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Goanikontes

Goanikontes Uranerz-Lagerstätte (erweitert durch Hinweise zur Ida-Mine)

Steckbrief

Land

Namibia

Re­gi­on

Erongo, Region / Swakopmund, Kreis / Arandis / Goanikontes

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Die Lagerstätte liegt am nördlichen Rand der Naukluft, unterhalb des Swakop Flusses, ca. 4 km SO von Goanikontes, ca. 27km O von Swakopmund

Geo­lo­gie

Der sogenannte Goanikontes Dome besteht aus erodierten prä-Damara Gesteinen und roten granitischen Gneisen, welche von Arkose-Quarzit-Sedimenten umgeben sind und von Biotit-Amphibol-Pyroxen-Schiefern sowie stellenweise Quarzblöcken überlagert werden. Im Zuge der Gebirgsbildung intrudierten Alaskit-Körper mit Mächtigkeiten von wenigen mm bis über 100m. Die Uran-Mineralisation des Goanikontes-Gebiets ist auf die Alaskite begrenzt, wenngleich auch Uranmineralien in Kalk-Silikatgesteinen im Kontakt mit Alaskiten auftreten können.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=963
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Das häufigste Uranmineral ist Uraninit, gefolgt von Betafit. Der Uraninit wird von chloritisiertem Biotit sowie Ti-haltigen Oxiden begleitet. Sekundäre U-Mineralien wie Autunit sind durch Umsetzung der Primärmineralien entstanden und treten als dünne Schichten oder Filme entlang von Mikrospalten auf. Die potentiellen Erzreserven werden auf mehrere Mio. Tonnen geschätzt.


Sammler-Info

  • Die Lagerstätte wurde 1974 entdeckt.
  • Von Goanikontes stammen sehr gut ausgebildete Boltwoodite in und auf dunklem Calcit, welche auf den Sammlermarkt meist mit der Fundortangabe "Rössing" kamen.
  • Nicht weit entfernt von Goanikontes erstreckt sich über eine Länge von ca. 9km, zu beiden Seiten des Swakop-Flusses, ein weiteres U-Vorkommen - der Ida Dome mit der Uranerz-Lagerstätte Ida Mine. Die hier vorkommenden häufigsten U-Mineralien sind Uraninit und Uranophan-beta. Aus der Ida Mine stammen Rauchquarze und rötlicher Orthoklas in ausgebildeten Kristallen.
  • Die Lagerstätte kann mit vorheriger Genehmigung besichtigt werden; Eigenfunde (besonders von Boltwoodite) sind ggf. nach Sprengungen möglich.
  • Kurz nachdem man den Swakop-Fluss überquert, fährt man, von Goanikontes kommend Richtung Naukluft Park auf einer staubigen Wüstenpiste durch einige Felsschluchten mit Nebentälern. Die tw. bis 50-80 m hohen Felshgel sind von Doleriten intrudiert, in welchen man kristallinen und xx-Epidot sowie, an den Randzonen der Dolerite, größere Feldspäte in verwittertem Granit finden kann.

Mineralien (Anzahl: 11)

Mineralbilder (30 Bilder gesamt)

Boltwoodit
Aufrufe (Bild: 1195309434): 2530, Wertung: 9.75
Boltwoodit

Bildbreite: 15 mm; Fundort: Goanikontes, Arandis, Swakopmund District, Erongo Region, Namibia

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2007-11-17
Boltwoodit
Aufrufe (Bild: 1356208884): 999
Boltwoodit (SNr: A011958)

Nadelige gelbe Kristalle, BB = 3,8mm, Fundort: Namibia/Erongo, Region/Swakopmund, Kreis/Arandis/Goanikontes.

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Bebo
Beitrag: Münchener Micromounter 2012-12-22
Boltwoodit
Aufrufe (Bild: 1229772340): 1910, Wertung: 8.83
Boltwoodit

Größe: 6,3 mm; Fundort: Goanikontes, Arandis, Swakopmund District, Erongo Region, Namibia

Copyright: Matteo Chinellato
Beitrag: Hg 2008-12-20

Gesteine (Anzahl: 10)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Palfi, A.G., Wartha, R., Niedermayr, G., and Jahn, S, (2001): Das Boltwoodit-Vorkommen von Goanikontes in der Namib. In: Jahn, S. et al (ed.): Namibia. Zauberwelt edler Steine und Kristalle. Bode Verlag. 2001: 126-35.
  • Bezing, L. von, Bode, R. & Jahn, S. (2008): Namibia Minerals and Localities. Ed. Schloss Freudenstein, Bode Verlag GmbH, Haltern: 338 (in Englisch).

Quellenangaben

Einordnung