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Kleine und Große Spitzkoppe

Steckbrief

Land

Namibia

Re­gi­on

Kunene, Region / Damaraland / Kleine und Große Spitzkoppe

Geo­lo­gie

Granite, Monzogranite und Pegmatite.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=950
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Spitzkoppe
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Spitzkoppe

Große Spitzkoppe mit Granitmassiven

Copyright: montanpark
Beitrag: Collector 2006-03-09
Spitzkoppe
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Spitzkoppe

Die Große Spitzkoppe aus der Weitsicht

Copyright: Collector
Beitrag: Collector 2006-01-10

Ausführliche Beschreibung

Beide Berge im Damaraland gehören zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Namibias. Die Große Spitzkoppe mit 1.728 m Höhe wird als das "Matterhorn Namibias" bezeichnet; die Kleine Spitzkoppe ist 1.584 m hoch; sie erheben sich aus einer 950-1050m hohen wüstenartigen Schuttfläche.


Lage

29 km von der B2, der Hauptverbindungsstraße zwischen Windhoek und Swakopmund. Von Windhoek kommend, kurz hinter Usakos, Abzweigung nach Henties Bay-Uis, dann 18 km auf der D 1918 Richtung Henties Bay, anschließend auf der D 3716 rechts abbiegen zur Spitzkoppe.


Geologie

Beide Berge sind Granitstöcke (Inselberge aus Granit), welche im Zusammenhang mit der Riftbildung des westlichen Gondwanalandes in der frühen Kreidezeit zu verschiedenen Zeitintervallen vor 124-137 MA in die Fläche des kambrischen Damara-Gebirges (650 bis 500 MA) intrudierten.

Die wichtigsten Gesteinstypen sind mittel- bis grobkörnige Biotitgranite sowie porphyritische Granite (milde, peraluminische, Topas- sowie Annit-Siderophyllitführende hochsilikatische Monzogranite), welche von silikatischen Gängen und umfangreichen Pegmatiten durchschnitten werden. In den Pegmatiten treten Schlieren und miarolithische Drusen auf.
Im zentralen Teil der Kleinen Spitzkoppe sehr großflächige Wollsackverwitterungen.

s.a. Geologie Damaraland


Sammlerinformation

Beide "Spitzkopjes" sind sehr mineralreich, wobei die spektakulären Mineralien Topas (formenreiche, bis zu 10cm große, wasserklare, farblose bis hellgelbliche Kristalle), dunkelgrüner, seltener tiefvioletter oktaedrischer Fluorit (Kristalle bis über 10cm), farbloser Beryll (selten mit rosarotem Kern), Turmalin und Mikroklin nicht nur im Bereich der Spitzkoppe, sondern in der näheren Umgebung zu finden sind. Diese "gewöhnlichen" Mineralien sind meist mehrere cm groß; besonders schöne Stufen von Feldspatkristallen (auch als Amazonit) mit großen Topasen, Glimmer und -ganz besonders- mit dunkelgrünem Fluorit sowie Aquamarinkristalle oder Berylle auf Fluorit. Die meisten Topase können in der nahen sandigen Umgebung der Großen Spitzkoppe oder in den trockenen Bachbetten gefunden werden. Florencit-(Ce) (ggf. (Yb,Y)), (synonym mit Stiepelmannit) ist extrem selten und findet sich meist mit Topas vergesellschaftet.

Wer Zeit hat, sollte sich mit einem ansässigen und auf jeden Fall geländekundigen Bewohner zusammentun und selber Topase sammeln. Es gibt zahlreiche Fundstellen mit "fast"-Garantieerfolg. Ein kg-Hammer und ein großes Brecheisen sind hilfreich beim Ausstemmen der tw. bis zu 1m tief liegenden mineralreichen Gesteinsblöcke.

Seitlich der Spitzkoppe liegt die aufgelassene Stiepelmann Mine mit einem offenen Schachtzugang sowie ein Abbau von Granitblöcken. Beide Lokalitäten sind mineralarm und, abgesehen vom Interesse am frühen Bergbau, kaum den Besuch wert.

