N von Usakos (NW-W-SW). Es ist im E über Omaruru bis zur Farm Etemba, im S über die Farm Ameib, bzw. von Usakos aus über die D 1935 / 1937 bis zur Siedlung bei Tubusis erreichbar.


Geologie

Das Erongo subvulkanische Zentrum ist der größte magmatische Komplex der mesozoischen Paraná-Etendeka-magmatischen Provinz im Damaraland. Es entstand fast gleichzeitig mit dem Brandberg, Messum und Paresis in der frühen Kreide vor 132 MA. Der Komplex besteht aus einer Serie felsisch-vulkanischer sowie intrusiver Einheiten, welche die basaltischen Etendeka-Vulkanite überlagerten oder intrudierten. Die ältesten Magmen waren Rhyodacite, die jüngsten Magmen Rhyolith-Tuffe, anorogene Granite (besonders Farm Etemba) und Ombu Granodiorite. Die letzte Phase der magmatischen Aktivitäten waren alkalische Magmen sowie Foidite (Basanite, Tephrite, Phonolithe), welche die Rhyodacite intrudierten.

s.a. > Geologie Damaraland


Mineralien / Vorkommen

Aus dem Erongo-Gebirge sind seit einigen Jahren große Mengen perfekt ausgebildeter Berylle (Aquamarin und Goshenit), Topas und Turmalin geborgen worden. Sie kommen aus Pegmatitgängen und Drusen, die im unteren zentralen Teil und ca. 10-15km SW von Omaruru (Krantzberg Mine) des Erongo-Gebirges auftreten.

Atemberaubend schön sind Stufen aus unglaublich scharf ausgebildeten Schörlen mit wasserklaren, hell-himmelblauen Aquamarinen, Goshenit und Heliodor, Schörl mit smaragdgrünen Fluoriten, Fluorite als Kub'Oktaeder, Rauchquarze mit Schörl, und Stufen aus bis zu vier verschiedenen Mineralkombinationen. Besonders attraktiv auch bis über 15cm große, idiomorphe weiße Mikroklinkristalle mit ein- und aufgewachsenem Schörl. Als Seltenheit kamen pseudooktaedrische Siderite vor.

Aus älteren Funden stammen violette Fluoritwürfel und Kombinationen mit Topas (SW von Omaruru), bis mehrere cm große Topase und grünlichblaue Aquamarinkristalle (Farmen Anibib-Etemba), Rauchquarze mit Mikroklin, Topas und Aquamarin (Nähe Farm Ameib-Chatpütz) sowie Epidote bis über 10cm in dicken, olivgrünen Kristallen (N von Kranzberg bei Usakos).



Sammler-Info

  • Außer bei den zahlreichen bekannten Mineralienhändlern in und um Karibib (Henckert, Usakos und Swakopmund) kann man versuchen, Stufen direkt bei den Schürfern nahe Tubusis (Tubessis) zu erwerben. Man durchfährt die Hüttensiedlung Tubusis Richtung NW und gelangt nach ca. 3km auf einer primitiven, staubigen Piste zu einem Camp, wo Stufen aus erster Hand angeboten werden. Allerdings ist nicht gewährleistet, daß genau an dem Tag, an welchem man dorthin fährt, auch Stufen vorhanden sind, bzw. es ist nicht auszuschließen, daß die wirklich guten Stücke nicht vorher an alle möglichen Aufkäufer gelangten.
  • Die spektakulärsten Schörle wurden seit ca. 2002 vom Tröstauer Händler Schmitt in München (u.a. Börsen) angeboten.
  • Nicht selten wird auch Foitit (ein selbständiges, schörlähnliches Mitglied der Turmalingruppe) angeboten. Hier ist Vorsicht angesagt, da es kaum eine Garantie für die Echtheit dieser "seltenen" Turmaline gibt.
  • Neufunde 2005 waren ausgezeichnete farblose (selten mit einem grünlichen Stich) Goshenite bis mehrere cm auf Quarz, Herderit xx in glänzenden Kristallen sowie Pseudomorphosen von Mikroklin nach Quarz (meist chloritisiert). Außerdem bis mehrere cm große, scharf ausgebildete tiefgrüne Fluorite auf weißem Feldspat.

Mineralien (Anzahl: 50)

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Foititi
Foitit wurde in Mineralien-Welt 14 (6), 58-64 aus dem Erongo vermutet, aber nicht durch quantitative chemische Analysen oder Strukturanalysen bestätigt.

Vermutete Foitite, die zur Analyse an Dr. Uwe Kolitsch gingen haben sich durch Verfeinerung der Kristallstruktur alle als das Fluor-Analogon von Schörl erwiesen (insbesondere sind alle unmittelbar mit Fluorit verwachsenen schwarzen/dunklen Turmaline sehr nahe an der Endgliedzusammensetzung des Fluor-Analogons; Publikation in Vorbereitung (Stand Feb. 2010)).

Na-reicher Foitit und Foitit wird als Teil von zonierten Kristallen beschrieben. Martina Lensing-Burgdorf, Anke Watenphul, Jochen Schlüter, Boriana Mihailova: Crystal chemistry of tourmalines from the Erongo Mountains, Namibia, studied by Raman spectroscopy. Eur J Mineral Vol. 29, Nr. 2 (2017) S. 257-267.
(Erongo, Region/Omaruru, Kreis/Erongogebirge)
r
Jahn, St. & Bode, R. (2003): Mineralogische Neuigkeiten vom Erongo in Namibia (III). Mineralien-Welt 14 (6), 58-64.

Martina Lensing-Burgdorf, Anke Watenphul, Jochen Schlüter, Boriana Mihailova: Crystal chemistry of tourmalines from the Erongo Mountains, Namibia, studied by Raman spectroscopy. Eur J Mineral Vol. 29, Nr. 2 (2017) S. 257-267.

Foitit - Fragwürdig! > http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,24057.0.html
(Erongo, Region/Omaruru, Kreis/Erongogebirge)
BM
Hyalit (Var.: Opal) BM
Schörlr
Martina Lensing-Burgdorf, Anke Watenphul, Jochen Schlüter, Boriana Mihailova: Crystal chemistry of tourmalines from the Erongo Mountains, Namibia, studied by Raman spectroscopy. Eur J Mineral Vol. 29, Nr. 2 (2017) S. 257-267.
(Erongo, Region/Omaruru, Kreis/Erongogebirge)
BM
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Aktualität: 13. Jan 2018 - 23:53:29

Mineralbilder (122 Bilder gesamt)

Beryll x
Aufrufe (Bild: 1252863999): 14611, Wertung: 9.11
Beryll x

ca. 1 cm langer Beryllkristall mit versch. Endflächen. FO: Erongo, Namibia, DMF

Sammlung: berthold
Copyright: berthold
Beitrag: berthold 2009-09-13
Rauchquarz
Aufrufe (Bild: 1193248525): 871
Rauchquarz

gitterförmig ausgebildetes Aggregat; Größe: 6 x 7 x 7 cm; Fundort: Erongogebirge, Damaraland, Namibia

Copyright: Christiane David
Beitrag: Hg 2007-10-24
Aquamarin
Aufrufe (Bild: 1320094519): 5359, Wertung: 8.6
Aquamarin

Erongo Mountain, Usakos and Omaruru Districts, Erongo Region, Namibia; 7,4cm x 5,1 x 4,1 cm; Größter Kristall 5cm

Sammlung: jayjay
Copyright: jayjay
Beitrag: jayjay 2011-10-31

Gesteine (Anzahl: 9)

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Aktualität: 13. Jan 2018 - 23:53:29

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Blümel, W.D., Emmermann, R., Hüser, K. (1979). Wissenschaftliche Forschung in Südwest-Afrika. Der Erongo: Geowiss. Beschreibung und Deutung eines südwestafrikanischen Vulkankomplexes." F.16, Vorstand südwestafr. wissensch. Ges.
  • Locker, H. (2012). Der Berg ruft: edle Steine vom Erongo, Namibia. Lapis, Jg.37, Nr.5, S.40-44.
  • von Bezing, L. 2007; Namibia- milerals and localities. Bode Verlag.
  • Verfasser: Collector
  • Zusatzangaben und Bilder: Mineralroli

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