Achtung: Im offenen, ca. 45° verlaufenden Schacht nisten Schlangen!


Tipps

Fahrzeug

Beide Spitzkoppen sind leicht mit einem normalen Pkw zu erreichen.

Unterkunft

Nahe der Kleinen Spitzkoppe gibt es das Spitzkoppe Community Tourist Camp mit kleinen, sehr einfachen Hütten, wo man übernachten kann (geringe Eintrittsgebühr); hier gibt es auch einen kleinen Mineralien-Verkaufsladen, meist aber Schrott. Freies Zelten ist meist schöner, da man sich die besten Plätze selbst suchen kann. Es gibt auch einen Bush-Campingplatz mit Latrinen, Feuerplatz und Mülleimern. Feuerholz kann man an der Rezeption des Community Tourist Camp kaufen. Dass man keinerlei Abfälle zurücklässt, sollte selbstverständlich sein.

Beim Zeltauf- und Abbau immer auf Schlangen achten, auch beim Herumlaufen im Gelände!

Vorräte

Wasser sollte bei längerem Aufenthalt unbedingt reichlich bevorratet werden; Lebensmittel vorher in Usakos oder Swakopmund einkaufen.

Mineralien kaufen

Selber sammeln ist besser; bei angebotenen Kristallen vorsichtig; sehr oft wird farbloses, geschliffenes Glas als Topas oder Fluorit angeboten.

Mineralien (Anzahl: 59)

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Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
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 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 14. Jul 2018 - 08:26:26

Mineralbilder (42 Bilder gesamt)

Topas auf Rauchquarz
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Topas auf Rauchquarz

Größe: 46x45x31 mm; Fundort: Große Spitzkoppe, Damaraland, Region Kunene, Namibia

Copyright: Rob Lavinsky
Beitrag: slugslayer 2010-08-25
Topas
Aufrufe (Bild: 1282765079): 597
Topas

Größe: 28x27x17 mm; Fundort: Kleine Spitzkoppe, Damaraland, Region Kunene, Namibia

Copyright: Rob Lavinsky
Beitrag: slugslayer 2010-08-25
Topaz
Aufrufe (Bild: 1350219357): 562
Topaz

Klein Spitzkopje, Erongo Region, Namibia; Crystal size 15x15x12mm.

Copyright: Vitezslav Snasel
Beitrag: Vita 2012-10-14

Gesteine (Anzahl: 9)

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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

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Aktualität: 14. Jul 2018 - 08:26:26

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangaben

  • Beyer, H. (1980). Mineral-Beobachtungen an der Kleinen Spitzkopje (SW-Afrika). Aufschluss, Jg.31, Nr.1, S.4-32.
  • Beyer, H. (1988). Ein Quarzkontaktzwilling nach dem Brasilianer Gesetz von der kleinen Spitzkopje, Namibia. Aufschluss, Jg.39, Nr.4, S.219-20.
  • Cairncross, B. (2005). Klein Spitzkoppe, Namibia. Min. Rec., Vol.36, H.4, S.317-35.
  • Locker, H. (2010). Feldspat, Quarz, Glimmer...und mehr: ein Ausflug nach Namibia. Lapis. Jg.35, Nr.9, S.32-35.
  • Niedermayr, G. & E.A. Schnaitmann (2010). Neuigkeiten aus Namibia. Min.-Welt, Jg.21, H.6, S.89-96.
  • Rustemeyer, P. (2014). Topase von der Spitzkoppe. S.39ff. In: extra Lapis 47. Namibia - Mineralien & Fundstellen. Weise Verlag, München. ISSN 0945-8492.
  • Böllinghaus, T. (2016). Topase von der Kleinen Spitzkoppe in Namibia. Min.-Welt, Jg.27, H.1, S.32-55.
  • Bericht: Collector

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